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Generalisierte Angststörung+Panikattacken,Ang st vor der Angst!!!

27. November 2012 um 9:03 Letzte Antwort: 18. Januar 2013 um 17:45

Hallo zusammen! Ich bin 37 Jahre alt habe einen 9 Jahre alten Sohn und lebe mit dem Vater meines Kindes in einer sogenannten eheähnlichen Gemeinschaft! Vor einem Jahr fing alles an! Zusammenbruch auf der Arbeit: Kreislauf, Ohrgeräusche, Herzrasen, Todesangst! Dann der Krankenwagen EKG Blutuntersuchungen, neurologische Kurzuntersuchung, alles i,O. Ab nach Hause und es ging auch wieder gut! Dann aber immer wieder Anfälle; Zittern/Schüttelfrost, Schwindel, Gefühl von Unwirklichkeit, Angst und Panik, wieder zum Arzt, Krankenhaus, HNO Arzt, wg. verdacht auf Hörsturz (Sauerstofftherapie, Infusionen..) Aber es passierte immer wieder, Gespräch mit Neurologen, Ergebnis,;"Sie haben eine psychologische Erkrankung, ein Angsterkrankung, gehen sie in eine entsprechende Klinik! Ich verstand die Welt nicht mehr, denn an so etwas habe ich natürlich überhaupt nicht gedacht, es mußte doch etwas körperliches sein, Angstzustände, Panik mit solchen einhergehenden Symptomen kann es doch gar nicht geben....
Dann zum Arzt meines Vertrauens, ein langes Gespräch geführt und auch dieser unabhängig von den anderen Aussagen; Sie leiden an einer generalisierten Angststörung mit Panikattacken und das ist ein langer Prozeß, bis sie das erst begreifen werden....Also ersteinmal Medikamente (Opipramol) zur Angstlösung! War ü. 2 Monate krankgeschrieben, zwischendurch immer mal wieder dieses Unwohlsein, mal mehr mal weniger schlimm! Dann aber wieder zur Arbeit! Es funktionierte, zwar waren ab und zu Angstgedanken vorhanden und auch mal wieder komische Gefühle, aber nicht mehr so ganz heftig, erst wieder 2 Monate später wieder richtig schlimm, Arzt- wieder die gleichen Gespräche geführt, Therapie angefangen! Diese läuft auch noch bis heute ! Dann wars einige Zeit wieder besser, Jedoch war mein Kopf nie frei von den Gedanken, was ist wenn es wieder passiert, was kann das nur sein u.s.w. wollte das mit der Angst ja glauben, fällt mir aber auch heute noch sehr schwer! Aktuell wieder ganz schlimm, Attacke mit Herzrasen auf der Arbeit zum Arzt EKG Blutabnahme soweit alles ok, dennoch einfach mal zum Kardiologen (Termin steht noch aus) Es gibt einen Tag der ist gut und dann geht es wieder ganz schlecht, bin dann wie gelähmt traue mich nicht richtig aus dem Haus, fühle mich einfach krank , mein Leben ist dadurch sehr eingeschränkt! Erst letzte Nacht wieder einen Angstanfall gehabt, zittern am ganzen Körper und das Panikgefühl stieg wieder vom Hals her hoch, war kurz davor Krankenwagen zu holen! Habe dann auf Empfehlen des Arztes in solchen extremen Panikmomenten eine Lorazepam genommen (ich weiß, können abhängig machen, nehme diese z,ZT, aber nur in su per schweren Situationen, in denen ich kurz vor der Notaufnahme stehe, sozusagen) Es hat etwas gedauert, bis ich die Situation, die Panik im Griff hatte, durch bewußte Ablenkung ging es dann und ich konnte erschöpft ins Bett fallen! Heute morgen steckt mir das natürlich wieder in den Knochen, habe sofort wieder den Gedanken daran, oh Gott schon wieder eine "Attacke" gehabt, warum nur.... Zieht mich total runter, weil damit die grundsätzlichen Angstgedanken wieder da sind und einfach nicht weggehen .Sind im Kopf sozusagen verankert, man denkt den ganzen Tag daran, hoffentlich passiert das nicht wieder! Somit ruft man es aber förmlich herbei... Es ist ein Teufelskreis... Möchte es mal mit einer Tagesklinik versuchen, habe ersteinmal einen Termin zum Vorgespräch, keine Ahnung was mich da so erwarten wird, nur habe ich das Gefühl, dass ich etwas machen muß, es kann so nicht weiter gehen. Respekt vor dieser Tagseklinik habe ich allerdings schon und leider auch meine Zweifel, ob es etwas bringen wird, ich weiß falsche Einstellung, aber man glaubt irgendwann nicht mehr an Dinge, welche helfen könnten ! Weil man sich an so vielen Tagen einfach nur schlecht fühlt und sich runterziehen läßt, keine Freude mehr entwickeln kann, da man ständig diese Angst hat, sie bestimmt tlw.den Tag/das Leben und ich möchte mich einfach nur davon frei machen und ich weiß, das ist ein Prozess! Aber manchmal hat man die Geduld nicht mehr, weil man einfach nicht mehr kann und diese körperlichen Symptome nicht mehr aushält, welche es sind, ich hatte so ziemlich alles was man sich vorstellen kann , die hier genannten, sind gerade die aktuellen! Aber mit den Symptomen kennen sich alle Angstpatienten sicherlich bestens aus, leider...Ich suche einen Ausweg und möchte nicht immer das Schlimmste bei einer PA befürchten müssen, somit hier auch dieser laaaange Text von mir, da ich mich einfach mal mit Gleichgesinnten austauschen möchte, dass man weiß, hey, so vielen geht es genauso wie dir, du bist kein Einzelfall, es stimmt alles soweit mit dir, du drehst nicht durch, dass was du hast, haben andere auch...das tut mir für alle anderen natürlich sehr leid, aber andererseits ist es hilfreich, Leute mit den gleichen Problemen zu treffen sich mitzuteilen, sich aufzubauen, einfach mit Menschen zu sprechen, die genau wissen , wovon man redet, denn diese Dinge lassen sich nun mal schlecht erklären, was da mit einem passiert, wenn man nicht gerade selbst davon betroffen ist... Vielleicht hat ja jemand Lust,sich mit mir auszutauschen und seine "Lage" mitzuteilen, aber auch Erfahrungen/Tipps/ Anregungen für einen besseren Umgang, wären hilfreich!!!!! Vielen Dank dafür, Gruß, Enovy6

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27. November 2012 um 12:02

Hey
Ich kann das gut nachvollziehen. Ich habe jetzt auch seit ca. einem Jahr die Panikattacken. Damals hattr ich immer die schreckliche Angst ich könnte einrn herzinfarkt bekommen und ersticken..bin zu fast jedem Arzt gelaufen, bin top gesund. Hatte dann so Ca.ein halbes Jahr ganz Ruhe was die Paniks angeht, jetzt vor einer Woche fing es wieder an. Diesmal ist es nich die Angst körperlich krank zu sein sondern die Angst den verstand zu verlieren und sich etwas anzutun...aber es geht jeden Tag ein bisschen besser indem ich mir immer wieder klar mache dass es nur Angst Gedanken sind die mich fertig machen wollen, es handelt sich nicht um eine reale Bedrohung! Bei mir kamen die Attacken denk ich zurück weil mein freund und ich in letzter Zeit viele probleme in der Beziehung hatten. Ich dachte zwar dass ich das so einfach wegstecken kann, aber unterbewusst belastet mich das wohl sehr. Ivh habe große Verlustängste, was sich in meinen Paniks widerspiegelt. Ich habe in dem moment wenn ich eine attacke hab Angst mich zu verlieren, dabei ist es wahrscheinlich eher die Angst die menschen die ich liebe, wie meinen freund, zu verlieren. Ich weiß dass ich da ansetzen muss um die Panik wieder in den griff zu kriegen...hast Du mal überlegt was dich in deinem leben vielleicht belastet? Ich bin mir aber ganz sicher, dass wir Angsthasen unsere Panik in den Griff bekommen Du darfst nur nicht aufgeben und mach dir mal bewusst welche Fortschritte du schon in der Therapie gemacht hast! Auch wenn es nur kleine schritte sind, es geht voran! Und so eine Angst zu besiegen braucht zeit! Rückschläge gehören zu einer genesung dazu!

Alles gute

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29. November 2012 um 20:17


Hey Enovy,
du sprichst mir aus der Seele. Wenn man erstmal so eine Attacke von einer auf die andere Sekunde bekommt, mit diesen ganzen echten körperlichen Erscheinungen, kommt es einem absolut unmöglich vor, dass all das nur vom Kopf kommen soll. Und wieso geht es nicht weg, wenn ich doch weiss das es "nicht echt" ist.

Auf diese Frage habe ich bisher auch noch keine Antwort gefunden. Bin aber auch erst "frisch" diagnostiziert.
Nehme ebenfalls Opipramol (seit kurzem) und ab DI nächster Woche gehe ich auch in eine Tagesklinik. Wir können uns ja mal gegenseitig berichten, wenn du magst.

Laut einer Krankenhauspsychologin, seien diese Tageskliniken sehr effektiv, weil man viel intensiver mit dir arbeiten kann und das über längere Zeit. Also einfach mal versuchen. Dort kommt man evtl auch mit anderen Betroffenen in Kontakt, was sicher auch gut ist. Außerdem, wenn du wieder häufiger PA's hast und jetzt erstmal krank geschrieben bist, wärend dem Klinikaufenthalt, kannst du auch mal ein bisschen körperlich runterfahren. Diese Situationen sind ja extrem anstrengend für den Körper und da ist es kein Wunder wenn man morgens aufsteht und wie gerädert ist.

Mir persönlich hilft es momentan ein bisschen, diese Angst+Panik Sache mit etwas Humor zu nehmen (auch wenns bei der PA absolut nicht lustig zugeht).

Lass dir auf jeden Fall gesagt sein, du bist nicht alleine. wir sind ganz ganz viele und ich glaube unsere Ängste und Gedanken sind alle sehr ähnlich.

Viele Liebe Grüße
Nimy

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30. November 2012 um 9:06
In Antwort auf doug_12342433


Hey Enovy,
du sprichst mir aus der Seele. Wenn man erstmal so eine Attacke von einer auf die andere Sekunde bekommt, mit diesen ganzen echten körperlichen Erscheinungen, kommt es einem absolut unmöglich vor, dass all das nur vom Kopf kommen soll. Und wieso geht es nicht weg, wenn ich doch weiss das es "nicht echt" ist.

Auf diese Frage habe ich bisher auch noch keine Antwort gefunden. Bin aber auch erst "frisch" diagnostiziert.
Nehme ebenfalls Opipramol (seit kurzem) und ab DI nächster Woche gehe ich auch in eine Tagesklinik. Wir können uns ja mal gegenseitig berichten, wenn du magst.

Laut einer Krankenhauspsychologin, seien diese Tageskliniken sehr effektiv, weil man viel intensiver mit dir arbeiten kann und das über längere Zeit. Also einfach mal versuchen. Dort kommt man evtl auch mit anderen Betroffenen in Kontakt, was sicher auch gut ist. Außerdem, wenn du wieder häufiger PA's hast und jetzt erstmal krank geschrieben bist, wärend dem Klinikaufenthalt, kannst du auch mal ein bisschen körperlich runterfahren. Diese Situationen sind ja extrem anstrengend für den Körper und da ist es kein Wunder wenn man morgens aufsteht und wie gerädert ist.

Mir persönlich hilft es momentan ein bisschen, diese Angst+Panik Sache mit etwas Humor zu nehmen (auch wenns bei der PA absolut nicht lustig zugeht).

Lass dir auf jeden Fall gesagt sein, du bist nicht alleine. wir sind ganz ganz viele und ich glaube unsere Ängste und Gedanken sind alle sehr ähnlich.

Viele Liebe Grüße
Nimy

Hallo Nimy,nett von Dir zu hören....
Hallöchen!!! Das tut gut, wenn man von jemanden verstanden wird, denn für "Nicht-Betroffene" ist es nur schwer zu verstehen und nachzuvollziehen, was da jetzt gerade mit einem passiert!! Ist eben keine Erkältung, welche in einer Woche wieder weg ist und durch ist man damit!!! Eben eine längere Geschichte und auch ein Lernprozeß, denn man muß sich mit diesen Angstzuständen etc. sozusagen erst "anfreunden" und lernen damit umzugehen! Das scheint ein langer Weg zu sein, bei mir jedenfalls, weil es sich leider immer wieder durchsetzt und ich mit meinem Verstand nicht dagegen halten kann, wenn es wieder zu einer Situation mit Panikzuständen+körperlichen Reaktionen kommt! Das mit der Tagesklinik versuche ich jetzt in Angriff zu nehmen, weiß nicht richtig, was mich erwarten wird, aber ich habe diese Sache schließlich von mir aus in die Wege geleitet! Für mich habe ich gemerkt, dass ich mehr Unterstützung und Hilfe brauche, damit fertig zu werden,ist doch auch schon einen guter Schritt, oder???: Wenn ich von Dir jetzt höre, dass so eine Tagesklinik empfehlenswert ist, stimmt mich das positiv, ein Versuch ist es immer wert, nicht wahr?! Man möchte ja wieder am Leben teilhaben und sich nicht auf ewig einschränken, durch diese blöde Sache... Wie ist man denn bei Dir auf diese Angststörungen gekommen?? Hat es bei Dir auch ganz plötzlich angefangen(Panikanfall) und du wußtest gar nicht wie Dir geschieht?? Würde mich freuen, wenn Du mir ein wenig darüber erzählen magst, wie dass so bei Dir anfangs abgelaufen ist! Bei mir ist relativ schnell eine Angsterkrankung (generalisierte Angststörung mit Panikattacken) vermutet b.z.w. erkannt worden! Es war bei mir auch alles ganz klassisch, in Panikmomenten ab in die Notaufnahme,dann alles wieder i.O. mehrere Ärzte aufgesucht, Situation geschildert(HNO+Neurologe) bis dann mein Hausarzt sich alles zusammenreimte und schon wie die anderen beiden Ärzte zu diesem Entschluss kam! Naja, für mich natürlich kaum vorstellbar. Mit der Zeit habe ich mich aber schon näher mit dieser Sache beschäftigt und mich schlau gemacht, bin zudem ja auch in Therapie! Aber besser ist es dadurch dennoch nicht geworden, weil wie gesagt, die Angst da ist, es könnte jetzt doch ein Herzinfarkt sein, oder so! Die Symptome sind einfach so krass und rauben mir den Verstand, so dass ich zumindest nicht in der Lage bin, dagegen anzusteuern und mir zu sagen:"Das ist jetzt nur wieder eine Panikattacke und das geht auch gleich wieder weg, bleibe ganz ruhig...!" Das ist einfach nicht möglich, die Ängste, welche man dabei entwickelt, überwältigen mich förmlich! Ist schon eine sehr komplexe Angelegenheit, wie ich finde. Die menschliche Psyche ist manchmal schwer zu verstehen und nicht immer auf Anhieb zu überlisten, ein langer Weg bis dahin..... Ich hoffe natürlich, das jeder seinen Weg findet, je eher, desto besser, auch Dir wünsche ich das! Ich kann nur beschreiben , wie es bei mir ist und wie ich damit klar komme, aber da hat ja jeder so seine eigenen Wege zu gehen! Freu mich von Dir zu hören , gerne bleiben wir im Austausch, am 12.12. habe ich das Vorgespräch in der Tagesklinik, dann berichte ich auf alle Fälle.... Viele, liebe Grüße, enovy 6

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30. November 2012 um 16:25

Huhu
hallo Envoy,
bei mir wurde es nach einem 5-wöchigen Ärzte-Marathon festgestellt. Vorher wurde ich mit zig Falschdiagnosen und falschen Medikamenten (Antibiotika, Grippemittel, Kreislaufmittel etc.) sofort heim geschickt. Da hieß es dann immer: "sie haben einen schwachen Kreislauf, trinken sie mal heiße Brühe, dann gehts morgen wieder."
Naja, das der Kreislauf immer nur in bestimmten Situationen zusammenbricht, wollte erstmal niemand hören. Da sitzt man nichts-ahnend in der Bahn und plötzlich wird einem total schwindelig, als ob man gleich umkippt.

Erst war es nur ein bisschen Schwindelig an Bahnhöfen und an Supermarktkassen und an Haltestellen. Bis dann die erste PA kam. An einer völlig überfüllten Bahn-Station ging dann nix mehr. Zittern, Herzrasen und Atemnot. Ich war mir sicher ich kollabiere gleich! Nachdem ich meine Schwester anrief und sie sagte, dass sie mich sofort abholt, ging es mir schon gleich deutlich besser. Mitlerweile gehts aber schon morgens beim Frühstück los, wenn ich weiss, dass ich gleich alleine vor die Tür gehen muss. Finale Diagonose war dann: Agoraphobie + Panikstörung.

Sind deine Attacken denn auch in deiner Wohnung oder eher draußen? Kommst du dann in Begleitung etwas besser zurecht?

Das verrückte daran ist ja auch, sobald man jemanden anruft, der einen abholen kommt oder ein Arzt kommt oder man wieder über die heimische Türschwelle tritt, hört es meist umgehend auf. Wenn dann die "Helfer" eintreffen, fühlt man sich dann wie ein Simulant und hat ein schlechtes Gewissen das man die Pferde scheu gemacht hat. Mein Umfeld dachte zunächst auch ich simuliere und will mich vor irgendwas drücken. Stößt du denn bisher auf Verständnis im Umfeld mit deinen Ängsten?

Im Moment der Attacke kann man sich noch so sehr daran erinnern, dass es doch bloß Angst sein soll und dazu noch unbegründete und genau das verstehen viele Leute nicht, wieso wir es nicht schaffen diese Dinge zu überwinden. Weil sie uns so "umhauen".
der Gedanke, dass die "unfähigen" Ärzte die Krankheit bloß noch nicht entdeckt haben könnten ist in dem Moment einfach stärker. Da wird ein leichtes Pochen im Kopf schnell zu einem Aneurysma und drohendem Schlaganfall. Bei mir ists z.B. der "bevorstehende" Ohnmachtsanfall und gaffenden Menschen damit ausgeliefert zu sein, dadurch in eine peinliche Situation zu geraten.

Es ist auf jeden Fall schonmal super das du von selbst den Schritt in die Klinik wagst und dir aktiv Hilfe suchst. Von selbst werden wir diesen Mist ja nicht mehr los. Wenn es dir dort nicht gefällt, hält dich keiner fest. Aber zumindest ist es eine gute Chance. Mir wurde gesagt, dass die täglich vielen Stunden unterschiedlicher Therapien wesentlich mehr bringen als einmal die Woche ambulant für eine Stunde "auf's Sofa" eines einzelnen Psychiaters. Außerdem haben die dort viel mehr Möglichkeiten und verschiedene Therapieansätze.

Irgendwie kriegen wir das auch wieder in den Griff.
Mein Besprechnungstermin ist am 4.12. dann berichte ich abends gleich wie es war und was vlt dann auch auf dich und andere zukommt

Viele Liebe Grüße
Nimy


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30. November 2012 um 18:21
In Antwort auf doug_12342433

Huhu
hallo Envoy,
bei mir wurde es nach einem 5-wöchigen Ärzte-Marathon festgestellt. Vorher wurde ich mit zig Falschdiagnosen und falschen Medikamenten (Antibiotika, Grippemittel, Kreislaufmittel etc.) sofort heim geschickt. Da hieß es dann immer: "sie haben einen schwachen Kreislauf, trinken sie mal heiße Brühe, dann gehts morgen wieder."
Naja, das der Kreislauf immer nur in bestimmten Situationen zusammenbricht, wollte erstmal niemand hören. Da sitzt man nichts-ahnend in der Bahn und plötzlich wird einem total schwindelig, als ob man gleich umkippt.

Erst war es nur ein bisschen Schwindelig an Bahnhöfen und an Supermarktkassen und an Haltestellen. Bis dann die erste PA kam. An einer völlig überfüllten Bahn-Station ging dann nix mehr. Zittern, Herzrasen und Atemnot. Ich war mir sicher ich kollabiere gleich! Nachdem ich meine Schwester anrief und sie sagte, dass sie mich sofort abholt, ging es mir schon gleich deutlich besser. Mitlerweile gehts aber schon morgens beim Frühstück los, wenn ich weiss, dass ich gleich alleine vor die Tür gehen muss. Finale Diagonose war dann: Agoraphobie + Panikstörung.

Sind deine Attacken denn auch in deiner Wohnung oder eher draußen? Kommst du dann in Begleitung etwas besser zurecht?

Das verrückte daran ist ja auch, sobald man jemanden anruft, der einen abholen kommt oder ein Arzt kommt oder man wieder über die heimische Türschwelle tritt, hört es meist umgehend auf. Wenn dann die "Helfer" eintreffen, fühlt man sich dann wie ein Simulant und hat ein schlechtes Gewissen das man die Pferde scheu gemacht hat. Mein Umfeld dachte zunächst auch ich simuliere und will mich vor irgendwas drücken. Stößt du denn bisher auf Verständnis im Umfeld mit deinen Ängsten?

Im Moment der Attacke kann man sich noch so sehr daran erinnern, dass es doch bloß Angst sein soll und dazu noch unbegründete und genau das verstehen viele Leute nicht, wieso wir es nicht schaffen diese Dinge zu überwinden. Weil sie uns so "umhauen".
der Gedanke, dass die "unfähigen" Ärzte die Krankheit bloß noch nicht entdeckt haben könnten ist in dem Moment einfach stärker. Da wird ein leichtes Pochen im Kopf schnell zu einem Aneurysma und drohendem Schlaganfall. Bei mir ists z.B. der "bevorstehende" Ohnmachtsanfall und gaffenden Menschen damit ausgeliefert zu sein, dadurch in eine peinliche Situation zu geraten.

Es ist auf jeden Fall schonmal super das du von selbst den Schritt in die Klinik wagst und dir aktiv Hilfe suchst. Von selbst werden wir diesen Mist ja nicht mehr los. Wenn es dir dort nicht gefällt, hält dich keiner fest. Aber zumindest ist es eine gute Chance. Mir wurde gesagt, dass die täglich vielen Stunden unterschiedlicher Therapien wesentlich mehr bringen als einmal die Woche ambulant für eine Stunde "auf's Sofa" eines einzelnen Psychiaters. Außerdem haben die dort viel mehr Möglichkeiten und verschiedene Therapieansätze.

Irgendwie kriegen wir das auch wieder in den Griff.
Mein Besprechnungstermin ist am 4.12. dann berichte ich abends gleich wie es war und was vlt dann auch auf dich und andere zukommt

Viele Liebe Grüße
Nimy


Antwort von Enovy6 berichte mir, das wäre toll!!
Hallo nocheinmal! Dann bist du mit der Tagesklinik ja noch vor mir dran!!!!! Ich mache mir schon so meine Gedanken, habe natürlich auch etwas nachgeforscht, was einen da so erwartet, aber dennoch,bin ich noch sehr unwisssend!!! Werden Untersuchungen gemacht, wenn ja, welche???? Mit Ärzten habe ich es nämlich auch nicht gerade so Zudem nehme ich ja auch Medikamente und ich habe z.B. gelesen, dass gewisse Medikamente nicht eingenommen werden dürfen, da diese einer Therapie im Wege stehen könnten. Es wurde sogar von Blutuntersuchungen gesprochen, welche die Einnahme kontrollieren, ob im Blut etwas nachzuweisen ist.....Also ich nehme z.Zt Medikamente, weil es bei mir gerade eine ganz akute Sache ist und eine gewisse Konstante herrscht mit meinen Ängsten, sind fast tgl, präsent und die Medis helfen mir einfach ! Sicherlich keine Dauerlösung, aber den Tag muß man ja erst mal überstehen, anstatt ständig zur Notaufnahme zu laufen! Das eine Medi habe ich noch nicht einmal eingenommen, weil ich schon Respekt vor diesem ganzen Zeug habe (Citalopram) Das habe ich vor ein paar Tagen erhalten, aber mich noch nicht getraut, es zu nehmen (Nebenwirkungen und so, welche wohl nach zwei Wochen weg sein sollen) Andererseits, sollen diese Tabletten fürs erste wirklich helfen, tja, aber wie findet dann wie gesagt, die Tagesklinik diese Einnahme???? Vielleicht erfährst du ja schon näheres darüber... und auch noch über weitere Dinge!! Falls du viele Fragen haben solltest, schreibe dir diese auf einen Zettel, denn in dieser ganzen Aufregung vergisst man schnell irgendwelche Sachen! So mache ich es jedenfalls t.l.w. sogar bei meiner Therapeutin, wenn es wirklich wichtige Dinge sind, notiere ich mir diese, damit ich mit dieser darüber reden kann!! Also, mach dich schlau, ich freu mich auf deine ersten Erfahrungen und wünsche dir viel Glück und Erfolg an diesem Tag, viele liebe Grüße, Enoy6 (würde gerne auch über die private" Schiene" Nachrichten mit dir austauschen, aber bin noch neu hier und finde mich erst mal hier ein, somit weiß ich noch so recht, wie ich diese ganzen Möglichkeiten hier anwenden kann)

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1. Dezember 2012 um 12:29


hallo Envoy,

ganz oben unter dem Punkt "meine Nachrichten" kann man auch private Messages erstellen.

Das mit dem Merkzettel ist eine sehr gute Idee. Das werde ich auch machen. Sonst vergisst man in der Hektik wieder die Hälfte.
Von Untersuchungen im Sinne von "Blut abnehmen" o.ä. habe ich noch nicht gehört. Aber vorstellbar wäre es. Ich frag einfach mal am Dienstag nach.
Wenn das jetzt gerade so akut und andauernd bei dir ist, vlt. wird deine Opipramol Dosis auch einfach noch etwas erhöht. Nimmst du die 50mg? Das Opipramol ist ja eher ein "sanftes" AD. Im Vergleich zu diesen anderen Valium-artigen Notfall-Pillen.

Vor dem Citalopram hätte ich auch Respekt. Habe Lorazepam in der Tasche "für den Notfall". ich würde sie aber vermutlich auch dann nicht nehmen. Hätte Angst das mich das Teil ganz umhaut. Aber es ist schonmal beruhigend neben den ganzen "Notfall-Sachen" in der Tasche auch sowas zu haben.

Ruh dich jetzt am Wochenende mal richtig aus und tu dir was Gutes. Gemütlich machen zu Hause und den Körper mal wieder Luft holen lassen. Oft hat das ganze ja auch mit Stress und viel Arbeit zu tun.

Übrigens, eine Freundin wurde ebenfalls letztes Jahr mit dieser Diagnose konfrontiert. Sie war in Kur für 6 Wochen und mitlerweile gehts wieder. Sie empfiehlt Gruppen-Therapie, dort erhält man nämlich viele nützliche Tipps, von anderen, wie man in best. Situationen klar kommt. Wäre vlt dann auch noch eine Idee

Viele Liebe Grüße
Nimy

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4. Dezember 2012 um 21:43

Erfahrungsbericht Klinik
Huhu,
also, heute war der erste Tag in der Tagesklinik. Ich habe noch gemischte Gefühle. Alles fing erstmal mit einem Aufnahmegespräch an, mit einer Ärztin und kurze Untersuchung (Abhören, Gleichgewichtsübungen) - Blut abnehmen kommt irgendwann die Tage auch noch.

Bei dem Gespräch erläutert man nochmal kurz seine Probleme und wird über das Privatleben befragt (Job, Familie, Hobbies etc.). Man erhält dann auch gleich einen Wochenplan mit sämtlichen "Seminaren". Jeden Tag von 9 bis 16 uhr. Wenn man möchte mit Frühstück und Mittagessen. Die Mahlzeiten dort zu nehmen ist aber keine Pflicht. Medikamente bekommt man auch dort gestellt. Ich wurde sogar gefragt ob ich mein jetziges weiternehmen möchte oder lieber ein anderes. Außerdem wurde die Dosis gleich mal erhöht (nehme aber bisher auch die kleinste Menge).

Und dann gings auch schon los zur ersten Therapiesitzung (bei mir wars Ergo - also "basteln" bzw. töpfern, schnitzen usw. was man eben mag. Für Paniker ist das jetzt auf den ersten Blick nicht soooo hilfreich. Die Ärztin meinte aber es sei in erster Linie wichtig unter Menschen zu sein. Ich fand's für meinen Teil grauenhaft. Fühle mich unter Menschen immer einsam und hatte den Eindruck dort wirds eher schlimmer - aber vlt ändert sich das nach ein paar Tagen wenn man sich eingewöhnt hat. Kann ja sein.

Was steht noch im Programm: Bewegungstherapie(allerdings eher spazieren gehen, also jetzt kein richtiger Sport), Ergotherapie, Kunsttherapie und ein ganzer Haufen "Beschäftigungskram" wie z.B. Entspannung, alles in kleinen Gruppen aber nur 1x pro Woche Gruppengespräch was ich etwas schade finde. Einzelgespräche gibt es nur auf Wunsch, wenn man ein dringendes Anliegen hat (auch etwas schade). Ich hatte heute den Eindruck als sei ich dort der einzige Paniker und alle anderen haben ganz andere (schlimmere) Probleme (Borderline, Depression o.ä.) von daher fühle ich mich dort nicht individuell behandelt und etwas deplatziert.
Eine Sitzung in der mir erklärt wird, was ich gegen PAs machen kann oder wie ich mich dort verhalte oder mal eine Exposition machen - das gibt es leider nicht. Trifft aber nicht auf alle Kliniken zu. Manche bieten da deutlich mehr an.

Mir kommt es vor, als wenn ich einfach nur den ganzen Tag beschäftigt werden soll um Tagesstruktur zu bekommen. Die habe ich allerdings auch von alleine. Also Fazit: es war nicht so mein Fall und die angestrebten 5 Wochen werde ich wohl eher nicht machen.
Schaue mich jetzt nach einer ambulanten Stelle um. Eine Woche werde ich es aber mal weiter versuchen.
Hoffe ich hab nix vergessen, ansonsten einfach fragen.

Hoffe auf jeden Fall das deine Klinik besser auf deine persönlichen Bedürfnisse eingeht und du jetzt nicht von meinem Bericht enttäuscht bist. Hoffe du berichtest auch am 12. wie du das ganze fandest.

Viele Liebe Grüße
Nimy


.

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7. Dezember 2012 um 14:31

Hallo
Ich lese deinen Bericht und es ist als ob du meine Lage beschreiben würdest.Schleppe meine Angst jetzt seit 9jahren mit mir rum und nach der Diagnosenstellung fiel es mir sehr lange schwer das zu akzeptieren und noch heute schleicht sich das gefühl ein das kann doch nicht sein es muß was körperliches sein.Denn ich hatte noch nie in meinem Leben mit sowas zu tuen ich hielt mich immer für stark und durchaus belastbar.Aber heute ist es so schlimm das ich nicht mehr meine Wohnung verlassen kann und dinge die ich früher so gerne gemacht habe sind unmöglich geworden und ich war sehr aktiv.Ich habe alle sozialen kontakte verloren und da mir von meinem Umfeld sehr grosses unverständnis entgegenschlug habe ich mich total zurückgezogen.Lange habe ich gedacht ich kriege das selber in den griff aber das ist ein fehler.Ohne mein lorazepam funktioniere ich nämlich gar nicht mehr und dfas ist bitter und auch meine Tochter leidet.ich habe mich jetzt entschlossen eine therapie in einer tagsklinik zu machen und auch ich habe meine zweifel ob das etwas bringt und ob ich die kraft habe das durchzustehen da ich vor der veränderung die das bedeutet total angst habe,aber wenn ich wieder die kontrolle über mein leben haben will muß ich etwas unternehmen.
Würde mich gerne mit dir austauschen und würde mich freuen von dir zu hören.

LG Sabine

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7. Dezember 2012 um 17:34
In Antwort auf trixie_12240159

Hallo
Ich lese deinen Bericht und es ist als ob du meine Lage beschreiben würdest.Schleppe meine Angst jetzt seit 9jahren mit mir rum und nach der Diagnosenstellung fiel es mir sehr lange schwer das zu akzeptieren und noch heute schleicht sich das gefühl ein das kann doch nicht sein es muß was körperliches sein.Denn ich hatte noch nie in meinem Leben mit sowas zu tuen ich hielt mich immer für stark und durchaus belastbar.Aber heute ist es so schlimm das ich nicht mehr meine Wohnung verlassen kann und dinge die ich früher so gerne gemacht habe sind unmöglich geworden und ich war sehr aktiv.Ich habe alle sozialen kontakte verloren und da mir von meinem Umfeld sehr grosses unverständnis entgegenschlug habe ich mich total zurückgezogen.Lange habe ich gedacht ich kriege das selber in den griff aber das ist ein fehler.Ohne mein lorazepam funktioniere ich nämlich gar nicht mehr und dfas ist bitter und auch meine Tochter leidet.ich habe mich jetzt entschlossen eine therapie in einer tagsklinik zu machen und auch ich habe meine zweifel ob das etwas bringt und ob ich die kraft habe das durchzustehen da ich vor der veränderung die das bedeutet total angst habe,aber wenn ich wieder die kontrolle über mein leben haben will muß ich etwas unternehmen.
Würde mich gerne mit dir austauschen und würde mich freuen von dir zu hören.

LG Sabine

Hallöchen Sabine, hier meine Antwort!!!!
Also habe jetzt schon von einigen gehört, dass sie schon längere Zeit damit zu tun haben! 9 Jahre sind ja auch schon eine sehr lange Zeit, ich habe es seit einem Jahr und es reicht mir echt!!!! Wie geht man damit um, gibt es denn in dieser langen Zeit auch immer mal wieder längere Abschnitte, in denen es einem gut geht??? Also ich leide zur Zeit wieder ganz akut darunter und bekomme es nicht aus meinen Gedanken, lasse mich schneller "hängen" und die Freude an gewissen Dingen kann ich zur Zeit nur schwer entwickeln, ich zwinge mich dazu, allein schon wg. meinem Sohn! Es ist ein hartes Stück Arbeit und sicherlich dauert es, bis man begriffen hat, was da mit einem passiert! Ich kann nachvollziehen, dass man es alleine nicht schafft, anfangs dachte ich nämlich auch: "So, jetzt geht es ja wieder, die Tabletten brauchst du nicht mehr , alles wieder gut, alles nur Gerede!" Doch es hat mich dann nach ca. 10 Wochen wieder eingeholt und verzweifelt bin ich bei meinem Arzt aufgelaufen! Der wies mich zurecht und machte mir nochmals klar,dass diese Sache nicht einfach so wieder weg geht und weg ist u.s.w Die Tabletten (Opipramol, nehme ich auch immer noch) sollte ich nun unbedingt nehmen und mir einen Therapieplatz suchen!! Habe ich auch gemacht, Therapie läuft heute noch , Opipramol nehme ich und doch war es vor 4 Wochen wieder soweit, ein Anfall auf der Arbeit und voller Panik zum Arzt! Überweisung zum Kardiologen, wg. dem schlimmen Herzrasen, ist aber alles in Ordnung! Dennoch ist man nicht zufrieden, denn es kommen immer wieder irgendwelche Symptome, welche mir widerum Angst bereiten!!! Nehme jetzt zudem noch Citalopram, wollte ich nicht wirklich, aber seit ein paar Tagen schlucke ich dieses Zeug, weil es im Moment einfach nicht anders geht! Lorazepam habe ich auch bekommen, allerdings nur für den absoluten Ernstfall, wenn eine akute "Panikattacke" im Anmarsch ist!! Anfangs auch vermieden, diese Tabletten zu nehmen. da sie abhängig machen! Trotzdem habe ich mehrmalig in den letzten Wochen darauf zurückgegriffen, allerdings ganz bewußt geschluckt und auch nicht jeden Tag!!!!! Habe sie allerdings stets bei mir!!! Du nimmst diese Tabletten schon länger,oder??? Ich weiß, sie helfen, aber es ist gerade bei diesem Zeug keine Lösung!!!! Welcher Arzt verschreibt dir denn öfters dieses Medikament??? Es gibt Menschen, welche einen richtigen Entzug durchmachen müssen, unter ärztlicher Aufsicht! Möchte damit nur sagen, dass du andere Lösungen finden solltest!!! Ich nehme ja auch Medikamente, aber diese machen nicht abhängig und wie gesagt, bei dem Lorazepam bin ich vorsichtig, auch wenn sie die gewünschte Wirkung haben und ich sie bestimmt auch gerne öfters genommen hätte!!!
Vielleicht versuchst mal etwas anderes. Hast du denn bisher irgendwelche Hilfen in Anspruch genommen??? Weil du erst jetzt z.B. über eine Tagesklinik nachdenkst,nach 9 Jahren schon sehr spät.Also Angst habe ich davor nicht, da ich sehr offen mit meiner Angsterkrankung umgehe! Naja, auch wenn ich immer mal wieder daran zweifle und Phasen habe, in denen ich es nicht als solches nachvollziehen kann und doch wieder an schlimmere Dinge denke, was das alles sein könnte!!! Diese blöden Gedanken, welche man sich ständig macht, manchmal steht man schon kurz vorm "Durchdrehen" Deswegen habe ich mich auch für eine Tagesklinik entschieden, habe nächste Woche einen Termin zum Vorgespräch. Bin eigentlich nur neugierig, was mir da so erzählt wird und wie es abläuft!! Einen Versuch ist es wert und diese Veränderung, die dir Sorgen bereitet ist doch nicht für dein ganzes Leben! Eine völlig absehbare Zeit und wenn es dir absolut nicht zusagt, kannst du den Versuch auch abbrechen!!! Du teilst dich hier in einem Forum ja auch mit und dort trifft man auch auf Menschen mit ähnlichen/gleichen Problemen, das kann helfen!!! Ja, etwas skeptisch bin ich trotzdem, ich weiß nicht, was auf mich zukommt, aber ich muss es erst zulassen , um dann zu entscheiden: Bringt es mir was, oder ist die ganze Sache eher ohne Erfolg! Eine ambulante Therapie wäre für dich im Anschluss daran auch nicht schlecht-falls du nicht schon längst mal eine gemacht hast! Ich bin natürlich dadurch nicht "geheilt" aber ich kann mit jemanden reden, meine Ängste und Sorgen mitteilen und so einiges kommt auch zum Vorschein! Unterstützend ist es ganz gut, alleine würde mir jedoch diese Therapie auch nicht helfen, aber man kann reden!!! Du hast absolut recht damit, dass du etwas unternehmen musst, du hast eine Tochter und möchtest dein Leben wieder zurück!!! Glaube mir, ich weiß wie das ist, wenn man vorher mit Spaß und Freude an allem teilnehmen konnte und es auf einmal einfach nicht mehr geht! Die Angst hindert mich daran, die Angst vor einem erneuten ganz plötzlichen Panikanfall, lieber bleibe ich zu Hause, obwohl es da ja auch passiert!!! Das kostet viel Kraft, manchmal hat man diese einfach nicht, weil die ständige Angst alle Kraft raubt! Deswegen muss man sich dem immer wieder stellen und sich echt in den "Hintern" treten! Es gibt Tage , da liege ich fast schon depressiv verstimmt, längere Zeit auf dem Sofa, ich merke aber auch , dass mir das gar nicht gut tut. In diesen Phasen hat man genug Ruhe und Zeit sich wieder in etwas hineinzusteigern!
Also ablenken, schöne Dinge machen, Sport soll auch eine tolle Sache sein- mache ich aber auch nicht, weil es mir einfach zu schlecht geht, also, bestimmt wieder meine Angst das Geschehen- Wollen wir das wirklich?????? Ich möchte einfach nur wieder am Leben teilhaben und mich gut fühlen, wie jeder andere auch, den ganz normalen Alltag bewältigen und wieder Freude an etwas haben!! Das klingt alles so leicht, ist es aber auch für mich nicht! Ich zwinge aber meinen Verstand dazu, dagegen anzugehen!!! Werde aktiv, nehme jede Hilfe in Anspruch, welche du kriegen kannst! Versuche von den Tabletten loszukommen- bespreche das mir deinem Arzt- Probiere alles aus, du brauchst keine Angst davor zu haben, nur du alleine entscheidest, ob die Dinge gut tun , oder nicht!!!! Aber resigniere nicht- das ist schwer, ganz klar- doch niemand möchte sich sein Leben lang von diesen Angstzuständen begleiten lassen, dass hast du für dich erkannt und nun gehe den Weg weiter, bleibe nicht stehen, sondern gehe den Weg mit Zuversicht weiter!! Ganz ehrlich, schlimmer kann es nicht werden, oder????? Bewege dich in kleinen Schritten, wenn es dir damit besser geht, so mach ich es auch! Finde nach und nach heraus, was dir hilft!!! Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg!!! Lieben Gruß, Enovy!

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18. Januar 2013 um 17:42

Ängste,Depris+usw.
Hi,dass könnte fast von mir sein.Nur habe ich es nicht mehr ohne Lorazepam ausgehalten.Habe diese Ängste seit 15 Jahren.War mal auf nem Super weg rauszukommen aber dann Familie verloren+alles fing wieder an.Ich weiss nun echt nicht mehr weiter.Bin sehr isoliert+gehe nur noch für das nötigste aus dem Haus.Mein Neurologo+Psychiater versucht nun nochmal eine Klinik zu finden,da ich ja erst einen Entzug von dem Lorazepam machen muss.......aber gleichzeitig mit ner Trauma-Therapie!!Das ist meine letzte Hoffnung die ich habe.Wenn das nicht klappt dann will ich auch nicht mehr!!Wünsche dir alles gute+würde mich über antwort freuen.Lg,Frank

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18. Januar 2013 um 17:45
In Antwort auf trixie_12240159

Hallo
Ich lese deinen Bericht und es ist als ob du meine Lage beschreiben würdest.Schleppe meine Angst jetzt seit 9jahren mit mir rum und nach der Diagnosenstellung fiel es mir sehr lange schwer das zu akzeptieren und noch heute schleicht sich das gefühl ein das kann doch nicht sein es muß was körperliches sein.Denn ich hatte noch nie in meinem Leben mit sowas zu tuen ich hielt mich immer für stark und durchaus belastbar.Aber heute ist es so schlimm das ich nicht mehr meine Wohnung verlassen kann und dinge die ich früher so gerne gemacht habe sind unmöglich geworden und ich war sehr aktiv.Ich habe alle sozialen kontakte verloren und da mir von meinem Umfeld sehr grosses unverständnis entgegenschlug habe ich mich total zurückgezogen.Lange habe ich gedacht ich kriege das selber in den griff aber das ist ein fehler.Ohne mein lorazepam funktioniere ich nämlich gar nicht mehr und dfas ist bitter und auch meine Tochter leidet.ich habe mich jetzt entschlossen eine therapie in einer tagsklinik zu machen und auch ich habe meine zweifel ob das etwas bringt und ob ich die kraft habe das durchzustehen da ich vor der veränderung die das bedeutet total angst habe,aber wenn ich wieder die kontrolle über mein leben haben will muß ich etwas unternehmen.
Würde mich gerne mit dir austauschen und würde mich freuen von dir zu hören.

LG Sabine

Ängste nur noch mit Lora erträglich!!!
Hi Sabine.Habe diese Ängste seit 15 Jahren.War mal auf nem Super weg rauszukommen aber dann Familie verloren+alles fing wieder an.Ich weiss nun echt nicht mehr weiter.Bin sehr isoliert+gehe nur noch für das nötigste aus dem Haus.Mein Neurologo+Psychiater versucht nun nochmal eine Klinik zu finden,da ich ja erst einen Entzug von dem Lorazepam machen muss.......aber gleichzeitig mit ner Trauma-Therapie!!Das ist meine letzte Hoffnung die ich habe.Wenn das nicht klappt dann will ich auch nicht mehr!!Wünsche dir alles gute+würde mich über antwort freuen.Lg,Frank

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