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Hallo, Angsthase hat ein paar Fragen

1. Februar 2010 um 18:35

Liebe Leser,
mein Name ist Wolfgang, bin 62 Jahre alt und leide schon länger an verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden. Schwindelgefühle, zeitweise Übelkeit, Unruhe, Angst + Panik Störungen.
Auf der Suche nach den Gründen dieser Beschwerden, habe ich ein Paar Fragen.
Vielleicht kann mir ein Leser diese beantworten
oder seine Meinung dazu sagen.
Würde mich über Antworten freuen.


Was ist mir an meinem Verhalten aufgefallen!

Reagiere auf alles unerwartete, manchmal alltägliche, oder neue (körperliche Symptome), erst mal mit Panik!
1. Beispiel
Morgens in aller Frühe klingelt es an der Haustür!
Sofort: Panikgefühl
Gedanken: wer ist das! was will der von mir!
Handlung: Mache die Tür auf. Nachbar fragt, ob ich mein Auto zur Seite fahren kann.
Erleichterung, Panik ist weg.

2. Beispiel
Auto springt nicht an!
Sofort: Panik
Gedanken: brauche doch das Auto, wie soll es bloß weitergehen?
Handlung: trockne die Zündung, Auto springt an!
Erleichterung, Panik ist weg.

3. Beispiel
Habe auf einmal einen komischen mir unbekannten Geruch in der Nase!
Sofort: starke Panik
Gedanken: woher kommt der Geruch, ist der in der Umgebung oder
In meiner Nase!
Handlung: suche nach der Ursache dieses Geruches,
finde ich den Grund ist die Panik weg.
Finde ich den Grund nicht, bleibt das Panik und Angstgefühl lange bestehen und ich habe Mühe mich zu beruhigen.

4. Beispiel
Meine Frau sagt, ich bin heute um 8 Uhr Zuhause und verspätet sich!
Ab 8 Uhr Unruhe und Angst / Panikgefühle.
Gedanken kreisen: Unfall, was ist passiert, warum meldet Sie sich nicht?
Handlung: warte, warte, hoffe das nichts passiert ist, rede mir ein es ist nichts schlimmes, Sie kommt bestimmt gleich.
Wenn Sie dann endlich da ist,
Erleichterung, bin aber auch ärgerlich, (Hätte doch anrufen können.)

So gibt es sicherlich noch viele andere Beispiele.

Warum?? Reagiere ich immer erst mal mit Panik?
Beispiel Auto springt nicht an.
Normale Reaktion wäre doch,
Ärger, Mist warum springt er heute nicht an.
Handlung: Muss mal nach der Zündung sehen, vielleicht kann die Zündung die Feuchtigkeit heute nicht ab.
Auto läuft wieder, alles in Ordnung.
Oder Auto läuft immer noch nicht.
Jetzt wäre der Zeitpunkt, Nervös zu werden, brauche das Auto, was mache ich jetzt?

Ich bewerte also alle neuen, unvorbereitet kommende und durch mich nicht steuerbaren Ereignisse oder körperliche Symptome erst mal als Gefahr, also Negativ.
Frage dazu
Wie kann ich diese, für mich unbewusste, automatisierte Bewertung der Symptome oder Ereignisse von Negativ (Gefahr) zum Positivem wenden.
Wenn ich nicht den Grund für diesen Automatismus finde!

Weiter ist mir aufgefallen, das ich besonders stark auf körperliche Symptome und Gefühlsbetonte Sachen (Partnerschaft, Liebe) mit Angst und Panik reagiere.

Was ist mir sonst noch aufgefallen
Ein Beispiel aus den letzten Tagen.
Bin gerade aus dem Auto gestiegen und gehe die letzten 50 m vom Parkplatz zu Fuß zur Auktion.
Auf dem Weg dahin habe ich auf einmal merkwürdige Gedanken.
Irgendwie läufst Du hier wie im Trance lang.
Wie wenn du gar nicht ganz da bist. Eine Hülle oder Aura umgibt dich.
Im innern der Hülle bist du mit deinen Körperlichen Symptomen und Gedanken alleine (warum geht es mir heute wieder so schlecht) (wie soll das alles bloß weitergehen)
Von außen kann diese Hülle nichts durchdringen.
Ein Schnäppchen bei der Auktion, wird zwar wahrgenommen, kann aber im innern der Hülle keine Freude bereiten.
Im Grund ist diese Hülle fast immer vorhanden, beim Autofahren wird nur wahrgenommen was wichtig ist um Sicher ans Ziel zu kommen, was rechts und links passiert, sehe ich zwar, dringt aber nicht zu mir durch. Müsste dann schon was besonderes passieren damit ich wachgerüttelt werde und es bewusst wahr nehme.
Bedeutet doch das mich irgend etwas gefangen hält.
Aber was ????

Auch meine Träume sind verwirrend,
schreibe mal zwei auf.

Träumte, habe Zahnschmerzen muss zum Zahnarzt.


Gehe also zum Zahnarzt, melde mich an der Anmeldung an
und werde ins Wartezimmer geschickt.
Erste Überraschung, das Wartezimmer ist riesig groß,
wenigstens 20-30 Leute sitzen da, unterhalten sich lautstark, spielen zum Teil Skat, lesen usw. (denke, was ist den hier los, ist das heute normal, war ja schon lange nicht mehr beim Zahnarzt) möchte mir gerade einen Sitzplatz suchen, da werde ich schon aufgerufen!! Herr ++++ kommen Sie doch rein, sie brauchen doch kein Termin!! Zweite Überraschung, der Zahnarzt ist eine Frau
und zwar meine mich sonst behandelnde Hausärztin??
Hallo ++++, welcher Zahn macht Beschwerden?
weis nicht genau, einer von den drei hier unten (zeige ich ihr)
ist nicht weiter schlimm, mein Arztgehilfe wird dann eben
alle drei eingipsen!! Warte ein Moment bis er Zeit hat.
Sitze nun im Behandlungsstuhl, denke die spinnt doch,
warum will Sie alle drei eingipsen, wenn nur einer
Beschwerden macht. Wackle nun mit den Fingern an den drei Zähnen, oh, einer wackelt, den nehme ich nun raus, säubere ihn mit der Pressluft-Düse!! Bis er wie neu aussieht und stecke ihn wieder in die Öffnung im Kiefer und habe sofort keine Beschwerden mehr. Nun aber nichts wie weg hier, als ich endlich draußen bin, was ja nicht so einfach war, sollte ja niemand merken das ich mich heimlich verdrücke..
Denke ich, was sind das doch bloß für Ärzte, wollen dir drei Zähne Eingipsen, nur weil sie keine Zeit oder Lust haben nachzusehen welcher Zahn den nun die Beschwerden macht. Ist doch immer wieder das selbe,
das beste ist man macht alles selbst.
Danach bin ich dann wohl aufgewacht.

2. Traum
Beobachte einen Dachdecker bei der Arbeit.

Beobachte von der Straße aus einen Dachdecker bei der Arbeit. Erst arbeitet er am Kamin des Hauses, dann läuft es auf einmal auf dem First entlang zur anderen Seite des Hauses. Dort angekommen kommt ein zweiter Mann dazu,
sie gehen auf dem First (also dem höchsten Punkt eines Daches) bis zur Mitte des Hauses zurück. Dort angekommen muss der zweite Mann freihändig auf dem First stehen, obwohl es sehr windig ist.
Der erste, wohl der Meister, sagte zu ihm, das musst du ohne Angst aushalten wenn du Dachdecker werden willst .
Ich sehe das ganze und mir wird richtig mulmig, habe flaue Gefühle in denn Beinen, mir wird schwindelig und ich habe Angst.
Meine Gedanken rasen, das kann nicht so sein, irgend wo ist der doch abgesichert, vielleicht unsichtbar angebunden. Aber so viel ich auch suche, ich kann von der Straße aus nichts erkennen was wie eine Sicherung aussehen könnte.
Meine Angst wurde noch stärker weil ich keine Erklärung finde.
Dann muss ich aufgewacht sein,
und fühlte mich richtig schlecht und das war kein Traum mehr.
Meine Muskeln angespannt und völlig verkrampft lag ich im Bett.

Wie würdet Ihr diese Träume deuten
Was wollen mir diese Träume sagen

So, für heute genug geschrieben und gefragt.
Freue mich evtl. Antworten zu bekommen.
Liebe Grüße, Wolfgang



























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1. Februar 2010 um 19:41

Hallo Wolfgang
Bekommst jedes mal bei einer Panik, Übelkeit und Schwindel oder bleibt es manchmal nur bei Unruhe wie Herzrasen
Du schreibst, dass du seit langem darunter leidest! Hast du bist jetzt nichts unternommen? Ist vielleicht etwas vorgefallen und hast seitdem die Panikstörungen?

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2. Februar 2010 um 19:47

Hallo Mooni, es grüßt das Kaninchen
Hallo Mooni,
Danke für Deinen Beitrag,
aber ich glaube wir reden aneinander vorbei.
Ich bin nicht das Kaninchen das sich im Gebüsch versteckt aus Angst vom Hund gefressen zu werden. Sollte ich das Kaninchen sein, wird der Hund nach dem was er dann erlebt, nie mehr auf Kaninchen Jagt gehen.
Möchte mal auf Deine Tipps antworten.

1. Beschäftige Dich mit anderen Dingen als nur mit Deiner Angst, denn das bringt Dich nicht weiter!
Antwort:
Monni, Du kannst mir glauben das ich durch meine neue Selbstständigkeit gar nicht die
Zeit habe, mich laufend mit meiner Angst zu beschäftigen.
Aber sie begleitet mich nun mal täglich und ich wüsste doch ganz gerne warum das so ist.

2.Lerne Angst mal wirklich kennen. Tu etwas was Dir wirkliche Angst macht, wie z.B. Bungee springen, danach weißt Du ganz genau was echte Angst ist und Dir wird klar, das Du vorher überhaupt keine hattest. Und darüber lachen.

Antwort:
Diesen Tipp finde ich persönlich vollkommen daneben. Er zeigt das ihr mich irgendwie nicht versteht. Ich wüsste auch gar nicht was ich machen sollte um wirkliche Angst zu haben.
Wenn ich im Freizeitbereich etwas unternehmen möchte, mache ich das, ob gefährlich, ob angstauslösend oder mit sonstigen Schwierigkeiten behaftet.
Diese, in Deinen Augen wirkliche Angst macht mir überhaupt keine Probleme.
Esse ja auch keine Würmer (ekelig) nur um zu merken,
das andere unappetitlichen Sachen gar nicht so ekelig sind.

3.Wenn Du vor irgend etwas Angst hast überlege Dir was das schlimmste ist was Dir passieren kann. Finde Dich mit dem schlimmsten ab und tu dann das was das schlimmste verhindert. Dann hast Du alles getan was Du kannst und alles andere liegt sowieso nicht in Deiner Hand.

Antwort:
Das ist doch mein Problem !! ich weis nicht vor was ich Angst habe.
Beispiel: das Haus verlassen.
Ich gehe ja raus, bin aber unruhig und irgendwie ängstlich, fühle mich irgendwie nicht wohl.
Hab auch keine Angst einen Herzanfall oder ähnliches zu bekommen, nein, es ist eine unerklärliche mal mehr, mal weniger vorhandene Unruhe und Angst.
Wie soll ich mich also mit dem schlimmsten abfinden?
Wo ich selbst nicht weis, was schlimmes passieren kann.


4. Ständige Angst vor "Gespenstern" ist kontraproduktiv. Du lähmst Dich selbst und wirst außerdem krank
.
Antwort: Ich habe keine Angst vor Gespenster, ich suche Erklärungen für meine Probleme. Möchte verstehen wie das alles funktioniert.
Keiner konnte mir zum Beispiel einen Tipp geben, wie man im Unterbewusstsein abgespeicherte angstauslösenden Gedanken auf die Spur kommen kann.
Geht doch mal von mir persönlich weg und antwortet mir mal auf diese Frage.

Dein Beitrag:
Obwohl ich der Meinung bin, dass es bei Dir sowieso nicht ankommt im Moment. Jodora und ich haben Dir im anderen Forum so viele Tipps gegeben, aber Du bist kaum darauf eingegangen und hast uns stattdessen erzählt wann Du wieder mal Angst hattest. Und genau das ist der Punkt!
Du kannst an gar nichts anderes mehr denken.

Antwort:
Ich kann schon noch an andere Sachen denken.
Vielleicht habe ich auch schon zuviel geschrieben.
Wenn man meine Beiträge liest, sieht es ja auch aus, als ob ich von der Angst nur so hin und her gejagt werde und verängstigt in der Ecke sitze. Habe also Situationen zu konzentriert mitgeteilt, war wohl verkehrt.


Die Situation mit dem Auto, was nicht anspringen will.

Antwort: sollte doch nur ein Beispiel sein!
Warum reagiere ich erst mal mit Panik ? Statt neutral zu überlegen.

Was ist denn bitteschön das schlimmste was Dir dabei passieren kann??? Wird es Dich umbringen, wenn das Auto nicht anspringt.

Antwort:
Natürlich bringt es mich nicht um, wäre aber am Anfang meiner neuen Selbstständigkeit
mit begrenzten finanziellen Mitteln auch nicht gerade angenehm.

Machst Du Dir Sorgen um Deine Frau, wenn sie nicht rechtzeitig zu hause ist.

Antwort:
Wieder nur ein Beispiel.
Wie ich richtig handle, weis ich selbst.
Aber wieder die selbe Reaktion. Warum zuerst Panik, statt reale Überlegung.

Handeln, und nicht grübeln, ist das Zauberwort! Komm aus der Opferrolle raus! Du siehst Dich selbst als Opfer, bist der Welt hilflos ausgeliefert.

Antwort:
Aus welcher Opferrolle?
Ich handele ja. Die Frage war warum der Automatismus, erst Panik dann Handlung.
Darauf kam bis heute keine Antwort.


Ich möchte gerne von Dir wissen was Du von dem Kaninchen hälst was im Gebüsch sitzt an einer Stelle wo niemals ein Hund hinkommen kann und aus Angst vor dem eventuellem plötzlichen Tod lieber einen qualvollen, langen Hungertod stirbt. Tot ist tot, richtig? Sterben tut das Kaninchen im Gebüsch auf jeden Fall! Aber es könnte leben, wenn es das Gebüsch verläßt und nämlich, ach Wunder, gar kein Hund kommt! Kannst Du mir das ehrlich beantworten was Du von diesem Kaninchen hälst ? Und ich will nichts über Dich hören! Ich möchte daß Du mir erzählst was Du von dem Kaninchen hälst. Nur das Kaninchen, bitte!

Antwort:
Auf diese verworrene Frage:
Das Kaninchen ist zum Tote verurteilt wenn es nicht seine Angst vor dem bösen Hund überwindet.

Dein Beitrag:
Wenn Du weiterhin leiden willst, vielleicht gefällt es Dir ja, kann ich Dir leider nicht helfen. Dann ist das Forum hier auch falsch, dann solltest Du besser im Masochistenforum

Antwort:
Diesen Tipp finde ich nicht so lustig.
Wenn ich Dir mit meinen Fragen auf den Wecker gehe
oder Dich langweile, brauchst Du ja nicht mehr antworten.
Würde ich aber schade finden.

bedeutet dass mich irgend etwas gefangen hält....aber was ?

Siehst du das wirklich nicht??? Es ist so offensichtlich, daß es Dich eigentlich anspringen und beißen müßte (wie der Hund das Kaninchen Vielleicht kommst Du von alleine drauf!

Antwort:
Nein, leider komme ich darauf alleine nicht.
Auslöser dieses Gefühl des Kreises um mich herum, sind ja immer die Körperlichen Symptome ( keine Angst-Symptome) und eben Gedanken (warum geht es mir immer so schlecht) (was machst du bloß wenn das gar nicht mehr besser wird)
Und diesen Kreis können dann selbst freudige Ereignisse nicht durchdringen.
Es ist nach Auskunft meiner Fachärztin das Zeichen einer Depression,

Und nochmal kurz zu Deinem Traum beim Zahnarzt. Auch dort bist Du geflüchtet wie ein Kaninchen. Warum flüchtest Du???
Bist Du schon mal auf den Gedanken gekommen, dass man sich auch "wehren" kann? Ohne Deine Zustimmung wird nirgendwo rumgegipst! Das wäre Körperverletzung! Aber nein, Du fühlst Dich der Situation hilflos ausgeliefert und flüchtest bei erstbester Gelegenheit........ wie ein Kaninchen.
Das wollte Dir Dein Traum sagen!

Antwort:
So langsam geht mir das Kaninchen auf die Nerven.
Natürlich würde ich mich im Leben anders verhalten,
das war ein Traum liebe Mooni.

Mir selbst sagt der Traum was anderes.
Egal zu welchem Arzt ich gehe, mehr als meine Hausärztin finden die auch nicht.
Erst werden großartige Untersuchungen gemacht mit dem Hinweis (und der daraus entstehenden Hoffnung) wir werden
die Gründe ihrer Beschwerden schon finden. Damit diese anderen Ärzte dann nicht sagen müssen, wir wissen nicht woher ihre Beschwerden kommen, wird eben gesagt (wir gipsen alles ein was Beschwerden machen kann)
Da ich mit dieser Behandlung nicht einverstanden bin,
verlasse ich die Praxis möglichst unerkannt.
Möchte nicht das andere Patienten es mitbekommen, das mir auch hier keiner Helfen kann. Möchte nicht das da auch noch blöde Sprüche kommen.Also keine Flucht und wieder bin ich alleine mit meinen Problemen.
So, Liebe Monni, für heute soll das reichen,
muss noch meinem Kaninchen Mut zu sprechen.
Liebe Grüße, Wolfgang

















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3. Februar 2010 um 17:41

Hallo Mooni, das Kaninchen kann neues berichten
Hallo Mooni,
Danke für Deinen wirklich ausführlichen Bericht.

Besonders der Beitrag:
Dasselbe bei innerer unbewußter Angst: Auch diese funktioniert genauso wie die bewußte, nur daß Dir hier der Grund nicht bewußt ist . Es entsteht aber genauso durch Gedanken.
Antwort:
Mit dieser Antwort hast Du mich ein Stück weit weitergebracht.
Besonders weil es einiges erklärt, was mir heute die Fachärztin (Psychiatrie)
versuchte zu erklären.

Bericht von diesem Termin steht weiter unten.

Beitrag von mir:
Da ich mit der Behandlung nicht einverstanden bin, verlasse ich die Praxis möglichst unerkannt. Möchte nicht das andere Patienten mitbekommmen, daß mir hier auch keiner helfen kann. Möchte nicht das da auch noch blöde Sprüche kommen"
Deine Antwort:
Sorry, aber lese Dir Deine eigenen Worte mal genau durch. Und da das bei dem Kaninchen ja so gut geklappt hat, stell Dir mal vor diese Zeilen kommen von einer fremden Person.

Antwort:
Auch da muss ich Dir leider recht geben.
So wie ich es beschrieben habe, bin ich das ängstliche Kaninchen, das flüchtet
wenn im nicht sofort geholfen werden kann. Und als Krönung sich noch schämt,
weil er versucht hat evtl. Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Schon Verrückt,
aber so langsam kommen wir weiter,
mag Deine Art mir zu wiedersprechen,
komme dabei bei einigen Stellen richtig in Fahrt.

Nun möchte ich aber doch auf meinen heutigen Arzt Termin (Psychiatrie) zu sprechen kommen.
Wie ich schon mitgeteilt habe machte Sie bei meinem ersten Besuch ein EEG. + EKG. (kein Befund)
Mit den schon von anderen Ärzte gemachten Untersuchungen, CT, Blut, Schilddrüse usw.
Sagte Sie deutlich und bestimmt
organisch ist alles in Ordnung
Nach längerem Gespräch und meiner Frage was ich den nun habe, Sagte Sie wie bei meinem ersten Besuch,
sie haben eine Depression auf die sich die Angst aufgesetzt hat. Panikstörung oder generalisierte Angststörung (was mein Verdacht war) schloss Sie aus.
Hervorgerufen wurde die Depression durch die (vom Amt) erzwungene Aufgabe meiner Selbstständigkeit vor 5 Jahren.
Diese 30 jährige Selbstständigkeit war ja nicht nur meine Arbeit, sondern meine Lebensgrundlage, ja mein Leben.
Diese Selbstständigkeit, die mir trotz mancher Schwierigkeiten, immer Spaß gemacht hat, war mit ein Grund warum ich dem Alkohol oder den Tabletten so erfolgreich wieder stehen konnte. Es war mein selbst eingerichtetes Leben wie ich es leben wollte.
Nun musste ich auf einmal alles aufgeben.
Ich habe ja schon in meinem Alkohol-Bericht beschrieben wie ich mich auf dem Amt fühlte als mir dies mitgeteilt wurde.(Hatte Mühe nicht in Tränen auszubrechen)
Also, kurz gesagt, nach Meinung der Fachärztin habe ich dieses zusammenbrechen meines Lebenstraumes, ja mein bis dahin gelebtes Lebens bis heute nicht verarbeitet.
Das zum Thema Depression.
Zum Thema Angst sagte sie, das Schlüsselwort bei mir ist UNSICHERHEIT
Sie erklärte mir das so,. die Unsicherheit erzeugt bei mir die körperlichen Symptome, diese dann wiederum die Angstgefühle.
Also war meine Denkweise bis heute verkehrt, ich dachte immer die körperlichen Symptome bereiten mir die Angst (stimmt ja auch irgendwie) aber sie sind nicht der Anfang, sondern die folge von Unsicherheit.
Also Unsicherheit, dann körperliche Symptome, dann Angst.
Als Behandlung wollte Sie mir Tabletten verschreiben.
Da ich diese aber nicht nehmen will und solange es geht auch nicht nehmen werde. (was Sie bei meinem Vorleben auch versteht)
Ihrer Meinung nach würde bei mir eine Psychotherapie (auch ohne Tabletten) eine große Hilfe sein und nach ihrer Aussage auch Erfolg bringen.
Habe in 3 Wochen wieder ein Termin bei Ihr,
freue mich schon heute darauf,
hat mir heute wirklich viel gebracht,
endlich verstehe ich die Abläufe.

Mooni, wenn meine Fragen evtl .auch dumm klingen, hätte ich doch gerne eine Antwort.
Kannst Du mir sagen wie man was verarbeitet?
Wie funktioniert so was? Wie geht man da vor?
Wenn Du mir da einen Weg zeigen könntest!
Wenn man was verarbeitet, geht dann in folge die Unsicherheit Automatisch weg?
Sie war ja vorher auch nicht da!

So, für heute genug geschrieben,
war ein toller Tag für mich , hoffentlich auch für Dich,
Liebe Grüße, Wolfgang



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4. Februar 2010 um 17:29

Hallo Jodora, Monnis Kaninchen schreibt schon wieder
Hallo Jodora,
hab mich gefreut das Du auf meinen neuen Bericht
geantwortet hast.

Ich finde es überhaupt Toll das es so was wie dieses
Forum überhaupt gibt, gerade für Menschen, die wie ich
selbst in einer Krise stecken.
Aber was meiner Meinung nach mindestens genau so
wichtig ist, das dieses Forum auch von Menschen
gelesen wird, die, wie Du und Mooni ihre Krise gemeistert
haben und mir (uns) zeigen das es immer einen Weg gibt.
Natürlich nur wenn man an sich arbeitet und bereit ist
auch Kritik einzustecken (auch da kann positives dabei sein)
Mir jedenfalls hilft es, Berichte, Antworten, und Beiträge
zu schreiben, auch wenn ich mich dabei öfters wiederhole.
Dies ist dann aber auch ein Zeichen, das ich mit dem einen
oder anderem, noch meine Schwierigkeiten habe diese richtig
zu formulieren (rüberzubringen). Oder die Wichtigkeit der
Beschwerden nicht richtig einordne.
Dies wollte ich mal allen Lesern meines Beitrages und im
besonderen Jodora und Mooni mitteilen.

So, was gibt es neues zu Berichten.
Bin seit gestern wie verwandelt, nach dem Besuch bei der
Fachärztin und dem lesen Deines und Moonis Beiträge,
glaube ich auf dem richtigen Weg zu einer Besserung zu sein.

Meine schon fast krankhafte Suche nach den angstauslösenden Gedanken im Unterbewusstsein habe ich aufgegeben.

Die Körperlichen Symptome nehme ich jetzt als Folge einer Unsicherheit an.
Unsicherheit, ist das Schlüsselwort mit dem ich jetzt arbeite.
Unsicherheit,
(könnten doch auch die angstauslösenden Gedanken
gewesen sein, nach denen ich so krampfhaft gesucht habe ).
Ist auch erst mal egal, das Schlüsselwort ist Unsicherheit
das muss ich mir immer wieder einprägen.

Heute war ich wieder auf der Auktion,
morgens beim aufstehen, wie immer leichte Übelkeit, etwas Unruhe aber keine Angst.
Habe mir am Vorabend immer wieder gesagt Du fährst morgen zur Auktion
Nicht wie sonst, wenn es dir morgen einigermaßen gut geht fahre ich zur Auktion oder Gedanken hoffentlich geht es dir morgen einigermaßen gut, das du auf die Auktion fahren kannst
Auf dem Weg zur Auktion, trotz Glatteis, keine Beschwerden,
noch nicht mal Unruhe, etwas Sehschwäche (nehme ich war)
beängstigt mich aber heute nicht.
Bei betreten des Auktionshauses, dann plötzlich, starke Unruhe, Herzklopfen bis zum Hals.
Verdammt noch mal, was ist jetzt schon wieder los.
Denke an das Schlüsselwort UNSICHERHEIT
Frage mich wo könnte hier der Grund für Unsicherheit liegen.
Hast du Angst zu teuer zu kaufen?
Hast du Angst das verkehrte zu kaufen?
Ist es überhaupt richtig auf der Auktion zu kaufen?
Riskierst du hier vielleicht zu viel?

Ich bin doch kein Anfänger,
weis doch sehr genau wo ich ein Schnäppchen machen kann
und wo ich besser die Finger weg lasse, weil es in meiner
momentanen finanziellen Situation zu gefährlich ist.
Verdammt noch mal, wo ist bloß deine Selbstsicherheit
geblieben.
Flüchten werde ich aber heute nicht,
bleibe hier und werde nur kaufen, was ich mit Sicherheit mit
Gewinn weiterverkaufen kann.
Denke an meine letzten Auktionskäufe die ich sogar mit Supergewinn Verkaufen konnte.
Alle Überlegungen bringen heute nichts, bleibe bis kurz vor
Ende der Auktion Unruhig.
Die einzige Veränderung, konnte heute die Körperlichen Symptome ohne größere Angstgefühle ertragen (leichte Angstgefühle kamen kurzzeitig durch) waren aber lange nicht so stark.
Nach verlassen des Auktionshauses und auf der Rückfahrt war dann auch die Unruhe weg.
Unsicherheit, daran muss ich arbeiten.
Bei jedem Auftreten körperlicher Symptome, überlegen,
wo kann in diesem Moment oder Situation eine Unsicherheit in mir gewesen sein.
Mir diese dann bewusst machen, und aus vielen Wegen dann
ein Weg machen, den ich mit Überzeugung das er richtig ist gehe.
So glaube ich müsste es funktionieren.
Ist das verkehrt gedacht?

Eines habe ich leider noch nicht begriffen.
Verarbeitet!
Meine Fachärztin, sie haben ihren Zusammenbruch vor 5 Jahren noch nicht verarbeitet.
Verdammt noch mal, wie verarbeitet man ein Ereignis?

Wenn Ihr mir dazu etwas mitteilen könntet.
Muss nicht auf mein Persönliches Ereignis zugeschnitten sein.
Möchte nur gerne wissen wie so was gemacht wird.

Liebe Jodora,
Auch wenn ich von Psyche vielleicht noch nicht so viel Ahnung habe wie das alles so funktioniert. Möchte dies allerdings lernen.
Ich muss wissen wie etwas funktioniert, dann kann ich eingreifen (angreifen)
So habe ich den Alkohol auch besiegt.
Dazu gehört doch eigentlich auch ein eisener Wille und ein
starkes Selbstvertrauen. (wo ist das bloß geblieben?)
Dieses Alkohol + Tabletten Problem habe ich glaube ich sehr gut gemeistert.
Habe auch noch nicht einen Gedanken daran verschwendet,
meine heutigen Probleme evtl. mit Alkohol zu erleichtern!!!!
Das würde mit absoluter Sicherheit böse enden.
Bei diesem Thema habe ich auch keine Unsicherheit,
da gibt es nur ein Weg für mich.
Brauchst dir also keine Gedanken machen,
dieses Thema ist für mich abgehakt. (aber natürlich für immer vorhanden, also nicht frohlocken!)

So, Liebe Jodora,
ist doch wieder länger geworden als ich vorhatte.
möchte gleich noch im Internet nachsehen was EMDR ist.
Liebe Grüße, Wolfgang (Moonis Kaninchen)













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8. Februar 2010 um 18:03

Hallo Monni und Jodora, hab schon wieder Fragen
Hallo Mooni und Jodora,
habe in einem Forum einen Bericht gelesen,
den ich teilweise nicht so richtig verstehe.
Leider weis ich nicht wie ich den Autor dieses Berichtes
Persönlich anschreiben kann. (Bericht ist wohl schon zu alt)
Habe das mir unverständliche mit drei mal !!! bezeichnet.
Vielleicht könnt Ihr mir die für mich unverständlichen
Zeilen verständlich rüberbringen.



Beitrag: gekürzt wiedergegeben.
Leider gibt es auch Menschen, deren Selbstvertrauen so gering ist, das sie in allen möglichen Situationen in Angst und Panik geraten.
Es gibt viele Gründe, die das Selbstvertrauen erschüttern.
Woher der Mangel an Selbstvertrauen kommt, lässt sich am besten in einer Therapie klären.
Aber dadurch ist leider die Angst noch nicht besiegt. Man weiß dann zwar, wo der "Hase im Pfeffer" liegt, aber wie arbeitet man diesen Mangel auf?
In einer guten Verhaltenstherapie wird man das lernen, wird lernen, sich selbst mehr zu vertrauen.
Meine persönliche Meinung ist jedoch die, das es am allerbesten ist, diesen Mangel selbst aufzuarbeiten, denn in einer Therapie besteht die Gefahr, das man sich wieder auf jemanden verlässt - nämlich auf den Therapeuten - und nicht auf sich selbst.
Woher der Mangel an Selbstvertrauen kommt, spielt im Endeffekt sowieso keine Rolle, wichtig ist, das man welches aufbaut. Und das kann man nur, in dem man die Erfahrung macht, das man sich selbst vertrauen kann.
Auch hierbei spielt sich wieder das meiste im Kopf ab, es ist nämlich ausschlaggebend, wie man mit bestimmten Situationen umgeht, wie man denkt, wie man etwas bewertet.
Nun kommen wir wieder zum Loslassen, das so schwer zu verstehen ist.
Ein Mensch, der sich selbst vertraut, fühlt sich gut, der Situation gewachsen, denkt positiv, auch bei schwierigen Sachen.
Er denkt, er schafft das schon. Er vertraut sich eben.
Er kann loslassen. Er ruht in sich selbst. Er ist von sich überzeugt, er hat keine Angst.
Natürlich weiß er, das ein Auto stärker ist als er und das er überfahren wird, wenn er ohne zu schauen, die Straße überquert und bekommt in lebensgefährlichen Situationen Angst. Das ist ja auch ganz normal.
Hier im Beitrag, geht es ja um die unnormale Angst bei ganz alltäglichen Situationen.
Es gibt genügend Dinge, die jeder kann, auch wenn er noch so sehr unter Ängsten leidet. Nehmen wir einfach einmal ein ganz simples Beispiel: Kaffee kochen. Wer macht sich darüber schon Gedanken? Wohl niemand. Man ist von sich selbst fest überzeugt, das man das kann. Man traut es sich zu, man vertraut sich selbst in dieser Beziehung.
Würde man das nicht tun, kämen Gedanken auf wie: Was, wenn ich mich jetzt daran verbrenne? Was, wenn die Kaffeemaschine explodiert? Oder ähnliches. Was würde dann passieren?
Man wäre unruhig, man hätte Angst, es könnte sich sogar bis zur Panik steigern.
Auf der vorgehenden Seite schrieb ich, die Angst ist eine "was wäre wenn Krankheit ". Und genauso sollte man es auch verstehen.
So, wie in diesem Beispiel mit dem Kaffeekochen, verhält sich der Agoraphobiker in seinen Angstsituationen. Und das deshalb, weil er sich nicht vertraut. Weil er sich der Situation nicht gewachsen fühlt, keine Sicherheit in sich selbst hat.
Die Sicherheit erreicht er aber nicht, indem er die Situation vermeidet, sondern indem er lernt, das er sie bewältigt.
So baut er langsam Vertrauen zu sich selbst auf.
Nun wird der ein oder andere sagen, das er schon immer Autofahren konnte (oder einkaufen) und sich der Situation durchaus gewachsen fühlt, aber trotzdem plötzlich einen Angst - Panikanfall beim Autofahren (oder einkaufen ect.) bekam, also kann das, was ich hier schreibe, nicht stimmen.
Es ist sogar meistens so, das man plötzlich eine Angst - Panikattacke bekommt in einer Situation, in der man schon tausend Male war.
Also kann der Grund nicht das Autofahren, Einkaufen usw. sein.
Nein, es ist etwas anderes, das unser Selbstvertrauen in diesem Moment erschüttert.
Meiner Erfahrung nach ist es sehr oft Druck in irgendeiner Form.
Vielleicht hat man gerade beruflichen Stress oder Druck, dem man sich nicht gewachsen fühlt und der das Selbstvertrauen erschüttert? Der Angstanfall oder die Panikattacke kommt wo sie will, sie hält sich nicht an die Situation, die einem den Nerv raubt. Vielleicht steht man privat unter Druck?
Steckt in einer Lebenssituation, die einen belastet?
Vielleicht hat man finanzielle Probleme, für die man keine Lösung weiß und fühlt sich dieser Situation nicht gewachsen?
Es gibt tausend Gründe.
Aber irgendwo stimmt etwas im Leben nicht, irgend etwas nagt am Selbstvertrauen, das muss man leider selbst herausfinden.
Aber es ist nicht einmal wichtig, das man es herausfindet.
Wichtig ist nur, zu verstehen, das es etwas gibt, das dass Selbstvertrauen schwächt und das dadurch in irgendeiner anderen Situation, die mit der Ursache überhaupt nichts zu tun hat, plötzlich ein Angstanfall entstehen kann und zwar aus dem Grund, weil eben das Selbstvertrauen geschwächt ist.

Wer eine Angst - Panikattacke hatte, ist also nicht krank. Er ist auch nicht verrückt oder dazu verdammt, weitere Angstanfälle oder Panikattacken zu bekommen. Er hat lediglich eine psychische Schwäche, etwas, das sein Selbstvertrauen ankratzt.
Das kann eine momentane Situation sein, das kann auch ein schwach entwickeltes, erziehungsbedingtes Selbstvertrauen sein.
Was spielt das schon für eine Rolle? Es geht darum, wieder zu lernen, sich selber zu vertrauen und um nichts anderes.
Nun ist die Angst ein maskierter Teufel. Einerseits zeigt sie einem "Hey, mit Deinem Selbstvertrauen stimmt es irgendwo nicht",
andererseits ist sie aber genau dazu wie geschaffen, das Selbstvertrauen noch weiter herunterzudrücken,
denn wer eine Angst - Panikattacke hinter sich hat, der traut sich ja erst recht selbst nicht mehr.
Und so nimmt der Teufelskreis seinen Lauf:
Mit jeder Panikattacke, jedem Angstanfall geht ein Stückchen Selbstvertrauen mehr flöten, bis man sich schließlich überhaupt nichts mehr zutraut.

So liebe Mooni, bis hier habe glaube ich alles verstanden,
aber nun kommt es.
Genau so wie im Beitrag weiter unten berichtet wird
habe ich mich verhalten!

Beitrag:
Vielleicht nicht mal mehr, die Wohnung zu verlassen...
Manch einer ging durch eine Verhaltenstherapie oder hat auch selbst versucht, seine Ängste "wegzuüben" und ist kläglich gescheitert.
Er hat zwar gelernt, mit zusammengebissenen Zähnen einzukaufen oder sonstige Situationen zu bewältigen, aber die Angstanfälle sind nicht verschwunden. Warum?
Wahrscheinlich, weil er mit der Situation gedanklich falsch umgegangen ist.

Von mir:
---- genau so habe ich versucht die Angstzustände zu bekämpfen-------
immer mit dem Gedanken, je öfter du trotz Angst das Haus verlässt um so weniger wird die Angst werden das Haus zu verlassen.
Was ist da gedanklich falsch. ?


Beitrag:
Vielleicht hat er nach einer schwierigen Situation gedacht: "Mann, Gott sei Dank wieder mal geschafft, wenn auch mit Angst."
Er freut sich kurz über sein Erfolgserlebnis, ist auch kurz stolz auf sich, aber er verarbeitet es falsch. Im Grunde hat er das Gefühl, die Situation noch mal grade so überlebt oder überstanden zu haben.

Von mir:
Natürlich habe ich mich gefreut und war auch ein bisschen stolz, trotz Angst, das Haus verlassen zu haben.
Habe aber nie gedacht Gott sei Dank, es wieder mal geschafft trotz Angst

Beitrag weiter:
Und - er hat Angst vorm nächsten Mal.
Wer weiß, ob es wieder so gut gehen wird? Ob er der Angst wieder standhält? Ob die Angst schlimmer oder weniger schlimm sein wird? Usw. Und schon bereitet er den nächsten Anfall vor.
Solche Gedanken zeigen, das dass Selbstvertrauen nicht einen Millimeter gewachsen ist.
Im Gegenteil - man hatte wieder Panik oder Angst und ist überzeugt, das es beim nächsten Mal wieder so sein wird.
Nur - wie wird es dann ausgehen?
Wie wird man dann mit der Situation, der Angst zurechtkommen?

Von mir:
Diese Gedanken habe ich nie gehabt.
Habe nie gedacht hoffentlich hast du morgen keine Angst das Haus zu verlassen.
Bei mir ist es immer das morgendliche körperliche Empfinden (Übelkeit, Schwindelgefühle, Sehprobleme usw.) die den Tagesablauf entscheiden.
Ist es mal gut, habe ich auch keine Angst das Haus zu verlassen.
Ist es nicht so gut, kommt das oben beschriebene in Einsatz.
(verlässt das Haus mit zusammengebissenen Zähnen das Haus)
Aber ich verlasse das Haus.
Wenn ich tatsächlich mal nicht rausgehe, geht es mir körperlich auch sehr schlecht, in diesem Zustand würde dann wohl jeder zu Hause bleiben. (Blöd ist nur das ich dann ein schlechtes Gewissen habe)
Also wieder zu wenig Selbstvertrauen.

Beitrag:
Jeder Panik- oder Angstanfall, dem man ausweicht, den man vermeidet oder den man SO wie eben beschrieben übersteht (mit der falschen Verarbeitung), schwächt das Selbstvertrauen noch mehr und bereitet neuen Anfällen den Platz.
Auf diese, eben beschriebene Weise, wird man sie nie los, man lernt höchstens, sie auszuhalten.

Von mir:
Ich weiche doch nicht aus?
Aber scheinbar lerne ich sie nur auszuhalten.
Was meint der nur mit falscher Verarbeitung??

Beitrag:
Das ist der Grund, warum mir die Antidepressiva so aufstoßen.... denn es ist nur ein "gegen-die-Panik-anrennen"
und ein Lernen, die Anfälle auszuhalten und mit ihnen zu leben.
Aber es geht auch anders, wenn man lernt, anders zu denken.........!

Von mir:
Leider war der Beitrag hier zu Ende.
Wenn man lernt anders zu denken, hier wäre noch ein Beispiel gut gewesen.
Hätte gerne mal gewusst, was ich denken soll, wenn ich trotz
Übelkeit, Schwindel usw, das Haus verlasse.
Positiv denken tue ich ja in dieser Situation, (Die Angst ist unbegründet, die Übelkeit wird gleich vergehen, der Schwindel ist nur ein Gefühl,
also alles nicht gefährlich, umgekippt bist du auch noch nie usw.)
Bloß das ganze habe ich schon hundertmal gemacht.
Eine Besserung aber bis heute nicht erreicht.
Meine neueste Masche ist, wenn ich ein Termin habe und es mir einigermaßen gut geht, über gar nichts
Nachdenken, sondern einfach losfahren.
Werde schon sehen was dann passiert.

Möchte mich damit aber auch nicht abfinden,
also werde ich weiter nach Hilfe und Erklärungen suchen.
So Liebe Mooni und Jodora,
das war wieder mal ein langer Bericht
Vielleicht könnt ihr mir ja einiges noch verständlicher machen,
Liebe Grüße, Wolfgang


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9. Februar 2010 um 17:47

Hallo Jodora,
Habe heute auch wenig Zeit zu schreiben,
Möchte Dir aber gute Besserung wünschen,
werde schnell wieder gesund.
Bin süchtig nach Deinen Beiträgen.
Liebe Grüße, Wolfgang

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10. Februar 2010 um 16:18

Hallo Jodora, der kleine Löwe meldet sich schon wieder
Liebe Jodora,
Danke das Du mir die Adresse von meinem im letzten
Beitrag zitierten Bericht herausgefunden hast.
Der hat dann auch meine letzten Fragen dazu, beantwortet.
Weiter finde ich es Toll das Du auch mal berichtest hast,
wie schlecht es Dir mal ging.
Auch die Antwort von Mooni finde ich gut,
könnte doch so gewesen sein.
Was mir aber aufgefallen ist, bei Deinem und in vielen
anderen Berichten hier im Forum.
Bei euch steht immer als erstes Symptom die ANGST
dann folgen evtl. körperliche Beschwerden wie
Herzrasen, Atemnot, Schwindelgefühle usw.
Das Angst + Panik körperliche Reaktionen hervorrufen
verstehe ich inzwischen auch. (Adrenalin, Blutdruck usw.)
Was mir immer noch nicht so richtig klar verständlich ist,
bei mir fängt jede Angststörung mit körperlichen Missempfindungen an zum Beispiel Schwindel = Unruhe = Angst (folge davon, Angst das Haus zu verlassen)
Also nicht, Angst das Haus zu verlassen dann evtl. draußen Schwindel. und andere Symptome.
Wenn mir die verschiedenen Ärzte nicht immer wieder gesagt
hätten Organisch alles in Ordnung würde ich auch heute noch sagen das irgendwas Organisches nicht stimmt die Ärzte es bloß nicht finden.
Unsicherheit (Schlüsselwort) bleibt aber bei diesem Thema bestehen.

Aus dem letzten Beitrag:
Aber irgendwo stimmt etwas im Leben nicht, irgend etwas nagt am Selbstvertrauen, das muss man leider selbst herausfinden.
Aber es ist nicht einmal wichtig, das man es herausfindet.
Wichtig ist nur, zu verstehen, das es etwas gibt, das dass Selbstvertrauen schwächt und das dadurch in irgendeiner anderen Situation, die mit der Ursache überhaupt nichts zu tun hat, plötzlich ein Angstanfall entstehen kann und zwar aus dem Grund, weil eben das Selbstvertrauen geschwächt ist.

Von mir:
Kann es sein das wenn im Leben etwas nicht stimmt,
es sich auch zuerst mit körperlichen Symptomen bemerkbar macht
und sich dann die Angst draufsetzt?

Bin jetzt dabei, mir eine Liste zu machen und alles aufzuschreiben.
Wo habe ich Berufliche Probleme !
Habe ich Private Probleme!
Wie kann ich Finanzielle Probleme bereinigen!
Wo habe ich Schwierigkeiten, wo finde ich Unsicherheiten
Wo kann ich was verändern.
Auf die Idee gekommen bin ich, als ich darüber nachgedacht habe, wie oft ich doch Briefe, Rechnungen, Steuererklärungen usw. liegen gelassen habe, (mach ich morgen) (heute hab ich keine Zeit) (ach, nächste Woche reicht auch noch)
und irgendwann traut man sich nicht mehr ran.
Gedanken, das kannst Du niemals alles bezahlen, erledigen.
Geht man dann endlich ran!
Oh, das war ja gar nicht so viel, was ich bezahlen muss.
Erleichterung, Gedanken (warum bist Du da nicht eher herangegangen)
Hättest dir viel Sorgen ersparen können.
So bin ich auf die Idee gekommen alles was mich belastet oder womit ich Schwierigkeiten habe könnte mal aufzuschreiben.
Vielleicht kann ich so viel Unsicherheit abbauen und das Selbstvertrauen aufbauen.
Werde dazu dann bestimmt wieder einige Fragen haben.

Wie findet Ihr meine Idee,
ist es schon wieder eine verzweifelte Suche (eine Art Grübeln)
nach der Ursache meiner Körperlich / Angst auslösenden
Beschwerden.
Dann wäre es ja verkehrt (beschäftige mich ja indirekt mit Angst) (soll sie ja nicht mehr beachten) (ihr keine Aufmerksamkeit mehr schenken) usw.
Aber andersrum wenn ich vielleicht vorhandene Probleme
Aufdecke, lassen evtl. die körperlichen Symptome nach und
damit auch die Angststörungen.
Der Weg müsste doch richtig sein?

So, das war es für Heute,
Liebe Grüße, Wolfgang der klitze kleine Löwe



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