Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Freunde haben sich durch Corona verändert

25. März um 22:35 Letzte Antwort: 31. März um 13:18

Hallo zusammen,

habe jetzt lange überlegt, ob ich dieses Thema überhaupt zur Sprache bringen soll, aber irgendwie muss es nun doch raus.

Ich habe eine gute Freundin, mit der ich schon seit der Jugend befreundet bin (wir sind beide 29) und die ersten 3 Jahre waren wir unzertrennlich (wir wissen wirklich sehr viel übereinander und haben einiges zusammen erlebt). Wir haben uns einige Jahre dazwischen nicht regelmäßig gesehen, 1-2 Mal im Jahr aber dennoch. Die Freundschaft hat auch sehr gut gehalten, es war jedes Mal wie früher (viel gelacht, unbeschwert Zeit zusammen verbracht). Seit letztem Jahr haben wir wieder mehr Kontakt gehabt und uns auch geschworen, dass wir das aufrecht erhalten wollen. Wegen Corona natürlich jetzt etwas eingeschränkter, aber man hört voneinander und tauscht sich aus. Bzw. HAT SICH AUSGETAUSCHT. Seit 2 Monaten ist mehr oder weniger Funkstille - ich weiß, dass es ihr nicht gut geht. Ich weiß aber nicht, was sie hat und mache mir wirklich Gedanken. Das habe ich ihr auch geschrieben und ihr meine Unterstützung angeboten, ihr gesagt, dass ich für sie da bin, wenn sie mich braucht, etc. - es kam jedes Mal nur zurück, dass ich ihr nicht helfen kann und sie es schätzt, dass ich für sie da bin.  Nur leider lässt sie mich völlig im Dunkeln und erzählt nichts! Ich weiß einfach nicht, wie ich an sie rankommen kann... Sie ist wirklich eine wichtige Person für mich und ich befürchte, dass sie mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Wenn es nichts mit ihrer Gesundheit zu tun hätte, hätte sie mir das erzählt, da bin ich mir ganz sicher. Wie komme ich nur an sie ran oder kann ich überhaupt etwas tun? Sollte ich überhaupt etwas tun oder es so hinnehmen?

Ich wäre für Ratschläge/Meinungen wirklich sehr dankbar!

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31. März um 5:57

Also, wenn alle Kontaktaufnahme-Versuche scheitern, dann kannst du immer noch bei ihr direkt vorbeischauen... das ist zwar ein bisschen mit Druck, aber wenn die Sorge berechtigt ist, warum nicht? Was meinst?

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31. März um 8:31
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Hallo zusammen,

habe jetzt lange überlegt, ob ich dieses Thema überhaupt zur Sprache bringen soll, aber irgendwie muss es nun doch raus.

Ich habe eine gute Freundin, mit der ich schon seit der Jugend befreundet bin (wir sind beide 29) und die ersten 3 Jahre waren wir unzertrennlich (wir wissen wirklich sehr viel übereinander und haben einiges zusammen erlebt). Wir haben uns einige Jahre dazwischen nicht regelmäßig gesehen, 1-2 Mal im Jahr aber dennoch. Die Freundschaft hat auch sehr gut gehalten, es war jedes Mal wie früher (viel gelacht, unbeschwert Zeit zusammen verbracht). Seit letztem Jahr haben wir wieder mehr Kontakt gehabt und uns auch geschworen, dass wir das aufrecht erhalten wollen. Wegen Corona natürlich jetzt etwas eingeschränkter, aber man hört voneinander und tauscht sich aus. Bzw. HAT SICH AUSGETAUSCHT. Seit 2 Monaten ist mehr oder weniger Funkstille - ich weiß, dass es ihr nicht gut geht. Ich weiß aber nicht, was sie hat und mache mir wirklich Gedanken. Das habe ich ihr auch geschrieben und ihr meine Unterstützung angeboten, ihr gesagt, dass ich für sie da bin, wenn sie mich braucht, etc. - es kam jedes Mal nur zurück, dass ich ihr nicht helfen kann und sie es schätzt, dass ich für sie da bin.  Nur leider lässt sie mich völlig im Dunkeln und erzählt nichts! Ich weiß einfach nicht, wie ich an sie rankommen kann... Sie ist wirklich eine wichtige Person für mich und ich befürchte, dass sie mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Wenn es nichts mit ihrer Gesundheit zu tun hätte, hätte sie mir das erzählt, da bin ich mir ganz sicher. Wie komme ich nur an sie ran oder kann ich überhaupt etwas tun? Sollte ich überhaupt etwas tun oder es so hinnehmen?

Ich wäre für Ratschläge/Meinungen wirklich sehr dankbar!

Hallo,

falls du ein ungutes Gefühl hast fahre bei ihr vorbei und mach dir ein Bild. Mit genügend Abstand und Maske (Eigenschutz). Vielleicht braucht sie ein persönliches Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Warte ab, ob sie von sich aus etwas preisgibt. Signalisiere verbal, dass du dir Sorgen um sie machst und sie dir wichtig ist aber baue keinen Druck auf durch wiederholtes Fragen. Manchmal hilft es, wenn du signalisierst, was du wahrnimmst. Statt wie geht es dir, ich sehe, dass dich etwas sehr bewegt. Falls darauf keine Reaktion erfolgt, was ich nicht glaube, kannst du ihr Aktivitäten anbieten. Z.B. lass uns gemeinsam samstags walken, ich hole dich ab ect. 

Freundschaft zeigt sich in schwierigen Zeiten. Bemühungen zeugen von Interesse und vermitteln auch, hey, du bist nicht allein. Auch unausgesprochen!  

LG Sis

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31. März um 13:18
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Hallo zusammen,

habe jetzt lange überlegt, ob ich dieses Thema überhaupt zur Sprache bringen soll, aber irgendwie muss es nun doch raus.

Ich habe eine gute Freundin, mit der ich schon seit der Jugend befreundet bin (wir sind beide 29) und die ersten 3 Jahre waren wir unzertrennlich (wir wissen wirklich sehr viel übereinander und haben einiges zusammen erlebt). Wir haben uns einige Jahre dazwischen nicht regelmäßig gesehen, 1-2 Mal im Jahr aber dennoch. Die Freundschaft hat auch sehr gut gehalten, es war jedes Mal wie früher (viel gelacht, unbeschwert Zeit zusammen verbracht). Seit letztem Jahr haben wir wieder mehr Kontakt gehabt und uns auch geschworen, dass wir das aufrecht erhalten wollen. Wegen Corona natürlich jetzt etwas eingeschränkter, aber man hört voneinander und tauscht sich aus. Bzw. HAT SICH AUSGETAUSCHT. Seit 2 Monaten ist mehr oder weniger Funkstille - ich weiß, dass es ihr nicht gut geht. Ich weiß aber nicht, was sie hat und mache mir wirklich Gedanken. Das habe ich ihr auch geschrieben und ihr meine Unterstützung angeboten, ihr gesagt, dass ich für sie da bin, wenn sie mich braucht, etc. - es kam jedes Mal nur zurück, dass ich ihr nicht helfen kann und sie es schätzt, dass ich für sie da bin.  Nur leider lässt sie mich völlig im Dunkeln und erzählt nichts! Ich weiß einfach nicht, wie ich an sie rankommen kann... Sie ist wirklich eine wichtige Person für mich und ich befürchte, dass sie mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Wenn es nichts mit ihrer Gesundheit zu tun hätte, hätte sie mir das erzählt, da bin ich mir ganz sicher. Wie komme ich nur an sie ran oder kann ich überhaupt etwas tun? Sollte ich überhaupt etwas tun oder es so hinnehmen?

Ich wäre für Ratschläge/Meinungen wirklich sehr dankbar!

Das ist nicht nur bei dir so, bei uns ist das genauso

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