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Geschlagen als Kind...

21. Juni 2016 um 23:08

Da ich das in die falsche Guppe gepostet hatte hier nochmal:

Hallo, aus eigenem Interesse heraus, habt ihr als Erwachsene auch noch daran zu knacken, dass ihr in eurer Kindheit gewaltsame Erziehung "genossen" habt? Zu mir ich wurde regelmäßig mit Gegenständen geschlagen. hab mich früher schon immer gefragt wieso kann ich nicht einfach alles richtig machen? Oder warumbin ich so wie ich bin?
Das frage ich mich heute auch noch. Ich habe ein extremes Problem mit mir selbst. Ich finde mich nicht hübsch und fühle mich immer fett (leichtes Übergewicht 1.72m 77kg) habe ständig angst zu versagen selbst wenn ich in der schule eine 2 oder 3 habe. Ich kann mich nicht streiten. Ständig reflektiere ich alles was ich tue und ich habe ein Riesen Problem damit älter zu werden. Ich bin jetzt 25 fühle mich aber wie 16 17 und würde gerne wieder so alt sein bzw so alt bleiben. Außerdem kann ich nie nein sagen, was schon mal fast zu einem Burn Out führte.
Über eure (leider) Erfahrungen würde ich mich freuen.

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22. Juni 2016 um 9:06

Und dann?
geteiltes Leid ist manchmal einfach nur doppeltes Leid.

Willst Du Dich ewig von Deiner Vergangenheit bestimmen und regieren lassen? Wenn Du Dich jetzt mit anderen vergleichst, die auch noch darunter leiden und all die negativen Auswirkungen betrachtest, wirst Du Dich prima auf alles Negative fokussieren - sicher, dass das der richtige Weg ist?

Wie wäre es mal mit Plan B: Ich hatte selbst gründliche Probleme mit meinem Selbstbewusstsein - bis zur 9. Klasse, In der 10. Klasse habe ich die Schule gewechselt - und meine Einstellung zu anderen Menschen. Von "was erwarten sie von mir, wie soll ich mich richtig verhalten, wie sehe ich richtig aus, was kann ich tun, damit sie mich mögen / akzeptieren" zu "ihr mich auch mal. Ich bin was ich bin, ich höre mir gern eure Meinungen über mich an und denke auch darüber nach, aber wie ich sein möchte, entscheide ICH. (Zu) wem das passt, der möge sich melden, der Rest möge sich halt andere Freundinnen suchen".
Seit dem komme ich mit mir - und anderen sehr viel besser klar.

Angst zu versagen... ja, habe ich manchmal noch, aber nur in einem ganz speziellen Punkt. Nicht bei allem, was irgendwie nicht optimal läuft - ich weiss ganz genau (rational und emotional) dass es völlig normal ist, dass eben bestimmt NICHT immer alles super läuft.
Ich liebe es zu streiten
Wenn ich mal ein paar Kilo zu viel habe, ziehe ich halt andere Sachen an ^^. Ist nicht so viel, dass es gesundheitsgefährend wäre und es steht eh nicht jede/r auf sehr schlanke / schlanke Menschen, so what...

Wie willst Du lernen, Dich zu akzeptieren und Deinen Weg zu finden, wenn Du Dich am Negativen festklammerst?

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24. Juni 2016 um 2:28

Liebe nessa!
Ich wurde von meinen Eltern nie geschlagen. Als ich dann in die Schule kam, gingen meine Klassenkameraden auf mich los. Sie gaben mir all das, was meine Eltern "verpassten." Sie mochten mich nicht.

Was??? Du hast 5 Kilo Übergewicht? Da kann ich nur darüber lachen. Ich war schon mit 13 ein fetter Hund. Ein richtiger fetter Hund.30 Kilo Übergewicht. Die Anderen waren alle schlank. Auch ich fühlte mich hässlich und konnte ebenfalls niemals" NEIN" sagen, was daran lag, dass ich es allen recht machen wollte. Ein fataler Fehler. Ein Freund sagte mir: "Wenn du dich nicht wehrst, wird es immer so weitergehen, war bei mir nicht anders usw." Seine Worte brannten sich regelrecht in mein Gehirn ein und es änderte mein Leben schlagartig.. Wurde ich angegriffen, schlug ich sofort zurück, und zwar heftig! Als andere Klassenkameraden all das Blut sahen, wurde ihnen unheimlich, sie bekamen es mit der Angst. Mich rührte keiner mehr an, ich wurde akzeptiert. Aller Wahrscheinlichkeit nach dachten sie, mit dem lib legt man sich besser nicht an.

Na ja, das mit dem Älterwerden ist so eine Sache, Ich bin jetzt 58 geworden, doch die Zeit lässt sich eben nicht zurückdrehen. Was will man machen? Aber: Man kann sich sehr viel antrainieren. Man kann lernen "NEIN" zu sagen, man kann lernen zu diskutieren, nicht zu streiten! Und man kann lernen, dass man sich selbst so akzeptiert, wie man ist. Ein Mensch macht eben Fehler, weil er keine Maschine ist, das macht doch einen Menschen erst menschlich, oder nicht?


Liebe Grüße,

lib

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