Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Gedankenlesen - gut oder nicht?

Gedankenlesen - gut oder nicht?

15. Januar 2015 um 18:27 Letzte Antwort: 4. Februar 2015 um 21:33

Hallo, ich habe leider in den letzten Jahren oft Pech mit Menschen gehabt und mich teilweise sehr im anderen getäuscht. Wenn ich hier im Forum lese, geht es vielen von euch genauso wie mir.

Stellt euch mal vor, jemand würde euch die Möglichkeit geben, Gedanken zu lesen. Wie fändet ihr das? Wäre das toll für euch, oder hättet ihr Angst vor dem, was ihr das sehen könntet?

Bin gespannt auf eure Meinungen!

Mehr lesen

16. Januar 2015 um 9:53

Gedankenlesen
Die Menschen sind nicht so wie sie sich geben und wenn wir ihre Gedanken lesen könnten, währen wir mit Sicherheit sehr enttäuscht darüber was andere (unter Umständen auch) über uns denken. Es ist somit eher ein Fluch als ein Segen.
Außerdem wären wir enttäuscht, weil wir uns selber nicht verstanden fühlen (weil z.B. der Partner nicht unsere Gedanken lesen kann) ...
Und wir würden dazu neigen uns an das Bild an zu passen, das andere von uns haben (wollen), wir würden vermutlich versuchen die Person zu sein, die von anderen gemocht oder geliebt wird. Am ende könnten wir uns selber verlieren.
Würden wir uns vielleicht sogar wie Betrüger vorkommen, die die Herzen anderer erreichen, indem sie den Verstand auslesen?

Wir können ja mal fragen wie es anders herum wäre, stell dir einmal vor jemand hat sich in dich verliebt und weiß ganz genau was du willst und brauchst. Du wirst ihn (oder sie) aber nicht los, Weil er oder sie immer ein Gegenargument findet.

Das ganze hängt also vor allem von der Reife der Person ab die Gedanken lesen kann. Man kann es für gutes oder auch für schlechtes verwenden, das ist eine sehr große Verantwortung, und von so einer Person würde sehr sehr viel erwartet werden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Januar 2015 um 17:18


ne, geht mir auch so - lieber nicht!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
20. Januar 2015 um 17:02

Na ja...
... direkt Gedanken lesen ja nicht - aber Mimik, Körpersprache, Tonalität lesen, das geht mit etwas Übung wirklich. Und ich muss Urbi recht geben, wenn man den Dreh einmal raus hat, sind die Gegensätze zwischen Gesprochenem und der tatsächlichen Absicht dahinter in manchen Fällen mehr als gegensätzlich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Januar 2015 um 9:17

Never!
Höflichkeit basiert zu weiten Teilen darauf, etwas nicht auszusprechen und auch in kleineren Teilen darauf, zu lügen. Das hat seinen Grund. Eine jede soziale Gruppe würde mit Pauken und Trompeten (und Dolchen und Schwertern) zusammenbrechen, wenn jeder immer die Wahrheit sagen und alles auch aussprechen würde, statt an den passenden Stellen auch mal die Klappe zu halten.

Angst davor hätte ich nicht - aber pffffffff, das will doch alles niemand wissen.

Ja, man täuscht sich manchmal in Menschen.
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass das dazu gehört? Und warum das dazu gehört?

Wenn jemand immer wieder auf andere Menschen herein fällt (egal in welcher Hinsicht), gibt es an diesem Menschen einen passenden Magneten, der sich mit dem der Menschen, auf die er herein fällt, ergänzt. Grundsätzlich passiert das nahezu jedem. Gelegentlich. Weil es eben dazu gehört. Wenn es sich aber (egal in welcher Hinsicht) stark häuft, trägt man irgendwo in sich so einen Magneten.
Nun, der einzige Mensch auf der Welt, den Du ändern kannst - bist Du selbst. Also suche mal, was Dein Magnet ist, statt in den Gedanken anderer Menschen zu suchen.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass das meist zumindest auch (!) daran liegt, dass man selbst (!) das sieht, was man gerade sehen möchte, was man sich sehr, sehr wünscht, endlich mal zu finden? Das man zu solchen falschen Bildern fast immer auch selbst beiträgt, weil man so gern etwas sehen / haben / erleben möchte, dass man das auch dann sieht, wenn es nicht da ist? Dass man selbst eigentlich nicht auf einen Menschen "herein fällt" sondern eher auf *das Bild* des Menschen, was man selbst hat? In fast allen Fällen, die ich zu so etwas erlebt habe, spielen solche Projektionen eine entscheidende Rolle.
Denk mal darüber nach, ob Du da einen Hang dazu hast. Wenn ja, kannst Du an diesem Punkt viel besser ansetzen, als mit irgendwelchen "Gedankenlesen" - Ideen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Januar 2015 um 9:25
In Antwort auf avarrassterne

Never!
Höflichkeit basiert zu weiten Teilen darauf, etwas nicht auszusprechen und auch in kleineren Teilen darauf, zu lügen. Das hat seinen Grund. Eine jede soziale Gruppe würde mit Pauken und Trompeten (und Dolchen und Schwertern) zusammenbrechen, wenn jeder immer die Wahrheit sagen und alles auch aussprechen würde, statt an den passenden Stellen auch mal die Klappe zu halten.

Angst davor hätte ich nicht - aber pffffffff, das will doch alles niemand wissen.

Ja, man täuscht sich manchmal in Menschen.
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass das dazu gehört? Und warum das dazu gehört?

Wenn jemand immer wieder auf andere Menschen herein fällt (egal in welcher Hinsicht), gibt es an diesem Menschen einen passenden Magneten, der sich mit dem der Menschen, auf die er herein fällt, ergänzt. Grundsätzlich passiert das nahezu jedem. Gelegentlich. Weil es eben dazu gehört. Wenn es sich aber (egal in welcher Hinsicht) stark häuft, trägt man irgendwo in sich so einen Magneten.
Nun, der einzige Mensch auf der Welt, den Du ändern kannst - bist Du selbst. Also suche mal, was Dein Magnet ist, statt in den Gedanken anderer Menschen zu suchen.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass das meist zumindest auch (!) daran liegt, dass man selbst (!) das sieht, was man gerade sehen möchte, was man sich sehr, sehr wünscht, endlich mal zu finden? Das man zu solchen falschen Bildern fast immer auch selbst beiträgt, weil man so gern etwas sehen / haben / erleben möchte, dass man das auch dann sieht, wenn es nicht da ist? Dass man selbst eigentlich nicht auf einen Menschen "herein fällt" sondern eher auf *das Bild* des Menschen, was man selbst hat? In fast allen Fällen, die ich zu so etwas erlebt habe, spielen solche Projektionen eine entscheidende Rolle.
Denk mal darüber nach, ob Du da einen Hang dazu hast. Wenn ja, kannst Du an diesem Punkt viel besser ansetzen, als mit irgendwelchen "Gedankenlesen" - Ideen.

Das...
... ist jetzt wirklich gut beschrieben / definiert!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Januar 2015 um 10:08

Manche....
... Frau? Ziemlich viele, würd ich sagen!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Januar 2015 um 11:13

...
Auch nicht immer

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Januar 2015 um 17:37

Kommt drauf an
Ich fände das toll, solange ich es ein- und abschalten könnte

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Januar 2015 um 18:57

"oder hättet ihr Angst vor dem, was ihr das sehen könntet?"
Sicher. Man könnte schließlich auch gefährliche, kranke, abstoßende und Angst machende Dinge in manchen Köpfen entdecken. Und ich denke nicht, dass das ohne Auswirkung auf einen selbst geschehen könnte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
22. Januar 2015 um 11:15

Da häng ich mich mal rein...
klar kenne ich die Situationen ... wenn auch nicht in Sachen "umworben werden" - das ist ja nicht die einzige Möglichkeit, sich blaue Flecke zu holen, wenn man sich in einem Menschen irrt.

Aber obwohl ich anderen Menschen generell sehr schwer vertrauen kann (ohne das als störend zu empfinden) würde ich es ganz sicher nicht "automatisch" erkennen wollen. Die blauen Flecke, die man sich holen kann, wenn man vertraut und später bereut, gehören zum Leben dazu. Kein Licht ohne Schatten.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
26. Januar 2015 um 14:26
In Antwort auf avarrassterne

Da häng ich mich mal rein...
klar kenne ich die Situationen ... wenn auch nicht in Sachen "umworben werden" - das ist ja nicht die einzige Möglichkeit, sich blaue Flecke zu holen, wenn man sich in einem Menschen irrt.

Aber obwohl ich anderen Menschen generell sehr schwer vertrauen kann (ohne das als störend zu empfinden) würde ich es ganz sicher nicht "automatisch" erkennen wollen. Die blauen Flecke, die man sich holen kann, wenn man vertraut und später bereut, gehören zum Leben dazu. Kein Licht ohne Schatten.

Hmm...
So ne Situation hatte ich tatäschlich noch nie, dass ich das gedacht hätte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
26. Januar 2015 um 15:31

Nun...
das ist unlogisch.

Bei jemandem, der "verrucht" ist, braucht man zum Verführen nämlich eben nicht lügen. Nur bei denen, die dafür die grossen Gefühlen brauchen / möchten. so - what kinda risk?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
28. Januar 2015 um 10:46

Eine Form der Selbstdarstellung...
... ja.
Aber wer eine Form der Selbstdarstellung wählt, die den eigenen Wünschen und Zielen gegensätzlich ist, der ist jetzt aber auch beim besten Willen selbst schuld an den Konsequenzen.
Wer sich also als "verrucht" präsentiert und erwartet, dass die Kandidaten mit den tiefsten, aufrichtigsten und innigsten Gefühlen und ausschliesslich blütenweissen keuschen Absichten vorsprechen, der sollte irgendwie doch mal überlegen, ob das jetzt wirklich zum Masterplan taugt. ^^

Ja, umworben werden ist für jeden Menschen von Bedeutung. Einen verruchten Menschen umwirbt man mit Komplimenten - ob die nun jetzt aus tiefstem Herzen aufrichtig sind oder eher bissl überzogen - der Unterschied tut nicht wirklich weh, wenn man über ein intaktes Selbstbewusstsein verfügt. Da kann man Charme und Aufmerksamkeit einfach geniessen und gut ist es.

Aber die Frage, inwiefern man sich in Menschen täuschen kann / von Menschen getäuscht werden kann, hängt immer und primär an der eigenen Erwartungshaltung. Und im Kontext zu diesem Thread muss man beim "Umwerben" dann lügen, wenn es um Gefühle, um Zukunftspläne, um hehere Ziele und grosse Absichten geht - nicht bei ein paar Komplimenten.
Wenn mir beim "umworben werden" jemand mit irgendwelchem Gelaber von Liebe und Herzelbubbern und am besten noch von Beziehung kommt, der mich noch gar nicht wirklich kennt (weil wir erst ein paar Dates hatten oder so) - dann fange ich herzlich an zu lachen - und je nachdem, wie er dann reagiert, ist der Kontakt u.U. tot - weil ich nicht davon ausgehe, dass man einen Menschen wirklich lieben kann, den man noch nicht einmal kennt.

Bei Frauen ist das etwas anders, sie verlieben sich meist schneller (einige Männer natürlich auch) und wünschen sich natürlich, dass derjenige, der diese Gefühle in ihnen auslöst, diese teilt. Aber Verliebtheit ist nicht Liebe, an der Geschichte mit "Mann vom Mars, Frau von der Venus" ist im Ganzen betrachtet nicht wenig dran und dann gibt es auch noch diese bewährte Weisheit, dass etwas, was zu schön ist, um wahr zu sein, üblicher Weise schlicht auch nicht wahr ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
30. Januar 2015 um 20:06

Hmpf
ich halt ja schon die grosse Klappe

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
2. Februar 2015 um 14:59


Nein, ich bin nicht verschreckt, hatte nur zu tun

Und warum soll mich die Meinung von avarrassterne, die meiner sehr ähnelt, verschrecken?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
4. Februar 2015 um 21:33

Na klar
wäre das super

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper