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Habe mich selbst verloren...

18. Dezember 2018 um 21:17

Hallo liebe User Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Dieses Jahr war für mich ein sehr schweres Jahr... Ich bin 28 und arbeite im Gesundheitsbereich. Die Arbeit liebe ich, endlich habe ich eine Stelle gefunden wo ich sehr gerne arbeiten gehe. Vor 1 1/2 Jahren endete meine 6 jährige Beziehung mit dem Ex - es war auch sehr gut so. Ich habe darauf die Liebe meines Lebens kennengelernt, einfach diese bessere Hälfte von mir, der auch das erste Mal meinen Kinderwunsch in mir auslöste, von Anfang an. Leider lebt er über 100 km von mir entfernt. Wir sehen uns dennoch sehr oft- viele Male sogar öfter als nur Samstags und Sonntags. Wir haben auch schon viele gemeinsame Urlaube miteinander gemacht - was soll ich sagen - er soll der Vater meiner Kinder werden, ohne Zweifel. Wir sind auch schon am basteln seit ein paar Monaten nur leider noch immer ohne Erfolg... ich muss mich in Geduld üben. Viele werden jetzt denken wie das gehen soll wo wir doch getrennt leben und noch nie zusammen wohnten - ich möchte dass unsere Kinder hier bei mir leben. Und er unterstützt mich dabei vollkommen - er hat einen sehr guten Beruf in einer sehr toleranten Firma und könnte auch die Selbstständigkeit anstreben. Unser Familienmodell wäre ein anderes als das aller anderen - aber wir wollen es so. Ich hatte oft Zweifel aber es geht nicht anders. Ich möchte nicht zu ihm ziehen, ich habe meine Familie hier, und auch er möchte in näherer Zukunft nicht zu mir ziehen (arbeitsbedingt), was ich gut verstehe. Ich weiß dass wird das schaffen weil er der tollste Mann auf der Welt ist für mich - er macht alles, kann alles, tut alles, ohne zu Jammern, und die ersten Jahre mit Baby würde ich ohnehin bei ihm wohnen bis die Schulzeit beginnt. Ich habe eigentlich rundum alles was sich so manche wünschen würden - ich bin das einzige Kind meines Vaters und der hat ein großes tolles Haus mit tollem Garten, und zwei Wohnungen (eine zum Vermieten, in einer wohnt meine Mutter...) Ich habe eine Wohnung alleine ausgebaut im oberen Stock des Hauses, da es ohnehin mal mir überschrieben wird.... Unsere Familie hatte dieses Jahr einen riesen Krach - meine Mutter ist vor bald 3 Jahren Hals über Kopf ausgezogen, nach vielen Ehejahren. Es war von Scheidung die Rede. Damals lebte ich noch in einer Mietwohnung. Da es mit meinem Ex damals nur mehr krachte (wir passten einfach überhaupt nie so richtig zusammen...) und mein Vater allein im Haus war, baute ich wie gesagt den oberen Stock aus, ich dachte es sei eine gute Idee, ich hätte mal was eigenes, er wäre nicht so alleine. Jedoch kam meine Mutter wieder zurück - sie ließen sich nicht scheiden, hatten jedoch manche Abmachungen ausgemacht. Seit diesem Zeitpunkt an, als sie wieder täglich im Haus ein und ausmarschierte, als sei nie was gewesen - staute sich in mir immer mehr Frust an. Ich habe meine Mutter gerne, jedoch hatten wir immer wieder Streitigkeiten (weswegen ich damals auch auszog mit 21). Ungefragt, ob ich das so gut finde, kam und ging sie wann sie wollte (was auch durchaus ihr Recht ist, sie hat ja mit meinem Vater das Haus gebaut..) - unser Verhältnis wurde immer mieser, sie tat mit meinem Hund was sie wollte. Ich riss mir damals den Arsch auf als sie weg war (kochte für den Vater manchmal mit, war alleine auf der Intensivstation als er einmal eine Not-OP hatte etc., machte den Garten etc.), und dann war sie wieder da ohne dass mich beide gefragt haben ob ich überhaupt damit einverstanden wäre. Nun ja, ich habe von dem her so nichts zu reden, weil mir hier nur die Möbel gehören. Es eskalierte sogar im Sommer bis ich abhaute und sie die Polizei riefen und die mich suchten. Ich hielt es einfach nicht mehr aus. Es war ein riesen Streit wo Worte fielen die einfach verletzten. Seitdem kommt sie nur mehr wochenends und vielleicht mal unter der Woche vorbei (sie lebt nun in einer Wohnung des Vaters nicht weit weg). Und wir reden nur mehr sporadisch wenn es darum geht ob sie mal nach meinen Tieren sehen kann wenn ich nicht da bin, was sie auch tut. Das war es aber leider auch schon. Ich weiß ich müsste schon längst mal zum Psychologen, jedoch habe ich diesen Schritt noch nicht geschafft... Ohne meinen Partner fühle ich mich hier oft so verloren, mit ihm fühle ich mich stark und alles ist für diese kurze Zeit die wir haben auszuhalten. Leider kann er seine Abendschule und den Job auch nicht so einfach aufgeben und zu mir ziehen... Mein Selbstbewusstsein wird von Monat zu Monat weniger... jetzt steht auch noch Weihnachten vor der Tür, dass meine Mutter vor Jahren abgeschaffen hatte, wenn dann wird nur mit meinem Vater alleine was gegessen... Es ist alles sehr traurig für mich, mein Partner und ich wünschen uns ein Kind, es klappt nicht, ich würde mir auch erhoffen dass unsere Familienverhältnisse dann besser würden. Weil bevor das alles war, hatte ich fast täglich Kontakt mit meiner Mutter, bin mit ihr auch mal gereist usw... da wohnte ich eben auch nicht mehr zuhause! Ich hätte es gerne wieder so, und das ich meine "Familie" hier wieder irgendwie zusammen bringe... Leider habe ich auch kaum richtige Freunde mehr hier (was aber auch mit meine Schuld war leider.. ich zog mich mit meinen negativen Gedanken oft immer mehr zurück..). Aber egal was kommt, meinen Partner verlasse ich nie mehr, er gibt mir soviel Halt. Er ist ein sehr positiver Mensch, sehr selbstständig und selbstbewusst, und hat immer die Ruhe weg. Und er vertraut mir dass auch ich das alles schaffen werde. Genau auch deswegen will ich ein Kind mit ihm, auch wenn es dann bei uns sein wird wie als wäre er einige Tage die Woche auf Montage. Mit ihm könnte ich alle meine Träume erfüllen. Auch mein Vater würde es sicher sehr begrüßen wenn ich nicht wegziehen würde und er mich und seine Enkelkinder hier hätte. Jedoch sitze ich oft hier und weine, weil ich mich jetzt schuldig fühle, dass ich meine Mutter hier nicht immer akzeptiere (ich fühle mich dann eben leider immer ein wenig beobachtet... kontrolliert... ich weiß es nicht.. auch denke ich dann immer noch oft daran mit welchen Beschimpfungen sie mich bombardierte und sie mit ihrem Umgang mit meinem Vater bei mir auslöste...) Leider ist das jetzt sehr lange geworden. Ich hoffe es findet wer ein paar Worte für mich und meine Situation... irgendetwas aufbauendes und keine Kritik an meinem Vorhaben... ich bin schon so am Boden zerstört weil ich nicht mal schwanger werde von dem Mann den ich über alles liebe... Die Schwangerschaft soll und wird keine Lösung sein die alle Probleme löst, aber es ist ein Herzenswunsch, eine Sehnsucht die ich noch nie hatte, einfach eine Familie zu gründen, und mit 29 könnte es wirklich schon soweit sein... Auch weiß ich das meine Probleme keine tragischen sind, es ist niemand gestorben oder was weiß ich, aber es belastet mich sehr zur Zeit, und es wird nicht weniger. Ich leide an regelmäßigen Heulkrämpfen, schlaflosen Nächten und großer Gereiztheit und auch mal Depressionen, weil ich mich doch so oft so alleine fühle und nicht mehr weiter weiß Liebe Grüße

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19. Dezember 2018 um 17:26

Liebes Fragezeichen, Du schreibst nahezu ohne Punkt und Komma, das ist sehr anstrengend zu lesen - noch dazu ist es eine Menge Text, in dem viel durcheinander steht.
Das alles könnte der Grund sein, warum sich hier keiner wirklich durcharbeiten möchte.
Dies nur mal als Anregung, vielleicht etwas weniger zu schreiben und dafür übersichtlicher - dann können sich auch Leser leichter ein Bild von Dir machen.

Mit den paar Stichpunkten, die Du über Deine Befindlichkeit schreibst, wäre es für Dich aus meiner Sicht sinnvoll, Dich mal mit nem Therapeuten zusammenzusetzen. Das heißt nicht, dass mit Dir was nicht stimmt, aber ein guter Therapeut kann Dich genau da in Deiner Empfindsamkeit abholen und Dich aufbauen, wo Du selbst keinen Halt findest.
Das alleine zu schaffen, ist sehr schwer und manchmal unmöglich!
Gute Therapeuten findest Du bei den Gestaltherapeuten, die werden auch von der Kasse übernommen.
Vielleicht braucht es nur wenige Gespräche und Du siehst schon klarer und hast mehr Stabilität - die brauchst Du!

Liebe Grüße, Cat

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