Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Habe meine psysischen Probleme nicht mehr im Griff...

Habe meine psysischen Probleme nicht mehr im Griff...

15. Februar 2014 um 0:37

Hallo meine Lieben,

ich weiß garnicht wo ich anfangen soll...Wäre sehr dankbar wenn die ein oder andere sich meinen Text durchliest.

Im Moment bin ich in einer Phase, wo ich merke dass mir verschiedenste Probleme mein Leben zerstören. Selbst für mich hört es sich komisch an, wenn ich daran denke was sich mittlerweile alles angesammelt habe, trotzdem fasse ich es hier mal zusammen.

Angefangen mit dem bizarrsten ich habe seit einigen Jahren eine Bauchnabelphobie, ja ich weiß-unvorstellbar aber es ist nun mal so und ich merke wie das jeden einzelnen Tag einschränkt. Auch wenn Ihr euch das nicht vorstellen könnt, sobald ich nur im Entferntesten an einen Bauchnabel erinnert werde oder daran denken muss wird mir unglaublich schlecht, ich bekomme Schweizausbrüche und halte schützend eine Hand oder irgendetwas vor meinen Bauch und versuche den Gedanken so schnell wie möglich loszuwerden...Und das passiert mehrere Male täglich.

Mein noch größeres Leiden ist meine Depression...allerdings nicht seit Jahren durchgehend sondern immer Phasenweise, an manchen Tagen fühle ich mich total super, optimistisch und gut gelaunt, bin glücklich mit meinem Freund und unternehme sehr viel mit meinen Freunden und plötzlich- wie aus dem Nichts falle ich in eine tiefe Depression, nichts und niemand kann mich aufmuntern, ich fühle mich leer-hoffnungslos-alleine und antriebslos. Alle meine Gedanken sind negativ und ich möchte einfach nur alleine in meinem Bett liegen und versuchen zu schlafen. Dabei weiß ich nichtmal wieso das so ist! Es kommt aus heiterem Himmel und kann fast genauso schnell weggehen...Diese Depression habe ich nun seit einigen Jahren (bin mittlerweile 21) und seit einigen Wochen breitet sich diese Depression weiter aus und etwas anderes hat sich in mein Leben geschlichen, die Angst. Ich kann es nicht erklären aber ich habe vor allem und jedem Angst, ich lebe die letzten Monate in einer ständigen Angst! Ich weine, weil ich so Angst habe bei einem Verkehrsunfall z.B. ums Leben zu kommen oder auch ein Familienmitglied oder Freund. Sobald ich alleine zu Hause liege ich zitternd vor Angst und schweißgebadet in meinem Bett und höre angestrengt ob ich einen Einbrecher,...höre. Vor den kleinsten Geräuschen oder unerwarteten Situationen werde ich in Panik versetzt und mein Herz fängt an zu rasen. Ich weiß nicht mehr wie ich das alles handeln soll. Ich bin eigentlich eine sehr glückliche und lebensfrohe Frau aber werde im Moment von meinen Ängsten, Phobien und Depressionen beherrscht. Mein Freund bekommt sehr viel mit und mit ihm rede ich auch oft darüber, da es mir auch so unendlich Leid tut weil ich Angst habe ihn jedesmal mit runterzuziehen oder ihn nicht so zu behandeln, wie er es verdient hätte! Es tut mir so furchtbar Leid, da ich manchmal einfach eine ängstliche, in sich gekehrte traurige, pessimistisch denkende Frau bin,die er so nicht kennengelernt hat.

Ihr werdet mir wahrscheinlich sofort raten eine Therapie zu beginnen- das Problem dabei ist, dass ich im Moment für ein Jahr mich mit meinem Freund, seinem besten Freund und meiner besten Freundin auf einer Rundreise in Amerika befinde. Und genau deswegen bin ich gerade im Moment so hilflos und verzweifelt- ich sollte so glücklich sein, dass mir meine Eltern so etwas finanzieren und ermöglichen und ich mit meinen Liebsten so tolle Sachen entdecken kann, ich wäre so gerne wie die anderen drei- glücklich, unbeschwert, optimistisch- einfach normal. Aber meine Ängste holen mich sofort wieder ein und ich weiß nicht wie ich das ohne eine Therapie (die momentan unmöglich ist) in den Griff bekommen soll.

Es tut mir so Leid, dass ich so viel geschrieben habe- es tat aber einfach so gut, mir mal alles von der Seele zu reden.Ich würde mich sehr freuen, wenn irgendjemand bis hier hin noch liest und einfach seine Meinung, seine Gedanken mit mir teilen könnte. Ich brauche Hilfe

Danke schonmal an euch alle!
Emily

Mehr lesen

30. März 2014 um 22:06

Wenn keine Therapie
Wenn keine Therapie möglich ist solltest du driingend lernen dich selbst zu beherrschen. Ich mein das Ernst. Du solltest auf jeden Fall vermeiden allein zu sein. Dein Freund ist doch da, warum bist du überhaupt alleine im Bett?
Dann noch solltest du dich mit deiner Phobie konfrontieren. Du wirst elendig leiden aber...entweder tu es bei deinem Freund oder bei dir selber. Mache dir klar: Was erschreckt dich so an einem Bauchnabel? Warum hast du Angst davor? Wenn du das weisst solltest du testen. Und versuch so gut wie möglich ruhig zu bleiben. Aber nicht zwanghaft. Eher ruhig...schliesse deine Augen und atme tief ein und aus und gaaanz langsam. Und dann fasst du deinen/deinem Freund seinen Bauchnabel einfach mal an. Wahrscheinlich wirst du panikieren, aber dann solltest du dir in dem Moment klar machen, dass ein Bauchnabel dir nicht weh tun kann. Das solltest du jeden Tag wiederholen.
Es geht...ich hatte/habe auch Angst vor Wasser und vorallem zu tauchen...die letzten Sommerferien dann hab ich einfach mal mich gezwungen zuerst leicht zu tauchen und immer mehr. Natürlich ist meine Angst nicht weg (vorallem weil ich es nun nicht mehr regelmässig tue) aber wenn du das regelmässig tust dann schaffst du das bestimmt! Glaube an dich! Du kannst nicht ertrinken so wie ich es hätte können ^^ Und glaub mir manchmal hatte ich kaum die Nase unter Wasser da war ich schon wieder oben.

Gegen Depressionen...die werden wohl niemals ganz verschwinden. Versuch einfach...jetzt deinen Trip in Amerika zu geniessen und denk nicht daran. Viel Glück.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen