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Habe in 1 Jahr meine beiden Babys verloren

3. Juli 2013 um 22:30

Hallo Leute!
Ich bin neu hier und möchte euch gerne meine Geschichte erzählen. Vielleicht gibt es jemanden, dem es ähnlich ergangen ist!
Im Jahr 2011 haben wir uns dazu entschlossen, eine Familie zu gründen. Im Oktober 2011 wurde ich dann schwanger! Wir waren total glücklich und haben gedacht, dass wir ein gesundes Kind erwarten. Leider haben wir im Feb. 2012 dann erfahren, dass etwas nicht stimmt mit unserem Kind. Im April wurde uns dann gesagt, dass wir mit dem schlimmsten rechnen müssen. Am 30. Mai 2012 kam dann unser Sohn Maximilian zur Welt. Er verstarb nach einer halben Stunden. Es war für mich einfach das schlimmste. Ich habe mir gedacht, dass ich das nicht überstehe. Zum Glück hatte bzw. habe ich meinen Freund, der mir eine große Stütze ist. Die Ärzte konnten uns nicht sagen, an was er gestorben ist. Sie sind von einem Gen defekt ausgegangen aber sie konnten es uns nicht bestätigen. Das Risiko, dass es beim nächsten Kind wieder so ist, war bei 25%! Also haben wir uns dazu entschieden, es wieder zu versuchen. Ich wurde dann sofort wieder schwanger (was mich etwas überfordert hat). Am Anfang war noch alles in Ordnung. Zu Ende der Schwangerschaft (35 SWW) hatte ich dann fast kein Fruchtwasser mehr und wir mussten unseren Sohn Hansi per Kaiserschnitt holen, weil er in der BEL war! Leider hatte er ziemliche Start Schwierigkeiten. Er hat sich dann aber schnell gebessert und wir haben gedacht, dass es diesesmal gut geht. Ich musste einen Monat lang täglich in die Klinik fahren. Sein Zustand hat sich dann aber wieder verschlechtert. Leider war dem nicht so. Sie haben jetzt heraus gefunden, dass mein Freund und ich den selben Gen Defekt haben und wir haben es geschafft, dass wir zwei mal das defekte Gen weiter gegeben haben. Unser Sohn Hansi starbe nach 1 Monat und 2 Tagen.
Es ist an manchen Tagen einfach total schwierig für mich, weil ich mir immer wieder denke "Warum wir - was haben wir verbrochen, dass wir das ganze zweimal erleben müssen".

Vielleicht gibt es ja jemanden, der eine ähnliche Geschichte hat und mir vielleicht helfen kann. Bin auch bei einer Psyhologin aber jemand, der das selbe erlebt hat, weiß was es heißt, sein Kind bzw. 2 Kinder zu verlieren.

Eure Michaela

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9. Juli 2013 um 23:11

Hallo Michaela
Deine Geschichte ist so traurig und schrecklich
Es tut mir sehr leid
ich kann nur sagen, ich weiß genau wie du dich fühlst, dieses WARUM WIR? und noch 2 mal nacheinander? die Fragen stelle ich mir auch immer, aber finde keine Antworten darauf.
Wir haben auch 2 Babys im Jahr 2012 verloren, unsere Tochter Inessa starb 1 Tag vor ET in der 40SSW in meinem Bauch, habe sie normal entbunden, sie hatte einen fest zugezogenen Nabelschnurknoten das war am 09.04.12 haben sie beerdigt am 12.04.12 und ich gehe sehr oft zu ihr.
Ich wurde gleich nach 4 Monaten wieder schwanger, es lief alles gut, dann bekam ich Schmierblutung in der 9SSW, es hieß aber es sei nichts schlimmes, musste Utrogest und Magnesium nehmen, in der 13SSW bekam ich dann Fieber, und fühlte mich nicht gut, wurde ins KH eingewiesen, in der gleichen Nacht verlor ich das Baby auf der Toilette (sorry so war das) es kam einfach alles raus aus mir, hatte irgendein schlimmen Infekt, wurde ausgeschabt, musste noch 1 Woche bleiben und Antibiotikum nehmen.
Die Zeit danach war einfach nur schlimm, hatte so ein Tiefpunkt, habe die Welt nicht mehr verstanden, WIESO den ich, schon wieder ich? was habe ich verbrochen Lieber Gott? habe ich dann nur gedacht...
wir waren in der Kur mit der ganzen Familie (haben eine 6-jährige Tochter) ich musste weiter leben für unsere Große, ich musste einfach, obwohl ich nicht konnte, war wie gelähmt, konnte nicht mehr lachen...habe dann Tabletten genommen von meinem Chef (Psychiater) dass aus dem Loch wieder rauskomme, habe viel gejoggt, habe mich auf unsere Große konzentriert, habe die Tabletten dann langsam abgesetzt im April 2013 (habe sie 5 Monate genommen), da war es halbes Jahr raum nach der Ausschabung, wir wollten wieder versuschen schwanger zu werden...und jetzt bin ich in der 15 SSW, und bis jetzt sieht alles gut aus, die Angst ist da, jedes mal vor dem FA Termi: " bitte bitte Lieber Gott lass es alles gut sein!" dann ist man wieder für ein Paar Tage beruhigt, aber man macht sich einfach Gedanken, was ist wenn...versuche mich abzulenken, und positiv zu denken...hoffe sooo sehr dass alles gut wird.
So das war meine lange traurige Geschichte.
Ich hoffe du fühlst dich nicht mehr so alleine mit deinem Schicksal, und ihr könnt bald wieder nach vorne schauen, und beim dritten mal haben wir vielleicht endlich mal Glück!

Fühl dich gedrückt

LG
Olala

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5. August 2013 um 2:00

....
hallo...

unser sohn verstarb mit 14 monaten ebenfalls an einem gendefekt
(arterial tortuosity syndrom) extremst selten...

es wurde erst mit 13 monaten festgestellt nachdem ich immer wieder zu ärzten bin mit meinem verdacht es stimme was nicht...

er verstarb am 05.04.2013 und wurde am 12. beerdigt....

wir wollen kein kind mehr der schmerz ist zu gross er bleibt unser einziges kind...

wirklich schlimm aber wir hatten wenigstens ein sorgenfreies erstes jahr....

es ist grausam

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7. August 2013 um 21:48

...
Hallo Michaela.

Ich moechte mein Beileid aussprechen.. Ich weiss wie man sich fuehlt wenn man sein Kind verliert.. Dieses Gefuehl wird zwar niemals weniger aber man lernt mit der Zeit damit umzugehen.

Ich habe 3 Kinder gehen lassen muessen.. Bei den Zwillingen war es Blutkrebs (sie waren 3 Jahre) und bei Caio ( 3 Monate) war es das kleine Herz was nicht mehr konnte.. Es war zwar kein Gendefekt, aber ich kann mir vorstellen wie Du dich fuehlst.

Wenn Du moechtest kannst Du mich gerne Privat anschreiben. Alles Liebe Dir und deinem Freund.

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23. März 2014 um 23:03
In Antwort auf rabab_12653880

Hallo Michaela
Deine Geschichte ist so traurig und schrecklich
Es tut mir sehr leid
ich kann nur sagen, ich weiß genau wie du dich fühlst, dieses WARUM WIR? und noch 2 mal nacheinander? die Fragen stelle ich mir auch immer, aber finde keine Antworten darauf.
Wir haben auch 2 Babys im Jahr 2012 verloren, unsere Tochter Inessa starb 1 Tag vor ET in der 40SSW in meinem Bauch, habe sie normal entbunden, sie hatte einen fest zugezogenen Nabelschnurknoten das war am 09.04.12 haben sie beerdigt am 12.04.12 und ich gehe sehr oft zu ihr.
Ich wurde gleich nach 4 Monaten wieder schwanger, es lief alles gut, dann bekam ich Schmierblutung in der 9SSW, es hieß aber es sei nichts schlimmes, musste Utrogest und Magnesium nehmen, in der 13SSW bekam ich dann Fieber, und fühlte mich nicht gut, wurde ins KH eingewiesen, in der gleichen Nacht verlor ich das Baby auf der Toilette (sorry so war das) es kam einfach alles raus aus mir, hatte irgendein schlimmen Infekt, wurde ausgeschabt, musste noch 1 Woche bleiben und Antibiotikum nehmen.
Die Zeit danach war einfach nur schlimm, hatte so ein Tiefpunkt, habe die Welt nicht mehr verstanden, WIESO den ich, schon wieder ich? was habe ich verbrochen Lieber Gott? habe ich dann nur gedacht...
wir waren in der Kur mit der ganzen Familie (haben eine 6-jährige Tochter) ich musste weiter leben für unsere Große, ich musste einfach, obwohl ich nicht konnte, war wie gelähmt, konnte nicht mehr lachen...habe dann Tabletten genommen von meinem Chef (Psychiater) dass aus dem Loch wieder rauskomme, habe viel gejoggt, habe mich auf unsere Große konzentriert, habe die Tabletten dann langsam abgesetzt im April 2013 (habe sie 5 Monate genommen), da war es halbes Jahr raum nach der Ausschabung, wir wollten wieder versuschen schwanger zu werden...und jetzt bin ich in der 15 SSW, und bis jetzt sieht alles gut aus, die Angst ist da, jedes mal vor dem FA Termi: " bitte bitte Lieber Gott lass es alles gut sein!" dann ist man wieder für ein Paar Tage beruhigt, aber man macht sich einfach Gedanken, was ist wenn...versuche mich abzulenken, und positiv zu denken...hoffe sooo sehr dass alles gut wird.
So das war meine lange traurige Geschichte.
Ich hoffe du fühlst dich nicht mehr so alleine mit deinem Schicksal, und ihr könnt bald wieder nach vorne schauen, und beim dritten mal haben wir vielleicht endlich mal Glück!

Fühl dich gedrückt

LG
Olala

Ich fühle mit euch
Meine Schwangerschaft verlief immer super.

Ich hab meine kleine Prinzessin ab der 17 Schwangerschaftswoche fast jeden tag gespürt und habe es sehr genossen ein leben in mir aufwachsen zu spüren! Am Ende der Schwangerschaft ca. 33 Woche ging ich zu meinem Frauenarzt Termin und fragte meine Ärztin warum ich kaum noch Kindesbewegungen spüre, sie sagte " das Baby hat keinen platz mehr, sie sind so eine zierlich kleine Frau, wo soll das Baby denn auch hin, machen sie sich keine Sorgen die Herztöne waren super "... Ich hab ihr vertraut und bin nach hause und habe in unserem Häuschen ihr Bettchen eingerichtet und ihre Kleidung eingeräumt,alles so fertig gemacht das unsere Prinzessin hätte kommen können! Am 27.02.2014 ging ich dann erneut zum Frauenarzt, stellte mich dort auf die Waage und war erstaunt das ich ein Kilo abgenommen hatte, dann wollte die Schwester den ctg schreiben, doch sie fand keine Herztöne! Sie versuchte es immer und immer wieder an einer andern stelle meines Bauches doch da war nix. Sie beruhigte mich und sagte wir machen jetzt einen Ultraschall und sehen mal wie die kleine liegt und warum sie sich nicht hören lassen will!Doch als der Ultraschall auf meinem Bauch war habe ich es an meiner Ärztin ihrem Gesicht gesehen... Ich habe sie gefragt " da is nichts mehr, oder? " und dann habe ich schon geweint! Ich wurde ins Krankenhaus überwiesen und habe meine Tochter ende der 35 Woche tot zur Welt gebracht... Die Erklärung der Ärzte war das meine plazenta einen Infarkt hatte! Ich und mein Freund verstehen die Welt nicht mehr. Nun ist es fast 4 Wochen her... Und es kommt mir alles noch so unwirklich vor

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1. April 2014 um 2:26


viel kraft! bleibt stark

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1. April 2014 um 7:30
In Antwort auf vida_12078929

...
Hallo Michaela.

Ich moechte mein Beileid aussprechen.. Ich weiss wie man sich fuehlt wenn man sein Kind verliert.. Dieses Gefuehl wird zwar niemals weniger aber man lernt mit der Zeit damit umzugehen.

Ich habe 3 Kinder gehen lassen muessen.. Bei den Zwillingen war es Blutkrebs (sie waren 3 Jahre) und bei Caio ( 3 Monate) war es das kleine Herz was nicht mehr konnte.. Es war zwar kein Gendefekt, aber ich kann mir vorstellen wie Du dich fuehlst.

Wenn Du moechtest kannst Du mich gerne Privat anschreiben. Alles Liebe Dir und deinem Freund.

Hallo
Hallo!

Ich hab deine Nachricht erst heute gelesen!Ich hab da eine Frage an dich!wie hast du das geschaft?habt ihr noch ein Kind,das noch bei euch ist?
Alles Liebe
Michaela

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15. Mai 2014 um 17:09

Die Frage nach dem Warum
Ihr lieben Schmetterlingsmama,

wie Ihr Euch fühlt kann ich bestens nachempfinden. Am Freitag, 13.12.13 haben wir unseren Sonnenschein Tabea in der 23 SSW gehen lassen müssen. Seitdem ist unser Herz gebrochen und nichts mehr wie es mal war....
Mein Mann und ich sind seit 7 Jahren verheiratet, aus erster Ehe hat mein Mann zwei Töchter mit jetzt 19 Jahren und 15 Jahren. Nach der Jüngsten hat er sich sterilisieren lassen. Als wir zusammen kamen (wir haben 17 Jahre Altersunterschied und ich bin nicht der Trennungsgrund) hat er immer gesagt, er macht es rückgängig, wenn es ernst mit uns Beiden bleibt. Kurz nach der Hochzeit wurde es rückgängig gemacht und gute zwei Jahre haben wir es so probiert. Wegen des Altersunterschiedes entschieden wir zusammen mit dem Arzt, eine künstliche Befruchtung durchführen zu lassen. Vor vier Jahren hatten wir dann die Erste. Vier Jahre und 5 Versuche später bekamen wir im Juli letzten Jahres den Anruf, an den wir nicht mehr glaubten "Herzlichen Glückwunsch, sie sind schwanger, der Bluttest war positiv" - wir saßen zwei Stunden auf der Couch und konnten unser Glück nicht fassen.
In der 8. SSW bekam ich Blutungen - neben dem Kind hatte sich ein Hämatom gebildet, mir wurde strenges Liegen auferlegt. In der gleichen Woche Donnerstags verlor ich so viel Blut, dass wir in die Notaufnahme fuhren, weil wir sicher waren, es verloren zu haben. Doch die Ärztin gab Entwarnung - eine Eizelle hatte sich voll nicht weiter entwickelt nach dem Rücktransfer und war abgegangen, das Baby war aber noch da.
Nach 5 Wochen liegen wurde ich wieder gesund geschrieben, konnte ab Freitags wieder arbeiten - ich teilte dies meinem Arbeitgeber mit und das ich Stress in naher Zukunft vermeiden sollte. Weit gefehlt: den Freitag und den kommenden Montag wurde ich nur fertig gemacht. Man hielt mir böse Unterstellen, Verleumdungen und Beschimpfungen vor ohne eine Grundlage und zur Krönung drohte man mir mit einer Abmahnung. Die Sache verlief gänzlich im Sande....
Kurz darauf stand mein Urlaub an. Wir hatten den ärztlichen Segen und eine Woche Teneriffa gebucht. Freitags vor dem Abflug ging ich nochmals zu Ultraschall, er war wie immer lustig (Daumen nuckeln, winken, Schluck auf etc). Sie war so ein Sonnenschein.
Der Urlaub war wunderschön. ich war eine stolze Schwangere, wir hatten tolles Wetter für Dezember, ich zeigte gerne meinen Babybauch und mein Mann erzählte voller Stolz, dass er eine dritte Tochter bekommt. Allerdings erkältete ich mich im Urlaub auch fürchterlich. Am 9.12. landeten wir wieder in Deutschland. Am 12.12. hatte ich leichte Blutungen und dachte an ein neues Hämatom. Ich rief beim Arzt an und man sagte mir, dass dies von dem fürchterlichen Husten sein kann. Freitags hatte ich leicht mehr Blut und rief nochmal an. Der Arzt meinte, da das Wochenende vor der Tür stehe, solle ich lieber nochmal kommen. Ich verlies fluchtartig das Geschäft und fuhr hin.
Der Arzt tastete mich ab, sagte das alles normal sei, da ich aber schon da bin, würde er nochmal ein Ultraschall machen. Währenddessen erzählte ich ihm, dass die Nacht zuvor Party angesagt war im Bauch und erzählte vom Urlaub.... Er fragte mich "Wann haben Sie sie zum letzten Mal gespürt?" Ich antwortete zögerlich "Gestern, warum?" In diesem Moment sah ich auf dem großen Bildschirm den Ultraschall, unsere Tochter von der Seite und da wo immer das Herz geschlagen hatte - da war nichts mehr!
Ich rutschte vom Stuhl, brach heulend und schreiend zusammen - Gott, ich habe die ganze Praxis zusammen geschrien. Nachdem mich das Praxisteam halbwegs stabilisiert hatte, rief ich meinen Mann an und musste ihm sagen, dass unsere Tochter nicht mehr lebt - so etwas möchte ich ihm in meinem ganzen Leben NIE WIEDER sagen müssen. Er kam nach einer Stunde Autofahrt nach Hause und wir fuhren ins Krankenhaus, wo uns die Praxis schon angemeldet hatte. Nach vielen zusätzlichen Untersuchungen wurde bestätigt, dass sich unsere Tochter aus dem Leben verabschiedet hatte.
Um 14 Uhr bekam ich die Tabletten, welche die Wehen einleiteten, man bereitete uns auf Tage bis zur Entbindung vor. Am gleichen Tag um 22.35 Uhr kam bei einer stillen Geburt unsere Tochter Tabea zur Welt. Für uns war sie unser kleiner perfekter wunderschöner Sonnenschein. Die Hebamme ermöglichte uns zusammen mit dem Krankenhausteam einen wunderschönen unvergesslichen Abschied mit Erinnerungsfotos und aller Zeit der Welt. Mit vielen Tränen, vielen Küssen und viel Schmerz verabschiedeten wir drei uns im Kreissaal voneinander, bedankten uns für die schönen Monate im Bauch und das wir sie niemals hätten missen wollen, auch wenn wir drei jetzt unterschiedliche Wege gehe, uns an unterschiedlichen Orten aufhalten werden.
Am 27.12.13 verabschiedeten wir unseren Schmetterling in die Urnenwand auf unserem Friedhof. Die Trauerrede auf unsere Tochter hielt ich, mit der vollen Unterstützung meines Mannes und unter vielen Tränen.
Nach sechs Wochen ging ich wieder arbeiten, allerdings bestand ich auf die sofortige Versetzung in eine andere Abteilung aufgrund der vorangegangen Intrigen meiner Kolleginnen und meines Chefs. Der leugnete natürlich alles, aber was sollte man von so einer armseligen Person auch erwarten. Bis heute habe ich seitens meines Arbeitgebers keine offizielle Beileidsbekundung zum Verlust unserer Tochter erhalten, erwarte aber auch nichts mehr.
Mittlerweile ist sie seit 5 Monaten und zwei Tagen nicht mehr bei uns, wir vermissen sie zum Verrückt werden, psychisch bin ich ganz unten angekommen. Trost empfinde ich nur noch in der Liebe meines Mannes und den wenigen wundervollen Menschen, die immer für mich da sind wie meine Schwester, meine zwei besten Freunden und einem wundervollen bald siebenjährigen Patenkind. Und der Gedanke, dass Tabea mit anderen Schmetterlingskinder auf dem Wolkenrand sitzt und sagt" Schau, dass da unten sind meine Mama und mein Papa, sie weinen um mich, aber ich werde geliebt!"
Mittlerweilen haben wir uns für einen Umzug entschieden, um etwas die Negativenergie los zu werden. In der Hoffnung, aus der Trauer und der Verzweiflung heraus zu kommen und irgendwann wieder Positiv und Zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.... wer weiß, vielleicht wartet hinter einer Wegbiegung doch nochmal das Glück.
Ich wünsche Euch allen ganz viel Kraft und immer einen Platz für Euer Schmetterlingskind im Herzen.

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2. Oktober 2014 um 21:58


Es tut mir so leid für euch. Ich lese eure geschichten und weine. Meine tochter ist gott sei dank gesund und ich musste auch noch nie so einen verlust mitmachen aber ich verstehe wie ihr wich fühlt. Mein beileid!

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