Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Hab keine Freunde& "keine" Familie

Letzte Nachricht: 30. August 2013 um 13:28
I
ines_12251577
29.08.13 um 21:29

Vorab ich bin 16,bald 17.

Tja, wie die Überschrift schon sagt, habe ich weder Familie noch Freunde, und leide da unglaublich drunter. Eine Beziehung habe ich auch nicht. Hatte zwar vor kurzem eine aber er machte immer nur sein Ding und ich konnte mich nie auf ihn verlassen. Das Leben macht keinen Spaß mehr, die Wochenenden sind der pure Horror, und ich bin jedes Mal froh, wenn es vorbei ist und ich arbeiten kann, weil ich da nicht so viel nachdenke und eben auch mal mit jemanden quatschen kann. (Lang lebe die Lehre) In der Schule habe ich zwar zwei-drei "Freunde" aber das sind auch wirklich nur Schulkollegen mit denen man in der Schule quatscht.Das tut sehr, sehr weh. Das heißt,mein Handy zb liegt 24h stumm da.Niemand meldet sich,niemand denkt an mich.

Ich beneide die Leute, die Familie haben oder Freunde. Ich habe nichts von beidem. Mein Vater hasst mich, rede kaum mit mir obwohl wir alle im selben Haushalten wohnen aber er geht immer stumm an mir vorbei,nichtmal wie war dein Tag oder wie gehts dir kommt.Zum Geburtstag gratuliert er mir auch nicht mehr seit Jahren. Meine Mutter schreit mich jeden Tag mind. einmal an also sie lässt ihre Wut einfach immer an mir aus, macht mir Vorwürfe und sagt das seitdem ich auf der Welt bin alles Schief läuft. Habe schon oft mit ihnen versucht zu reden,kein Erfolg. Klar es gibt auch schöne Tage, vl 1mal im Monat.

Diejenigen, die ich hatte, haben mich nur ausgenutzt, sich gemeldet, wenn sie was wollten, ansonsten war alles immer einseitig. Ich habe immer angerufen, ich bin immer hingefahren, habe immer geholfen...umgekehrt kam nichts. Das hat mich auch sehr verletzt. In der Liebe klappt es genauso wenig. Auch da ist es so, dass ich immer mache und tue, aber selbst immer zu kurz komme, und unglücklich bin. Ich hatte letztes Jahr eine Beziehung. Er war einfach das beste was mir passieren konnte. Er war sozusagen 3 in 1.Mein Freund, mein bester Freund und meine Familie. Leider war er nach einem Jahr von einer Sekunde auf die andere einfach weg& ich denke und weine ihm bis heute jeden besch*ssenen Tag nach..

Ich frage mich, warum ich nicht auch mal glücklich sein darf? Warum haben andere alles (Freunde, Familie, Beziehung) und ich nichts?

So langsam hab ich kein Vertrauen mehr in Menschen, weil sie mich immer nur verletzen. Aber ich frage mich auch, warum keiner mich lieben bzw. gern haben kann. Warum keiner sich mit mir abgeben will. Ich bin nicht hässlich, habe auch keine Krankheit und ich bin nicht schlecht. Wahrscheinlich bin ich wohl mit der goldenen A....karte geboren worden und behalte die wohl für immer für mich. Wahrscheinlich hat man keine Chance mehr bei Menschen, wenn man psychisch angeschlagen ist, und wenn man nicht immer gut drauf ist, und wenn man nicht Party machen will. Es gibt noch soso vieles aber sonst wird der Text noch länger& das will ich niemandem zumuten.. Kann ein Mensch nur Pech haben? Glaube nämlich kaum dass dies jemals besser wird,vorallem weil meine Jugend schon so langweilig ist& einsam ist.

Naja, musste das mal los werden.Vielleicht erbarmt sich mal jemand und antwortet mal.

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A
ally_12925316
29.08.13 um 22:31

Habe deinen Text gelesen
und das klingt Alles gar nicht gut! Dein Umfeld und deine Erfahrungen haben Dich zu dem gemacht was Du jetzt bist, misstrauisch, traurig, enttäuscht und natürlich einsam.
Was ist da los bei deiner Familie?Sind deine Eltern psychisch krank?
Du bist so jung, was arbeitest Du denn?Wenn Du niemanden in deiner Umgebung hast, denke mal über professionelle Hilfe nach. Du musst Dich nicht so behandeln lassen!

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E
ettore_11844082
30.08.13 um 12:00

.......
so jung und alles steht dir bevor...

wolltest es loswerden, also hast du auch...

willst es ändern, das bewusstsein ist doch schonmal ein schritt dahin.. viel erfolg..

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R
rikard_12274705
30.08.13 um 13:28

Doch, ...
... das wird besser.

Der weitverbreitete Annahme, dass die Kindheit/Jugend unbedingt die beste Zeit sein muss, ist ein Irrglaube.

Gerade die Sachen die Du beschreibst sind tatsächlich alles Dinge, die im Erwachsenenalter meistens besser werden. In der Jugend legen viele Menschen noch mehr Wert aufs "cool-sein", auf kurzweiligen Spaß, auf Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten. Je älter die Menschen werden, desto mehr wissen sie wirkliche charakterliche Vorzüge zu schätzen und lernen auch selbst mehr zu geben.

Natürlich ändern sich nicht alle (Idioten wird es in jedem Alter noch genügend geben), genauso wenig wie alle jungen Menschen so sind, wie ich sie beschrieben habe. Du merkst ja an Dir selbst, dass Du anders bist und Dir so Dinge eben schon jetzt wichtig sind. Da bist Du Deinen Alterskollegen eben einfach ein voraus .

Es gibt trotzdem eine Sache, auf die Du jetzt schon achten solltest: Pass auf, dass Du Dich selbst nicht zu sehr in die "Opferrolle" steckst. Ja, es gibt Dinge die nicht so gut laufen in Deinem Leben und ja, vielleicht sind es auch mehr als bei vielen anderen. Aber das ändert nichts daran, dass die Opferrolle nie gut ist. Du belastest Dich damit nur selbst, raubst Dir Deine eigene Lebensfreude und, vor allem, neigst dazu passiver zu werden statt aktiv etwas gegen die Situation zu unternehmen. Denn das Opfer der Umstände zu sein bedeutet auch immer gefühlte Machtlosigkeit und mit Machtlosigkeit geht die Überzeugung einher, dass man "ja eh nichts dran ändern kann". Und das stimmt nicht. Machen kannst Du immer etwas. Auch schon jetzt ein paar Dinge, aber je älter Du wirst (bzw. wenn Du volljährig bist) noch viel mehr. Dass Du noch nicht volljährig bist, heißt aber eben auch nicht, dass Du nicht jetzt schon anfangen kannst, Dich in die Richtung zu entwickeln. Denn so etwas geht nie von einem Tag auf den anderen sondern braucht immer Zeit... also fang besser früher an als später .

Und was heißt jetzt "Dinge ändern können" überhaupt? Was kannst Du tun? Irgendwann, was auch immer Du willst. Es steht Dir frei, neue Menschen kennen zu lernen. Dir andere Menschen zu suchen, mit denen Du Dich gut verstehst. Andere, als Deine jetzigen Bekannten, auf die kein Verlass ist. Aktiv auf Menschen zuzugehen. Irgendwann von zu Hause auszuziehen. Dir vielleicht eine WG mit tollen Mitbewohnern zu suchen. Usw. usw. ... was genau Du tust, musst Du natürlich selbst wissen... aber der Punkt ist DASS Du etwas tust. Denn nette Menschen und Freunde gibt es. Für jeden! Vielleicht nicht an der ersten Ecke. Aber nach ein paar Ecken auf jeden Fall. Und genau die zu finden liegt in Deiner Hand !

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