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Hat oder hatte hier mal jemand ticks?

2. Juli 2011 um 12:54

hallo ihr lieben,

also wie schon im titel steht, interessiert es mich ob hier jemand auch unter ticks leidet oder welche hatte und sie sich abgewöhnen konnte und wenn ja, WIE?

ich spreche hier nicht von nervösen ticks, also dass manche menschen so mit dem auge zucken oder ähnlich, sondern meine diese (wiederholungs)ticks, dinge die man mehrmals machen muss ohne sinn, wie 3xlichtschalter aus und anmachen, oder kleidung in einer ganz bestimmten art und weise zu falten, immer nur links oder rechts an einer laterne vorbeizugehen,etc.

ich erzähle euch mal von meinen ticks, die ich schon habe seit ich ca.13 jahre alt bin, jetzt bin ich 27, also habe sie echt schon ein halbes leben, im wahrsten sinne des wortes.

bin schon sehr lange in therapie wegen anderen dinge, wie depression etc...und auch medikamentöser behandlung, aber die ticks wurden nie besser. ich kanns einfach nicht lassen.

zum beispiel:
-ich muss den lichtschalter, also wenn ich abends schlafe gehen, immer 4 mal an und ausmachen
-wenn ich ein t-thirt falte, kann es sein dass ich es echt 4 oder 5 mal wieder auseinander falte, bis es dann für mich perfekt ist.
-wenn ich eine flasche wasser oder saft in den kühlschrank stelle, muss die seite als wo das etikett ist immer schön nach vorne schauen, kann mich nicht beruhigen bis ich weiss das alles schön gerade im kühlschrank steht.
-das radio, ähnlich wie beim lichtschalter, muss ich auch immer 4 mal an und ausmachen, also ich kann nicht einfach auf den off knopf drücken und fertig, ne muss 4 mal sein.

das ist nur ein teil meiner ticks, aber davon habe ich echt noch viele mehr.

es ist sehr störend, weil dieses verhaltensproblem echt auch viel zeit in anspruch nimmt. also dinge im haushalt die man in 5 minuten machen kann wie wäschen aufhängen, können bei mir 20 min dauern, weil ich zum beispiel immer genau die wäscheklammern befestigen muss, oder sie zum beispiel dann nachdem alles aufgehängt ist, nach farben sortiere, also nochmal abklipse und austausche.

kennt das jemand?

hat es jemand geschafft sich die ticks abzugewöhnen und wenn ja wie?

ach so, was noch wichtig ist, wenn ich zum beispiel einem tick nicht nachgehen, also mir selber sage: sag mal wie bescheuert bist du eigentlich? dann nach spätestens einer minute mache ich es dann doch, weil ich negativgedanken habe, also eigentlich geht es immer darum, dass ich denke: wenn ich das jetzt nicht so mache, dann passiert X person was ganz schlimmes.

also sind wohl auch irgendwelche verlustängste mit ihm spiel, weiss jemand wodurch solche ticks ausgelöst werden?

gruss an alle.

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3. Juli 2011 um 15:04

@sadsally

also ich selbst habe nicht solche ticks, aber ein guter freund von mir. er kann es nicht ab, wenn irgendwas schief häng ... er ist da richtig fixiert darauf und betrachtet alles unter diesem gesichtspunkt.

aber ich find das richtig süß... manchmal häng ich meine bilder extra schief hin, um ihn zu ärgern

ich empfinde es als einen teil seiner persönlichkeit, die ihn eben so authentisch macht und nenn ihn manchmal kleiner monk. ;o)

was deine ticks angeht... ich denke auch, dass es einerseits unsicherheit ist, etwas icht richtig getan zu haben und dass es ein tiefer wunsch nach perfektion ist. sowas kommt zustande, wenn man als kind nur kritisiert und zu wenig gelobt wird.

warum genau muss die saftflasche mit dem schild nach vorn dastehen und was denkst du, was passiert, wenn du den lichtschalter nicht viermal an und ausmachst ?

was kann realistischerweise passieren ?

ich finds nicht schlimm, was du schreibst, finde es auch eher amüsant... aber dass es dich selbst stört, weil es zeit kostet, kann ich nachvollziehen.










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3. Juli 2011 um 16:33

Danke an alle
@schneepflocke
das was dein freund/bekannter macht, finde ich auch nicht schlimm, und finde es ist auch kein so ernster tick, sondern wirklich halt ne angewohnheit.
zu deinen fragen: ja, warum muss die saftflasche nach vorne zeigen? und was kann realistischer weise passieren?

genau das, ist ja das paradoxe an der sache, weil ich ja weiss dass eben überhaupt nichts passiert, auch wenn die flasche jetzt eben andersrum steht.
es sind echt nur gedanken, die natürlich garnichts damit zu tun haben, ich denke dann halt wenn ich die flasche jetzt nicht "richtig" (was ist schon richtig), also wenn ich sie jetzt nicht so reinstelle, wie ich es für richtig halte, dann denke ich dann passiert jemanden den ich kenne etwas sehr schlimmes (meinem freund, meiner katze,...).
so als wolle ich mich schuldig machen, oder?
also natürlich ist ja garkein zusammenhang zwischen einem korrekt gefalteten t-shirt und einem autounfall der jemand völlig unabhängig davon haben könnte, aber ich denke halt wenn ich es nicht mache, und daraufhin was passiert, dann wäre es meine schuld.

das kann doch bestimmt daher kommen, dass ich als kind auch immer die schuld für alles bekam, wenn irgendetwas kapput ging, oder evrloren ging, streit mit der schwester, immer war ICH die schuldige in den augen meiner mutter. vielleicht ist das der auslöser?!

@romy1269: dass mit den dingen in bestimmter reihenfolge anschauen, kenne ich auch. schön, dass du das nicht mehr hast. wie alt warst du da? und ist es einfach so von alleine plötzlich weggegangen?

@amarylis1231as war du schreibst ist der waschzwang. das hatte ich zum glück nie, also diesen reinheitswahn, ständig desinfektieren, hände ständig waschen bis der ph wert kapput ist, ABER wer das hat, ist meine (fast)schwiegermutter und zwar sehr schlimm, sie wäscht sich die hände immer mit bleiche, also dieses chlorzeug was so nach schwimmbad riecht, echt agnz schlimm. sie wäscht übrigens auch salate, gemüse mit diesem schlor, weicht es über nacht ein, also z.B. spinat, und somit wird es dann über nacht desinfiziert und kann am nächsten tag gegessen werden. krass, oder? ich esse übrigens nie bei ihr gemüse oder obst.

ich hab es ihr schon oft gesagt, mit dem waschen und so. sie zum beispiel, weiss garnichts von ihrem tick, also echt nicht, sie denkt es ist so normal. dass ihre haut geplagt mit ekzemen und allergien ist, und im gesicht hat sie auch dermatitis und rötungen, das schiebt sie garnicht auf den übertriebenen waschzwang.

@susasweet81 wenn es geht, kannst du dann bitte deine doofen antworten woanders hinschreiben, und meinen tread verschont lassen? danke.

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3. Juli 2011 um 21:39
In Antwort auf clea_11935682

Danke an alle
@schneepflocke
das was dein freund/bekannter macht, finde ich auch nicht schlimm, und finde es ist auch kein so ernster tick, sondern wirklich halt ne angewohnheit.
zu deinen fragen: ja, warum muss die saftflasche nach vorne zeigen? und was kann realistischer weise passieren?

genau das, ist ja das paradoxe an der sache, weil ich ja weiss dass eben überhaupt nichts passiert, auch wenn die flasche jetzt eben andersrum steht.
es sind echt nur gedanken, die natürlich garnichts damit zu tun haben, ich denke dann halt wenn ich die flasche jetzt nicht "richtig" (was ist schon richtig), also wenn ich sie jetzt nicht so reinstelle, wie ich es für richtig halte, dann denke ich dann passiert jemanden den ich kenne etwas sehr schlimmes (meinem freund, meiner katze,...).
so als wolle ich mich schuldig machen, oder?
also natürlich ist ja garkein zusammenhang zwischen einem korrekt gefalteten t-shirt und einem autounfall der jemand völlig unabhängig davon haben könnte, aber ich denke halt wenn ich es nicht mache, und daraufhin was passiert, dann wäre es meine schuld.

das kann doch bestimmt daher kommen, dass ich als kind auch immer die schuld für alles bekam, wenn irgendetwas kapput ging, oder evrloren ging, streit mit der schwester, immer war ICH die schuldige in den augen meiner mutter. vielleicht ist das der auslöser?!

@romy1269: dass mit den dingen in bestimmter reihenfolge anschauen, kenne ich auch. schön, dass du das nicht mehr hast. wie alt warst du da? und ist es einfach so von alleine plötzlich weggegangen?

@amarylis1231as war du schreibst ist der waschzwang. das hatte ich zum glück nie, also diesen reinheitswahn, ständig desinfektieren, hände ständig waschen bis der ph wert kapput ist, ABER wer das hat, ist meine (fast)schwiegermutter und zwar sehr schlimm, sie wäscht sich die hände immer mit bleiche, also dieses chlorzeug was so nach schwimmbad riecht, echt agnz schlimm. sie wäscht übrigens auch salate, gemüse mit diesem schlor, weicht es über nacht ein, also z.B. spinat, und somit wird es dann über nacht desinfiziert und kann am nächsten tag gegessen werden. krass, oder? ich esse übrigens nie bei ihr gemüse oder obst.

ich hab es ihr schon oft gesagt, mit dem waschen und so. sie zum beispiel, weiss garnichts von ihrem tick, also echt nicht, sie denkt es ist so normal. dass ihre haut geplagt mit ekzemen und allergien ist, und im gesicht hat sie auch dermatitis und rötungen, das schiebt sie garnicht auf den übertriebenen waschzwang.

@susasweet81 wenn es geht, kannst du dann bitte deine doofen antworten woanders hinschreiben, und meinen tread verschont lassen? danke.

Ich denke,

du bist auf dem richtigen weg, die ursache für deine ticks zu erkennen.

das kann gut sein, dass es daher kommt, dass du als kind immer die schuld bekamst. du hast das gefühl, für alles die verantwortung zu tragen.

als kind hast du vielleicht gedacht, dass deine mutter recht hat, dass alles deine schuld ist, denn schließlich ist sie ja die erwachsene und wird es ja wissen. Aber irgendwo unbewusst wusstest du, dass sie eben nicht im recht ist.

heute als erwachsener weiss dein bewusstsein, dass du eben nicht an allem die schuld trägst und dass ein schief gefaltet t-shirt nicht die ursache für einen verkehrsunfall ist. dein verstand weiss das, aber dein gefühl nicht.

dein gefühl fühlt sich noch immer so, wie du es als kind gelernt hast, nämlich für alles verantwortlich und für jedes unglück schuldig. Und dem versucht dein unterbewusstsein mit diesen unsinnigen handlungen gerecht zu werden.

vielleicht kannst du daran arbeiten, indem du versuchst dich an konkrete situationen aus deiner kindheit zu erinnern und diese realistisch zu bewerten. Sicher wird es viele situationen geben, wo du feststellst, dass deine mutter einfach ungerecht zu dir war.

Vielleicht hilft es auch, wenn du dir bewusst machst, dass du nicht über alles die kontrolle hast und haben kannst. Dass es eben nicht alles in deiner verantwortung liegt und du nicht alles durch deine handlungen beeinflussen kannst.

Dieses loslassen kann auch sehr befreiend sein.

Ich selbst glaube daran, dass alles im leben vorbestimmt ist. Daher habe ich im allgemeinen wenig angst.
Auch der glaube daran, dass alles gut wird, wenn es denn das schicksal so will und sowieso nichts wird, wenn das schicksal es nicht will... das macht mir vieles leichter.

Soll natürlich nicht heißen, dass ich jegliche verantwortung abgeben und alles dem zufall überlasse...

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3. Juli 2011 um 21:55
In Antwort auf nyx_12892819

Ich denke,

du bist auf dem richtigen weg, die ursache für deine ticks zu erkennen.

das kann gut sein, dass es daher kommt, dass du als kind immer die schuld bekamst. du hast das gefühl, für alles die verantwortung zu tragen.

als kind hast du vielleicht gedacht, dass deine mutter recht hat, dass alles deine schuld ist, denn schließlich ist sie ja die erwachsene und wird es ja wissen. Aber irgendwo unbewusst wusstest du, dass sie eben nicht im recht ist.

heute als erwachsener weiss dein bewusstsein, dass du eben nicht an allem die schuld trägst und dass ein schief gefaltet t-shirt nicht die ursache für einen verkehrsunfall ist. dein verstand weiss das, aber dein gefühl nicht.

dein gefühl fühlt sich noch immer so, wie du es als kind gelernt hast, nämlich für alles verantwortlich und für jedes unglück schuldig. Und dem versucht dein unterbewusstsein mit diesen unsinnigen handlungen gerecht zu werden.

vielleicht kannst du daran arbeiten, indem du versuchst dich an konkrete situationen aus deiner kindheit zu erinnern und diese realistisch zu bewerten. Sicher wird es viele situationen geben, wo du feststellst, dass deine mutter einfach ungerecht zu dir war.

Vielleicht hilft es auch, wenn du dir bewusst machst, dass du nicht über alles die kontrolle hast und haben kannst. Dass es eben nicht alles in deiner verantwortung liegt und du nicht alles durch deine handlungen beeinflussen kannst.

Dieses loslassen kann auch sehr befreiend sein.

Ich selbst glaube daran, dass alles im leben vorbestimmt ist. Daher habe ich im allgemeinen wenig angst.
Auch der glaube daran, dass alles gut wird, wenn es denn das schicksal so will und sowieso nichts wird, wenn das schicksal es nicht will... das macht mir vieles leichter.

Soll natürlich nicht heißen, dass ich jegliche verantwortung abgeben und alles dem zufall überlasse...

Hey danke schneepflocke
deine antwort hat mir weitergeholfen, und es ist wirklich so wie du schreibst, vor allem dass ich für jedes unglück schuld war, und ich kann mich auch an sehr konkrete situationen erinnern, die ich damals natürlich nicht verstanden habe, viel zu jung war ich damals.

ich weiss auch nicht ob es der auslöser dieser ticks ist, aber das hängt bestimmt alles zusammen.

ich kann mich noch sehr gut an folgende situationen erinnern, alles so im alter zwischen 7-10 jahren:
-ich bin mit meiner (halb)schwester aufgewachsen in dem alter, meine mutter allein erziehend,meine schwester im gleichen alter wie ich.
-wenn wir morgens zur schule mussten, manchmal hat unsere mutter uns gefahren, und sie war und ist ein sehr unordentlicher mensch,morgens hat sie dann die autoschlüssel nicht gefunden,und sofort war ich die schuldige:wo sind die autoschlüssel?hast du sie versteckt?es gibt ein riesen theater wenn du mir nicht sofort die autoschlüssel wiedergibst (ich hatte natürlich garkeine ahnung wo sie sind,meine mutter ist einfach nur schlampig)
-wir wohnten in ner erdgeschosswohnung,und ziemlich im grünen,und es kamen immer wieder spinnen in die wohnung.meine mutter hasst spinnen(ich auch), wenn dann wiedermal ne spinne da war, bekam ich sofort die schuld und es hiess ich hätte wieder lange die gartentür aufgelassen,deswegen kamen die spinnen rein,und deswegen musste ich sie dann auch wegsaugen oder einfangen.ich fand das so eklig,aber ich wurde von meiner mutter gezwungen.
-wenn unser hund mal nicht pipi aushalten konnte,gabs manchmal eine kleine pfütze zu hause,wer hatte die schuld?ich,es hiess sofort ich sei nicht mit ihm lange genug gassi gegangen.
-einmal habe ich grossen hunger abends spät noch gehabt und hab mir noch ein sandwich vor dem schlafen gegen gemacht,am nächsten tag war das toastbrot halt leer,und ich bekam riesen anschiss,wie könnte ich nur so frech sein,einfach das letzte brot zu nehmen.so ne frechheit.ja wenn ich es nicht leer gemacht hätte, hätte es halt meine mutter gegessen oder meine schwester, und ICH darf nicht? ich erinner mich noch genau an den tag,ich hab stundenlang geheult.

oh gott, wenn ich das so alles aufschreibe, es fallen mir echt tausend solcher situationen ein, aber ich will auch nicht dass es zu lang wird und hier keiner mehr mitliest.

schaut mal, das ist so ne andere sache, ich hab echt schon einige themen in den letzten tagen gepostet,v.a. im psychologieforum,aber auch katzenforum z.b., und jetzt hab ich schon wieder dieses schuldgefühl, also denke hier gehen ja so viele nette leute auf meine themen ein und geben mir antworten,und fühle mich eigentlich so als hätte ich es nicht verdient.

danke an euch alle.

es hilft mir das ganze von der seele zu schreiben.

eine frage: also nehmen wir mal an, ich habe jetzt gerade die ursache für meine ticks gefunden, also schuldbewusstsein, veranwtortungsgefühl...wie schaffe ich dann den nächsten schritt, es einfach nicht mehr zu tun?

soll ich dann einfach an diese situationen denken, die ich euch gerade gennant habe und dann lasse ich den tick? klingt wahrscheinlich zu einfach...mmmm

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4. Juli 2011 um 10:47
In Antwort auf clea_11935682

Hey danke schneepflocke
deine antwort hat mir weitergeholfen, und es ist wirklich so wie du schreibst, vor allem dass ich für jedes unglück schuld war, und ich kann mich auch an sehr konkrete situationen erinnern, die ich damals natürlich nicht verstanden habe, viel zu jung war ich damals.

ich weiss auch nicht ob es der auslöser dieser ticks ist, aber das hängt bestimmt alles zusammen.

ich kann mich noch sehr gut an folgende situationen erinnern, alles so im alter zwischen 7-10 jahren:
-ich bin mit meiner (halb)schwester aufgewachsen in dem alter, meine mutter allein erziehend,meine schwester im gleichen alter wie ich.
-wenn wir morgens zur schule mussten, manchmal hat unsere mutter uns gefahren, und sie war und ist ein sehr unordentlicher mensch,morgens hat sie dann die autoschlüssel nicht gefunden,und sofort war ich die schuldige:wo sind die autoschlüssel?hast du sie versteckt?es gibt ein riesen theater wenn du mir nicht sofort die autoschlüssel wiedergibst (ich hatte natürlich garkeine ahnung wo sie sind,meine mutter ist einfach nur schlampig)
-wir wohnten in ner erdgeschosswohnung,und ziemlich im grünen,und es kamen immer wieder spinnen in die wohnung.meine mutter hasst spinnen(ich auch), wenn dann wiedermal ne spinne da war, bekam ich sofort die schuld und es hiess ich hätte wieder lange die gartentür aufgelassen,deswegen kamen die spinnen rein,und deswegen musste ich sie dann auch wegsaugen oder einfangen.ich fand das so eklig,aber ich wurde von meiner mutter gezwungen.
-wenn unser hund mal nicht pipi aushalten konnte,gabs manchmal eine kleine pfütze zu hause,wer hatte die schuld?ich,es hiess sofort ich sei nicht mit ihm lange genug gassi gegangen.
-einmal habe ich grossen hunger abends spät noch gehabt und hab mir noch ein sandwich vor dem schlafen gegen gemacht,am nächsten tag war das toastbrot halt leer,und ich bekam riesen anschiss,wie könnte ich nur so frech sein,einfach das letzte brot zu nehmen.so ne frechheit.ja wenn ich es nicht leer gemacht hätte, hätte es halt meine mutter gegessen oder meine schwester, und ICH darf nicht? ich erinner mich noch genau an den tag,ich hab stundenlang geheult.

oh gott, wenn ich das so alles aufschreibe, es fallen mir echt tausend solcher situationen ein, aber ich will auch nicht dass es zu lang wird und hier keiner mehr mitliest.

schaut mal, das ist so ne andere sache, ich hab echt schon einige themen in den letzten tagen gepostet,v.a. im psychologieforum,aber auch katzenforum z.b., und jetzt hab ich schon wieder dieses schuldgefühl, also denke hier gehen ja so viele nette leute auf meine themen ein und geben mir antworten,und fühle mich eigentlich so als hätte ich es nicht verdient.

danke an euch alle.

es hilft mir das ganze von der seele zu schreiben.

eine frage: also nehmen wir mal an, ich habe jetzt gerade die ursache für meine ticks gefunden, also schuldbewusstsein, veranwtortungsgefühl...wie schaffe ich dann den nächsten schritt, es einfach nicht mehr zu tun?

soll ich dann einfach an diese situationen denken, die ich euch gerade gennant habe und dann lasse ich den tick? klingt wahrscheinlich zu einfach...mmmm

Hallo,
weiß dein Therapeut von diesen Zwängen? Er sollte dir konkrete Anweisungen geben können.
Für die Zwischenzeit empfehle ich dir mal, dass du dir eine Sache heraussuchst z.B. den Saft. Stell ihn einfach mal anders in den Kühlschrank als es sein sollte. Du wirst dich schlecht fühlen, aber du musst durchhalten. Irgendwann wird dieses Gefühl vergehen (ohne dass du den Saft umgestellt hast)! Das wird einige Zeit dauern, aber langfristig wirst du dadurch Zeit gewinnen. Es ist eine Übungssache. Und wenn du eins geschafft hast, nimmst du dir das nächste vor. Pass aber auf, dass du dir nicht neue Routinen dafür suchst. Immer wenn du das Gefühl bekommst, dass du die Dinge so und nicht anders machen solltest, mach es anders!
Es wird schwer, aber du bist gut motiviert!

Viel Erfolg, Phenyce

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4. Juli 2011 um 11:53
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo,
weiß dein Therapeut von diesen Zwängen? Er sollte dir konkrete Anweisungen geben können.
Für die Zwischenzeit empfehle ich dir mal, dass du dir eine Sache heraussuchst z.B. den Saft. Stell ihn einfach mal anders in den Kühlschrank als es sein sollte. Du wirst dich schlecht fühlen, aber du musst durchhalten. Irgendwann wird dieses Gefühl vergehen (ohne dass du den Saft umgestellt hast)! Das wird einige Zeit dauern, aber langfristig wirst du dadurch Zeit gewinnen. Es ist eine Übungssache. Und wenn du eins geschafft hast, nimmst du dir das nächste vor. Pass aber auf, dass du dir nicht neue Routinen dafür suchst. Immer wenn du das Gefühl bekommst, dass du die Dinge so und nicht anders machen solltest, mach es anders!
Es wird schwer, aber du bist gut motiviert!

Viel Erfolg, Phenyce

Hi phenyce
ja mein therapeut weiss davon. du hast ja bestimmt schon mehrere threads von mir gelesen, und bestimmt gesehen dass es nicht mein einziges problem ist, also angefangen von den depressionen,soziales phobie,ticks...meine liste ist echt lang, wobei ich auch denke dass alles irgendwie miteinander verwachsen ist.

trotzdem schafft es mein therapeut (oder auch ich) es nicht, die situation zu verbessern.

was du schreibst, mit dem saft, ich glaube es werde es gleich heute mal probieren, genauso wie du schreibst.

mal schauen, was "passiert".

und babydoll717:
ich denke auch sehr viele leute haben solche ticks, gerade den den du beschreibst, mit den platten, also nicht auf die fugen treten und so, oder dass wenn man über die strasse geht man überlegt: gehe ich jetzt rechts doer links an der laterne vorbei.

ich denke halt, es gibt da auch verschiedene grade der "fortgeschrittenheit" des ticks.

also ich meine es so, wenn jetzt einer denkt, gehe ich jetzt rechts oder links vorbei an der laterne und er geht rechts, und dann setzt er seinen spaziergang normal weiter, hat er ja im grunde keine zeit verloren.
ich bin aber dann schon von der sorte, dass ic rechts vorbei gehe, und dann später denke, ne links ist doch besser und dann nochmal zurückgehen würde um dann nochmal an der anderen seite vorbei zu gehen.

und das ist echt krank.

und so sieht es halt mit allen meinen ticks aus, dass sie mich wirklich zeit kosten, wie zum beispiel mit den wäscheklammern, ich denke ich benutze nur weisse zum beispiel, aber wenn dann alles aufgehängt ist, fange ich eben an neu zu sortieren, und denke hier ist besser eine gelbe, hier besser eine blaue, und die arbeit geht von vorne los.

also was ich damit sagen will, solange ein tick einen selbst nicht stört, bzw. man dadurch auch keine zeit verliert, ist es glaube ich eher ein harmloser tick oder sogar einfach nur eine angewohnheit.

wenn man aber dann wirklich merkt, man verliert viel zeit im täglichen alltag, so wie ich, dann würde ich schon versuchen was zu ändern.

was ich ja jetzt auch machen werde, gleich heute kommt die geschichte mit der flasche dran...mal schaun ob ich es durchalten kann.

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4. Juli 2011 um 21:12
In Antwort auf clea_11935682

Hey danke schneepflocke
deine antwort hat mir weitergeholfen, und es ist wirklich so wie du schreibst, vor allem dass ich für jedes unglück schuld war, und ich kann mich auch an sehr konkrete situationen erinnern, die ich damals natürlich nicht verstanden habe, viel zu jung war ich damals.

ich weiss auch nicht ob es der auslöser dieser ticks ist, aber das hängt bestimmt alles zusammen.

ich kann mich noch sehr gut an folgende situationen erinnern, alles so im alter zwischen 7-10 jahren:
-ich bin mit meiner (halb)schwester aufgewachsen in dem alter, meine mutter allein erziehend,meine schwester im gleichen alter wie ich.
-wenn wir morgens zur schule mussten, manchmal hat unsere mutter uns gefahren, und sie war und ist ein sehr unordentlicher mensch,morgens hat sie dann die autoschlüssel nicht gefunden,und sofort war ich die schuldige:wo sind die autoschlüssel?hast du sie versteckt?es gibt ein riesen theater wenn du mir nicht sofort die autoschlüssel wiedergibst (ich hatte natürlich garkeine ahnung wo sie sind,meine mutter ist einfach nur schlampig)
-wir wohnten in ner erdgeschosswohnung,und ziemlich im grünen,und es kamen immer wieder spinnen in die wohnung.meine mutter hasst spinnen(ich auch), wenn dann wiedermal ne spinne da war, bekam ich sofort die schuld und es hiess ich hätte wieder lange die gartentür aufgelassen,deswegen kamen die spinnen rein,und deswegen musste ich sie dann auch wegsaugen oder einfangen.ich fand das so eklig,aber ich wurde von meiner mutter gezwungen.
-wenn unser hund mal nicht pipi aushalten konnte,gabs manchmal eine kleine pfütze zu hause,wer hatte die schuld?ich,es hiess sofort ich sei nicht mit ihm lange genug gassi gegangen.
-einmal habe ich grossen hunger abends spät noch gehabt und hab mir noch ein sandwich vor dem schlafen gegen gemacht,am nächsten tag war das toastbrot halt leer,und ich bekam riesen anschiss,wie könnte ich nur so frech sein,einfach das letzte brot zu nehmen.so ne frechheit.ja wenn ich es nicht leer gemacht hätte, hätte es halt meine mutter gegessen oder meine schwester, und ICH darf nicht? ich erinner mich noch genau an den tag,ich hab stundenlang geheult.

oh gott, wenn ich das so alles aufschreibe, es fallen mir echt tausend solcher situationen ein, aber ich will auch nicht dass es zu lang wird und hier keiner mehr mitliest.

schaut mal, das ist so ne andere sache, ich hab echt schon einige themen in den letzten tagen gepostet,v.a. im psychologieforum,aber auch katzenforum z.b., und jetzt hab ich schon wieder dieses schuldgefühl, also denke hier gehen ja so viele nette leute auf meine themen ein und geben mir antworten,und fühle mich eigentlich so als hätte ich es nicht verdient.

danke an euch alle.

es hilft mir das ganze von der seele zu schreiben.

eine frage: also nehmen wir mal an, ich habe jetzt gerade die ursache für meine ticks gefunden, also schuldbewusstsein, veranwtortungsgefühl...wie schaffe ich dann den nächsten schritt, es einfach nicht mehr zu tun?

soll ich dann einfach an diese situationen denken, die ich euch gerade gennant habe und dann lasse ich den tick? klingt wahrscheinlich zu einfach...mmmm

Es freut mich
wenn du mit meinen anregungen und gedanken etwas anfangen kannst.

Warum solltest du es nicht verdient haben ? Du bittest hier um hilfe, und wir schreiben dir hier alle aus freien stücken, niemand zwingt uns.

Und ich mache es gern, aus dem egoistischen grund, weil es mir auch ein gutes gefühl gibt, gerade wenn man dann noch positives feedback auf seine antworten bekommt.

Weswegen fühlst du dich dabei schuldig ?

Die beispiele, die du aufzeigst, zeigen nur eins deutlich: dass deine mutter einfach mit sich und der welt überfordert war, völlig unangemessen und gestresst reagiert hat. Sie hatte sicher auch einige probleme mit sich. Aber das ist nicht deine schuld ! sie hätte als mutter nicht so reagieren dürfen.

Du musst dafür kein verständnis und kein mitleid haben, du kannst auch mal richtig böse auf deine mutter sein, denn sie hat dir und deiner entwicklung schaden zugefügt.

Was die bekämpfung der ticks angeht, würde ich es auch mal so probieren, wie phenyce es schreibt. erstmal bei einer sache versuchen, bewusst gegenzusteuern.

was sonstige phobien angeht... ich bin ja kein psychologe, aber man sagt doch, dass man sie am leichtesten bekämpft, wenn man sich der angst stellt und sich bewusst und kontrolliert der situation aussetzt.

lg !

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5. Juli 2011 um 10:14

@klitzekleineelfe
hey,bin dir doch nicht böse. im gegenteil, ich glaube du hast das richtige wort benutzt und ICH hab mich vertan,als erstes habe ich an ticks gedacht, aber du hast recht es ist ein zwang. ein echter zwang, weil ich es ja niecht lassen kann, ich muss es tun und zwinge mich ja auch selbst dazu.

ich hoffe auch auf verbesserung durch die therapie, aber wie gesagt es schreitet alles sehr langsam voran, vor allem auch dadurch dass ich erstes nicht so oft einen termin bekommen kann, also am liebsten würde ich jede woche zwei mal hingehen (hehe) und zweitens gibt es halt soooo viel aufzuarbeiten, dass ich manchmal das gefühl habe mein therapeut weiss garnicht wo genau er ansetzten soll.

aber ich vertraue jetzt mal auf seine professionalität.

ich habe grad eben in einem anderen tread von hypnose gelesen, haltet ihr da was davon? da schrieb jemand dass man durch hypnose in die vergangenheit zurückgeführt werden kann, um nach dem auslöser zu suchen...

ob das funktioniert?

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5. Juli 2011 um 17:59

Hilfe
Hallo

Ich finde auch, dass das alles sehr nach einer Zwangserkrankung klingt.
Ich hatte auch lange Zeit viele Zwänge, also auch so ähnliche Sachen wie du genannt hast, aber auch noch andere Sachen, ganz extrem Waschzwang.
Bei mir fing es an mit Depressionen, dann entwickelte sich eine Angst- und Zwangserkrankung darauß.
Ich empfehle dir unbedingt eine Therapie und wenn möglich auch eine Reha zu machen.
Ich habe letztes Jahr mit einer ambulanten Therapie bei einer Psychotherapeutin angefangen und war dann 10 Wochen in einer Klinik. Es hat mir super geholfen! Ich bin jetzt sozusagen fast komplett geheilt.
Wenn du Informationen über eine gute Klinik willst, kann ich dir die gerne schicken.
Aber du musst unbedingt etwas dagegen tun, sonst wird es immer schlimmer, das weiß ich leider aus eigener Erfahrung. Es lohnt sich gesund zu werden!
Es ist eine Krankheit und heilbar und du bist NICHT verrückt oder so, auch wenn du dich vielleicht so fühlst, ich habe mich auch oft so gefühlt. Es hat bei mir jedenfalls mehrere Ursachen gegeben, Stress, ich war oft krank, Umzug und aber auch körperliche Ursachen. Wenn du noch mehr darüber wissen willst, kannst du mir gerne schreiben!
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen!
Ich wünsche dir alles Gute!

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5. Juli 2011 um 21:13
In Antwort auf agaue_12135565

Hilfe
Hallo

Ich finde auch, dass das alles sehr nach einer Zwangserkrankung klingt.
Ich hatte auch lange Zeit viele Zwänge, also auch so ähnliche Sachen wie du genannt hast, aber auch noch andere Sachen, ganz extrem Waschzwang.
Bei mir fing es an mit Depressionen, dann entwickelte sich eine Angst- und Zwangserkrankung darauß.
Ich empfehle dir unbedingt eine Therapie und wenn möglich auch eine Reha zu machen.
Ich habe letztes Jahr mit einer ambulanten Therapie bei einer Psychotherapeutin angefangen und war dann 10 Wochen in einer Klinik. Es hat mir super geholfen! Ich bin jetzt sozusagen fast komplett geheilt.
Wenn du Informationen über eine gute Klinik willst, kann ich dir die gerne schicken.
Aber du musst unbedingt etwas dagegen tun, sonst wird es immer schlimmer, das weiß ich leider aus eigener Erfahrung. Es lohnt sich gesund zu werden!
Es ist eine Krankheit und heilbar und du bist NICHT verrückt oder so, auch wenn du dich vielleicht so fühlst, ich habe mich auch oft so gefühlt. Es hat bei mir jedenfalls mehrere Ursachen gegeben, Stress, ich war oft krank, Umzug und aber auch körperliche Ursachen. Wenn du noch mehr darüber wissen willst, kannst du mir gerne schreiben!
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen!
Ich wünsche dir alles Gute!

Danke
für deine antwort, erdbeere.
freut mich für dich, dass du "geheilt" bist, es ist echt nervig und zeitraubend, also abgesehen davon dass es wirklich total unsinnig ist, merke ich eben auch wieviel zeit ich dadurch verliere.

therapie mach ich ja schon, aber mit reha kenne ich mich garnicht aus, ich werd mal meinen terapeuthen danach fragen oder geht man direkt zur krankenkasse damit?

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5. Juli 2011 um 22:58
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo,
weiß dein Therapeut von diesen Zwängen? Er sollte dir konkrete Anweisungen geben können.
Für die Zwischenzeit empfehle ich dir mal, dass du dir eine Sache heraussuchst z.B. den Saft. Stell ihn einfach mal anders in den Kühlschrank als es sein sollte. Du wirst dich schlecht fühlen, aber du musst durchhalten. Irgendwann wird dieses Gefühl vergehen (ohne dass du den Saft umgestellt hast)! Das wird einige Zeit dauern, aber langfristig wirst du dadurch Zeit gewinnen. Es ist eine Übungssache. Und wenn du eins geschafft hast, nimmst du dir das nächste vor. Pass aber auf, dass du dir nicht neue Routinen dafür suchst. Immer wenn du das Gefühl bekommst, dass du die Dinge so und nicht anders machen solltest, mach es anders!
Es wird schwer, aber du bist gut motiviert!

Viel Erfolg, Phenyce

Ich stimme dir voll und ganz zu.
Auch ich hatte mehrmals große Probleme mit Zwängen im weitesten Sinne (seien es nun Gedanken oder Handlungen). Einmal im Zeitraum um 1999, und einmal um 2005 rum, wobei letzteres so schwerwiegend war, dass ich nur durch einige glückliche Umstände heute noch unter den Lebenden weile.

Ich möchte nicht viel über Details reden, schon garnicht öffentlich, allerdings musste ich mich wohl oder übel in Behandlung begeben, was letztendlich auch ein großer Erfolg war. Meine Aussichten waren wegen der Schwere der Krankheit eher dürftig, so war man damals der Meinung, ich würde kein selbstständiges Leben mehr führen können, und auch nur in einer betreuten Wohngruppe wohnen können, außerdem würde ich das genze restliche Leben unter diesen Zwängen leiden.

Jedoch, und das möchte ich betonen, ist es durchaus möglich, auch in sehr schlimmmen Situationen etwas zu unternehmen. Es hat mich zwar sehr viel Anstrengung gekostet (und 5 Monate stationäre Behandlung), aber ich habe es entgegen aller Prognosen geschafft, mich soweit vorzuarbeiten, dass ich nun wieder nahezu vollkommen ohne meine Zwänge leben kann, dennoch bin ich bis heute in ambulanter Behandlung.

Um ein kleines Beispiel zu nennen (wie gesagt, Details möchte ich nicht nennen, da mir die ganze Sache nicht allzu angenehm ist, auch wenn, und dazu komme ich später, Konfrontation der einzige, oder zumindest beste Weg ist), von ca 18 Stunden, die mich mein "krankesw Leben" damals täglich gekostet hat, mit unerträglicher Anspannung und keinerlei persönlicher Freiheit, sowie vielen hundert, bis einigen tausend für mich schlimmen Situationen am Tag, hat es sich mittlerweile auf mehrere Dutzend und ein ziemlich unbeschwertes Leben normalisiert.


Dies alles lässt sich aber nur mit viel Arbeit und Anstrengung erreichen. Auch sollte man einiges an Willenskraft haben, um damit fertigzuwerden.

Ich habe meine Probleme damals nach außen hin versteckt, auch gegenüber den wichtigsten Menschen in meinem Leben, und auch heute ist mir sehr daran gelegen, dass diese Angelegenheit meine Sache ist und bleibt (dafür mag es verschiedene Gründe geben, die sind hier aber nicht relevant), dennoch war die Unterstützung der mit nahestehenden Personen eine große Hilfe, auch wenn es gewissermaßen mein eigener "Krieg" mit, um und gegen mich selbst ist.

Ein Schritt in die richtige Richtung ist, seinen Zwang zu akzeptieren, nicht, und das möchte ich ausdrrücklich betonen zu tolerieren, aber man muss sich damit abfinden, in dieser Lage zu sein.
Dies mag vielleicht auch die dringend nötige Motivation liefern, etwas gegen diese Situation zu unternehmen, auch wenn es weiß Gott nicht einfach oder angenehm ist.


Zum Schluss dieses doch recht chaotischen Beitrages noch ein paar Worte dazu, wie ich aus meinem gedanklichen Gefängnis entkommen bin. Es mag den Betroffenen zwar nicht gefallen, aber der einzig sinnvolle Weg ist die Konfrontation mit seinen Zwängen. Wie Phenyce schon sagte, dreh die Flasche so, wie du sie normalerweise nicht haben willst, bzw. stell sie einfach irgendwie rein, um dir eine Neuauflage eines anderen Zwangs zu ersparen. Die dann aufkommende Unruhe MUSST du dann einfach aushalten, hier brauchst du die Willensstärke dazu, denn wenn du in dieser Lage nachgibst, machst du ales nur noch schlimmer. Für die ganze Geschichte ist es auch noch notwendig, dass du auch noch immer daran denkst, dass die Flasche eben nicht so steht, wie "du" es gerne hättest, sondern eben anders. Du wirst sehen, irgendwann geht deine Anspannung zurück, und dann kannst du auch vergessen, dass die Flasche "falsch" steht.

Diese sogenannte "Exposition (kommt wohl von sich etwas aussetzen)" kannst du auch auf alles andere anwenden, aber übertreib es nicht, immer einen Schritt nach dem anderen machen.
Und professionelle Hilfe für genau dieses Problem rate ich dir auch an, denn Selbstversuche sind nicht immer sinnvoll (ja, ich weiß, dass du bereits Hilfe in Anspruch nimmst, das soll nur eine Warnung sein, dass du diese Sache größtenteils selbst angehst, was ich dir nicht unterstellen möchte).
Auch Unterstützung durch Medikamente ist gegebenenfalls nicht verkehrt. Ich hatte die "Höchstdosis" von Sertralinhydrochlorid ( z.B. Zoloft und andere), und das viele Jahre lang, bis mittlerweile nach und nach eine Absenkung vorgenommen wird.



Worauf ich noch verweisen möchte ist ein noch nicht allzulange von mir hier eingestellter Artikel, der vor einigen Jahren entstanden ist, und über die schlimmste Phase in meinem Leben berichtet.
Mag sein, dass ich mittlerweile so weit bin, dass ich auch andere von meinen Erfahrungen teilhaben lassen kann.

http://forum.gofeminin.de/forum/carriere1/__f12057_carriere1-Zwangsneurose.html#0r

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6. Juli 2011 um 10:20
In Antwort auf clea_11935682

@klitzekleineelfe
hey,bin dir doch nicht böse. im gegenteil, ich glaube du hast das richtige wort benutzt und ICH hab mich vertan,als erstes habe ich an ticks gedacht, aber du hast recht es ist ein zwang. ein echter zwang, weil ich es ja niecht lassen kann, ich muss es tun und zwinge mich ja auch selbst dazu.

ich hoffe auch auf verbesserung durch die therapie, aber wie gesagt es schreitet alles sehr langsam voran, vor allem auch dadurch dass ich erstes nicht so oft einen termin bekommen kann, also am liebsten würde ich jede woche zwei mal hingehen (hehe) und zweitens gibt es halt soooo viel aufzuarbeiten, dass ich manchmal das gefühl habe mein therapeut weiss garnicht wo genau er ansetzten soll.

aber ich vertraue jetzt mal auf seine professionalität.

ich habe grad eben in einem anderen tread von hypnose gelesen, haltet ihr da was davon? da schrieb jemand dass man durch hypnose in die vergangenheit zurückgeführt werden kann, um nach dem auslöser zu suchen...

ob das funktioniert?

Hallo,
die Hypnose wäre sinnvoll, wenn du bewusst keine Hinweise hättest, warum es dir momentan schlecht gehen könnte. Allerdings, wenn ich es noch richtig weiß, bearbeitet ihr in deiner Therapie doch schon eine Menge Erfahrungen aus deiner Vergangenheit, weshalb du ja keine Methode benötigst, um dich an noch mehr zu erinnern.
Also, wie du selbst geschrieben hast, solltet ihr erst einmal mit den vorhandenen Hinweisen weiterarbeiten.

Viele Grüße, Phenyce

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6. Juli 2011 um 10:29
In Antwort auf tuan_12971193

Ich stimme dir voll und ganz zu.
Auch ich hatte mehrmals große Probleme mit Zwängen im weitesten Sinne (seien es nun Gedanken oder Handlungen). Einmal im Zeitraum um 1999, und einmal um 2005 rum, wobei letzteres so schwerwiegend war, dass ich nur durch einige glückliche Umstände heute noch unter den Lebenden weile.

Ich möchte nicht viel über Details reden, schon garnicht öffentlich, allerdings musste ich mich wohl oder übel in Behandlung begeben, was letztendlich auch ein großer Erfolg war. Meine Aussichten waren wegen der Schwere der Krankheit eher dürftig, so war man damals der Meinung, ich würde kein selbstständiges Leben mehr führen können, und auch nur in einer betreuten Wohngruppe wohnen können, außerdem würde ich das genze restliche Leben unter diesen Zwängen leiden.

Jedoch, und das möchte ich betonen, ist es durchaus möglich, auch in sehr schlimmmen Situationen etwas zu unternehmen. Es hat mich zwar sehr viel Anstrengung gekostet (und 5 Monate stationäre Behandlung), aber ich habe es entgegen aller Prognosen geschafft, mich soweit vorzuarbeiten, dass ich nun wieder nahezu vollkommen ohne meine Zwänge leben kann, dennoch bin ich bis heute in ambulanter Behandlung.

Um ein kleines Beispiel zu nennen (wie gesagt, Details möchte ich nicht nennen, da mir die ganze Sache nicht allzu angenehm ist, auch wenn, und dazu komme ich später, Konfrontation der einzige, oder zumindest beste Weg ist), von ca 18 Stunden, die mich mein "krankesw Leben" damals täglich gekostet hat, mit unerträglicher Anspannung und keinerlei persönlicher Freiheit, sowie vielen hundert, bis einigen tausend für mich schlimmen Situationen am Tag, hat es sich mittlerweile auf mehrere Dutzend und ein ziemlich unbeschwertes Leben normalisiert.


Dies alles lässt sich aber nur mit viel Arbeit und Anstrengung erreichen. Auch sollte man einiges an Willenskraft haben, um damit fertigzuwerden.

Ich habe meine Probleme damals nach außen hin versteckt, auch gegenüber den wichtigsten Menschen in meinem Leben, und auch heute ist mir sehr daran gelegen, dass diese Angelegenheit meine Sache ist und bleibt (dafür mag es verschiedene Gründe geben, die sind hier aber nicht relevant), dennoch war die Unterstützung der mit nahestehenden Personen eine große Hilfe, auch wenn es gewissermaßen mein eigener "Krieg" mit, um und gegen mich selbst ist.

Ein Schritt in die richtige Richtung ist, seinen Zwang zu akzeptieren, nicht, und das möchte ich ausdrrücklich betonen zu tolerieren, aber man muss sich damit abfinden, in dieser Lage zu sein.
Dies mag vielleicht auch die dringend nötige Motivation liefern, etwas gegen diese Situation zu unternehmen, auch wenn es weiß Gott nicht einfach oder angenehm ist.


Zum Schluss dieses doch recht chaotischen Beitrages noch ein paar Worte dazu, wie ich aus meinem gedanklichen Gefängnis entkommen bin. Es mag den Betroffenen zwar nicht gefallen, aber der einzig sinnvolle Weg ist die Konfrontation mit seinen Zwängen. Wie Phenyce schon sagte, dreh die Flasche so, wie du sie normalerweise nicht haben willst, bzw. stell sie einfach irgendwie rein, um dir eine Neuauflage eines anderen Zwangs zu ersparen. Die dann aufkommende Unruhe MUSST du dann einfach aushalten, hier brauchst du die Willensstärke dazu, denn wenn du in dieser Lage nachgibst, machst du ales nur noch schlimmer. Für die ganze Geschichte ist es auch noch notwendig, dass du auch noch immer daran denkst, dass die Flasche eben nicht so steht, wie "du" es gerne hättest, sondern eben anders. Du wirst sehen, irgendwann geht deine Anspannung zurück, und dann kannst du auch vergessen, dass die Flasche "falsch" steht.

Diese sogenannte "Exposition (kommt wohl von sich etwas aussetzen)" kannst du auch auf alles andere anwenden, aber übertreib es nicht, immer einen Schritt nach dem anderen machen.
Und professionelle Hilfe für genau dieses Problem rate ich dir auch an, denn Selbstversuche sind nicht immer sinnvoll (ja, ich weiß, dass du bereits Hilfe in Anspruch nimmst, das soll nur eine Warnung sein, dass du diese Sache größtenteils selbst angehst, was ich dir nicht unterstellen möchte).
Auch Unterstützung durch Medikamente ist gegebenenfalls nicht verkehrt. Ich hatte die "Höchstdosis" von Sertralinhydrochlorid ( z.B. Zoloft und andere), und das viele Jahre lang, bis mittlerweile nach und nach eine Absenkung vorgenommen wird.



Worauf ich noch verweisen möchte ist ein noch nicht allzulange von mir hier eingestellter Artikel, der vor einigen Jahren entstanden ist, und über die schlimmste Phase in meinem Leben berichtet.
Mag sein, dass ich mittlerweile so weit bin, dass ich auch andere von meinen Erfahrungen teilhaben lassen kann.

http://forum.gofeminin.de/forum/carriere1/__f12057_carriere1-Zwangsneurose.html#0r

Hallo 31415192653,
ich finde es toll, dass du dich hier meldest und den Betroffenen Hoffnung gibst! Von deinen Erfahrungen können sicher viele Leser lernen, vor allem auch, weil du betonst, dass dies ein langer Weg sein kann, der sich aber lohnt!

Viel Kraft & Freude weiterhin! Phenyce

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23. Februar 2013 um 20:29

Hallo.
Lass dir helfen. Geh zu einen Nervenarzt! Das ist doch supernervig, besonders für deine Umwelt bzw. für einen potentiellen späteren Partner, der das stundenlang ertragen muss! Mich macht das total aggressiv. Ich weiß, andere können nix dafür, aber es ist extrem ignorant, sich nicht helfen zu lassen!
Es gibt Medikamente dagegen. Du hast ganz sicher eine Schilddrüsenunterfunktion, die solche Nervositäten und damit Zwänge auslöst. Ich kenn das aus dem Familienkreis.
Nebenbei hilft Joga, Entspannung und Meditation.

Sei fair, und lass dich behandeln!

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30. Mai 2014 um 8:13

Versuch es nicht zu machen.
Ich habe das auch aber ich versuch jedes mal da gegen anzukämpfen, eine zeitlang verschwindet das und denke auch nicht darüber nach und nach paar Wochen kommt es plötzlich wieder aber ich denke das ist nur Kopfsache.

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19. Dezember 2014 um 21:09

Ich habe genau das gleiche
Ich bin hier zwar ein bisschen jünger aber ich habe mich hier registriert weil ich diesen Beitrag gelesen habe! Bei mir ist es GENAU das gleiche. Besonders schlimm ist bei mir dass das wenn ich DAS was ich in dem Moment mache nicht mache dann passiert einer Person etwas schlimmes. ZUm beispiel wenn ich diese Gabel nehme geht nicht! Ich muss dann etwa 1 Minute wühlen bis ich eine richtige Gabel finde. Oder ich muss das Radio Xmal auf und ab drehen oder dieses Kleidungsstück kann ich nicht anziehen es wird sonst etwas passieren und das ist echt nervig und beeinflusst meinen ganzen Alltag ! Was kann ich tun

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