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Glück im Unglück und dennoch werde ich einfach nicht fertig damit

25. Dezember 2011 um 23:19

Hallo,

ich hatte das "Glück" gerade noch so einer Vergewaltigung zu entgehen.

Die Kurzgeschichte: Es ist mittlerweile gute 12 Jahre her & ich ging in die 5. Klasse als es fast passiert wäre: Er fragte mich nach dem Weg, zog mich in sein Auto fuhr los. Nach seinem ganzen Gegrabsche und dem Festhalten habe ich es irgendwie geschafft aus dem Auto zu kommen und bin einfach nur noch gerannt. Bis heute gibt es nur eine einzige Person und das ist mein Lebensgefährte, der von den Geschehnissen weiß. Wir reden aber nicht darüber. Ich glaube er denkt, dass das Thema mittlerweille gegessen ist und wir einfach unser Leben weiter führen.

Es sagt sich immer so leicht: "Zeit heilt alle Wunden"

Aber tut es das wirklich? Und vor allem: wie viel Zeit muss denn endlich vergehen, dass sich die Wunden schließen und nicht immer wieder von vorne zu bluten beginnen?
Reichen denn über 10 Jahre nicht? Oder: warum braucht es über 10 Jahre etwas VERSUCHEN zu vergessen und einen kleinen Moment, der Wunden wieder aufreisst ?!?

ich versteh es einfach nicht....
Ich suche wirklich nach dieser einen Antwort auf die Frage:
warum kann ich etwas - für mich - so schlimmes nicht einfach vergessen.

Einige aus diesem Forum müssen sich jetzt über mich kaputtlachen. Es kam ja garnicht zu einer Vergewaltigung.
Und dennoch:
Ständig habe ich sein Gesicht vor mir, nachts ist es mein letzter Gedanke vor dem Einschalfen und der erste beim Aufwachen. Wenn dieses eine Lied im Radio ertönt, bei dem er mich angefasst hat, muss ich würgen.

Obwohl eigentlich nichts passiert ist, gehe ich irgendwie daran kaputt. Weil es einfach immer und immer weder aufs neue wehtut. Und ich habe das Gefühl, dass es jedes mal mehr schmerzt

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26. Dezember 2011 um 4:27

UPDATE
Darum habe ich acuh so ANGST mit jemanden darüber zu reden.. es würde mich doch keiner ernstnehmen wenn ich sage: er fragte mich mehrfach nach dem weg und ich setzte mich nur auf den beifahrersitz um ihm dem weg auf der karte zu erklären. plötzlich war die tür zu & er fuhr los, blieb irgendwo stehen und begann mich überall anzufassen und mich ganz arg fest zuhalten. ich wollte aber konnte nicht schreien denn ich wusste garnicht genau was überhaupt mit mir passiert. plötzlich habe ich es nur gescahfft den kopf im Auto nach oben zu drücken, riss die tür auf und bin einfach losgerannt.

Immer, wenn ich diese Situation vor mir sehe oder daran denken muss, fühle ich mich plötzlich so leer und alles tut mir weh. Ich spüre seine Hand auf meinem Unterleib immer fester und fester wie sie mich fast zerdrückt. Ich fühle mich selber nicht mehr sondern habe eher das gefühl, ich schwebe. Manchmal wünschte ich mir, das alles würde endlich vorbei sein. aber dieser schlechte Traum will einfach nicht aufhören.

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26. Dezember 2011 um 15:54

Sicula hat total Recht
Hallo, Liebes,
wieso sagst du, es sei nichts geschehen? Das war wenigstens Entführung, denn du wollstest ja nicht "spazieren fahren". Aber hallo ist da was passiert.
Auch anfassen ist Missbrauch. Lach mich bitte nicht aus, aber auch, wenn ich einem Menschen über die Wange streichele, frage ich erst, ob das erwünscht ist. Wie kommt man auf die Idee, dass man jeden einfach antatschen kann? Bestimmt bin ich da übergenau, aber ich fühle mich wohler, wenn ich nicht einfach an anderen "herum streichele".

Es wäre sehr schade, wenn jemand über dich lachen würde und eigentlich glaube ich es nicht. Wer darüber lacht, lacht auch über andere, verwerfliche Dinge und solche Leute muss man nicht so ernst nehmen. Es war ein traumatisches Erlebnis.

Du fragst, wie lange es dauert, das zu vergessen. Ich glaube, vergessen kann man das nie, aber man kann lernen, dem Ereignis die Schärfe und Verletzung zu nehmen. Und da wäre eine Therapie bestimmt hilfreich. Ich denke, du solltest dir erlauben die Sache als Übergriff zu sehen, wenn es dir nicht zu weh tut. Dann kannst du vll Hilfe annehmen. Ein Therapeut sollte in der Lage sein, das Trauma zu verarbeiten. Ich wünsche dir, dass du einen guten findest.

LG, Nelly

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26. Dezember 2011 um 16:50

Ich habe so angst
davor, mich nochmal mit allem aus einander zu setzten.

Vielen Dank aber zuvor für eure Antworten.


Ich habe all die Jahre mich mit so viel Arbeit zugeschüttet... hab neben der Schule immer gearbeitet, als ich das duale Studium begann hab ich eigentlich die kompletten 3 Jahre noch zusätzlich 2 Jobs gemacht einfach nur um keine Zeit zum Nachdenken zu haben. Und eigentlich ging es mir phasenweise richtig gut. Schlimm oder wirklich schlimm war es eigentl. immer genau, wenn ich zur Ruhe kam aber zur Nacht einfach ein paar Tabletten genommen und dann verging die Nacht auch irgendwie.
Jetzt aber is es anders. Ich hatte vor 4 Wochen einen Autounfall und war eigntl. 24h mit mir allein in der Wohnung und ich habe das Gefühl, dass mir diese Zeit jetzt zu Hause alles kaputt gemacht hat, was ich mir all die Jahre versucht habe mühsam aufzubauen. Diese Schuldgefühle, damals alles falsch gemacht zu haben und dieses Gefühl, einfach nicht zu wissen was richtig oder falsch ist nehmen mir einfach die Kraft. Mittlerweile fällt es leider schon außenstehenden auf, dass es mir nicht gut geht. Obwohl ich immer das starke Mädchen nach außen hin war, dass alles schafft immer fleißig ist und bei der immer alles total perfekt läuft. Jetzt schiebe ich das noch auf den unfall aber wie lange geht das noch gut?

Und mich jetzt nach den Jahren noch einmal INTENSIV damit auseinandersetzten und alles nochmal und nochmal erzählen und durchdenken ich schaffe es einfach nicht. allein schon das schreiben hier treibt mich wieder so weit weg von der realtität, dass ich merke, immer weiter weg zu gelangen und es tut wieder alles weh und ich kann wieder nicht anders tun als nur ins bett zu gehen und versuchen zu schlafen.

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28. Dezember 2011 um 10:16

Ich weiß aber einfach nicht
wie das alles funktionieren soll.

Mein Lebensgefährte weiß zwar von der Geschichte. Aber wie gesagt: wir reden nicht darüber. Und vor allem weiß er nicht, dass es mir seit ein paar Jahren & von Tag zu Tag irgendwie schlechter geht. Er ist einfach so glücklich, weil er denkt, dass ich damit gut zu recht komme.

Jetzt vor ein paar Tagen ging es mir so schlecht, dass ich mich mit meinem besten Freund (seid 17 Jahren) getroffen habe. Ich wollte mich mit ihm einfach nur ablenken, doch das ist alles schief gegangen... Er wurde mehr und mehr sauer, weil ich auf diese Standartfrage: was is denn los? mit meiner standartantwort kam: nix!
Und irgendwann is es einfach aus mir rausgeplatzt ohne dass ich es wollte.

Und jetzt?! Jetzt fühl ich mich richtig schlecht: er schaut mich immer so komisch an, droht mir die ganze Zeit, mit meinem Freund zu reden und will mich zu einer Therapie zwingen.

Und jetzt dann noch eine Therapie machen? Und jemanden ins Gesicht sagen, dass ich mich schuldig daran fühle, mein eigenes Leben zersört zu haben. Jemandem sagen, dass ich manchmal einfach so plötzlich so anfange zu zittern, dass ich nicht mehr laufen kann..

ich kann es einfach nicht. ich will ALLES was dazugehört einfach vergessen.

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28. Dezember 2011 um 13:51
In Antwort auf wolfsblut1988

Ich weiß aber einfach nicht
wie das alles funktionieren soll.

Mein Lebensgefährte weiß zwar von der Geschichte. Aber wie gesagt: wir reden nicht darüber. Und vor allem weiß er nicht, dass es mir seit ein paar Jahren & von Tag zu Tag irgendwie schlechter geht. Er ist einfach so glücklich, weil er denkt, dass ich damit gut zu recht komme.

Jetzt vor ein paar Tagen ging es mir so schlecht, dass ich mich mit meinem besten Freund (seid 17 Jahren) getroffen habe. Ich wollte mich mit ihm einfach nur ablenken, doch das ist alles schief gegangen... Er wurde mehr und mehr sauer, weil ich auf diese Standartfrage: was is denn los? mit meiner standartantwort kam: nix!
Und irgendwann is es einfach aus mir rausgeplatzt ohne dass ich es wollte.

Und jetzt?! Jetzt fühl ich mich richtig schlecht: er schaut mich immer so komisch an, droht mir die ganze Zeit, mit meinem Freund zu reden und will mich zu einer Therapie zwingen.

Und jetzt dann noch eine Therapie machen? Und jemanden ins Gesicht sagen, dass ich mich schuldig daran fühle, mein eigenes Leben zersört zu haben. Jemandem sagen, dass ich manchmal einfach so plötzlich so anfange zu zittern, dass ich nicht mehr laufen kann..

ich kann es einfach nicht. ich will ALLES was dazugehört einfach vergessen.

Vergessen wird nicht gehen
Du sagst es doch selbst: "dass es mir seit ein paar Jahren & von Tag zu Tag irgendwie schlechter geht"
Und: "Und irgendwann is es einfach aus mir rausgeplatzt ohne dass ich es wollte."
Es bohrt und grummelt in dir, es will nicht vergessen und verdrängt werden, es will ernst genommen und bearbeitet werden.
Gönn deiner armen Seele eine Pause und lass dir helfen. Man muss manchmal ein bisschen suchen, bis man einen Therapeuten findet, der gut zu einem passt, aber die Suche lohnt sich. Und wer sagt, dass du nicht auch mal Glück haben kannst und gleich der Erste passt.
Bevor du die Therapie verwirfst, probier es doch erst mal aus. Lass nicht zu, dass der Kerl jetzt noch gewinnt und dein Leben zerstört. Hol es dir zurück.
Was ich dabei tun kann, mache ich gern. Du bist nicht allein.

LG, Nelly

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2. Januar 2012 um 17:36

Nein natürlich will ich es nicht
aber ich weiß einfach nicht, wie ich das alles anstellen soll.

Es ist einfach so: in guten Zeiten hast du unzählige Freunde, die ja alle immer für dich da sein wollen, wenn etwas ist. Und wenn Du dann doch mal jemanden brauchen solltest, tja dann kannst du sie lange suchen...

Und ich weiß einfach nicht, woher ich die Kraft nehmen soll, mich vor jemanden hinzustellen und zu sagen: hallo. hier bin ich. ich glaub ich brauch hilfe.

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2. Januar 2012 um 17:43
In Antwort auf nellyhilft

Vergessen wird nicht gehen
Du sagst es doch selbst: "dass es mir seit ein paar Jahren & von Tag zu Tag irgendwie schlechter geht"
Und: "Und irgendwann is es einfach aus mir rausgeplatzt ohne dass ich es wollte."
Es bohrt und grummelt in dir, es will nicht vergessen und verdrängt werden, es will ernst genommen und bearbeitet werden.
Gönn deiner armen Seele eine Pause und lass dir helfen. Man muss manchmal ein bisschen suchen, bis man einen Therapeuten findet, der gut zu einem passt, aber die Suche lohnt sich. Und wer sagt, dass du nicht auch mal Glück haben kannst und gleich der Erste passt.
Bevor du die Therapie verwirfst, probier es doch erst mal aus. Lass nicht zu, dass der Kerl jetzt noch gewinnt und dein Leben zerstört. Hol es dir zurück.
Was ich dabei tun kann, mache ich gern. Du bist nicht allein.

LG, Nelly

ich nehm mich ja selber nicht ganz ernst
wie soll es dann ein Aussenstehender?


wir waren über silvester bei freunden und ich dachte: andere stadt andere gedanken. Und wir verstehen uns echt super und da is es ganz normal, dass wenn der Kumpel und ich meinen Freund und seine Freundin besiegen, wir uns umarmen... Tja eigentlich doch diesesmal war es wieder so: bei der kleinsten Berührung bin ich innerlich zusammengebrochen und habe geschrien mich dann aber im selben Augenblick zur Besinnung aufgerufen und mir immer wieder gesagt, dass es weder heute noch damals schlimm war und habe einfach immer alles ertragen.

Ging wahrscheinlich auch nur, weil ich innerhalb 4 Tagen so viel Alkohol getrunken habe, wie in den letzten 3 Jahren nicht. Danach hat mir wenigstens nicht mehr alles wehgetan

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2. Januar 2012 um 21:00

Irgendwie
ja, sicula, weil es nichts neues ist. ich mache das schon seit über 10 Jahren so. irgendwie ist es routine.
ich finde es irgendwie einfacher so versuchen weiter zu machen wie bisher, als etwas neues zu beginnen.

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26. Juli 2012 um 18:55

Ich dachte es wäre vorbei
... ich war ein paar mal bei einer Beratungsstelle.
nach dem 4. mal, dachte ich, so weit zu sein und bin einfach nicht mehr bin.

und dann:

wie immer habe ich den selben fehler gemacht:
ich habe versucht alles zu verdrängen... alles zu vergessen...
...
doch dann war ER da. ich habe wirklich versucht so schnell wie möglich zu verschwinden aber
er war schneller... er war penetrant.... er war mehr als nur aufdringlich

und seit dem bin ich wirklich nur noch gestört... ich esse und trinke 2 oder 3 tage nichts und bin kurz davor umzufallen und hoffe, nicht mehr aufzuwachen und dann ist wieder kein kühlschrank vor mir sicher.

ich will, dass mein Kopf endlich aufhört sich immer an alles zu erinnern. denn es tut einfach zu sehr weh

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26. Juli 2012 um 20:41
In Antwort auf wolfsblut1988

Ich habe so angst
davor, mich nochmal mit allem aus einander zu setzten.

Vielen Dank aber zuvor für eure Antworten.


Ich habe all die Jahre mich mit so viel Arbeit zugeschüttet... hab neben der Schule immer gearbeitet, als ich das duale Studium begann hab ich eigentlich die kompletten 3 Jahre noch zusätzlich 2 Jobs gemacht einfach nur um keine Zeit zum Nachdenken zu haben. Und eigentlich ging es mir phasenweise richtig gut. Schlimm oder wirklich schlimm war es eigentl. immer genau, wenn ich zur Ruhe kam aber zur Nacht einfach ein paar Tabletten genommen und dann verging die Nacht auch irgendwie.
Jetzt aber is es anders. Ich hatte vor 4 Wochen einen Autounfall und war eigntl. 24h mit mir allein in der Wohnung und ich habe das Gefühl, dass mir diese Zeit jetzt zu Hause alles kaputt gemacht hat, was ich mir all die Jahre versucht habe mühsam aufzubauen. Diese Schuldgefühle, damals alles falsch gemacht zu haben und dieses Gefühl, einfach nicht zu wissen was richtig oder falsch ist nehmen mir einfach die Kraft. Mittlerweile fällt es leider schon außenstehenden auf, dass es mir nicht gut geht. Obwohl ich immer das starke Mädchen nach außen hin war, dass alles schafft immer fleißig ist und bei der immer alles total perfekt läuft. Jetzt schiebe ich das noch auf den unfall aber wie lange geht das noch gut?

Und mich jetzt nach den Jahren noch einmal INTENSIV damit auseinandersetzten und alles nochmal und nochmal erzählen und durchdenken ich schaffe es einfach nicht. allein schon das schreiben hier treibt mich wieder so weit weg von der realtität, dass ich merke, immer weiter weg zu gelangen und es tut wieder alles weh und ich kann wieder nicht anders tun als nur ins bett zu gehen und versuchen zu schlafen.

Hallo
Was machst du, wenn du am Arm oder Bein eine Wunde hast
die oberflächlich zwar zuheilt aber innen drinnen weiter eitert und ab und zu auch mal wieder auf geht?
Du gehst zum Arzt und lässt es behandeln auch wenn du Angst hast und es weh tut. Hab ich recht? Denn du weißt, das es das Richtige ist.
Jetzt nimm mal deine Seele, die hat leider auch eine tiefe Wunde, die immer nur oberflächlich heilt!!
Mach die Therapie auch wenn es schwer ist und weh tut. Die Wunde an deiner Seele wird sonst immer wieder aufbrechen und wahrscheinlich jedes mal mehr weh tun.
LG Beate

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26. Juli 2012 um 21:53

Hallo
wollte dich fragen wie es dir geht? hast du eine therapie angefangen? hast du was anderes versucht außer es zu verdrängen und zu vergessen?

Ich kann dir nur sagen: das funktioniert nicht. Irgendwann bricht es aus und dann ist dringend Hilfe erforderlich, ich weiß wovon ich spreche, habe es 25 Jahre verdrängt, vergessen, Erinnerungen und Gefühlsschwankungen hingenommen, ausgehalten und gelitten. Immer und immer mehr. Dann passierte was unverhofftes und mein schönes KArtenhaus brach zusammen. Und dann kannst du nicht mehr vergessen. Es ist ein Zeichen, das es verarbeitet werden will, damit es heilen kann. Eine Seele kann nunmal nur ein Psychologe/Therapeut heilen, besser noch ein Traumatherapeut.
Wie gesagt es kann nur was heilen, wenn das, was es nicht heilen lässt, behandelt wird!!!!
Lg Steffi, beantworte dir auch per PN

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27. Juli 2012 um 14:13

Der Gedanke reicht
Huhu

Ich weis was du meinst.
Ganz ehrlich: Die Zeit heillt keine Wunden!
Es wird immer bei dir sein. Auch wenn du entkommen konntest, der Gedanke daran, was noch hätte alles passieren können, macht dich verrückt.
Bei mir ist es jetzt 4 Jahre her, von meiner ersten Vergewaltigung. Ich habe auf allen Wegen versucht es zu vergessen. SVV (Selbst verletztendes Verhalten), Sport, Therapie doch nichts klappte, weil jede beschissene Nacht der Traum wieder gekommen ist. Ich konnte es über Tag verdrängen, aber über Nacht holte sich alles wieder auf.
Man kann nur lernen damit umzugehen.
Anders geht es nicht.
In einer Therapie wird auch nichts anderes gemacht meiner Meinung nach:
In einer Therapie, wird dir beigebracht mit dem ganzen zu Leben, aber es wird dir nie gelingen es zu vergessen, so wie du mal vergessen hast das du letzte Woche nicht gesaugt hast an dem und dem Tag

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27. Juli 2012 um 14:51

Das
wird nicht von allein weg gehen. Da ist Hilfe angesagt, aber professionelle.
Dort lernst du mit dem Geschehene umzugehen. Du lernst es zu akzeptieren.
Dann wirst du lernen das geschehene zu beherrschen, denn im Moment beherrscht es dich.
Vergessen kannst du es nie aber es wird dich nicht mehr beherrschen können, das wird nicht leicht ist aber notwendig und gut.

Außerdem lernst du wie man diese Gedanken, die immer mal wieder auftauchen dich nicht fertig machen.
Also versuch eine Therapie.
Lg Steffi

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12. Oktober 2012 um 19:46

Wieder
weiß ich nicht wohin mit mir und wieder erstickt dieser schmerz einfach jeden einzelnen gedanken, den ich versuche zu verfassen...

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13. Oktober 2012 um 14:38
In Antwort auf wolfsblut1988

Wieder
weiß ich nicht wohin mit mir und wieder erstickt dieser schmerz einfach jeden einzelnen gedanken, den ich versuche zu verfassen...

Wie
sieht das denn bei dir mit professioneller Hilfe aus?
Ich selbst mache gerade wieder die Erfahrung wie schwierig es ist, erstmal professionelle Hilfe zu bekommen.
Und ja, so eine Hilfe tut verdammt gut!

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14. Oktober 2012 um 14:25

So sieht es gerade bei mir aus:
ich kann garnicht genau sagen, wie es mir all die zeit ergangen ist.. ich habe versucht, weiter zu machen...
Das ist eigentlich alles.

Meine Freundschaften leiden alle immer mehr und mehr darunter, weil es mir zeitweise richtig schwer fällt, diese fassade aufrecht zu erhalten und um unnötigen Fragen etc. auszuweichen, ist die Distanz zu ihnen mir eine große Hilfe.

Mein bester Freund und ich... tja, dieses rausplatzen von bruchstücken nach Weihnachten habe ich wohl nicht um sonst bereut. Unsere Freundschaft leidet glaube ich sehr darunter. Dieses Ablenken mit ihm, wenn ich wieder mal ganz unten bin, ist einfach nicht mehr möglich. Zu viel weiß er von mir. Also ist auch hier nur noch ABstand angesagt.

Tja und die Beziheung zu meinem Freund wird glaube ich auch für ihn iummer unerträglicher.Diese Wut und dieser Hass mir selber gegenüber, machen es ihm nicht leicht, mich zu lieben. Und auch hier iszt sehr sehr viel Distanz zwischen uns. Ich suche immer nach Banalitäten um den Abstand noch weiter zu vergrößern.

Ich war ganze 4 mal bei meiner Thera und dann habe ich auch das abgebrochen.

Tja da habe ich wohl auf ganzer Linie versagt...

Ich will einfach wieder diesen Funktionsmodus einschalten, Make Up ins Gesicht und wieder die sein, für die mich alle halten...

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15. Oktober 2012 um 8:12
In Antwort auf wolfsblut1988

So sieht es gerade bei mir aus:
ich kann garnicht genau sagen, wie es mir all die zeit ergangen ist.. ich habe versucht, weiter zu machen...
Das ist eigentlich alles.

Meine Freundschaften leiden alle immer mehr und mehr darunter, weil es mir zeitweise richtig schwer fällt, diese fassade aufrecht zu erhalten und um unnötigen Fragen etc. auszuweichen, ist die Distanz zu ihnen mir eine große Hilfe.

Mein bester Freund und ich... tja, dieses rausplatzen von bruchstücken nach Weihnachten habe ich wohl nicht um sonst bereut. Unsere Freundschaft leidet glaube ich sehr darunter. Dieses Ablenken mit ihm, wenn ich wieder mal ganz unten bin, ist einfach nicht mehr möglich. Zu viel weiß er von mir. Also ist auch hier nur noch ABstand angesagt.

Tja und die Beziheung zu meinem Freund wird glaube ich auch für ihn iummer unerträglicher.Diese Wut und dieser Hass mir selber gegenüber, machen es ihm nicht leicht, mich zu lieben. Und auch hier iszt sehr sehr viel Distanz zwischen uns. Ich suche immer nach Banalitäten um den Abstand noch weiter zu vergrößern.

Ich war ganze 4 mal bei meiner Thera und dann habe ich auch das abgebrochen.

Tja da habe ich wohl auf ganzer Linie versagt...

Ich will einfach wieder diesen Funktionsmodus einschalten, Make Up ins Gesicht und wieder die sein, für die mich alle halten...

Das geht nicht
du isolierst dich. Und wofür? Weil jemand dir das angetan hat? Der bzw die Erinnerungen daran zerstören dein Leben!
Du brauchst gewiss eine Therapeutin die tiefenfundierte Psychotherapie betreibt.
Du musst dir Hilfe suchen, Für dich und dein Leben, damit du die alte sein kannst, die du sein willst, ohne das nur zu spielen.
Es ist wichtig, das so ein Ereignis, so ein Täter, oder die Täter nicht noch mehr von deinem Leben zerstören.
Hol dir dein Leben zurück, kämpfe dafür, sonst bist du nicht besser als der Täter selbst! denn du machst dich dadurch selbst kaputt auch weil du keine Therapie machst.

Du bist nur dann schuld, wenn du es so hinnimmst wie es ist und nichts tust, was dein Leiden lindert und wie du wieder Leben kannst. Diese Selbstaufgabe ist dann das einzige was du für dich als Schuld zugestehen müsstest, alles andere nicht!
Lg Steffi

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29. Dezember 2012 um 23:03
In Antwort auf monsterhexenbaby

Das geht nicht
du isolierst dich. Und wofür? Weil jemand dir das angetan hat? Der bzw die Erinnerungen daran zerstören dein Leben!
Du brauchst gewiss eine Therapeutin die tiefenfundierte Psychotherapie betreibt.
Du musst dir Hilfe suchen, Für dich und dein Leben, damit du die alte sein kannst, die du sein willst, ohne das nur zu spielen.
Es ist wichtig, das so ein Ereignis, so ein Täter, oder die Täter nicht noch mehr von deinem Leben zerstören.
Hol dir dein Leben zurück, kämpfe dafür, sonst bist du nicht besser als der Täter selbst! denn du machst dich dadurch selbst kaputt auch weil du keine Therapie machst.

Du bist nur dann schuld, wenn du es so hinnimmst wie es ist und nichts tust, was dein Leiden lindert und wie du wieder Leben kannst. Diese Selbstaufgabe ist dann das einzige was du für dich als Schuld zugestehen müsstest, alles andere nicht!
Lg Steffi

Hilflos
"...damit du die alte sein kannst, die du sein willst"

ich bin heute 24.. passiert ist das alles vor über 13 Jahren..
ich kann mich an ein Leben ohne diese Erinnerungen und ohne diesen Schmerz garnicht mehr erinnern.

Ja eigentlich denk ich hast du Recht.. ich sollte für mein Leben kämpfen. Und an sich ist mein Leben von aussen betrachtet wirklich toll: guter Job, tollen Lebensgefährten, unabhängig, tolle Wohnung, einen Hund...

und eigentlich sollte mir all das Kraft geben zu kämpfen, aber das tut es einfach nicht...

ich habe die kraft zum dinge ändern einfach nicht.

es klinkt so paradox

und es klinkt alles andere als erwachsen aber ich kann gerade einfach nicht anders glaube ich.

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