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Fühle mich im Moment einfach mit allem überfordert

27. Mai um 0:56

Hallo erstmal,

Ich bin (w) 25 Jahre und total und absolut überfordert mit ALLEM.

Vorallem mit MIR.

Kurz zu mir: Ich bin wie erwähnt 25 Jahre, lebe mit mit meinem Partner in einer 10 jährigen Beziehung und wir wohnen auch zusammen. Seit 2 Jahren wohne ich nun nicht mehr zuhause und ich dachte es würde alles besser werden. Im Moment stecke ich leider irgendwie in einer Krise.
Ich muss erwähnen, dass es immer schon so Phasen gab in denen ich in einer Krise steckte. Sei es der Alkoholmissbrauch meines Vater gewesen, der Tod meines Vaters, der Alkoholrückfall meiner Mutter oder das plötzliche Erkranken meines Schwiegervaters bishin zur Kaufsucht.
All diese Krisen habe ich mehr oder minder irgendwie ,,überstanden".
Jetzt im Moment mache ich eine Weierbildung, damit ich in meinem Job aufsteigen kann. Mir ist es immer wichtig mich weiter zu entwickeln, wohl auch weil mein Leben mit allen Höhen und Tiefen nie still stand. Leider bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass wieder alles aus den Bahnen läuft. Seit Neuestem trinkt mein Partner vermehrt und verliert irgendwie die Kontrolle dabei.Häufige Streitereien sind Resultat darauß. Im Streit und betrunken wirft er mir oft vor, dass er meine Unordnung und dieses Chaos nicht erträgt.
ich gebe zu, dass ich wahrlich nicht die Ordentlichste bin und nie war. Im Moment lass ich auch alles schleifen, weil ich oft nicht mehr kann. Ich arbeite wöchentlich 41 Stunden in einer Einrichtung mit Kindern und mache eben nebenbei noch die Weiterbildung. Oft bin ich nur noch kraftlos und ausgelaugt, finde keine Möglichkeit Kraft zu tanken.Ich fühle mich wie in einem Hamsterrad. Gerade in diesen Streitsituationen bekomme ich von meinem Partner genau diese Dinge vorgeworfen. Erst fängt der Streit an, weil ich genervt bin von seiner Trinkerei und dann kommt das Eine zum Andern.
Ich bekomme zu hören, dass er ja trinkt, weil er das Chaos nicht erträgt, weil er von mir keine Aufmerksamkeit bekommt usw.
Oft wirft er dann noch irgendwelche Finge durch die Gegend in der Wut.Dabei ist es passiert, dass Sachen in der Wohnung zerstört wurden die nicht uns gehören.
Nach diesen Streits fühle ich mich furchtbar schlecht und absolut schuldig.
Schuldig, weil ich höre ,, ich trinke weil es hier so aussieht" oder ,, du jammerst nur immer, dass du so fertig bist" ,,wann tust, denn du mal was?" ,,du versprichst nur und besserst dich nicht".
Diese Sätze schwirren mir Tage lang im Kopf herum.Hinterfrage immer wieder ,,Bin ich der Grund und große Selbstzweifel plagen mich. Diese Woche ist es wieder eskaliert und wieder sind mir all die Dinge vorn Latz geknallt worden. Ich vermute ja, dass mein Freund schwer zu kämpfen hat seitdem sein Vater ein Pflegefall wurde. Das ist jetzt zwei Jahre her. Ich weiß aber nicht in wie weit ihn es belastet,weil er darüber meist nicht reden möchte . Ich habe ihm schon vorgeschlagen bzw. geraten einen Therapeuten oder Psychologen auf zu suchen. Er möchte das nicht, weil er im 3 Schichtsystem arbeiten was ihn sehr belastet wie er sagt.
Wenn ich das so schreibe kann ich nur in mich hinein hören, was ich fühle aber ich weiß natürlich nicht wie es in meinem Partner aussieht. Er fühlt sich vllt auch schlecht. Bestimmt sogar.
Nach dem letzten Streit hat er sich entschuldigt, weil er so ausgeflippt ist.
Ich habs so hingenommen, denn ich liebe ihn ja. Trotzdem habe ich das Gefühl auf der Stelle zu treten. Ich liebe mich nicht selbst das weiß ich. In lichten Momenten schaue ich aber in den Spiegel und bin stolz auf mich. An Tagen wie heute hasse ich mich dafür, dass ich so unordentlich bin und keine Disziplin aufweise und nicht mehr schaffe. Ich ziehe mich zurück.
Heute meinte mein Partner nachdem ich wieder mal gereizt reagiert habe ( was Momentan oft passiert) .,,Seit einem halben Jahr bist du so". Ich finds etwas übertrieben ich würde sagen seit März, denn seither fühle ich mich einfach zermalmt. Im März war meine letzte Sitzung wegen meinem Kaufzwang und genau ab diesem Punkt hab ich das Gefühl dass ich so gereizt bin. Ich reflektiere mich rund um die Uhr selbst. Ich weiß nicht ob das immer so ratsam ist. Wenn ich genug reflektiert habe und meine die Lösung gefunden zu haben bin ich erstmal zufrieden. Das gibt sich aber ganz schnell wieder, weil ich mich in alten Mustern ertappe sei es die Kraftlosigkeit, das Kaufen oder auch die Unordnung.
Da ich ja in meiner Kindheit immer mit Alkohol konfrontiert wurde ist mir auch teilweise bewusst, dass ich mir in meinem bisherigen Leben viel Schuld eingeredet habe. Meine Mutter hat z.B. vor ihrer Schwangerschaft mit mir getrunken und dann wieder als mein Vater verstorben ist. Mein Vater aber hat getrunken bis zu seinem plötzlichen Tod. Ich hatte immer das Gefühl die artige, brave ohne Fehler sein zu müssen. Die gute gewissenhafte Schwester die für ihre zwei Geschwister da sein muss wenn es ,,brennt". Und ich habe das Gefühl im Moment wieder ganz stark. Ich fühle mich irgendwie zurück gekickt in meine alte Gefühlswelt.
Es ist irgenwie wie damals.
Nur jetzt trinkt mein Partner und ich komm nicht mit der Weiterbildung klar, weil ich den Haushalt nicht hinbekomme.Ich denke dass ich keine gute Partnerin bin, weil ich all das nicht so schaffe und ich mich schuldig fühle weil mein Partner deswegen anscheinend immer wieder trinkt.
Ich bin im Zwiespalt, weil ich weiß dass diese Gedanken teilweise von meiner ewigen coabhängigkeit irgendwo stammen. Ich hab mir oft die Schuld für Vieles gegeben.
Und auf der anderen Seite weiß ich, dass nicht nur ich in dieser Beziehung ausschlaggebend bin sondern auch mein Partner. Meine Mutter (trockne Alkoholikerin) meinte ,,Du bist nicht die Jenige die ihm die Flasche an den Mund hält" Ja bin ich nicht. Ich weiß. Aber die Vorwürfe und das Gefühl nicht zu genügen zerfressen mich. Eigentlich habe ich Alles was ich brauche. Ich bin gesund und auch der Großteil meiner Familie. Ich hab einen Job und verdiene Geld und einen Partner.
Vielleicht ist es einfach die Angst die mich überfordert und alte Gefühle. Manchmal denk ich mir vllt ist es einfach das Chaos in mir, dass ich dann durch diese Unordnung nach Außen trage.
Und dann fängt das Kopfkino an und ich denke, dass meine innere Unaufgeräumtheit genau zu solchen Situationen mit meinem Partner führen.
Weil ich mein Leben nach nur 25 Jahren nicht aalglatt präsentieren kann....
Weil ich wohlwissend Ecken und Kanten habe die ich nicht möchte, weil ich Angst habe die Menschen die ich liebe könnten wegen mir leiden und mich deswegen nicht lieben. Ich weiß im Großen und Ganzen ist das Quatsch aber diese Gefühle sind da.
NICHT zu genügen MIR nicht und den ABDEREN. 

 

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27. Mai um 17:14

wie oft trinkt er?  
wieso machst du keine Therapie weiter wenn sie dir doch gut getan hat?

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27. Mai um 22:14
In Antwort auf schokobotanisch

Hallo erstmal,

Ich bin (w) 25 Jahre und total und absolut überfordert mit ALLEM.

Vorallem mit MIR.

Kurz zu mir: Ich bin wie erwähnt 25 Jahre, lebe mit mit meinem Partner in einer 10 jährigen Beziehung und wir wohnen auch zusammen. Seit 2 Jahren wohne ich nun nicht mehr zuhause und ich dachte es würde alles besser werden. Im Moment stecke ich leider irgendwie in einer Krise.
Ich muss erwähnen, dass es immer schon so Phasen gab in denen ich in einer Krise steckte. Sei es der Alkoholmissbrauch meines Vater gewesen, der Tod meines Vaters, der Alkoholrückfall meiner Mutter oder das plötzliche Erkranken meines Schwiegervaters bishin zur Kaufsucht.
All diese Krisen habe ich mehr oder minder irgendwie ,,überstanden".
Jetzt im Moment mache ich eine Weierbildung, damit ich in meinem Job aufsteigen kann. Mir ist es immer wichtig mich weiter zu entwickeln, wohl auch weil mein Leben mit allen Höhen und Tiefen nie still stand. Leider bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass wieder alles aus den Bahnen läuft. Seit Neuestem trinkt mein Partner vermehrt und verliert irgendwie die Kontrolle dabei.Häufige Streitereien sind Resultat darauß. Im Streit und betrunken wirft er mir oft vor, dass er meine Unordnung und dieses Chaos nicht erträgt.
ich gebe zu, dass ich wahrlich nicht die Ordentlichste bin und nie war. Im Moment lass ich auch alles schleifen, weil ich oft nicht mehr kann. Ich arbeite wöchentlich 41 Stunden in einer Einrichtung mit Kindern und mache eben nebenbei noch die Weiterbildung. Oft bin ich nur noch kraftlos und ausgelaugt, finde keine Möglichkeit Kraft zu tanken.Ich fühle mich wie in einem Hamsterrad. Gerade in diesen Streitsituationen bekomme ich von meinem Partner genau diese Dinge vorgeworfen. Erst fängt der Streit an, weil ich genervt bin von seiner Trinkerei und dann kommt das Eine zum Andern.
Ich bekomme zu hören, dass er ja trinkt, weil er das Chaos nicht erträgt, weil er von mir keine Aufmerksamkeit bekommt usw.
Oft wirft er dann noch irgendwelche Finge durch die Gegend in der Wut.Dabei ist es passiert, dass Sachen in der Wohnung zerstört wurden die nicht uns gehören.
Nach diesen Streits fühle ich mich furchtbar schlecht und absolut schuldig.
Schuldig, weil ich höre ,, ich trinke weil es hier so aussieht" oder ,, du jammerst nur immer, dass du so fertig bist" ,,wann tust, denn du mal was?" ,,du versprichst nur und besserst dich nicht".
Diese Sätze schwirren mir Tage lang im Kopf herum.Hinterfrage immer wieder ,,Bin ich der Grund und große Selbstzweifel plagen mich. Diese Woche ist es wieder eskaliert und wieder sind mir all die Dinge vorn Latz geknallt worden. Ich vermute ja, dass mein Freund schwer zu kämpfen hat seitdem sein Vater ein Pflegefall wurde. Das ist jetzt zwei Jahre her. Ich weiß aber nicht in wie weit ihn es belastet,weil er darüber meist nicht reden möchte . Ich habe ihm schon vorgeschlagen bzw. geraten einen Therapeuten oder Psychologen auf zu suchen. Er möchte das nicht, weil er im 3 Schichtsystem arbeiten was ihn sehr belastet wie er sagt.
Wenn ich das so schreibe kann ich nur in mich hinein hören, was ich fühle aber ich weiß natürlich nicht wie es in meinem Partner aussieht. Er fühlt sich vllt auch schlecht. Bestimmt sogar.
Nach dem letzten Streit hat er sich entschuldigt, weil er so ausgeflippt ist.
Ich habs so hingenommen, denn ich liebe ihn ja. Trotzdem habe ich das Gefühl auf der Stelle zu treten. Ich liebe mich nicht selbst das weiß ich. In lichten Momenten schaue ich aber in den Spiegel und bin stolz auf mich. An Tagen wie heute hasse ich mich dafür, dass ich so unordentlich bin und keine Disziplin aufweise und nicht mehr schaffe. Ich ziehe mich zurück.
Heute meinte mein Partner nachdem ich wieder mal gereizt reagiert habe ( was Momentan oft passiert) .,,Seit einem halben Jahr bist du so". Ich finds etwas übertrieben ich würde sagen seit März, denn seither fühle ich mich einfach zermalmt. Im März war meine letzte Sitzung wegen meinem Kaufzwang und genau ab diesem Punkt hab ich das Gefühl dass ich so gereizt bin. Ich reflektiere mich rund um die Uhr selbst. Ich weiß nicht ob das immer so ratsam ist. Wenn ich genug reflektiert habe und meine die Lösung gefunden zu haben bin ich erstmal zufrieden. Das gibt sich aber ganz schnell wieder, weil ich mich in alten Mustern ertappe sei es die Kraftlosigkeit, das Kaufen oder auch die Unordnung.
Da ich ja in meiner Kindheit immer mit Alkohol konfrontiert wurde ist mir auch teilweise bewusst, dass ich mir in meinem bisherigen Leben viel Schuld eingeredet habe. Meine Mutter hat z.B. vor ihrer Schwangerschaft mit mir getrunken und dann wieder als mein Vater verstorben ist. Mein Vater aber hat getrunken bis zu seinem plötzlichen Tod. Ich hatte immer das Gefühl die artige, brave ohne Fehler sein zu müssen. Die gute gewissenhafte Schwester die für ihre zwei Geschwister da sein muss wenn es ,,brennt". Und ich habe das Gefühl im Moment wieder ganz stark. Ich fühle mich irgendwie zurück gekickt in meine alte Gefühlswelt.
Es ist irgenwie wie damals.
Nur jetzt trinkt mein Partner und ich komm nicht mit der Weiterbildung klar, weil ich den Haushalt nicht hinbekomme.Ich denke dass ich keine gute Partnerin bin, weil ich all das nicht so schaffe und ich mich schuldig fühle weil mein Partner deswegen anscheinend immer wieder trinkt.
Ich bin im Zwiespalt, weil ich weiß dass diese Gedanken teilweise von meiner ewigen coabhängigkeit irgendwo stammen. Ich hab mir oft die Schuld für Vieles gegeben.
Und auf der anderen Seite weiß ich, dass nicht nur ich in dieser Beziehung ausschlaggebend bin sondern auch mein Partner. Meine Mutter (trockne Alkoholikerin) meinte ,,Du bist nicht die Jenige die ihm die Flasche an den Mund hält" Ja bin ich nicht. Ich weiß. Aber die Vorwürfe und das Gefühl nicht zu genügen zerfressen mich. Eigentlich habe ich Alles was ich brauche. Ich bin gesund und auch der Großteil meiner Familie. Ich hab einen Job und verdiene Geld und einen Partner.
Vielleicht ist es einfach die Angst die mich überfordert und alte Gefühle. Manchmal denk ich mir vllt ist es einfach das Chaos in mir, dass ich dann durch diese Unordnung nach Außen trage.
Und dann fängt das Kopfkino an und ich denke, dass meine innere Unaufgeräumtheit genau zu solchen Situationen mit meinem Partner führen.
Weil ich mein Leben nach nur 25 Jahren nicht aalglatt präsentieren kann....
Weil ich wohlwissend Ecken und Kanten habe die ich nicht möchte, weil ich Angst habe die Menschen die ich liebe könnten wegen mir leiden und mich deswegen nicht lieben. Ich weiß im Großen und Ganzen ist das Quatsch aber diese Gefühle sind da.
NICHT zu genügen MIR nicht und den ABDEREN. 

 

Du hast nichts damit zu tun dass dein Partner ein Problem mit Alkohol hat. Das liegt zu 100% in seiner Verantwortung. Er ist auch 100% dafuer verantwortlich sich helfen zu lassen und gesund zu werden.

Leider bist du durch deine Kindheit und Jugend sehr vorbelastet was Co-Abhaengigkeit betrifft. 

Du brauchst Hilfe! Dir diese Hilfe zu holen liegt 100% in deiner Verantwortung. Bist du in psychologischer Behandlung? Falls ja....dann sprich das Thema Coabhaengigkeit an. 

Es waere auch gut mit einer Gruppe wie Al Anon Kontakt aufzunehmen. Das ist oft ein erster wichtiger Schritt. 

Welche Weiterbildung machst du denn? Vielleicht waere es moeglich eine Pause einzulegen wenn dich das im Moment so ueberfordert. Du hast ja auch einen Job der nicht einfach ist und bei dem man viel geben muss. 

 

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29. Mai um 20:47
In Antwort auf schokobotanisch

Hallo erstmal,

Ich bin (w) 25 Jahre und total und absolut überfordert mit ALLEM.

Vorallem mit MIR.

Kurz zu mir: Ich bin wie erwähnt 25 Jahre, lebe mit mit meinem Partner in einer 10 jährigen Beziehung und wir wohnen auch zusammen. Seit 2 Jahren wohne ich nun nicht mehr zuhause und ich dachte es würde alles besser werden. Im Moment stecke ich leider irgendwie in einer Krise.
Ich muss erwähnen, dass es immer schon so Phasen gab in denen ich in einer Krise steckte. Sei es der Alkoholmissbrauch meines Vater gewesen, der Tod meines Vaters, der Alkoholrückfall meiner Mutter oder das plötzliche Erkranken meines Schwiegervaters bishin zur Kaufsucht.
All diese Krisen habe ich mehr oder minder irgendwie ,,überstanden".
Jetzt im Moment mache ich eine Weierbildung, damit ich in meinem Job aufsteigen kann. Mir ist es immer wichtig mich weiter zu entwickeln, wohl auch weil mein Leben mit allen Höhen und Tiefen nie still stand. Leider bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass wieder alles aus den Bahnen läuft. Seit Neuestem trinkt mein Partner vermehrt und verliert irgendwie die Kontrolle dabei.Häufige Streitereien sind Resultat darauß. Im Streit und betrunken wirft er mir oft vor, dass er meine Unordnung und dieses Chaos nicht erträgt.
ich gebe zu, dass ich wahrlich nicht die Ordentlichste bin und nie war. Im Moment lass ich auch alles schleifen, weil ich oft nicht mehr kann. Ich arbeite wöchentlich 41 Stunden in einer Einrichtung mit Kindern und mache eben nebenbei noch die Weiterbildung. Oft bin ich nur noch kraftlos und ausgelaugt, finde keine Möglichkeit Kraft zu tanken.Ich fühle mich wie in einem Hamsterrad. Gerade in diesen Streitsituationen bekomme ich von meinem Partner genau diese Dinge vorgeworfen. Erst fängt der Streit an, weil ich genervt bin von seiner Trinkerei und dann kommt das Eine zum Andern.
Ich bekomme zu hören, dass er ja trinkt, weil er das Chaos nicht erträgt, weil er von mir keine Aufmerksamkeit bekommt usw.
Oft wirft er dann noch irgendwelche Finge durch die Gegend in der Wut.Dabei ist es passiert, dass Sachen in der Wohnung zerstört wurden die nicht uns gehören.
Nach diesen Streits fühle ich mich furchtbar schlecht und absolut schuldig.
Schuldig, weil ich höre ,, ich trinke weil es hier so aussieht" oder ,, du jammerst nur immer, dass du so fertig bist" ,,wann tust, denn du mal was?" ,,du versprichst nur und besserst dich nicht".
Diese Sätze schwirren mir Tage lang im Kopf herum.Hinterfrage immer wieder ,,Bin ich der Grund und große Selbstzweifel plagen mich. Diese Woche ist es wieder eskaliert und wieder sind mir all die Dinge vorn Latz geknallt worden. Ich vermute ja, dass mein Freund schwer zu kämpfen hat seitdem sein Vater ein Pflegefall wurde. Das ist jetzt zwei Jahre her. Ich weiß aber nicht in wie weit ihn es belastet,weil er darüber meist nicht reden möchte . Ich habe ihm schon vorgeschlagen bzw. geraten einen Therapeuten oder Psychologen auf zu suchen. Er möchte das nicht, weil er im 3 Schichtsystem arbeiten was ihn sehr belastet wie er sagt.
Wenn ich das so schreibe kann ich nur in mich hinein hören, was ich fühle aber ich weiß natürlich nicht wie es in meinem Partner aussieht. Er fühlt sich vllt auch schlecht. Bestimmt sogar.
Nach dem letzten Streit hat er sich entschuldigt, weil er so ausgeflippt ist.
Ich habs so hingenommen, denn ich liebe ihn ja. Trotzdem habe ich das Gefühl auf der Stelle zu treten. Ich liebe mich nicht selbst das weiß ich. In lichten Momenten schaue ich aber in den Spiegel und bin stolz auf mich. An Tagen wie heute hasse ich mich dafür, dass ich so unordentlich bin und keine Disziplin aufweise und nicht mehr schaffe. Ich ziehe mich zurück.
Heute meinte mein Partner nachdem ich wieder mal gereizt reagiert habe ( was Momentan oft passiert) .,,Seit einem halben Jahr bist du so". Ich finds etwas übertrieben ich würde sagen seit März, denn seither fühle ich mich einfach zermalmt. Im März war meine letzte Sitzung wegen meinem Kaufzwang und genau ab diesem Punkt hab ich das Gefühl dass ich so gereizt bin. Ich reflektiere mich rund um die Uhr selbst. Ich weiß nicht ob das immer so ratsam ist. Wenn ich genug reflektiert habe und meine die Lösung gefunden zu haben bin ich erstmal zufrieden. Das gibt sich aber ganz schnell wieder, weil ich mich in alten Mustern ertappe sei es die Kraftlosigkeit, das Kaufen oder auch die Unordnung.
Da ich ja in meiner Kindheit immer mit Alkohol konfrontiert wurde ist mir auch teilweise bewusst, dass ich mir in meinem bisherigen Leben viel Schuld eingeredet habe. Meine Mutter hat z.B. vor ihrer Schwangerschaft mit mir getrunken und dann wieder als mein Vater verstorben ist. Mein Vater aber hat getrunken bis zu seinem plötzlichen Tod. Ich hatte immer das Gefühl die artige, brave ohne Fehler sein zu müssen. Die gute gewissenhafte Schwester die für ihre zwei Geschwister da sein muss wenn es ,,brennt". Und ich habe das Gefühl im Moment wieder ganz stark. Ich fühle mich irgendwie zurück gekickt in meine alte Gefühlswelt.
Es ist irgenwie wie damals.
Nur jetzt trinkt mein Partner und ich komm nicht mit der Weiterbildung klar, weil ich den Haushalt nicht hinbekomme.Ich denke dass ich keine gute Partnerin bin, weil ich all das nicht so schaffe und ich mich schuldig fühle weil mein Partner deswegen anscheinend immer wieder trinkt.
Ich bin im Zwiespalt, weil ich weiß dass diese Gedanken teilweise von meiner ewigen coabhängigkeit irgendwo stammen. Ich hab mir oft die Schuld für Vieles gegeben.
Und auf der anderen Seite weiß ich, dass nicht nur ich in dieser Beziehung ausschlaggebend bin sondern auch mein Partner. Meine Mutter (trockne Alkoholikerin) meinte ,,Du bist nicht die Jenige die ihm die Flasche an den Mund hält" Ja bin ich nicht. Ich weiß. Aber die Vorwürfe und das Gefühl nicht zu genügen zerfressen mich. Eigentlich habe ich Alles was ich brauche. Ich bin gesund und auch der Großteil meiner Familie. Ich hab einen Job und verdiene Geld und einen Partner.
Vielleicht ist es einfach die Angst die mich überfordert und alte Gefühle. Manchmal denk ich mir vllt ist es einfach das Chaos in mir, dass ich dann durch diese Unordnung nach Außen trage.
Und dann fängt das Kopfkino an und ich denke, dass meine innere Unaufgeräumtheit genau zu solchen Situationen mit meinem Partner führen.
Weil ich mein Leben nach nur 25 Jahren nicht aalglatt präsentieren kann....
Weil ich wohlwissend Ecken und Kanten habe die ich nicht möchte, weil ich Angst habe die Menschen die ich liebe könnten wegen mir leiden und mich deswegen nicht lieben. Ich weiß im Großen und Ganzen ist das Quatsch aber diese Gefühle sind da.
NICHT zu genügen MIR nicht und den ABDEREN. 

 

Es tut mir Leid, dass es bei Dir im Moment so schlecht läuft. Ich vermute, dass Du Dir den Partner unbewusst ausgesucht hast mit seiner Problematik, weil Du es eben so kennst. 
Was ich nicht ganz verstehe ist, wieso Du alleine für die Wohnung zuständig sein sollst, wo Ihr doch gemeinsam wohnt. Da müsste er auf jeden Fall auch mit ran.

Im Moment bist Du so ausgelastet, dass Du Dich mit einem so problematischen Partner nicht auch noch belasten kannst. Das ist nämlich eine große Baustelle. Überlege mal, ob es nicht besser wäre, wenn Ihr Euch trennt. Du brauchst einfach Ruhe.
Dass Dein Partner trinkt ist nicht Deine Verantwortung, auch wenn er Dir das suggerieren möchte. Suchtkranke suchen immer "Gründe", warum sie sich ihr Suchtmittel besorgen müssen. Bitte rede Dir da nichts Falsches ein !

Ich würde mich mal bei einer Suchtberatungsstelle beraten lassen. In vielen Städten gibt es solche. Vielleicht suchst Du auch mal einen Psychologen auf. Da kannst Du einiges loswerden, das Dich belastet. Man kann ja nicht gut mit jedem über solche Themen reden.
Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit, dass Deine Weiterbildung nicht ganz so stressig ist oder dass Du bei der Arbeit Stunden reduzieren kannst ? Reicht ja vielleicht, wenn dies nur temporär ist. Also bis Du die Weiterbildung geschafft hast.

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3. Juni um 12:42
In Antwort auf schokobotanisch

Hallo erstmal,

Ich bin (w) 25 Jahre und total und absolut überfordert mit ALLEM.

Vorallem mit MIR.

Kurz zu mir: Ich bin wie erwähnt 25 Jahre, lebe mit mit meinem Partner in einer 10 jährigen Beziehung und wir wohnen auch zusammen. Seit 2 Jahren wohne ich nun nicht mehr zuhause und ich dachte es würde alles besser werden. Im Moment stecke ich leider irgendwie in einer Krise.
Ich muss erwähnen, dass es immer schon so Phasen gab in denen ich in einer Krise steckte. Sei es der Alkoholmissbrauch meines Vater gewesen, der Tod meines Vaters, der Alkoholrückfall meiner Mutter oder das plötzliche Erkranken meines Schwiegervaters bishin zur Kaufsucht.
All diese Krisen habe ich mehr oder minder irgendwie ,,überstanden".
Jetzt im Moment mache ich eine Weierbildung, damit ich in meinem Job aufsteigen kann. Mir ist es immer wichtig mich weiter zu entwickeln, wohl auch weil mein Leben mit allen Höhen und Tiefen nie still stand. Leider bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass wieder alles aus den Bahnen läuft. Seit Neuestem trinkt mein Partner vermehrt und verliert irgendwie die Kontrolle dabei.Häufige Streitereien sind Resultat darauß. Im Streit und betrunken wirft er mir oft vor, dass er meine Unordnung und dieses Chaos nicht erträgt.
ich gebe zu, dass ich wahrlich nicht die Ordentlichste bin und nie war. Im Moment lass ich auch alles schleifen, weil ich oft nicht mehr kann. Ich arbeite wöchentlich 41 Stunden in einer Einrichtung mit Kindern und mache eben nebenbei noch die Weiterbildung. Oft bin ich nur noch kraftlos und ausgelaugt, finde keine Möglichkeit Kraft zu tanken.Ich fühle mich wie in einem Hamsterrad. Gerade in diesen Streitsituationen bekomme ich von meinem Partner genau diese Dinge vorgeworfen. Erst fängt der Streit an, weil ich genervt bin von seiner Trinkerei und dann kommt das Eine zum Andern.
Ich bekomme zu hören, dass er ja trinkt, weil er das Chaos nicht erträgt, weil er von mir keine Aufmerksamkeit bekommt usw.
Oft wirft er dann noch irgendwelche Finge durch die Gegend in der Wut.Dabei ist es passiert, dass Sachen in der Wohnung zerstört wurden die nicht uns gehören.
Nach diesen Streits fühle ich mich furchtbar schlecht und absolut schuldig.
Schuldig, weil ich höre ,, ich trinke weil es hier so aussieht" oder ,, du jammerst nur immer, dass du so fertig bist" ,,wann tust, denn du mal was?" ,,du versprichst nur und besserst dich nicht".
Diese Sätze schwirren mir Tage lang im Kopf herum.Hinterfrage immer wieder ,,Bin ich der Grund und große Selbstzweifel plagen mich. Diese Woche ist es wieder eskaliert und wieder sind mir all die Dinge vorn Latz geknallt worden. Ich vermute ja, dass mein Freund schwer zu kämpfen hat seitdem sein Vater ein Pflegefall wurde. Das ist jetzt zwei Jahre her. Ich weiß aber nicht in wie weit ihn es belastet,weil er darüber meist nicht reden möchte . Ich habe ihm schon vorgeschlagen bzw. geraten einen Therapeuten oder Psychologen auf zu suchen. Er möchte das nicht, weil er im 3 Schichtsystem arbeiten was ihn sehr belastet wie er sagt.
Wenn ich das so schreibe kann ich nur in mich hinein hören, was ich fühle aber ich weiß natürlich nicht wie es in meinem Partner aussieht. Er fühlt sich vllt auch schlecht. Bestimmt sogar.
Nach dem letzten Streit hat er sich entschuldigt, weil er so ausgeflippt ist.
Ich habs so hingenommen, denn ich liebe ihn ja. Trotzdem habe ich das Gefühl auf der Stelle zu treten. Ich liebe mich nicht selbst das weiß ich. In lichten Momenten schaue ich aber in den Spiegel und bin stolz auf mich. An Tagen wie heute hasse ich mich dafür, dass ich so unordentlich bin und keine Disziplin aufweise und nicht mehr schaffe. Ich ziehe mich zurück.
Heute meinte mein Partner nachdem ich wieder mal gereizt reagiert habe ( was Momentan oft passiert) .,,Seit einem halben Jahr bist du so". Ich finds etwas übertrieben ich würde sagen seit März, denn seither fühle ich mich einfach zermalmt. Im März war meine letzte Sitzung wegen meinem Kaufzwang und genau ab diesem Punkt hab ich das Gefühl dass ich so gereizt bin. Ich reflektiere mich rund um die Uhr selbst. Ich weiß nicht ob das immer so ratsam ist. Wenn ich genug reflektiert habe und meine die Lösung gefunden zu haben bin ich erstmal zufrieden. Das gibt sich aber ganz schnell wieder, weil ich mich in alten Mustern ertappe sei es die Kraftlosigkeit, das Kaufen oder auch die Unordnung.
Da ich ja in meiner Kindheit immer mit Alkohol konfrontiert wurde ist mir auch teilweise bewusst, dass ich mir in meinem bisherigen Leben viel Schuld eingeredet habe. Meine Mutter hat z.B. vor ihrer Schwangerschaft mit mir getrunken und dann wieder als mein Vater verstorben ist. Mein Vater aber hat getrunken bis zu seinem plötzlichen Tod. Ich hatte immer das Gefühl die artige, brave ohne Fehler sein zu müssen. Die gute gewissenhafte Schwester die für ihre zwei Geschwister da sein muss wenn es ,,brennt". Und ich habe das Gefühl im Moment wieder ganz stark. Ich fühle mich irgendwie zurück gekickt in meine alte Gefühlswelt.
Es ist irgenwie wie damals.
Nur jetzt trinkt mein Partner und ich komm nicht mit der Weiterbildung klar, weil ich den Haushalt nicht hinbekomme.Ich denke dass ich keine gute Partnerin bin, weil ich all das nicht so schaffe und ich mich schuldig fühle weil mein Partner deswegen anscheinend immer wieder trinkt.
Ich bin im Zwiespalt, weil ich weiß dass diese Gedanken teilweise von meiner ewigen coabhängigkeit irgendwo stammen. Ich hab mir oft die Schuld für Vieles gegeben.
Und auf der anderen Seite weiß ich, dass nicht nur ich in dieser Beziehung ausschlaggebend bin sondern auch mein Partner. Meine Mutter (trockne Alkoholikerin) meinte ,,Du bist nicht die Jenige die ihm die Flasche an den Mund hält" Ja bin ich nicht. Ich weiß. Aber die Vorwürfe und das Gefühl nicht zu genügen zerfressen mich. Eigentlich habe ich Alles was ich brauche. Ich bin gesund und auch der Großteil meiner Familie. Ich hab einen Job und verdiene Geld und einen Partner.
Vielleicht ist es einfach die Angst die mich überfordert und alte Gefühle. Manchmal denk ich mir vllt ist es einfach das Chaos in mir, dass ich dann durch diese Unordnung nach Außen trage.
Und dann fängt das Kopfkino an und ich denke, dass meine innere Unaufgeräumtheit genau zu solchen Situationen mit meinem Partner führen.
Weil ich mein Leben nach nur 25 Jahren nicht aalglatt präsentieren kann....
Weil ich wohlwissend Ecken und Kanten habe die ich nicht möchte, weil ich Angst habe die Menschen die ich liebe könnten wegen mir leiden und mich deswegen nicht lieben. Ich weiß im Großen und Ganzen ist das Quatsch aber diese Gefühle sind da.
NICHT zu genügen MIR nicht und den ABDEREN. 

 

Hallo 
Also dein freund hat ein Alkoholproblem. Un der Partner ist ein Spiegel zu seinem Inneren. Du tolltest das Thema alkoholmissbrauch, was in der Familie ja bekannt ist, aufarbeiten. 
Was ich dir noch dringend raten würde - Mach mal eine Pause. So wie du es schrebst stehst du ja kurz vor einem Burn out und das mit 25 - das hört sich nicht so gut an. 
Meistens passiert es es Menschen die sich nicht mit ihrer Gefühlswelt ernsthaft auseinadersetzten wollen, insgeheim noch sauer sind auf den blöden alkohol etc pp. 

Sortiere dich und diene Emotionen, lass dir dabei helfen. Das leben ist zu kurz um die zeit so zu verschwenden. 
Und wenn dein Freund sich nicht helfen lässt solltest du gehen, das zieht dich nur runter. meine Oma hat meine Opa, der mittlerweile Trockener Alkoholiker ist  jahre lang gedeckt, das war nicht gut, sie wurde krank und sah immer schlechter aus und wurde immer dicker, weil sie aus frust gegessen hat. 

Du bist erst 25, nimm DEIN Leben in die Hand und mach was draus und als ersten ist urlaub drann.  

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