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Für mich werden Menschen erst interessant, wenn sie irgendwelche Probleme/Störungen haben

30. November 2012 um 23:05

Hallo ihr Lieben,
ich bin in meinem Leben schon einigen verrückten Personen begegnet. Wahrscheinlich nicht nur aus Schicksal, sondern auch aus eigenem Interesse. Ein Beispiel. Ich hatte eine beste Freundin, sie war wirklich nett und liebenswert. Doch dann lernte ich ein Mädchen kennen, welches Magersüchtig ist. Sie ist ein wirklich toller, bezaubernder Mensch. So wurde aus der Bekanntschaft eine intensive Freundschaft, irgendwann wurde sie dann meine beste Freundin. Ich wünsche mir natürlich das sie gesund wird, aber insgeheim frage ich mich manchmal, ob ich so gut mit ihr befreundet wäre, wenn sie diese Krankheit nicht hätte. Dann wäre es ja eine ganz normale Freundschaft. Ich fühle mich auch zu Menschen mit irgendwelchen anderen Problemen hingezogen. Ob es nun falsche Freunde, Dorgenprobleme oder sonstiges ist, ist mir egal. Viele meiner Freunde fragen mich: Was willst du denn immer mit solchen Leuten, die haben doch eine an der Klatsche. Nun beschäftigt mich die Frage, was in meinem Leben falsch gelaufen ist, dass ich mich sowas verdammt doll fasziniert. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich diese Frage beantworten könnt, oder zumindest eine Theorie äußert.

Und falls ihr jetzt denkt, ich bin irgendein Psychoweib, dann kann ich euch beruhigen. Ich bin eigentlich ganz normale, immer fröhlich und so weiter und so fort.

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1. Dezember 2012 um 4:00

Tja
Menschen mit Macken sind einfach interessanter

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1. Dezember 2012 um 17:34

Ich für meinen Teil bin schon ein Psychoweib
Ich bin ein Freak, die meisten, die mich näher als oberflächlich interessieren, sind es auf ihre Weise auch.

Warum?

Per se hält sich so ziemlich jeder Mensch für tolerant. Rein theoretisch. Praktisch kommen nur wenige mit mir klar (und ich auch nur mit wenigen) - wer selbst außerhalb der Norm ist, kann mit anderen, die auch außerhalb der Norm sind, besser umgehen. Die Fähigkeit, etwas zu akzeptieren, was man nicht verstehen kann, ist unter den "Normalen" eher nicht so verbreitet.

Ein Mensch, dessen Leben schön einfach und geradlinig verläuft, hat eine andere Sicht auf das Leben, eine andere Einstellung, eine andere Art zu denken. Ganz unterhaltsam, aber keine Basis für eine Freundschaft oder gute Bekanntschaft für mich.
Irgendwelche Menschen, die tatsächlich noch glauben, dass es für alles eine Lösung gibt, Naivität, Blauäugigkeit, Gutmenschentum - das sind die menschlichen Charaktereigenschaften, mit denen ich am wenigsten klar komme.

So lange Du nicht in irgendein Helfersydrom verfällst oder Menschen um Dich brauchst, bei denen Du Dich sicher fühlst, dass sie "unter Dir stehen" finde ich das nichts bedenkliches
Solche "Probleme / Störungen" verändern den Menschen. Wir haben immer einen anderen Charakter als die "Sonnenkinder". Tiefer, kritischer, mehr hinterfragend, differenzierter - und / oder verbitterter. Aber Oberflächlichkeit kann sich beispielsweise niemand von uns leisten.

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3. Dezember 2012 um 15:31

Interessant
Macken und Probleme kommen von selbst. Das ist kein Besitz, den man sich erarbeiten muss. Nichts, wodurch man seine Individualität beweisen könnte oder was jemanden von anderen Problemträgern unterscheidet.

Die Beiseitigung und das Fernhalten von Problemen, dahinter steckt abstraktes Denkvermögen. Eine Eigenschaft, die viel eher für einen interessanten Charakter steht.

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4. Dezember 2012 um 0:30

Leute ohne Macke sind kacke_!
Von daher kann ich dich in deiner Vorliebe nur bestätigen!!

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4. Dezember 2012 um 8:14
In Antwort auf kanon_831495

Interessant
Macken und Probleme kommen von selbst. Das ist kein Besitz, den man sich erarbeiten muss. Nichts, wodurch man seine Individualität beweisen könnte oder was jemanden von anderen Problemträgern unterscheidet.

Die Beiseitigung und das Fernhalten von Problemen, dahinter steckt abstraktes Denkvermögen. Eine Eigenschaft, die viel eher für einen interessanten Charakter steht.


Das "Fernhalten von Problemen" besteht bei den meisten Menschen darin, dass Ihnen nie welche begegnen. Die fühlen sich natürlich toll, wie sehr sie "Ihre Leben im Griff haben" - weil sie es nicht besser wissen. Manchmal wünscht ich mir, dass solche Gestalten mal einen Monat lang mein Leben führen und mal zeigen, wie gut sie das "im Griff haben" und wie toll sie die Probleme "fernhalten" und "beseitigen" können.

Nein, Probleme sind nichts, was man sich erarbeitet hat. Aber von da an ist jede Stunde etwas, was man sich erarbeitet hat.

"Beseitigen", kann man die wenigsten der hier angesprochenen Störungen. Eßstörungen beispielsweise hat man im überwiegenden Teil der Fälle ein Leben lang. Nicht heilbar. Aber man kann damit leben, ohne zu sehr zu leiden und ohne andere in seiner Nähe zu sehr leiden zu lassen. Und das ist mal ganz sicher etwas, was man sich erarbeitet hat. Jeden einzelnen Tag.

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12. Dezember 2012 um 22:28

Da findest
du hier ein weites betätigungsfeld. viele menschen mit kleinen oder großen problemen. ganz wie im richtigen leben.

viele liebe grüße aus köln

nachdenk

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