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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Furchtbare Angst

Letzte Nachricht: 26. April 2013 um 8:02
G
gull_11855355
18.04.13 um 22:35

Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, es nieder zu schreiben und mit anderen Menschen zu teilen.

Ich bin 21 Jahre alt und meine Mutter ist Anfang des Jahres an Brustkrebs erkrankt. Das war ein ziemlicher Schock für mich und zu allen übeln, bin ich zeitgleich ungewollt Schwanger geworden. Meine Mutter nennt das einen Segen, denn sie wollte immer Großmutter werden, das war schon immer ihr allergrößter Wunsch. Immer wieder sagt sie, dass das der Grund ist warum sie noch kämpft. Sie leidet sehr unter der Chemo und ich und meine kleine 13.jährige Schwester können es kaum ertragen unsere Mutter so zu sehen. Meine Mutter und ich hatten noch nie ein wirklich inniges Verhältnis. Ich war 7 Jahre im Heim, da ich en ziemlich schwierieges Kind war und meiner Mutter nur kummer gemacht habe. Ich bereue das so sehr. Und allgemein, war es bisher sehr schwer für mich, Ich habe meine Realschule abgebrochen, sie dann aber zu Ende gemacht. Habe 2 Ausbildungen abgebrochen und nie zu Ende gebracht. Ich habe nicht wirklich viel erreicht im Leben und meiner Mutter oft Kummer gemacht. Zwischenzeitlich hatte ich auch mit starken Depressionen und einer bipolaren Störung zu kämpfen, was mir meine bisherigen Beziehungen mit meinen Freunden immer wieder zerstörte.

JEtzt wo meine Mutter so krank ist und ich mir pausenlos Vorwürfe und Sorgen mache, weiss ich nicht mehr weiter. Die Schwangerschaft macht mir auch zu schaffen, da ich mich selber so gar nicht als der Mutter Typ sehe. ICh weiss nicht ob ich dem gewachsen bin und habe schreckliche Angst. Ständige Angst vor dem weiteren Versagen und vorallem vor dem Tod meiner Mutter. ICh weiss nicht was ich machen würde, wenn meine Mutter das nicht schaffen würde. Ich glaube ich würde nie wieder im Leben froh sein können. Niemand kann mir diese Angst nehmen und ich bin Depressiver als je zuvor. Was soll ich blos tun?

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P
pamila_11870761
26.04.13 um 8:02

Viel Kraft
Liebe Nayomie

Zuallererst möchte ich dir sagen dass du, in meinen Augen, schon sehr viel durchgemacht und auch erreicht hast. Du klingst sehr reflektiert, - bist als Mensch an deinen Erfahrungen und Erlebnissen gewachsen.

Ich kann deine Ängste sehr gut verstehen.
Betreffend deiner Angst um deine Mutter kann es dir vielleicht helfen mit ebenfalls betroffenen Menschen zu reden. Es gibt verschiedene Beratungsstellen - die speziell die Angehörigen und Familienmitglieder der Krebspatienten unterstützen und bei denen man einfach Austausch findet.
Weiters könnte dir vl. auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe betreffend deiner Depressionen helfen.
Man lernt dort wie man mit seiner Angst, seiner Ohnmacht und dem Schmerz umgeht.
Ich spreche da aus eigener Erfahrung und kann dir solche Anlaufstellen nur wärmstens ans Herz legen.
Es tut gut seinen "Frust" rauszureden. Nach der esten Überwindung sprudelt es oft heraus und man fühlt sich danach, trotzdem dass alles noch so ist wie vorher, - viel leichter und befreiter.

Ich wünsche dir für deine Schwangerschaft alles Gute und deiner Mutter viel Kraft für die Chemo.
Du sagst sie hat durch deine Schwangerschaft einen zusätzlichen Grund zu kämpfen.
Das Ziel vor Augen lässt Menschen oft unglaubliches überwinden und bezwingen!
Es ist nicht hoffnungs- bzw. aussichtslos.
Gemeinsam schafft ihr das!

Alles Liebe
...

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