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Geburtstrauma?

14. Juni 2015 um 14:29

Durch mein persönliches Interesse an psychoaktiven Substanzen und Schamanismus bin ich auf den Begriff des Geburtstraumas gestoßen. Angeblich soll dieses zu körperlichen und psychischen Beschwerden führen. Daher frage ich mich nun: Was hat das Geburtstrauma mit mir angestellt?
Natürlich weise ich, wie wahrscheinlich jeder, bestimmte Verhaltensweisen auf, die so nicht als "normal" gelten, aber deswegen gleich von einem psychischen Problem zu sprechen, das auch noch Folge vom Geburtstrauma ist, halte ich für ein wenig vorschnell und unbedacht.
Bei einigen Dingen weiß ich leider nicht, ob andere Menschen genau die gleichen Gedankengänge besitzen, bei anderen wiederum nicht, ob sie überhaupt in Verbindung mit der Geburt stehen können. Ich weiß, dass ich noch einiges selbst herausfinden muss, aber, da ich ein kompletter Laie in der Psychologie, wollte ich mich, zumindest für den Einstieg, hier ein wenig nach Hilfe umschauen. Bestimmte Verhaltensmuster von mir werde ich, wenn überhaupt, aus oben genannten Gründe erst später preis geben.
Vielleicht kann man ein Geburtstrauma ja auch ausschließen! Ich will zurzeit versuchen meine Psyche besser zu verstehen, und hoffe hier auf ein wenig Beistand, in welcher Form auch immer (Internetseiten, Gespräch, Buchtipps, irgendwelche Anhalts- oder Ansatzpunkte etc.) Dafür bedanke ich mich schon einmal recht herzlich.
@
Ok viel geredet, wenig gesagt, hier zu den groben Umständen meiner Geburt, was mir im Kopf von den Schilderungen meiner Eltern geblieben ist:
Kurz vor der Geburt habe ich mir wohl die Nabelschnur um den Hals gewickelt, meine Herztöne (oder was auch immer gemessen wurde) waren demnach etwas Besorgnis erregend, sodass ich per Kaiserschnitt rausgeholt werden musste. Mein Mutter habe ich folglich direkt nach der Geburt nicht gesehen.
Erwähnenswert ist vielleicht, dass ich als kleines Kind sehr viele Alpträume hatte, sodass ich oft extrem verkrampft in meinem Bettchen lag. Festgestellt werden konnte nichts. Sonst war ich nie wegen irgendwelchen Auffälligkeiten bei einem Psychologen oÄ-

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14. Juni 2015 um 22:44

Lieb(r) nashmind!
Ich veruch`s mal. Ein Geburtstrauma entsteht dadurch, weil der Mensch die Geborgenheit im Mutterleib vermisst. Auch durch die Umstellung des Atmens kann der Auslöser hierfür sein, wie es Freud, in seinen zahlreichen (oder zahllosen) Veröffentlichungen niedergeschrieben hat. Der Schüler und Sekretär von Freud, Otto Rank, hatte damals ein Buch mit dem Titel: "Das Trauma der Geburt" geschrieben. Aber auch Jung, Adler & Co berichten von der "Angst" der Geburt und seinen Folgen. Der erste Schrei, den ein Kind von sich gibt, ist nach A. Janov, das war ein amerikanischer Psychiater, eine Art "Hilferuf", weil das Neugeborene die Zuwendung seiner Mutter sucht. Dieser Schrei, sei auch der "Urschrei". Da aber die Lehren, zumindest die von Freud, heute fast gänzlich überholt sind, erübrigt sich die Frage, ob diese Lehren auch richtig waren. Für manche dennoch, ist und bleibt Freud, der Beste Psychiater der Welt, auch, dann, wenn das vielleicht nicht stimmt. Das Problem an der Psychologie ist nicht die Psychologie selbst, sondern die Psychologen, weil sehr viele Psychologen zwar sehr viel zu berichten wissen, aber, sich nur sehr wenige, in eine andere Person hineinversetzten oder aber auch hineindenken können, was ja ihr primäre Aufgabe wäre. Das heißt im Klartext, jedenfalls behauptete das einmal der Chefarzt einer psychiatrischen Klinik, ist die richtige Deutung verschiedener psychischer Erkrankungen, eine Kunst und sehr viele Psychologen seien demnach ungeeignet, richtig zu diagnostizieren. Schon allein deshalb hätten viele den Beruf verfehlt. Zyniker hin, Zyniker her. Wenn Du beispielsweise, einen Psychologen aufsuchst, und erzählst ihm, es käme Dir so vor, als würdest Du an einer Depression leiden, wird Dich so mancher Psychologe, vermutlich, auch auf Depression behandeln und Dir Antidepressiva oder Psychopharmaka verabreichen, weil sein Unterbewusstsein sofort reagiert und er derselben Ansicht ist. Genaugenommen gibt es aber gar keine Psychopharmaka, sondern lediglich ein PsychopharmaKON, also Singular! Doch auch dieser Name ist eigentlich unzutreffend, weil es in der Medizin keine Seele gibt, jedenfalls nicht so eine, wie wir sie uns vorstellen! Der Chefarzt einer Schweizer
psychiatrischen Klinik, ist der Auffassung, dass man in absehbarer Zeit, nicht mehr von Psychopharmaka sprechen wird, da diese "Mittel", nach Einnahme, nicht in der Seele wirken, sondern im Gehirn, so wie Drogen oder andere Stimulanzien. Auffälligkeiten wird ein Psychologe IMMER feststellen, wenn er danach gefragt wird, weil ja das sein Beruf ist, diese Auffälligkeiten zu suchen und auch zu finden. Besonders klar wird das bei so manchen Gutachten, die für Gerichte geschrieben werden, um "Klarheit" über die betreffende Person(en) zu haben.
Ich muss ganz offen und ehrlich zugeben, dass ich kein besonderer Freund von Psychologen bin, aber auch die Diagnosen von Heilpraktikern und Heilern anzweifle! Aber der Glaube, sehr vieler Menschen, scheint unerschütterlich zu sein, sonst hätte es Köhnlechner u. a. nicht zu sehr viel Geld und Ruhm gebracht. Was immer verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass so manche Menschen all ihr Geld verloren haben, weil sie glaubten, sie würden, durch deren Heilkraft, ewig leben!

LG.,

lib

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