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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Freundin hat starke Suizidgedanken

Letzte Nachricht: 23. Oktober 2012 um 17:06
Z
zaira_12071272
23.10.12 um 0:50

Hallo!

Ich brauche dringend eure Hilfe....ich weiß nicht mehr , was ich machen soll....

Meine beste Freundin hat schon seit langem immer wiederkehrende Suizidgedanken + SVV. Heute hat sie mich besucht und als sie gehen wollte, wollte sie sich für immer verabschieden. Sie sagte, sie werde morgen früh nicht mehr aufwachen.
Ich habe sie jetzt überredet, dass sie hier bei mir bleibt; sie schläft jetzt auf meinem Sofa.

Aber was soll ich jetzt tun? Nur weil sie heute hier schläft, werden die Gedanken ja morgen nicht weg sein....
Bitte helft mir!

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L
liesje_12922161
23.10.12 um 11:06

Für sie da sein
Hallo!
Ach, das klingt übel. Wenn ich dich wäre, würde ich ihr gut zu reden, sag' ihr immer wieder, dass du für sie da bist und sie dir wichtig ist. sprich mit ihr über ihre gedanken und zeig ihr die schönen dinge im leben auf. auch wenn sie nicht reagiert im ersten Moment, können solche Worte wunder bewirken. Ausserdem würde ich ebenfalls professionelle Hilfe holen, aber nur mit ihrem Einverständnis.
Ich wünsche euch alles Gute und hoffe, das kommt wieder!!
Liebe Grüsse

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A
an0N_1189750099z
23.10.12 um 13:17

Krankenhaus!
Bei uns Menschen mit SVV ist Todessehnsucht häufig und nicht immer beherrschbar, die geht auch so schnell nicht wieder weg.

Es gibt eigentlich nur eine sinnvolle Reaktion: sie muss ins Krankenhaus. In die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses mit psych. Station fahren.
Direkt.
Nicht zu zig Ärzten mit Überweisungen, Terminen und Anträgen, das ist wirklich ein Fall für die Notaufnahme.
Wenn Ihr anders nicht hinfahren könnt, habt Ihr auch das Recht, einen Krankenwagen zu rufen!
Falls Euch irgendwer deswegen dumm anquatscht: Sie ist in Lebensgefahr und *DARF* nicht abgewiesen werden. Weder im Krankenhaus noch beim Transport mit dem Krankenwagen. Stichwort "Eid des Hippokrates". Aber eigentlich gibt es da keinen Stress, das geht diskussionslos klar. Nur wenn sie da zu Arzt / Psychologen geht, dauert es im besten Falle Wochen bis sie Hilfe hat - untragbar.

Dort wird sie für die erste Zeit stationär aufgenommen, i.d.R. auf einer offenen Station (sie kann die Klinik auch verlassen, wenn sie möchte und Besuch haben etc.), es sei denn, es ist so arg, dass sie sich nicht um Hilfe an das Personal wenden würde (und sie sagt ausdrücklich, dass sie das nicht tun würde).

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A
an0N_1189750099z
23.10.12 um 13:29
In Antwort auf liesje_12922161

Für sie da sein
Hallo!
Ach, das klingt übel. Wenn ich dich wäre, würde ich ihr gut zu reden, sag' ihr immer wieder, dass du für sie da bist und sie dir wichtig ist. sprich mit ihr über ihre gedanken und zeig ihr die schönen dinge im leben auf. auch wenn sie nicht reagiert im ersten Moment, können solche Worte wunder bewirken. Ausserdem würde ich ebenfalls professionelle Hilfe holen, aber nur mit ihrem Einverständnis.
Ich wünsche euch alles Gute und hoffe, das kommt wieder!!
Liebe Grüsse

Sorry aber das geht nicht
Natürlich nur mit Ihren Einverständnis. Keine Frage.

Aber "für sie da sein" ist ... Tja, wie sage ich das höflich...
Wer sich damit nicht auskennt, ist dem nicht gewachsen.
Das Wissen, dass einen jemand ganz dolle mag, ändert recht wenig an einem so starken seelischen Schmerz. Sie braucht Menschen, die ihr diese Schmerzen nehmen, zumindest stark verringern können, nicht jemanden, der ihre Hand hält, während sie den Schmerz ertragen muss.

Wenn ein Mensch bisschen erhöhte Temperatur hat, da kann man Wadenwickel machen und ihn verwöhnen, um die Heilung zu unterstützen. Mit über 40 Fieber ist das am Ende, da wird ein Krankenwagen gerufen. Natürlich nur mit dessen Einverständnis und nicht gegen seinen Willen. Aber Wadenwickel und trösten kommt da nicht mehr in Frage.

Einem Menschem mit Selbstverletzungswunden und schwerer Stimmung, kann man Hilfe und Trost anbieten. Bei Todessehnsucht oder der akuten Gefahr des "versehentlichen Selbstmordes" (klingt makaber, gehört aber zu SVV, wenn wir zu tiefe Wunden verursachen oder eine Arterie erwischen, realisieren wir die Folgen in diesem Moment nicht) oder SVV was unkontrollierbar / unbeherrschbar ist, ist "Für sie da sein" genauso falsch wie Wadenwickel bei lebensgefährlichem Fieber.

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herbstblume6
herbstblume6
23.10.12 um 17:06


Hol einen Krankenwagen oder bring sie in die Klinik. Direkt.Alles andere ist von dir als Laien nicht verantwortbar.

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