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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Gedankenkarussell, weiß keinen Ausweg mehr

Letzte Nachricht: 14. Februar 2015 um 15:38
B
bella_12341579
10.02.15 um 22:06

hallo,
ich bin ein 17 jahre altes mädchen und gehe aufs gymnasium. davor war ich auf der realschule und habe dann mit der mittleren reife weitergemacht.
bitte nehmt meine probleme ernst und kommt nicht mit solchen ratschlägen wie "ach das wird schon wieder" und "denk einfach nicht so viel nach". ich weiß im moment nicht, an wen ich mich noch wenden soll.
der text jetzt ist sehr lang, aber um das ganze problem zu schildern, muss ich ganz von vorne anfangen.

erstmal die vorgeschichte:
ich war früher ein total optimistischer, lebensfroher mensch, war mit mir selbst und dem leben an sich eigentlich immer zufrieden und wenn es mal probleme gab, z.B. mit freunden, hab ich sie angesprochen und versucht zu lösen. ich hatte auch nie weiter größere probleme.

aber dann haben sich in meiner realschulzeit meine 3 besten freunde sehr verändert, weil sie neue leute kennen gelernt und sich dann nicht mehr wirklich für mich interessiert haben. am anfang hab ich angesprochen, wie ich die situation sehe und wollte, dass es wieder sowie früher wird, indem wir wieder mehr zusammen machen. ich bin aber immer wieder auf zurückweisung und desinteresse gestoßen und dann kam irgendwann der gedanke, ich müsste mich verändern und mich einfach noch witziger und cooler als vorher verhalten, damit sie mich wieder mögen und merken, wie toll es früher war. das funktionierte aber nicht, und ich wurde einfach immer mehr angemotzt. um nicht mehr anzuecken, hab ich dann einfach garnicht mehr angesprochen, wie scheiße ich es fand, dass sie sich so verändert haben und hab so getan,als wäre nichts und als gings mir gut.

das hat sich natürlich alles in mir angestaut, aber ich hab mir immer nur gesagt "was willst du denn, stell dicht nicht so an und reiß dich mal zusammen, du hast doch gar kein problem". irgendwann hab ich ne psychotherapie angefangen. dann war ich noch bis zu meinem abschluss auf der realschule und nach den sommerferien auf dem gymnasium. da war ich echt froh drüber, weil ich dann nicht mehr jeden tag mit den kaputten freundschaften konfrontiert wurde, die ich immer irgendwie versucht hab, zu beschönigen.
ich hab neue leute kennen gelernt, aber hab auch die halbe schule schon gekannt und da waren viele leute dabei, die ich mag.

aber das problem:
diese unsicherheit, die angst, wieder abgelehnt zu werden und dass alle mich nur blöd und nervig finden. seit der situation damals verstell ich mich für andere und versuch es jedem recht zu machen und ja nichts falsch zu machen. ich fühl mich auch sehr schnell angegriffen und versuch deswegen, meine gefühle und gedanken für mich zu behalten, weil ich denk, dass ich damit andere nur nerve.
meiner psychotherapeutin hab ich das natürlich alles erzählt und wir haben immer strategien durchgesprochen, wie ich mich überzeugen kann, dass das alles nicht (mehr) stimmt.

aber irgendwie hab ich immer wieder bei 0 angefangen. ich weiß durch das ständige verstellen auch gar nicht mehr wer ich bin bzw was ich mag etc. das war auch immer ein thema, dass ich meine alten eigenschaften zurück will und einfach wieder so zufrieden mit mir sein will wie früher.
ich weiß schon lang, dass ich zu viel über alles möglich nachdenk. und irgendwann als ich dann mal gemeint habe, dass mich diese ganzen übungen irgendwie nicht weiterbringen, meinte sie, dass ihr auch aufgefallen ist, dass ich oft die selben fragen und probleme mitbringe, und ich soll einfach mal nichts versuchen. nicht nachdenken. nachdenkverbot. das hab ich dann mal versucht und es hat sich richtig angefühlt, und ich hab auch gemerkt wie ich wieder einen draht zu mir selbst bekomme.
aber leider nur ein paar minuten, dann ging das denken wieder los.
irgendwann hatten wir es dann vom loslassen und meine therapeutin meinte, das ist das richtige, ich muss nicht mehr weiter auf damals eingehen, sondern einfach loslassen.

jetzt ein sprung zu meiner jetzigen situation und meinem eigentlichen problem:
ich bin jetzt das zweite jahr am gymnasium, hab zwei tolle neue beste freunde und viele andere gute.
aber ich verstell mich immer noch, denk, dass ich andere nur nerv und versuch, einfach immer cool und witzig rüberzukommen. meine gefühle behalte ich für mich.
erst neulich hab ich einer meiner freundinnen einen teil von der geschichte damals erzählt, nämlich, dass ich auch wegen dem ganzen stress mal ziemlich abgenommen habe und nah am untergewicht war, mit so typischen gedanken, dass ich dann wenigstens die kontrolle übers essen habe (das ist heute nicht mehr so, ich ess und wiege normal viel). sie hat dann gemeint "das war bei mir genau das selbe".
und dann hab ich gemerkt wie gut es sich anfühlt dass ich ihr wenigstens einen teil der geschichte erzählt hab. etwas in mir hat angefangen zu heilen.
ich hab gedacht: jetzt hab ich den ausweg aus dem gedankenkarussell, ich muss wieder gefühle zulassen und das von damals meinen freunden erzählen. ich hab gedacht: ja das ist es, das fühlt sich richtig an, mach genau das weiter.

aber die gedanken haben mich wieder eingeholt, und ich weiß einfach nicht mehr weiter, was ich jetzt machen soll.
ich schreib hier mal meinen tagebucheintrag von heute hin:

"es ist unglaublich und schmerzhaft, wie schwer mir das alles trotzdem noch fällt. das loslassen, wieder gefühle, vor allem positive, zuzulassen und einfach nach vorne zu schauen. ich verliere den durchblick über meine eigentliche situation bei dem ganzen gewirr aus gedanken: einerseits hat mir das gespräch mit der *name freundin* und meine auseinandersetzung mit mir danach gezeigt, dass es sich sehr gut und richtig anfühlt, wieder gefühle zuzulassen, andererseite verfalle ich seitdem trotzdem dauernd wieder dem gedankenkarussell und stehe dann wieder am ausgangspunkt. und mittlerweile weiß ich nicht mehr: denk ich einfach nur zu viel nach und bild mir meine probleme nur ein? oder ist da wirklich noch ein aspekt aus meiner vergangenheit, den ich noch nicht betrachtet und tausend mal durchanalysiert habe? dabei spielt vor allem der gedanke von früher eine rolle,nämlich "was willst du denn? du hast keine probleme und die anderen verhalten sich doch auch nicht so wie du und sind dauernd am grübeln.". und ich denke, ich hab einfach angst,dass ich beim loslassen wieder nur so tue, als wäre nichts, obwohl ich eigentlich ein problem habe. aber das hat mir meine pyschotherapeutin damals ja schon erklärt, dass ich keine angst haben muss, irgendwas zu verdrängen, ich habe mich lang genug damit auseinandergesetzt.
[und jetzt der kerngedanke]:
wenn ich kein problem habe, warum kann ich dann nicht einfach aufhören zu denken? das denken an sich IST mein problem. und ich begreife nicht, dass alles, meine ängste, meine entwicklung, nur damit zusammenhängen soll. dann kommt zwischendrin immer wieder mal der gedanke und lichtblick "hör einfach auf", und kurz darauf "ES KANN NICHT SO LEICHT SEIN". ich schrei mich in meinem kopf regelrecht an und denk mir "wie blöd muss man eigentlich sein, dass man nicht mal die einfachste sache der welt, nämlich an nichts denken und einfach man selbst sein, nicht kann?". und so geht das immer weiter, tag für tag. das ist der grund, warum ich mittlerweile nicht mehr weiß, was ich glauben soll.
1.) das los- und gefühle zulassen hat sich so gut angefühlt und ich hab mich mir für einen moment wieder so richtig nahe gefühlt, voller lebensfreude und tatendrang.
2.) es muss einen grund geben, warum ich immer wieder in mein altes denkmuster zurückfalle. ist da noch was? oder bin ich wirklich einfach nur zu blöd und muss mich endlich mal zusammenreißen? außerdem ist das alles so bescheuert, das würde niemand verstehen, wenn ich es ihm erzähle.
ich gehe immer einen schritt vor und dann gleich wieder zwei zurück. ich hab richtige schuldgefühle, wenn ich mal wieder dabei bin, in richtung loslassen und etwas neueswagen zu gehen. ich denk mir dann immer: nein, jetzt noch nicht. da ist noch was.du hast es nicht verdient. du hast dir das alles selbst zuzuschreiben. jetzt musst du auch damit leben. du wirst nie wieder glücklich.
und: ich habs satt, für jeden immer die zu sein, zu der man immer mit seiner problemen kommen kann, die einen gut berät und stets zur stelle ist. selbstlos, nett, hilfsbereit und selber ohne probleme.
aber ich hab genauso probleme. ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, dass jemand versteht, was in mir vorgeht."

das war der eintrag. und wie ihr seht, mein problem ist das denken an sich, glaube ich zumindest.für mich klingt das so bescheuert, dass ich ständig versuche herauszufinden, ob was anderes dahintersteckt,und dadurch denke ich noch mehr nach. ich weiß, dass ich zu viel denke, aber "einfach loslassen" und weniger denken hört sich für mich so leicht an. und wenn es das wirklich ist, wieso hab ich es dann bis jetzt noch nicht geschafft? und weil ich das alles selber so bescheuert finde, erzähl ich es auch niemanden, weil es wahrscheinlich eh keiner verstehen würde.
ist hier jemand, der das selbe problem hat? bitte helft mir und nehmt mich vor allem ernst.
danke

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G
galila_11974654
13.02.15 um 12:50

Hallo
Ich finde nicht, dass du auf dem falschen Weg bist! Du hast dein Problem erkannt und Hilfe bei einer Psychotherapeutin gesucht- das finde ich sehr mutig und bewundernswert von dir. Und du suchst Hilfe in diesem Forum, was ich ebenfalls super finde, denn das zeigt, dass du dein Problem erkannt hast und etwas dagegen tun möchtest.
Du schreibst, dass du zu viel nachdenkst. Nachdenken ist an sich eine gute Sache. Aber nur wenn sich die Gedanken nicht zwangshaft im Kreis drehen, wie du es schreibst. Gedanken könnten auch inspirieren und neue Wege aufzeigen. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn du deinen Gedanken eine neue Richtung gibst. Warum nicht einmal über die schönen Dinge in deinem Leben nachdenken und über die Sachen, auf die du stolz bist? Widme deine Gedanken, aus denen wertvolle Dinge entstehen können, doch einmal dem Positiven. Oder suche dir eine Freizeitbeschäftigung oder ein Hobby, dem du dich voll hingeben kannst- auch mit deinen Gedanken.
Und was ich ganz wichtig finde: Sprich weiter mit deiner Psychotherapeutin über deine Probleme. Sei zu ihr genauso ehrlich wie mit uns hier im Forum! Sag ihr genau das, was du uns erzählt hast. Dann bin ich ganz sicher, dass ihr gemeinsam eine Lösung finden werdet!

Deine louby43

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F
finlay_12173529
13.02.15 um 22:57

Gedanken steuern dein ich
Hallo msholmes
Diese Probleme die du da beschreibst kommen mir recht bekannt vor. Du sitzt zu Hause und andauernd ziehen die selben Gedanken durch deinen Kopf und du machst dich selbst verrückt, immer mit den ein und den selben Gedanken. Zum Teil verspürst du auch vielleicht eifach schon den Zwang, denken zu müssen, dass du jetzt denken musst, ansonsten hättest du ja was anderes zu tun, als zu denken
Ich denke, du hast dich mit der Zeit einfach selbst verloren, dich selbst und deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt, um vllt bei den anderen anzukommen, um auch nicht abgelehnt zu werden. Ganz oben beschreibst du, dass deine ehemaligen Freunde dich nach und nach immer mehr ablehnten. Meinst du nicht, dass das evtl. damit zusammen hängen kann, dass du nicht mehr auf dich selbst gehört hast und nur noch den Ansprüchen der anderen gerecht werden wolltest? Wahrscheinlich auch nur, weil du Verlustangst hast.
Wahrscheinlich brauchst du einfach nur eine Vertrauensperson, mit der du über deine Probleme reden kannst und gegenseitiges Verständnis herrscht. Du hast dich deiner neuen Freundin ein kleines Stück weit geöffnet und sie ist dir mit Verständnis entgegen gekommen, da sie etwas ähnliches mitgemacht hat wie du, kann sie dich verstehen. Und anstatt, dass du dich selbst mit Gedanken weiter runter ziehst, solltest du in die Tiefe gehen und gucken, wo der Ursprung dieser Probleme liegt, die Antwort findest du in dir selbst.
Woher kommen die Schuldgefühle? Hast du dir selbst gegenüber vllt Schuldgefühle? Weil du dich selbst vernachlässigst und deinen Gedanken und Problemen in deinem Leben zu viel Aufmerksamkeit schenkst, sodass du die guten Seiten schnell übersiehst?
Deine Freundin und du, ihr solltet vllt mal mehr zusammen unternehmen und vielleicht mal mehr miteinander sprechen. Lass den psychologen und vergiss auch, dass dich niemand versteht. Wenn du dich selbst verstehen kannst, dann hast du auch nicht mehr das Problem, das Gefühl zu haben, dass dich niemand versteht, verstehst du wie ich meine? Gehe in dich und versuche dich und deine eigenen Handlungen nachzuvollziehen, das wird dir einiges erleichtern.
Liebe Grüße und alles Gute

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F
finlay_12173529
13.02.15 um 23:15


was dir vielleicht noch helfen kann...
du musst dir ziele setzen. deinen eigenen willen stärken. die Gedanken in geanu die richtung lenken, in der du dich selbst gern sehen willst, du musst dir selbst wichtiger werden. ein gesunder egoismus gehört zum Leben dazu!! Sobald du weißt, was du willst, deinen weg gefunden hast und beständig dabei bleibst, kommt die selbstliebe und damit wären auch deine probleme bald gelöst.
wünsch dir viel erfolg, auch bei deinem Abitur!!

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B
bella_12341579
14.02.15 um 11:36
In Antwort auf finlay_12173529

Gedanken steuern dein ich
Hallo msholmes
Diese Probleme die du da beschreibst kommen mir recht bekannt vor. Du sitzt zu Hause und andauernd ziehen die selben Gedanken durch deinen Kopf und du machst dich selbst verrückt, immer mit den ein und den selben Gedanken. Zum Teil verspürst du auch vielleicht eifach schon den Zwang, denken zu müssen, dass du jetzt denken musst, ansonsten hättest du ja was anderes zu tun, als zu denken
Ich denke, du hast dich mit der Zeit einfach selbst verloren, dich selbst und deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt, um vllt bei den anderen anzukommen, um auch nicht abgelehnt zu werden. Ganz oben beschreibst du, dass deine ehemaligen Freunde dich nach und nach immer mehr ablehnten. Meinst du nicht, dass das evtl. damit zusammen hängen kann, dass du nicht mehr auf dich selbst gehört hast und nur noch den Ansprüchen der anderen gerecht werden wolltest? Wahrscheinlich auch nur, weil du Verlustangst hast.
Wahrscheinlich brauchst du einfach nur eine Vertrauensperson, mit der du über deine Probleme reden kannst und gegenseitiges Verständnis herrscht. Du hast dich deiner neuen Freundin ein kleines Stück weit geöffnet und sie ist dir mit Verständnis entgegen gekommen, da sie etwas ähnliches mitgemacht hat wie du, kann sie dich verstehen. Und anstatt, dass du dich selbst mit Gedanken weiter runter ziehst, solltest du in die Tiefe gehen und gucken, wo der Ursprung dieser Probleme liegt, die Antwort findest du in dir selbst.
Woher kommen die Schuldgefühle? Hast du dir selbst gegenüber vllt Schuldgefühle? Weil du dich selbst vernachlässigst und deinen Gedanken und Problemen in deinem Leben zu viel Aufmerksamkeit schenkst, sodass du die guten Seiten schnell übersiehst?
Deine Freundin und du, ihr solltet vllt mal mehr zusammen unternehmen und vielleicht mal mehr miteinander sprechen. Lass den psychologen und vergiss auch, dass dich niemand versteht. Wenn du dich selbst verstehen kannst, dann hast du auch nicht mehr das Problem, das Gefühl zu haben, dass dich niemand versteht, verstehst du wie ich meine? Gehe in dich und versuche dich und deine eigenen Handlungen nachzuvollziehen, das wird dir einiges erleichtern.
Liebe Grüße und alles Gute

Danke, liebe baraena
...für deinen beitrag, du verstehst mich ziemlich gut und allein diese tatsache ist mir schon sehr viel wert, weil ich ja immer denk, dass das keiner kann.
ja ich verspüre wirklich oft einen zwang, jetzt über das und das nachdenken zu müssen und meistens sind es total belanglose sachen. ich kann mir irgendwie auch gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne denken gehen soll und denk dann immer, dass mein Leben außer kontrolle gerät, wenn ich mal nicht nachdenke.
und das hängt widerrum damit zusammen, dass ich mich selbst verloren habe. ich hab immer dieses bild von meinem leben damals vor den ganzen problemen im kopf und seh es als perfekt. dabei war es das ja auch nicht, ich war nur einfach zufrieden mit mir und hatte ein gutes Selbstbewusstsein. aber jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen wie das ist und mein altes ich scheint mir so unerreichbar, wie ein anderer mensch.
du hast recht, ich hab mich damals verstellt, um den anderen gerecht zu werden und hab gehofft, dass dadurch alles so wie vorher wird. ich hab heute meine ganzen fehler aus der vergangenheit erkannt, da ich mich ja intensiv damit auseinander gesetzt hab, aber irgendwie schaff ichs einfach nicht, nach vorn zu schauen und zu versuchen, wieder auf mich zu hören.
ich weiß denk ich auch warum. ich bin nämlich ein total perfektionistischer mensch und will immer 100%. und meine wunschvorstellung ist so, dass es auf einmal in meinem kopf klick macht und ich wieder genau so bin wie früher, mich also selbst liebe und total selbstbewusst und optimistisch bin.
ich bin so ungeduldig mit mir und versuch dann meistens auch gar nicht, was neues zu wagen, weil ich mir immer denk: entweder ganz oder gar nicht. also dass danach dann alles so sein muss wie früher.
die schuldgefühle kommen dann denk ich daher, dass ich dem nicht gerecht werden kann und deswegen meine, dass ich total unfähig bin. und auf jeden fall auch, dass ich so viel zeit mit nachdenken und nichts tun verschwende, anstatt mich einfach mal wieder an den kleinen dingen und schönen seiten im leben zu erfreuen.
ich hab einfach so diese vorstellung eingehämmert, dass es ohne nachdenken nicht geht.
wie kann ich mich wieder selbst finden oder mehr auf mich eingehen?
meinen freunden will ich mich auf jeden fall weiter öffnen, da ich will, dass sie wissen, was mich so beschäftigt und in mir vorgeht.
ich denke, du hast recht. wenn ich mich selber verstehe, habe ich auch nicht mehr das gefühl, verrückt zu sein. und dass hier antworten zu meinem beitrag kommen, zeigt ja auch, dass ich verstanden werde.
trotzdem fühlt sich das alles manchmal so unüberwindbar an, als würd ich vor einem riesigen chaotischen haufen probleme stehen, den ich erstmal ewig sortieren muss.

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B
bella_12341579
14.02.15 um 11:43
In Antwort auf finlay_12173529


was dir vielleicht noch helfen kann...
du musst dir ziele setzen. deinen eigenen willen stärken. die Gedanken in geanu die richtung lenken, in der du dich selbst gern sehen willst, du musst dir selbst wichtiger werden. ein gesunder egoismus gehört zum Leben dazu!! Sobald du weißt, was du willst, deinen weg gefunden hast und beständig dabei bleibst, kommt die selbstliebe und damit wären auch deine probleme bald gelöst.
wünsch dir viel erfolg, auch bei deinem Abitur!!

Das hab ich auch schon oft gehört
...nur: inwiefern soll ich mir ziele setzen? und welche? mir geht es ja hauptsächlich darum, weniger nachzudenken und wieder mehr auf mich und meine gefühle zu hören. welches ziel könnte ich mir in diese richtung setzen?

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F
finlay_12173529
14.02.15 um 15:28
In Antwort auf bella_12341579

Danke, liebe baraena
...für deinen beitrag, du verstehst mich ziemlich gut und allein diese tatsache ist mir schon sehr viel wert, weil ich ja immer denk, dass das keiner kann.
ja ich verspüre wirklich oft einen zwang, jetzt über das und das nachdenken zu müssen und meistens sind es total belanglose sachen. ich kann mir irgendwie auch gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne denken gehen soll und denk dann immer, dass mein Leben außer kontrolle gerät, wenn ich mal nicht nachdenke.
und das hängt widerrum damit zusammen, dass ich mich selbst verloren habe. ich hab immer dieses bild von meinem leben damals vor den ganzen problemen im kopf und seh es als perfekt. dabei war es das ja auch nicht, ich war nur einfach zufrieden mit mir und hatte ein gutes Selbstbewusstsein. aber jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen wie das ist und mein altes ich scheint mir so unerreichbar, wie ein anderer mensch.
du hast recht, ich hab mich damals verstellt, um den anderen gerecht zu werden und hab gehofft, dass dadurch alles so wie vorher wird. ich hab heute meine ganzen fehler aus der vergangenheit erkannt, da ich mich ja intensiv damit auseinander gesetzt hab, aber irgendwie schaff ichs einfach nicht, nach vorn zu schauen und zu versuchen, wieder auf mich zu hören.
ich weiß denk ich auch warum. ich bin nämlich ein total perfektionistischer mensch und will immer 100%. und meine wunschvorstellung ist so, dass es auf einmal in meinem kopf klick macht und ich wieder genau so bin wie früher, mich also selbst liebe und total selbstbewusst und optimistisch bin.
ich bin so ungeduldig mit mir und versuch dann meistens auch gar nicht, was neues zu wagen, weil ich mir immer denk: entweder ganz oder gar nicht. also dass danach dann alles so sein muss wie früher.
die schuldgefühle kommen dann denk ich daher, dass ich dem nicht gerecht werden kann und deswegen meine, dass ich total unfähig bin. und auf jeden fall auch, dass ich so viel zeit mit nachdenken und nichts tun verschwende, anstatt mich einfach mal wieder an den kleinen dingen und schönen seiten im leben zu erfreuen.
ich hab einfach so diese vorstellung eingehämmert, dass es ohne nachdenken nicht geht.
wie kann ich mich wieder selbst finden oder mehr auf mich eingehen?
meinen freunden will ich mich auf jeden fall weiter öffnen, da ich will, dass sie wissen, was mich so beschäftigt und in mir vorgeht.
ich denke, du hast recht. wenn ich mich selber verstehe, habe ich auch nicht mehr das gefühl, verrückt zu sein. und dass hier antworten zu meinem beitrag kommen, zeigt ja auch, dass ich verstanden werde.
trotzdem fühlt sich das alles manchmal so unüberwindbar an, als würd ich vor einem riesigen chaotischen haufen probleme stehen, den ich erstmal ewig sortieren muss.

Immer positiv bleiben
Es kann ja sein, dass du einen Haufen Probleme hast, beziehungsweise, dass du dir diesen Haufen zur Priorität machst. Sprich über deine Probleme. Das heißt nicht, dass du mit jemandem reden sollst, dass du diese und diese gedanken hast, sondern über die probleme die zu z.b. mit deinen Freunden hattest, was aber auch nicht zwingend erforderlich ist, weil damit stehn deine Probleme immernoch an erster stelle, rede über dich, was dich ausgemacht hat, deine eigenen sachen, ich denke in der beziehung zwischen dir und deinen freundinnen stellt ihr euch bestimmt gegenseitig vor. Jeder hat seine Geschichte.. wenn du aber nur deine probleme im kopf hast, wird es schwierig. Scheiß drauf, was die anderen darüber denken. Vielleicht fehlt es dir auch einfach nur an Vertrauen. Zu dir selbst kannst du finden, in dem du dir deiner Werte, deiner Stärken und Schwächen bewusst wirst. Dazu gehört auch eine gewisse Einsicht, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen und zu wissen, was du willst, sei es im außen oder was du von dir selbst verlangst, deine Bedürfnisse. Mit 17 Jahren bist du auch kein "Kind" mehr, auch wenn du dir wünschst, es wäre so wie früher. In gewisser weise schon, aber ab einem gewissen Alter muss man versuchen, seinen eigenen Weg einzuschlagen, noch nicht ganz alleine, aber schon mal ein stück weit, wenn du verstehst wie ich meine, noch hast du deine Eltern, die dich wahrscheinlich unterstützen, deine Familie, die dich schon immer kennt. Weißt du, es kann so werden wie früher, aber es kann in Zukunft vielleicht noch viel besser werden als früher, auch wenn du jetzt noch bedenken hast. Du musst mutig sein und deinen eigenen Kontrollzwang überwinden. Du musst dir dein eigenes Bild machen, deine eigene Sichtweise bilden und versuchen auf deine eigenen Handlungen zu vertrauen. Jeder mensch macht fehler. Du kannst die Fehler machen, aber du kannst damit nur was erreichen, wenn du aus diesen lernst.
Du bist wahrscheinlich ein Mensch, der gerne hilft. Du hast in deinem beitrag geschrieben, dass du nicht immer nur helfen kannst und dich selbst vergisst. mach doch diese Sache zu deiner Stärke, manche Menschen finden so zu sich. Versuch es doch einfach mal. So baust du auch selbstliebe auf und lernst dir selbst wieder zu vertrauen, wirst optimistischer, weil du auch so genommen wirst wie du bist und so lösen sich vllt auch die Gedanken auf.

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finlay_12173529
14.02.15 um 15:35
In Antwort auf finlay_12173529

Immer positiv bleiben
Es kann ja sein, dass du einen Haufen Probleme hast, beziehungsweise, dass du dir diesen Haufen zur Priorität machst. Sprich über deine Probleme. Das heißt nicht, dass du mit jemandem reden sollst, dass du diese und diese gedanken hast, sondern über die probleme die zu z.b. mit deinen Freunden hattest, was aber auch nicht zwingend erforderlich ist, weil damit stehn deine Probleme immernoch an erster stelle, rede über dich, was dich ausgemacht hat, deine eigenen sachen, ich denke in der beziehung zwischen dir und deinen freundinnen stellt ihr euch bestimmt gegenseitig vor. Jeder hat seine Geschichte.. wenn du aber nur deine probleme im kopf hast, wird es schwierig. Scheiß drauf, was die anderen darüber denken. Vielleicht fehlt es dir auch einfach nur an Vertrauen. Zu dir selbst kannst du finden, in dem du dir deiner Werte, deiner Stärken und Schwächen bewusst wirst. Dazu gehört auch eine gewisse Einsicht, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen und zu wissen, was du willst, sei es im außen oder was du von dir selbst verlangst, deine Bedürfnisse. Mit 17 Jahren bist du auch kein "Kind" mehr, auch wenn du dir wünschst, es wäre so wie früher. In gewisser weise schon, aber ab einem gewissen Alter muss man versuchen, seinen eigenen Weg einzuschlagen, noch nicht ganz alleine, aber schon mal ein stück weit, wenn du verstehst wie ich meine, noch hast du deine Eltern, die dich wahrscheinlich unterstützen, deine Familie, die dich schon immer kennt. Weißt du, es kann so werden wie früher, aber es kann in Zukunft vielleicht noch viel besser werden als früher, auch wenn du jetzt noch bedenken hast. Du musst mutig sein und deinen eigenen Kontrollzwang überwinden. Du musst dir dein eigenes Bild machen, deine eigene Sichtweise bilden und versuchen auf deine eigenen Handlungen zu vertrauen. Jeder mensch macht fehler. Du kannst die Fehler machen, aber du kannst damit nur was erreichen, wenn du aus diesen lernst.
Du bist wahrscheinlich ein Mensch, der gerne hilft. Du hast in deinem beitrag geschrieben, dass du nicht immer nur helfen kannst und dich selbst vergisst. mach doch diese Sache zu deiner Stärke, manche Menschen finden so zu sich. Versuch es doch einfach mal. So baust du auch selbstliebe auf und lernst dir selbst wieder zu vertrauen, wirst optimistischer, weil du auch so genommen wirst wie du bist und so lösen sich vllt auch die Gedanken auf.


Manchmal hilft es auch einfach schon seine eigenen Probleme ein bisschen nach hinten zu verlagern und anderen bei ihren problemen zu helfen. Es gibt bestimmt einige, die ähnliche Probleme haben und so kannst du auch aus den fehlern deiner Freunde lernen.
Es hilft auch, wenn du einfach versuchst, deinen Verstand auszuschalten und mit deinem Herzen schaust, manchmal muss man sich auch von seiner verletzlichen seite zeigen, denn diese kann einem oft viel weiter helfen als wenn man sich hinter einer Mauer versteckt.

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finlay_12173529
14.02.15 um 15:38
In Antwort auf bella_12341579

Das hab ich auch schon oft gehört
...nur: inwiefern soll ich mir ziele setzen? und welche? mir geht es ja hauptsächlich darum, weniger nachzudenken und wieder mehr auf mich und meine gefühle zu hören. welches ziel könnte ich mir in diese richtung setzen?


Schau mal hier rein
http://www.psychotipps.com/selbstverantwortung-teil-3.html

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