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Gedicht interpretieren, benötige Hilfe!

25. August 2004 um 15:36

Ich habe eine riesen Bitte an euch, könnt ihr mir bitte helfen dieses Gedicht zu interpretiern?-DANKE!!!


Ich bin nichts

Ich bin ja doch nichts-
Ein leerer Mantel,
ein Gedanke ohne Nest,
ein Wort ohne Bedeutung,
eine Warnung, die zu spät kommt.

Ich bin nicht schön,
und das Außergewöhnliche
tun andere.
Ich bin nichts
Und schon jetzt vergessen.

Vor diesem Glauben
Rettet mich nicht
Das Mitleid der Welt,
nicht das Schicksal
oder die Tränen
und schon gar nicht
die billige Ehrfurcht
oder die noch billigere Demut.

Vielleicht aber
Die harte Stimme
Meines inneren Lehrers,
die sagt:
Glaub, was du willst.



Vielleicht schafft ihr es wirklich mir zu helfen, ich wäre euch jedenfalls sehr dankbar!Linda

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25. August 2004 um 16:47

Selbstzweifel?
Wäre aber interessant zu wissen von wem das Gedicht ist.
Muss jemand sein, der wenig Selbstvertrauen hat und vor Minderwertigkeitskomplex, weil er/sie die "Anderen" höher als sich selbst stellt.
Schöne grüße
shiva

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25. August 2004 um 16:48

Verzweifelung
Interpretieren ist ein blödes Wort. Welche
Gefühle stecken wohl hinter den Worten ?

Hör auf die Verzweifelung, die Tränen und die
Wut dieser Stimme, die in dem Gedicht spricht.

Bei der Schlußstrophe bin ich mir auch nicht sicher,
ob sie Hoffnungsvoll ist: setzt sie ihre letzte Hoffnung in
ihren eigenen Willen("glaub, was DU willst"), oder gipfelt
die Verzweifelung in Selbsthaß, in dem Sinne von
"glaub, was du willst, ist eigentlich auch wurscht.." ?

Es hängt wohl davon ab, ob sie ihren inneren
"Lehrer" als gut oder schlecht empfindet, was aber
nicht erzählt wird, außer daß dessen Stimme "hart"
sei.

Ich glaube, das ist Geheimnis:
hier spricht ein Mensch, der nicht erkennen kann,
dass er innerlich voller Verzweifelung ist, aber dies
nur mit "Härte" zu lösen gelernt hat, statt mit
Mitgefühl oder Liebe.

Boggie

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25. August 2004 um 20:08

Der innere Lehrer
Wer mit dem Zeitgeist geht, wer sich beeinflussen lässt, ohne sich selber zu kennen, wird nie Ziele erreichen. Dann bleibt dieser Mensch ein Wort ohne Bedeutung. Wer aber an sich arbeitet und seinen eigenen Weg findet, seinen eigenen Glauben findet, einen eigenen Zugang zum Göttlichen schafft, und damit sein eigenes Leben gestaltet, ungeachtet, was andere sagen, ob es dem Zeitgeist entspricht, der ist frei. Also..glaub, was DU willst.

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25. August 2004 um 21:19

Vornehmeblaesse
hats getroffen. Autor und Zeit(Erscheinungsjahr) sollten beachtet werden, der Bezug zum Glauben und dem Göttlichen könnten bei Gegenwartslyrik ggf. wegfallen, dies ließe sich aber auch auf einem bewussten Umgang mit der Gegenwart übertragen (z.B. Fremdenfeindlichkeit o.ä.)Ich verstehe das "Glauben" eher als ein Glauben/Nichtglauben an die eigenen Werte, also eher als Verständnis der eigenen Person!

Brauchst du das für die Schule?
Liebe Grüße! finki1

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25. August 2004 um 22:49
In Antwort auf nieve_12277589

Der innere Lehrer
Wer mit dem Zeitgeist geht, wer sich beeinflussen lässt, ohne sich selber zu kennen, wird nie Ziele erreichen. Dann bleibt dieser Mensch ein Wort ohne Bedeutung. Wer aber an sich arbeitet und seinen eigenen Weg findet, seinen eigenen Glauben findet, einen eigenen Zugang zum Göttlichen schafft, und damit sein eigenes Leben gestaltet, ungeachtet, was andere sagen, ob es dem Zeitgeist entspricht, der ist frei. Also..glaub, was DU willst.

Aber was ist mit der "harten" Stimme..

Ist da nicht ein Widerspruch ? Warum ist der
innere Lehrer nicht mitfühlend, aufmunternd,
ermutigend, entschlossen?

Aus einer harten Stimme klingt auch
Verbitterung - und verbittert kann ich ein
Leben nicht gestalten.

Boggie

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26. August 2004 um 6:20
In Antwort auf muirmn_12478331

Aber was ist mit der "harten" Stimme..

Ist da nicht ein Widerspruch ? Warum ist der
innere Lehrer nicht mitfühlend, aufmunternd,
ermutigend, entschlossen?

Aus einer harten Stimme klingt auch
Verbitterung - und verbittert kann ich ein
Leben nicht gestalten.

Boggie

Der Lehrer..
wird als hart empfunden, weil es immer schwieriger ist, an sich zu arbeiten, sich auch mal gegen den Strom zu stellen und sich vielleicht auch unbeliebt zu machen. Nicht das zu glauben, was andere wollen, ist förderlich für das Ich, aber zunächst sehr unbequem.

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27. August 2004 um 9:39

Und nun?
vortrag nicht schlecht hingeschrieben, und sogar mit vielen guten argumenten ..

letzter satz,würde aber dieses forum farb und brotlos machen

doch immer,immer, und immer wieder verspüren einige; ääääähm viele menschen den drang, auf sich aufmerksam zu machen, so wie du mit deinem beitrag: seht her und lest ,was ich für psychologische kenntnisse habe.
du hast dein licht wahrlich nicht unter dem scheffel gestellt

ja,ja,...

gibt es nun eine bravöse interpretation meines postings?

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27. August 2004 um 17:20

Na,na,
wer wird denn gleich so rüpelhaft?

und dann auch noch gleich so ein schweres fremdwort psychoheini ? sowie auch noch das wort *ekelhaft*, als ausdruck des empfindens....... finde keinen kein zusammenhang,???......

was hast du dir denn alles so überlegt,daß nun solches in deinem 13.23 uhr-postig steht?

passt leider nicht so richtig zu dem verangegangenen intellektuell geschriebenen.
..schade,der Kandidat hat minus punkte,..

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28. August 2004 um 11:38

Gedicht
Hallo Linda,
ich habe das Gedicht gelesen und es hat mich berührt. Es beschreibt einen Menschen, der innerlich leer ist, der nichts von sich hält, unendlich traurig ist, der glaubt, alle anderen sind mehr wert als er selbst. Woher hast du es?
Liebe Grüße Marion

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28. August 2004 um 15:30
In Antwort auf leonor_12505680

Gedicht
Hallo Linda,
ich habe das Gedicht gelesen und es hat mich berührt. Es beschreibt einen Menschen, der innerlich leer ist, der nichts von sich hält, unendlich traurig ist, der glaubt, alle anderen sind mehr wert als er selbst. Woher hast du es?
Liebe Grüße Marion

@ marion
Hi, das Gedicht habe ich von einem Freund von mir, ich fand es selbst sehr schön wusste aber aus irgendeinem Grund bis vor kurzem noch nicht unbedingt was es bedeutet.

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8. November 2006 um 19:55
In Antwort auf dayna_12096593

Selbstzweifel?
Wäre aber interessant zu wissen von wem das Gedicht ist.
Muss jemand sein, der wenig Selbstvertrauen hat und vor Minderwertigkeitskomplex, weil er/sie die "Anderen" höher als sich selbst stellt.
Schöne grüße
shiva

Hilfe
Hallo ich muss in ein paar Wochen ein Referat über ein Gedicht halten, aber ich kapiere es noch nicht so...ich muss es interpretiern, aber ich habe noch nie so etwas gemacht! Habt ihr vll ein paar tipps?

Hier das Gedicht!

Theodor Fontane (1819-1898)
1838
TRAURIGES ERWACHEN
Der Mond, der alte Lauscher,
Steht vor dem Fensterlein;
Er horcht und schaut wie neidisch
In Liebchens Kämmerlein.
Ich lag zu ihren Füßen,
O welch ein Götterlos! -
Und wiegte wonnetrunken
Mein Haupt in ihrem Schoß.
Sie spielte mit den Händchen
In meinem dunklen Haar
Und strich es zärtlich kosend; -
Wie schön das Mädchen war!
Mit ihrem lieben Auge,
Wie Diamant rein und klar.
Versprach sie ewge Treue; -
Wie schön das Mädchen war!
Aus ihren süßen Küssen
Da fühlte ich für wahr
Schon Seligkeit entsprießen; -
Wie schön das Mädchen war!
Die purpurfarbnen Lippen,
Die sagten endlich gar,
Dass sie mich herzlich liebe; -
Wie schön das Mädchen war!
Da, all die Lust zu fassen,
Hat meine Brust nicht Raum
Und selig rufend: Wanda!
Erwach' ich aus dem Traum.
Da war die Lust entflohen
Und bitterböser Schmerz,
Der Gram um ewge Trennung
Erfüllte nun mein Herz.
Zwar stand der Mond, der Lauscher,
Vor meinem Fensterlein;
Doch war er bald verschwunden,
Denn ich war ganz allein.


Vll hat Theodor Fontane dieses Gedicht geschrieben, da er sich alleine fühlte oder er sehnte sich nach Liebe...

bitte hilft mir so schnell wie möglich....danke

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Glück
Von: linny9999
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25. August 2004 um 16:44
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