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Gestärkt zurück zum Anfang

22. Juni 2017 um 11:10 Letzte Antwort: 22. Juni 2017 um 15:56

Hallo Ihr Lieben,

vor acht Monaten habe ich das Büro gewechselt. Die Gründe dafür waren, dass ich das Gefühl hatte, ich müsste gehen und eine neue Herauforderung suchen, damit ich meine Persönlichkeit stärken kann. Ich war ein Mensch, der immer allen nur Gutes wollte. Leider beruhte das oft nicht auf Gegenseitigkeit. Immer, wenn ich mich für jemanden vor dem Chef einsetzte, bekam ich einen imaginären Dolch in den Rücken. Das war ich einfach leid. Zudem hatte ich an jeder Ecke neider, weil ich einfach gut und oberflächlich auch beliebt war. Ich fühlte mich damals, als ob mir immer mehr der Boden unter den Füßen weggerissen wird.

In dem neuen Büro habe ich mich sehr zurückgezogen und kümmere mich nur um meine Belange. Mein neuer Chef drängt mich jedoch auch sehr in die Personalführungsebene. Er gibt mir - wie mein vorheriger Chef - Teamleiteraufgaben, fragt mich nach Rat zur Personalführung und auch sonst nach meiner Meinung, obwohl ich nur als normale Sachbearbeiterin eingestellt wurde. Es macht mir auch eine Menge Spaß, mich für Mitarbeiter einzusetzen, jedoch bin ich mittlerweile sehr vorsichtig geworden und traue eigentlich niemanden mehr.

In den vergangenen acht Monaten habe ich sehr viel gelernt - fachlich und auch persönlich -. Mein derzeitiger Chef hält sehr viel von mir und ist super nett und wir lachen auch viel zusammen. So einen Chef habe ich mir immer gewünscht und auch so eine Bindung zu dem Chef - offen, locker und unverkrampft -.

Ich hatte nicht nur "Feinde" im alten Büro, sondern auch sehr viele Freunde, mit denen ich mich heute noch treffe. Eine Kollegin möchte besonders doll, dass ich zurück in ihr Büro komme. Sie sagte mir, dass mein ehemaliger Chef sich freuen würde, wenn ich zurückkommen würde. Er wartet und freut sich auf meinen Anruf.

An dem Tag, an dem ich das alte Büro verlassen habe, hatte ich so ein Gefühl, dass ich eines Tages zurückkehren würde. Seit der ersten Sekunde in dem neuen Büro fühlte ich mich unwohl  und ich passe dort einfach nicht rein.

Ich werde in den nächsten Tagen meinen alten Chef kontaktieren und mit ihm über meine Rückkehr sprechen. Nun meine Frage: Was würdet ihr mir dabei dringend raten zu beachten und was sollte ich beachten, wenn ich meinem derzeitigen Chef die Kündigung in die Hand drücke? Das wird für mich der schlimmste Schritt. Ich mag den Chef wirklich gern und er hat das eigentlich nicht verdient. Aber ich muss da einfach raus.

Vielen lieben Dank fürs Zuhören und für Eure Meinungen.

P.S. Die Entscheidung, zurück zu dem alten Büro zu gehen steht fest. Ich habe mir acht Monate lang Gedanken gemacht - auch über ein Studium, andere Beurfe und andere Büros -. Aber mein Herz gehört in das alte Büro.

 

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22. Juni 2017 um 15:56

Mir jetzt unverständlich, nachdem, was du über die beiden Büros geschrieben hast, warum du zurück in das alte willst - aber gut.

Ich würde überlegen, warum die mich in dem alten wieder zurückhaben wollen und mir denken, dass ich dann wohl doch nicht soviel falsch gemacht haben kann. Aber wenn du dich unwohl fühltest mit der Behandlung nach deinen "Einsátzen", dann würde ich das eben künftig reduzieren und besser abwägen für wen ich mich wann einsetze und eventuell auch vorher mehr das Gespäch mit den Kollegen suchn, um dann auch Rückendeckung zu haben und nicht alles im Alleingang zu machen.

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