Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Habe ich ein Burnout? Erschöpfung? Hilfe

Letzte Nachricht: 22. April um 19:13
22.04.21 um 10:43

Hallo liebe Community,

ich hoffe, dass mein Thema hier richtig ist, und dass ich einige hilfreiche Antwort und hilfreiches Feedback bekomme  Da ich ( noch nicht) genau weiß, was mit mir los ist, kann ich nur versuchen, euch möglichst genau meine Symptome und Situation zu schildern in der Hoffnung, hilfreiche Ratschläge, tips und Meinungen zu bekommen.

Zu meiner Situation:

Hintergrund : Ich habe vor einem Jahr Abi gemacht, ich komme aus einer Familie, in der ( schulische) Leistungen wirklich sehr wichtig sind. Meine Eltern haben schon immer sehr auf unsere Leistungen in der Schule geachtet und es war ihnen sehr wichtig, dass wir ( mein Bruder und ich) mal in ihre Fußstapfen treten.( Mein Papa ist Arzt, meine Mutter Anwältin).

Da ich unbedingt Medizin studieren wollte  ( auch der Wunsch meiner Eltern) fingen meine „ Probleme“ erst richtig zu Beginn der 11 Klasse ( Oberstufe) an. Ich war nie ein Schüler, der ohne viel lernen und etwas dafür tun zu müssen einsen geschrieben hatte, war und bin definitiv kein Überflieger , ganz im Gegenteil : ich musste wirklich sehr viel für die Schule machen, und viel Pauken um einsen zu schreiben, um den Notendurchschnitt zu haben, den man für ein Medizinstudium braucht. Ich habe täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbracht und ich würde sogar sagen, dass ich damals während der ganzen Oberstufe ( dauer 2 Jahre, 11 und 12 klasse) nichts anderes gemacht habe als nur „gebüffelt“. Ich hatte kaum soziale Kontakte, Freizeit etc da ich regelrecht jedes Wochenende damit verbacht hatte, für die Schule zu pauken.( obwohl das eigentlich nicht nötig war, ich hätte das Abi auch ohne so viel lernen locker geschafft, habe aber so viel gelernt, da ich gewisse Noten im Abi gebraucht hatte) In den Ferien und unter der Woche sah es auch nicht wirklich anderst aus!

Mein Alltag / Leben bestand im wesentlichen eigentlich nur aus morgens aufstehen, Schule, Mittagessen, Hausaufgaben und danach wieder Lernen bis ich ins Bett ging. ich würde sagen, dass ich wohl zu oft meine eigenen Bedürfnisse nicht wahrgenommen habe und mir selten Pausen gegönnt hatte, oft mit übermüdung noch bis in die Nacht am Schreibtisch saß.

Was mir eigentlich auch nicht besonders viel ausmachte, da ich wirklich sehr motiviert war und sehr gerne gelernt hatte bzw für die meistens Fächern auch ein großes interesse und Freude am Lernen aufbringen konnte. 


Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich damals nicht unter „ Druck“ stande, denn meine Eltern haben schon immer gute Noten / Leistung bzw einen sehr guten Abischnitt verlangt mit anschließendem Med - Studium. 

Gegen Anfang der Oberstufe war das alles überhaupt kein Problem, ich hatte keine Mühen und Probleme mich auch mal über Stunden an den Schreibtisch zu setzen um für irgendwelche Abiklausuren zu lernen, ich war Konzentriert, Aufnahmefähig und Produktiv. Das alles hatte aber mit der Zeit alles immer mehr nachgelassen ( gegen Ende der Oberstufe, zum Abitur hin) ich hatte mich immer ausgelaugter, Müde und antriebslos gefühlt. Hatte das Gefühl, „ Leistung und Topnoten“ erbringen zu müssen.

Das viele Lernen, kaum bis keine Freizeit mehr und immer nur Druck einen gewissen Abischnitt zu haben, ein sehr gutes Abi zu schreiben hatte mich mit der Zeit einfach nur Müde / kaputt und Antriebslos gemacht und ich hatte mich kaum wieder erkannt, da ich früher ( vor und zu beginn der Oberstufe) nie Probleme mit Konzentration, Aufnamefähigkeit, Müdigkeit und Überlastung hatte.Und da wären wir auch schon bei meinem eigentlichen "Problem“ angelangt.

Jetzt, ein Jahr nach dem Abitur, welches ich mit sehr guten Noten bestanden habe, ( Studiere mittlerweile Medizin)habe ich das Gefühl, dass das alles mehr Spuren in mir hinterlassen hat als ich zunächst dachte. Ich ging immer davon aus, dass das alles nur eine " Phase“ sei, und spätestens nach dem Abi, wenn ich endlich mal " Frei habe" und einige Monate, bis zum Studienbeginn, " nichts" machen werde, nach dem ganzen Lernstress, das alles wieder weg geht. Jedoch Fehlanzeige!!!!

 Ich habe das Gefühl, dass ich mittlerweile ein richtiges Burnout habe, ich erkenne mich einfach nicht mehr wieder. Ich hatte damals bereits schon gemerkt, dass mein Körper einfach nicht mehr kann / will. Ich kann teilweise keine 15
Minuten mehr am Schreibtisch verbringen ( was früher ohne Probleme ging sogar über längere Zeit) ich bekomme Schweißausbrüche, Schwindel und Kopfschmerzen mein Körper zeigt mir dann , dass er nicht mehr kann, ( es ist schwer zu beschreiben, es ist wie als ob mein Kopf einfach keine Information mehr aufnehmen / verarbeiten will und sich wehrt) ich habe große Probleme mir simple Texte durchzulesen / Informationen aufzunehmen oder einfach nur mal ein Buch zu lesen... kann all die Dinge, die ich früher konnte und die selbstverständlich waren / sind nicht mehr machen, fühle mich sofort erschöpft und müde und würde mich am liebsten ins Bett legen.Es fällt mir sogar schwer, mich mit alten Abi - Aufgaben, (Aufgaben, die ich früher ohne Probleme konnte und auch kein Problem für mich waren) nochmals zu machen bzw mich damit zu befassen, wenn ich meinem jüngeren Bruder, welcher nächster Jahr abi macht, bei seinen Aufgaben helfe

.Es ist schwer genau zu beschreiben wie es sich anfühlt, ich habe einfach keine Konzentration mehr, bin Müde und ausgelaugt und nach spätestens 30Minuten muss ich alles abbrechen weil ich das Gefühl habe, mein Körper "weigert“ sich und kann nicht mehr.

Könnte das evtl ein Burnout sein? Was ist denn mit mir los? Und wie bekomme ich das wieder weg?Ich bin wirklich sehr verzweifelt und erkenne mich kaum wieder in diesem Punkt. ., denn das geht jetzt seit über einem Jahr schon so und es scheint auch nicht besser zu werden bzw von alleine zu verschwinden.... Ich würde am liebsten einfach mal ein ganzes Jahr nichts machen, einfach eine Pause machen, und / oder  körperlich arbeiten gehen bzw nichts intellektuelles Leisten müssen sondern einfach nur Arbeiten (zumindest vorübergehend).und ja : Ich bin mit meinem Studium wirklich super zufrieden! Ich könnte mir keine Alternative vorstellen und es ist für mich der richtige Studiengang, die " Pause" sollte wenn nur für 1-2 Semester sein für eine evtl Therapie...

Ich habe bereits schon über einen stationären Aufenthalt in einer Klinik nachgedacht, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich es wirklich machen soll, das wäre das erste Mal, dass ich in einer solchen Klinik wäre :/ 

Weiß jeamnd, was mit mir los sein könnte? Ist das wirklich ein Burnout? Ich würde mich über hilfreiche Antworten und konstruktives Feedback freuenDanke im Vorraus! 

ach ja, : Meine genaue Frage, bzw was ich mir durch diesen Post erhofffe, ist etwas mehr Klarheit zu bekomme, darüber, was mit mir los sein könnte, da  ich definitiv nicht weiß, was mit mir los ist, bzw was das ist, was ich habe.... an manchen Tagen bin ich mir einfach sicher, dass ich definitiv ein Burnout habe bzw Erschöpfungssymptome und an anderen Tagen ( wenn es mir einigermaßen besser geht, das schwankt oft) denke ich, dass ich ja eigentlich " viel zu jung" für ein Burnout bin, bzw oft liest man ja, dass Menschen, die unter einem
Burnout leider eher Geschäftsleute oder Menschen sind, die unter hohem Beruflichen Druck und Arbeitsbelastung stehen ( was bei mir ja nichts so war / ist ich hatte ja nur " Schul / Abistress" daher bin ich mir oft sehr unsicher ob ich wirklich ein Burnout haben könnte. Die nächste Frage wäre somit, falls es so ist, was ich dann dagegen tun könnte, da ich das unbedingt behandeln lassen möchte, denn es beeinflusst ja meinen ganzen beruflichen Werdegang ( im Studium muss ich viel lernen und in meiner derzeitigen " Verfassung" ist mir das momentan einfach nicht möglich)


 

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22.04.21 um 12:12
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Hallo liebe Community,

ich hoffe, dass mein Thema hier richtig ist, und dass ich einige hilfreiche Antwort und hilfreiches Feedback bekomme  Da ich ( noch nicht) genau weiß, was mit mir los ist, kann ich nur versuchen, euch möglichst genau meine Symptome und Situation zu schildern in der Hoffnung, hilfreiche Ratschläge, tips und Meinungen zu bekommen.

Zu meiner Situation:

Hintergrund : Ich habe vor einem Jahr Abi gemacht, ich komme aus einer Familie, in der ( schulische) Leistungen wirklich sehr wichtig sind. Meine Eltern haben schon immer sehr auf unsere Leistungen in der Schule geachtet und es war ihnen sehr wichtig, dass wir ( mein Bruder und ich) mal in ihre Fußstapfen treten.( Mein Papa ist Arzt, meine Mutter Anwältin).

Da ich unbedingt Medizin studieren wollte  ( auch der Wunsch meiner Eltern) fingen meine „ Probleme“ erst richtig zu Beginn der 11 Klasse ( Oberstufe) an. Ich war nie ein Schüler, der ohne viel lernen und etwas dafür tun zu müssen einsen geschrieben hatte, war und bin definitiv kein Überflieger , ganz im Gegenteil : ich musste wirklich sehr viel für die Schule machen, und viel Pauken um einsen zu schreiben, um den Notendurchschnitt zu haben, den man für ein Medizinstudium braucht. Ich habe täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbracht und ich würde sogar sagen, dass ich damals während der ganzen Oberstufe ( dauer 2 Jahre, 11 und 12 klasse) nichts anderes gemacht habe als nur „gebüffelt“. Ich hatte kaum soziale Kontakte, Freizeit etc da ich regelrecht jedes Wochenende damit verbacht hatte, für die Schule zu pauken.( obwohl das eigentlich nicht nötig war, ich hätte das Abi auch ohne so viel lernen locker geschafft, habe aber so viel gelernt, da ich gewisse Noten im Abi gebraucht hatte) In den Ferien und unter der Woche sah es auch nicht wirklich anderst aus!

Mein Alltag / Leben bestand im wesentlichen eigentlich nur aus morgens aufstehen, Schule, Mittagessen, Hausaufgaben und danach wieder Lernen bis ich ins Bett ging. ich würde sagen, dass ich wohl zu oft meine eigenen Bedürfnisse nicht wahrgenommen habe und mir selten Pausen gegönnt hatte, oft mit übermüdung noch bis in die Nacht am Schreibtisch saß.

Was mir eigentlich auch nicht besonders viel ausmachte, da ich wirklich sehr motiviert war und sehr gerne gelernt hatte bzw für die meistens Fächern auch ein großes interesse und Freude am Lernen aufbringen konnte. 


Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich damals nicht unter „ Druck“ stande, denn meine Eltern haben schon immer gute Noten / Leistung bzw einen sehr guten Abischnitt verlangt mit anschließendem Med - Studium. 

Gegen Anfang der Oberstufe war das alles überhaupt kein Problem, ich hatte keine Mühen und Probleme mich auch mal über Stunden an den Schreibtisch zu setzen um für irgendwelche Abiklausuren zu lernen, ich war Konzentriert, Aufnahmefähig und Produktiv. Das alles hatte aber mit der Zeit alles immer mehr nachgelassen ( gegen Ende der Oberstufe, zum Abitur hin) ich hatte mich immer ausgelaugter, Müde und antriebslos gefühlt. Hatte das Gefühl, „ Leistung und Topnoten“ erbringen zu müssen.

Das viele Lernen, kaum bis keine Freizeit mehr und immer nur Druck einen gewissen Abischnitt zu haben, ein sehr gutes Abi zu schreiben hatte mich mit der Zeit einfach nur Müde / kaputt und Antriebslos gemacht und ich hatte mich kaum wieder erkannt, da ich früher ( vor und zu beginn der Oberstufe) nie Probleme mit Konzentration, Aufnamefähigkeit, Müdigkeit und Überlastung hatte.Und da wären wir auch schon bei meinem eigentlichen "Problem“ angelangt.

Jetzt, ein Jahr nach dem Abitur, welches ich mit sehr guten Noten bestanden habe, ( Studiere mittlerweile Medizin)habe ich das Gefühl, dass das alles mehr Spuren in mir hinterlassen hat als ich zunächst dachte. Ich ging immer davon aus, dass das alles nur eine " Phase“ sei, und spätestens nach dem Abi, wenn ich endlich mal " Frei habe" und einige Monate, bis zum Studienbeginn, " nichts" machen werde, nach dem ganzen Lernstress, das alles wieder weg geht. Jedoch Fehlanzeige!!!!

 Ich habe das Gefühl, dass ich mittlerweile ein richtiges Burnout habe, ich erkenne mich einfach nicht mehr wieder. Ich hatte damals bereits schon gemerkt, dass mein Körper einfach nicht mehr kann / will. Ich kann teilweise keine 15
Minuten mehr am Schreibtisch verbringen ( was früher ohne Probleme ging sogar über längere Zeit) ich bekomme Schweißausbrüche, Schwindel und Kopfschmerzen mein Körper zeigt mir dann , dass er nicht mehr kann, ( es ist schwer zu beschreiben, es ist wie als ob mein Kopf einfach keine Information mehr aufnehmen / verarbeiten will und sich wehrt) ich habe große Probleme mir simple Texte durchzulesen / Informationen aufzunehmen oder einfach nur mal ein Buch zu lesen... kann all die Dinge, die ich früher konnte und die selbstverständlich waren / sind nicht mehr machen, fühle mich sofort erschöpft und müde und würde mich am liebsten ins Bett legen.Es fällt mir sogar schwer, mich mit alten Abi - Aufgaben, (Aufgaben, die ich früher ohne Probleme konnte und auch kein Problem für mich waren) nochmals zu machen bzw mich damit zu befassen, wenn ich meinem jüngeren Bruder, welcher nächster Jahr abi macht, bei seinen Aufgaben helfe

.Es ist schwer genau zu beschreiben wie es sich anfühlt, ich habe einfach keine Konzentration mehr, bin Müde und ausgelaugt und nach spätestens 30Minuten muss ich alles abbrechen weil ich das Gefühl habe, mein Körper "weigert“ sich und kann nicht mehr.

Könnte das evtl ein Burnout sein? Was ist denn mit mir los? Und wie bekomme ich das wieder weg?Ich bin wirklich sehr verzweifelt und erkenne mich kaum wieder in diesem Punkt. ., denn das geht jetzt seit über einem Jahr schon so und es scheint auch nicht besser zu werden bzw von alleine zu verschwinden.... Ich würde am liebsten einfach mal ein ganzes Jahr nichts machen, einfach eine Pause machen, und / oder  körperlich arbeiten gehen bzw nichts intellektuelles Leisten müssen sondern einfach nur Arbeiten (zumindest vorübergehend).und ja : Ich bin mit meinem Studium wirklich super zufrieden! Ich könnte mir keine Alternative vorstellen und es ist für mich der richtige Studiengang, die " Pause" sollte wenn nur für 1-2 Semester sein für eine evtl Therapie...

Ich habe bereits schon über einen stationären Aufenthalt in einer Klinik nachgedacht, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich es wirklich machen soll, das wäre das erste Mal, dass ich in einer solchen Klinik wäre :/ 

Weiß jeamnd, was mit mir los sein könnte? Ist das wirklich ein Burnout? Ich würde mich über hilfreiche Antworten und konstruktives Feedback freuenDanke im Vorraus! 

ach ja, : Meine genaue Frage, bzw was ich mir durch diesen Post erhofffe, ist etwas mehr Klarheit zu bekomme, darüber, was mit mir los sein könnte, da  ich definitiv nicht weiß, was mit mir los ist, bzw was das ist, was ich habe.... an manchen Tagen bin ich mir einfach sicher, dass ich definitiv ein Burnout habe bzw Erschöpfungssymptome und an anderen Tagen ( wenn es mir einigermaßen besser geht, das schwankt oft) denke ich, dass ich ja eigentlich " viel zu jung" für ein Burnout bin, bzw oft liest man ja, dass Menschen, die unter einem
Burnout leider eher Geschäftsleute oder Menschen sind, die unter hohem Beruflichen Druck und Arbeitsbelastung stehen ( was bei mir ja nichts so war / ist ich hatte ja nur " Schul / Abistress" daher bin ich mir oft sehr unsicher ob ich wirklich ein Burnout haben könnte. Die nächste Frage wäre somit, falls es so ist, was ich dann dagegen tun könnte, da ich das unbedingt behandeln lassen möchte, denn es beeinflusst ja meinen ganzen beruflichen Werdegang ( im Studium muss ich viel lernen und in meiner derzeitigen " Verfassung" ist mir das momentan einfach nicht möglich)


 

Denke nicht, dass es ein Burnout ist. Das muss aber ein Arzt feststellen.  Ich bin im gehobenen Management tätig und da sieht es anders aus. Schwindel,  Ohnmacht,  Tinnitus,  Kopfschmerzen etc. Der Druck ist unerträglich. Daher kann ich dich nicht verstehen, da du Schüler und Student bist. Aber Menschen ticken unterschiedlich.  Jeder ist anders. Lass das mal abchecken. Eine Pause könnte dir absolut helfen und lass dir keinen Druck machen. Es ist dein Leben, deine Zeit. Du lebst nicht für deine Eltern, sondern für dich. Ich war auch immer eingespannt und von mir waren viele Leute abhängig. Heute bin ich egoistischen. Alles Gute und Kopf hoch

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22.04.21 um 12:12
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Zu meiner Situation:

Hintergrund : Ich habe vor einem Jahr Abi gemacht, ich komme aus einer Familie, in der ( schulische) Leistungen wirklich sehr wichtig sind. Meine Eltern haben schon immer sehr auf unsere Leistungen in der Schule geachtet und es war ihnen sehr wichtig, dass wir ( mein Bruder und ich) mal in ihre Fußstapfen treten.( Mein Papa ist Arzt, meine Mutter Anwältin).

Da ich unbedingt Medizin studieren wollte  ( auch der Wunsch meiner Eltern) fingen meine „ Probleme“ erst richtig zu Beginn der 11 Klasse ( Oberstufe) an. Ich war nie ein Schüler, der ohne viel lernen und etwas dafür tun zu müssen einsen geschrieben hatte, war und bin definitiv kein Überflieger , ganz im Gegenteil : ich musste wirklich sehr viel für die Schule machen, und viel Pauken um einsen zu schreiben, um den Notendurchschnitt zu haben, den man für ein Medizinstudium braucht. Ich habe täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbracht und ich würde sogar sagen, dass ich damals während der ganzen Oberstufe ( dauer 2 Jahre, 11 und 12 klasse) nichts anderes gemacht habe als nur „gebüffelt“. Ich hatte kaum soziale Kontakte, Freizeit etc da ich regelrecht jedes Wochenende damit verbacht hatte, für die Schule zu pauken.( obwohl das eigentlich nicht nötig war, ich hätte das Abi auch ohne so viel lernen locker geschafft, habe aber so viel gelernt, da ich gewisse Noten im Abi gebraucht hatte) In den Ferien und unter der Woche sah es auch nicht wirklich anderst aus!

Mein Alltag / Leben bestand im wesentlichen eigentlich nur aus morgens aufstehen, Schule, Mittagessen, Hausaufgaben und danach wieder Lernen bis ich ins Bett ging. ich würde sagen, dass ich wohl zu oft meine eigenen Bedürfnisse nicht wahrgenommen habe und mir selten Pausen gegönnt hatte, oft mit übermüdung noch bis in die Nacht am Schreibtisch saß.

Was mir eigentlich auch nicht besonders viel ausmachte, da ich wirklich sehr motiviert war und sehr gerne gelernt hatte bzw für die meistens Fächern auch ein großes interesse und Freude am Lernen aufbringen konnte. 


Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich damals nicht unter „ Druck“ stande, denn meine Eltern haben schon immer gute Noten / Leistung bzw einen sehr guten Abischnitt verlangt mit anschließendem Med - Studium. 

Gegen Anfang der Oberstufe war das alles überhaupt kein Problem, ich hatte keine Mühen und Probleme mich auch mal über Stunden an den Schreibtisch zu setzen um für irgendwelche Abiklausuren zu lernen, ich war Konzentriert, Aufnahmefähig und Produktiv. Das alles hatte aber mit der Zeit alles immer mehr nachgelassen ( gegen Ende der Oberstufe, zum Abitur hin) ich hatte mich immer ausgelaugter, Müde und antriebslos gefühlt. Hatte das Gefühl, „ Leistung und Topnoten“ erbringen zu müssen.

Das viele Lernen, kaum bis keine Freizeit mehr und immer nur Druck einen gewissen Abischnitt zu haben, ein sehr gutes Abi zu schreiben hatte mich mit der Zeit einfach nur Müde / kaputt und Antriebslos gemacht und ich hatte mich kaum wieder erkannt, da ich früher ( vor und zu beginn der Oberstufe) nie Probleme mit Konzentration, Aufnamefähigkeit, Müdigkeit und Überlastung hatte.Und da wären wir auch schon bei meinem eigentlichen "Problem“ angelangt.

Jetzt, ein Jahr nach dem Abitur, welches ich mit sehr guten Noten bestanden habe, ( Studiere mittlerweile Medizin)habe ich das Gefühl, dass das alles mehr Spuren in mir hinterlassen hat als ich zunächst dachte. Ich ging immer davon aus, dass das alles nur eine " Phase“ sei, und spätestens nach dem Abi, wenn ich endlich mal " Frei habe" und einige Monate, bis zum Studienbeginn, " nichts" machen werde, nach dem ganzen Lernstress, das alles wieder weg geht. Jedoch Fehlanzeige!!!!

 Ich habe das Gefühl, dass ich mittlerweile ein richtiges Burnout habe, ich erkenne mich einfach nicht mehr wieder. Ich hatte damals bereits schon gemerkt, dass mein Körper einfach nicht mehr kann / will. Ich kann teilweise keine 15
Minuten mehr am Schreibtisch verbringen ( was früher ohne Probleme ging sogar über längere Zeit) ich bekomme Schweißausbrüche, Schwindel und Kopfschmerzen mein Körper zeigt mir dann , dass er nicht mehr kann, ( es ist schwer zu beschreiben, es ist wie als ob mein Kopf einfach keine Information mehr aufnehmen / verarbeiten will und sich wehrt) ich habe große Probleme mir simple Texte durchzulesen / Informationen aufzunehmen oder einfach nur mal ein Buch zu lesen... kann all die Dinge, die ich früher konnte und die selbstverständlich waren / sind nicht mehr machen, fühle mich sofort erschöpft und müde und würde mich am liebsten ins Bett legen.Es fällt mir sogar schwer, mich mit alten Abi - Aufgaben, (Aufgaben, die ich früher ohne Probleme konnte und auch kein Problem für mich waren) nochmals zu machen bzw mich damit zu befassen, wenn ich meinem jüngeren Bruder, welcher nächster Jahr abi macht, bei seinen Aufgaben helfe

.Es ist schwer genau zu beschreiben wie es sich anfühlt, ich habe einfach keine Konzentration mehr, bin Müde und ausgelaugt und nach spätestens 30Minuten muss ich alles abbrechen weil ich das Gefühl habe, mein Körper "weigert“ sich und kann nicht mehr.

Könnte das evtl ein Burnout sein? Was ist denn mit mir los? Und wie bekomme ich das wieder weg?Ich bin wirklich sehr verzweifelt und erkenne mich kaum wieder in diesem Punkt. ., denn das geht jetzt seit über einem Jahr schon so und es scheint auch nicht besser zu werden bzw von alleine zu verschwinden.... Ich würde am liebsten einfach mal ein ganzes Jahr nichts machen, einfach eine Pause machen, und / oder  körperlich arbeiten gehen bzw nichts intellektuelles Leisten müssen sondern einfach nur Arbeiten (zumindest vorübergehend).und ja : Ich bin mit meinem Studium wirklich super zufrieden! Ich könnte mir keine Alternative vorstellen und es ist für mich der richtige Studiengang, die " Pause" sollte wenn nur für 1-2 Semester sein für eine evtl Therapie...

Ich habe bereits schon über einen stationären Aufenthalt in einer Klinik nachgedacht, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich es wirklich machen soll, das wäre das erste Mal, dass ich in einer solchen Klinik wäre :/ 

Weiß jeamnd, was mit mir los sein könnte? Ist das wirklich ein Burnout? Ich würde mich über hilfreiche Antworten und konstruktives Feedback freuenDanke im Vorraus! 

ach ja, : Meine genaue Frage, bzw was ich mir durch diesen Post erhofffe, ist etwas mehr Klarheit zu bekomme, darüber, was mit mir los sein könnte, da  ich definitiv nicht weiß, was mit mir los ist, bzw was das ist, was ich habe.... an manchen Tagen bin ich mir einfach sicher, dass ich definitiv ein Burnout habe bzw Erschöpfungssymptome und an anderen Tagen ( wenn es mir einigermaßen besser geht, das schwankt oft) denke ich, dass ich ja eigentlich " viel zu jung" für ein Burnout bin, bzw oft liest man ja, dass Menschen, die unter einem
Burnout leider eher Geschäftsleute oder Menschen sind, die unter hohem Beruflichen Druck und Arbeitsbelastung stehen ( was bei mir ja nichts so war / ist ich hatte ja nur " Schul / Abistress" daher bin ich mir oft sehr unsicher ob ich wirklich ein Burnout haben könnte. Die nächste Frage wäre somit, falls es so ist, was ich dann dagegen tun könnte, da ich das unbedingt behandeln lassen möchte, denn es beeinflusst ja meinen ganzen beruflichen Werdegang ( im Studium muss ich viel lernen und in meiner derzeitigen " Verfassung" ist mir das momentan einfach nicht möglich)


 

Denke nicht, dass es ein Burnout ist. Das muss aber ein Arzt feststellen.  Ich bin im gehobenen Management tätig und da sieht es anders aus. Schwindel,  Ohnmacht,  Tinnitus,  Kopfschmerzen etc. Der Druck ist unerträglich. Daher kann ich dich nicht verstehen, da du Schüler und Student bist. Aber Menschen ticken unterschiedlich.  Jeder ist anders. Lass das mal abchecken. Eine Pause könnte dir absolut helfen und lass dir keinen Druck machen. Es ist dein Leben, deine Zeit. Du lebst nicht für deine Eltern, sondern für dich. Ich war auch immer eingespannt und von mir waren viele Leute abhängig. Heute bin ich egoistischen. Alles Gute und Kopf hoch

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22.04.21 um 19:13

Hallo,

du solltest bitte zu einem Arzt gehen, der dich gründlich untersucht. 
Meine Aussage kann nur eine grobe Einschätzung sein. Aufgrund deines Textes vermute ich eine Erschöpfungsdepression, evtl. zusätzlich Ängste. 
Es ist wirklich wichtig, dass du zügig eine Entlastung erfährst. Ein Medizinstudium ist sehr intensiv und anspruchsvoll, vielleicht könnte man darüber nachdenken ein Semester zu pausieren oder tatsächlich ein Jahr gänzlich auszusetzen. Vielleicht auch den Gedanken im Hinterkopf aussprechen, ist dieses Studium mein Weg. Aus der Antwort ergeben sich zwei interessante Richtungen. Was will ich überhaupt und wie komme ich dahin. Vorrangig muss eine Entlastung her durch psychotherapeutische Unterstützung. Wer sich permanent überfordert vergisst sich selbst, und, dass er sich damit keinen Gefallen tut. Ein strukturierter Tagesablauf könnte dir helfen, sowie ein strukturierter Lernplan, der in deinen Tagesablauf eingebaut wird. Ein Punkt der Strukturierung sollte die Ernährung sein, ein anderer ganz wichtiger Punkt die Bewegung (täglich) und  auch sehr wichtig  Zeit zum Nichtstun (auch Freundschaften). Dann könntest du hinterfragen, welche Ansprüche du an dich selbst stellst und wie du reagierst, wenn du diesen Ansprüchen nicht gerecht werden kannst. 
Burnout kann jeder entwickeln. Wenn du dich so schlecht fühlst, dass du über eine stationäre Aufnahme nachdenkst besteht auf jeden Fall ein dringender Handlungsbedarf. 

LG Sis

 

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