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Herausforderung: Uniabschlussarbeit trotz frischer Trennung

2. März 2019 um 23:07 Letzte Antwort: 6. März 2019 um 16:40

Hallo zusammen,
ich sitze in diesen Wochen an meiner Masterarbeit und durchlebe gleichzeitig aktuell eine schwere Beziehungstrennung, die mich nach wie vor mitnimmt.

Ich möchte die Arbeit innerhalb der nächsten 8 Wochen abgeben, um nicht über die Regelstudienzeit zu kommen. Ich habe sogar bereits einen Job in Aussicht für nach dem Studium. Normalerweise fällt mir das Schreiben leicht, aber vor einem Monat ist meine 5-jährige Beziehung in die Brüche gegangen und ich bin von "zuhause" ausgezogen. Ich kann mich überhaupt nicht konzentrieren, habe kaum Energie und die Trauer um das Alleinsein ist allgegenwärtig. Ich kenne es von Freunden, die sich bei Trauer nur so in die Arbeit stürzen, leider gehöre ich offensichtlich nicht dazu. Am liebsten würde ich grad alles stehen und liegen lassen und eine Reise ans andere Ende der Welt machen. Weiß aber, dass das nun nicht möglich ist.
Ich hoffe, dijenigen von euch die schon vor ähnlichen Herausforderungen standen, haben ein paar Ratschläge. Ich würde mich in jedem Fall unheimlich freuen, weil ich mich grad recht hilflos fühle und bin euch sehr dankbar, wenn ihr wertvolle Hinweise dazu habt, wie ich mich stärker selbst motivieren kann und die Konzentration und Energie aufbringe, mich auf die wichtige Abschlussarbeit zu konzentrieren.

Eure Feli

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3. März 2019 um 11:33

Kann ich gut nachvollziehen. Für mich war die Sehnsucht nach einer großen Liebe in einer intakten Beziehung immer wichtiger als die Karriere. 

Dann steht die Welt plötzlich still, nur Gedanken drehen sich immer wieder im Kreis. Und man findet keine Antworten auf tausende Fragen ...

Das Blöde ist, dass man die Kraft, die man eigentlich für die Masterarbeit bräuchte, dafür aufbringen muss, um überhaupt arbeiten zu können.

Das Wichtigste ist der Anfang. Versuche anzufangen, egal wie schwer die ersten Schritte fallen.

Da gibt es zwei Strategien, je nach Mentalität. Sich gleich auf die Kernfragen stürzen, oder am Rand anfangen und zur Mitte vorarbeiten. In der Hoffnung, dass irgendwann der Flow einsetzt. Nur so funktioniert dieses "in die Arbeit stürzen und dabei vergessen" wieder.

Dann gibt es noch die Möglichkeit des "Brainstormings", also mit anderen Menschen über die Aufgabe zu diskutieren. Damit du wieder einen Bezug zu dem Thema bekommst.

Kleine Rituale können helfen. Spaziergänge, die Tasse Tee, ein Glas Wein. Auch Tiere lenken ab und können für Ausgleich sorgen.

Ich wünsche dir, dass du das packst.

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6. März 2019 um 16:40

Das Wichtigste wird sein, dass Du etwas für Dich selber tust - neben dem Schreiben. Etwas Bewegung, etwas Ausgang, Freunde besuchen, Familie pflegen, tue alles, was Dir gut tut und Dir hilft, eine gute Arbeit abzuliefern. Und wenn Du das Bedürfnis hast, über den Trennungsschmerz zu reden, tus, schreibe auf, für Dich, für mich, fürs Forum, wo auch immer, und entledige Dich so Deinen Gedanken. Der Trennungsschmerz dürfte noch etwas dauern und Du wirst unterdessen fertig werden mit der Arbeit. Positive Gedanken und Erinnerungen hochholen, und so gut für Dich und positives Denken sorgen.

Alles Gute!

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