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Freund zieht sich zurück nachdem ich ihm alles erzählt hab

8. Januar 2012 um 20:06 Letzte Antwort: 11. Januar 2012 um 19:11

Hallo an alle,
ich bräuchte echt mal eure Hilfe:
Bin ein paar Monate mit meinem Freund zusammen und nachdem er sich schon mehrmals darüber beschwert hatte dass ihm im Bett zu wenig läuft (wir hatten S**, war auch gut, halt will ich nicht so oft und manchmal ist es mit der Lust so dass die bei mir von 100 auf 0 weg ist ohne dass ich das will) habe ich ihm am Donnerstag erzählt (es musste raus) dass ich s*x**ll m*ssbr**cht wurde.
Ich hatte es lange Jahre verdrängt... es kam zurück und musste raus... auch als erklärung für mein in letzter Zeit komisches Verhalten.
Im ersten MOment reagierte er mit Wur auf denjenigen, redete was von Anzeigen, sagte dann dass er es nicht nochmal schafft da er schon mal ne Freundin hatte die v*rg*w*lt*gt wurde. Er hat dann gemeint wieso ichs ihm nicht früher gesagt hab und dass ihm das so leid tut dass der mein Leben zerstört hat und hat mit mir geweint. UNd ich solle ihm jetzt alles erzählen, was ich aber nicht tat, da das Aufflammen der Geschichte schon genug erneute Traumatisierung war und nicht absehbar war wies mir nachher gehen würde.Dann sagte er dass er Kopfweh hat und wollte heim fahren (wir waren schon im Bett) und ich bat ihn er solle mich nicht allein lassen.

Am Freitag hat er sich mittags kurz gemeldet zu fragen wies mir geht, ich schlecht... wollte ihn am Freitag sehen weil ich nicht allein sein wollt es ging echt beschissen aber keine Spur von ihm, abends ging er mit Freunden aus. Muss dazu sagen dass es bei uns geschneit hatte und wer nicht musste nicht gefahren ist.

Dann am Samstag haben wir uns zum Reden getroffen. Ich sagte ihm dass ich mich der Sache jetzt stellen muss, dass ich am Mo bei ner Beratungsstelle wegen einer psycholilgischen Behandlung anrufen wers (ich hab ziemlich viele Symptome von PTBS, also Ängste, Panikattacken usw.) in den letzten Wochen und ich sagte ihm dass das jetzt ganz oben steht auf meiner Liste.
Ich sagte ihm.dass es lieb war dass er alles hören wollte aber es nicht seine Aufgabe ist es mit mir aufzuarbeiten, dafür gibt es Ärzte und ich werd das alles aufarbeiten aber kontrolliert in einer Therapie.
Seine Aufgabe sifern er das will wär einfach Verständnis zeigen, keinen Druck machen und für mich da sein.

Seitdem hab ich den Eindruck er zieht sich zurück bzw. will mich nicht mehr so sehen... ibwohl wir gestern erst essen waren und danach gemütlich Dvd Abend weils mir noch nich so gut ging.

Sonntags kam er immer tagsüber oder abends zu mir... heute nicht.

Ich verstehe ja dass er auch Zeit brauch mit sober Ibfo umzugehen... aber verlang ich zuviel wenn ich sag zu einrr Partnerschaft gehòrt dass man für den andern da ist wenns ihm nicht gut geht?

Irgendwie hatte ich bei ihm schon vorher dein Eindruck als obs in erster Linie um seine Vorstellungen geht also in dem Sinn als ob er die perfekte Freundib sucht will. Und naja... perfekt bin ich halt mal nicht.

Bitte sagt mir was ihr zu der Situation denkt... würde mir echt helfen.

Danke im Voraus und lg



Sorry für die Fehler... handy...

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9. Januar 2012 um 11:23

Niemand ist perfekt
Hallo, Goldensun,

ich finds ja prima, dass du zum Therapeuten gehen willst und deinen Freund nicht als "Kummerkasten" benutzen willst. Und ich finds auch klasse, dass du sehen kannst, dass er an dieser Info genauso zu knabbern hat.
Was ich nicht verstehe, ist, wieso du nach so kurzer Zeit schon meinst, er zieht sich zurück. Er weiß es doch erst ein paar Tage. Er muss das doch auch verdauen und das braucht ein wenig Zeit.
Kannst du ihn direkt fragen, ob er eurer Beziehung noch eine Chance gibt? Wenn ich das richtig verstanden habe, wohnt ihr nicht zusammen. Habt ihr euch sonst immer täglich gegenseitig besucht? Es könnte ja auch sein, dass er sich jetzt jemanden gesucht hat, der ihn aufrichten soll und dass er nur deshalb keine Zeit hatte, oder?
Vielleicht hat er "Keinen Druck machen" auch falsch verstanden?
Ich denke, wenn ich an deiner Steffe wäre, würde ich das Gespräch mit ihm suchen und alle meine Ängste, Sorgen und Bedenken bezüglich der Beziehung direkt und offen äußern.

Wenn es stimmt, dass er lediglich eine perfekte Freundin sucht, dann viel Glück für ihn und seine Suche. Das wird es nicht geben. Keiner von uns ist perfekt.

Ich wünsch dir viel Kraft für die Therapie und einen guten Arzt.
Wenn du willst, können wir uns gern weiter austauschen,
LG, Nelly

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9. Januar 2012 um 15:32

Hallo goldensun5
erstmal daumen hoch dafür das du dich damit beschäftigst. viele in unserer situation verdrängen und machen es damit oft noch schlimmer. das du dich hier mir jmd austauschen willst und zu ner beratungsstelle gehst ist bestimmt nicht leicht. ich kann das gut nachvollziehen aber iwann (vllt auch jetzt schon) wird es dir gut tun und du fühlst dich befreit.
ich wurde mit 13 von 2 männern vergewaltigt, hatte viele beschissen schwere jahre mit gerichtsverhandlungen, krankenhausaufenthalten und bin sogar mit 13 von daheim ausgezogen und in eine mädchenzuflucht gegangen. ich hab mich geritzt/ verletzt, war kriminell und hab auch lange drogen genommen um iwie mit mir klar zu kommen hab mich aber immer geweigert eine therapie zu machen. mit 17 wurde ich dann im heim vor die wahl gestellt: entweder therapie oder rausschmiss und ich hab wieder meine sachen gepackt. regelmässig verfolgten mich alpträume, zwänge und angstzustände bis ich mich ende 2008 mit dem gedanken angefreundet hab eine thrapie zu machen. mir wurde immer klarer dass ich das allein nicht schaffen kann und suchte mir eine therapeutin in meiner nähe. bis heute gehe ich ca einmal in der woche 50 min dahin und ich muss sagen es tut mir echt gut! wenn du soweit bist ist es gut die ganze scheisse raus zu lassen. lass dich von deinen erfahrungen nicht runter machen und kämpfe für ein "gutes morgen"!!!
wenn du fragen hast oder nur jmd zum reden etc brauchst meld dich einfach... nicht zögern... ich hab ein ohr bzw ein auge für dich
... lg

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9. Januar 2012 um 19:14
In Antwort auf malak_11847289

Niemand ist perfekt
Hallo, Goldensun,

ich finds ja prima, dass du zum Therapeuten gehen willst und deinen Freund nicht als "Kummerkasten" benutzen willst. Und ich finds auch klasse, dass du sehen kannst, dass er an dieser Info genauso zu knabbern hat.
Was ich nicht verstehe, ist, wieso du nach so kurzer Zeit schon meinst, er zieht sich zurück. Er weiß es doch erst ein paar Tage. Er muss das doch auch verdauen und das braucht ein wenig Zeit.
Kannst du ihn direkt fragen, ob er eurer Beziehung noch eine Chance gibt? Wenn ich das richtig verstanden habe, wohnt ihr nicht zusammen. Habt ihr euch sonst immer täglich gegenseitig besucht? Es könnte ja auch sein, dass er sich jetzt jemanden gesucht hat, der ihn aufrichten soll und dass er nur deshalb keine Zeit hatte, oder?
Vielleicht hat er "Keinen Druck machen" auch falsch verstanden?
Ich denke, wenn ich an deiner Steffe wäre, würde ich das Gespräch mit ihm suchen und alle meine Ängste, Sorgen und Bedenken bezüglich der Beziehung direkt und offen äußern.

Wenn es stimmt, dass er lediglich eine perfekte Freundin sucht, dann viel Glück für ihn und seine Suche. Das wird es nicht geben. Keiner von uns ist perfekt.

Ich wünsch dir viel Kraft für die Therapie und einen guten Arzt.
Wenn du willst, können wir uns gern weiter austauschen,
LG, Nelly

Hallo nelly
vielen lieben Dank für deine Antwort. Naja es war halt so ein Gefühl von mir... so im ersten Moment ist das bei mir so angekommen als würd er genau dann wenn ich ihn brauche nicht da sein. Vielleicht war es auch etwas voreilig das zu denken... denn wenn ich mich in seine Situation reindenke ist das natürlich schon auch ne heftige Info.

Ich denke dass es ihm am Tag danach wirklich um Ablenkung ging... mit den Kollegen. Und vielleicht das Ganze mal sacken lassen. Am Sa war er dann auch ganz lieb und verständnisvoll. Gestern tagsüber und abends hat er sich nicht mehr blicken lassen, heute hat er ne Sitzung von einem Verein und wir haben für morgen ausgemacht.

Naja es war nicht so dass wir uns täglich gesehen haben, so alle zweiten Tage mehr oder weniger... da es jedoch so ist dass wir beide mit Arbeit, Hobbys und VErpflichtungen sonst eher eingespannt sind haben wir halt geschaut die Zeit wie z.B. am We wenns leichter geht zusammen zu verbringen.
Ich werde das in den nächsten Tagen mal beobachten... klar ist er auch in ner blöden Situation... aber ich bin im Moment einfach unsicher wieviel bzw. welche Unterstützung ich erwarten kann.

Also wie gesagt ich möchte auch nicht dass er das mit mir aufarbeitet... im Gegenteil die Details werd ich ihm nicht erzählen... möchte nicht dass dann mein Kopf das eine mit dem andern verbindet (klingt blöd aber ich weiss nicht wie formulieren).

Er hat gesagt dass er Verständnis zeigen und geduldig sein will und er hofft dass er so viel Geduld hat.
Er hat nicht gesagt dass er für mich da ist wenn ich ihn brauch. Heute gehts mir schon etwas besser... und das Beste was er vor allem in diesen ersten Tagen nach dem Aufflammen der GEschichte hätte tun können wär einfach gewesen bei mir zu sein. Nicht zum Reden oder so und ich weiss dass ich schlechte Laune hatte... aber wenn jemand da ist wenns einem schlecht geht ist das schon mal sehr viel.

Aber naja... wir sind alle nurbMenschen... da kanns mal sein dass man ne Situation nicht richtig einschätzt.

In diesem Sinne vielen Dank an dich und ja, würd mich sehr freuen wenn wir uns auch weiterhin austauschen.

GAnz liebe Grüsse

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9. Januar 2012 um 19:26
In Antwort auf dorris_11978239

Hallo goldensun5
erstmal daumen hoch dafür das du dich damit beschäftigst. viele in unserer situation verdrängen und machen es damit oft noch schlimmer. das du dich hier mir jmd austauschen willst und zu ner beratungsstelle gehst ist bestimmt nicht leicht. ich kann das gut nachvollziehen aber iwann (vllt auch jetzt schon) wird es dir gut tun und du fühlst dich befreit.
ich wurde mit 13 von 2 männern vergewaltigt, hatte viele beschissen schwere jahre mit gerichtsverhandlungen, krankenhausaufenthalten und bin sogar mit 13 von daheim ausgezogen und in eine mädchenzuflucht gegangen. ich hab mich geritzt/ verletzt, war kriminell und hab auch lange drogen genommen um iwie mit mir klar zu kommen hab mich aber immer geweigert eine therapie zu machen. mit 17 wurde ich dann im heim vor die wahl gestellt: entweder therapie oder rausschmiss und ich hab wieder meine sachen gepackt. regelmässig verfolgten mich alpträume, zwänge und angstzustände bis ich mich ende 2008 mit dem gedanken angefreundet hab eine thrapie zu machen. mir wurde immer klarer dass ich das allein nicht schaffen kann und suchte mir eine therapeutin in meiner nähe. bis heute gehe ich ca einmal in der woche 50 min dahin und ich muss sagen es tut mir echt gut! wenn du soweit bist ist es gut die ganze scheisse raus zu lassen. lass dich von deinen erfahrungen nicht runter machen und kämpfe für ein "gutes morgen"!!!
wenn du fragen hast oder nur jmd zum reden etc brauchst meld dich einfach... nicht zögern... ich hab ein ohr bzw ein auge für dich
... lg

Hallo chigo
vielen lieben Dank an dich für deine Antwort. Oje... das tut mir echt leid was dir alles passiert ist. Ich hoffe es geht dir wieder gut... vom Schreiben her hab ich schon den Eindruck.
Dagegen sind meine Erlebnisse eher Pinatz...

Naja, das mit dem.Verdrängen hatte ich auch ne Weile gutbdrauf... hast fast ca. 20 Jahre lang funktioniert... aber wie alles im Leben kommts irgenwann zurück und die Symptome (laaange Liste) sind inzwischen zu schwer geworden und mir wurde klar dass ich da nicht allein raus komm.

Also muss ich die Sache angehen ob ich will oder nicht (und eigentlich will ich nicht wirklich...)

Mein Freund war wütend auf meinen Opa als ich ihm das erzählt hab... und hat gemeint der hat dir das ganze Leben zerstört und ich dachte mir so "Ne von so einem Menschen lass ich mir das Leben nicht zerstören".

Ich weiss nicht ob das der erste Schritt ist mal zu erkennen dass man Hilfe braucht? Und machen einenbsolche Erfahrungen wenn mans denn mal verarbeitet hat stärker? Gibt es überhaupt ne Möglichkeit so eine Scheisse ins Positive zu drehen? Oder ist das so dass man sich immer schwerer tun wird als andere mit Vertrauen, zwischenmenschlichen Beziehungen, Partner, Verhalten, seinem Charakter?

Was genau kann ich mir denn unter ner solchen Therapie vorstellen bzw. wie ist das bei dir? Nur Erzählen, Aufarbeiten und Reden oder auch so Verhaltenstherapie... also wie man mit Angst und Panik und dem Druck innen umgehen kann?

Ich hab da echt gar keine klare Vorstellung davon bin mir aber im Klaren darüber dass kein Weg dran vorbei dührt für mich.

Vielen Dank für deine Worte... und es würd mich freuen von dir zu lesen.

glg

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9. Januar 2012 um 19:43

@goldensun5
wie alt bist du wenn ich fragen darf? wie lange schleppst du das denn schon mit dir rum?
ich glaube das man echt bereit sein muss das aufzuarbeiten zu wollen- ich glaub sonst klappts nicht. ich mach eine sprachtherapie. mir hilft es sehr. magst du vllt hier privatnachrichten mit mir schreiben? dann is das nicht so n kuddelmuddel... würd mich freuen

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10. Januar 2012 um 9:46
In Antwort auf an0N_1216577999z

Hallo nelly
vielen lieben Dank für deine Antwort. Naja es war halt so ein Gefühl von mir... so im ersten Moment ist das bei mir so angekommen als würd er genau dann wenn ich ihn brauche nicht da sein. Vielleicht war es auch etwas voreilig das zu denken... denn wenn ich mich in seine Situation reindenke ist das natürlich schon auch ne heftige Info.

Ich denke dass es ihm am Tag danach wirklich um Ablenkung ging... mit den Kollegen. Und vielleicht das Ganze mal sacken lassen. Am Sa war er dann auch ganz lieb und verständnisvoll. Gestern tagsüber und abends hat er sich nicht mehr blicken lassen, heute hat er ne Sitzung von einem Verein und wir haben für morgen ausgemacht.

Naja es war nicht so dass wir uns täglich gesehen haben, so alle zweiten Tage mehr oder weniger... da es jedoch so ist dass wir beide mit Arbeit, Hobbys und VErpflichtungen sonst eher eingespannt sind haben wir halt geschaut die Zeit wie z.B. am We wenns leichter geht zusammen zu verbringen.
Ich werde das in den nächsten Tagen mal beobachten... klar ist er auch in ner blöden Situation... aber ich bin im Moment einfach unsicher wieviel bzw. welche Unterstützung ich erwarten kann.

Also wie gesagt ich möchte auch nicht dass er das mit mir aufarbeitet... im Gegenteil die Details werd ich ihm nicht erzählen... möchte nicht dass dann mein Kopf das eine mit dem andern verbindet (klingt blöd aber ich weiss nicht wie formulieren).

Er hat gesagt dass er Verständnis zeigen und geduldig sein will und er hofft dass er so viel Geduld hat.
Er hat nicht gesagt dass er für mich da ist wenn ich ihn brauch. Heute gehts mir schon etwas besser... und das Beste was er vor allem in diesen ersten Tagen nach dem Aufflammen der GEschichte hätte tun können wär einfach gewesen bei mir zu sein. Nicht zum Reden oder so und ich weiss dass ich schlechte Laune hatte... aber wenn jemand da ist wenns einem schlecht geht ist das schon mal sehr viel.

Aber naja... wir sind alle nurbMenschen... da kanns mal sein dass man ne Situation nicht richtig einschätzt.

In diesem Sinne vielen Dank an dich und ja, würd mich sehr freuen wenn wir uns auch weiterhin austauschen.

GAnz liebe Grüsse

An Goldensun
Hallo, Sternchen,
also, ich weiß denke ich schon ganz genau, was du von deinem Freund möchtest und ich muss dir gestehen, dass ich nicht so klasse drauf war, wie du es bist. Ich dachte, ich könnte meine Sorgen auf die breiten Schultern meines Mannes abladen und dann würden wir beide das gemeinsam stemmen. Ha, das war aber eine feine Überraschung, als mein Mann mir zeigte, dass er diese Sorgen gar nicht will. Und mein Therapeut hat mir dann klar gemacht, dass ich viel zu viel erwartet und verlangt habe. Er hat mit erklärt, dass ich mir das Bein auch nicht von meinem Mann amputieren lassen wollte und dass Sorgen schon sowas sind, wie ein Bein.
Allerdings hat mich die Aussage deines Freundes, er habe schon einmal eine Freundin mit diesem Problem gehabt und er könne das nicht nochmal.. ziemlich erschreckt. Heute habe ich meinen Müll verarbeitet, aber damals hätte ich mich sofort abgelehnt gefühlt. Vll dachtest du deshalb, er zieht sich zurück?
Durch meinen Mann habe ich jedenfalls gelernt, dass Männer das ganz anders verarbeiten, als Frauen damit umgehen. Damals war unser Garten jedenfalls in vollster Blüte, denn mein Mann buddelte eigentlich permanent darin herum. Ich habe JAHRE gebraucht, bis ich ihm zugestehen konnte, dass er mir in dem Punkt seine Hilfe verweigert.
Ich habs ohne ihn gemacht. Mit Therapeut und Freunden. Wir haben uns aber auf Codeworte verständigt und er hat akzeptiert, dass ich heute anders bin, als ich früher war. Es klingt vll komisch, aber durch die ganze Sache habe ich sehr viel Selbstvertrauen gewonnen. Heute kann ich auch für meine Bedürfnisse kämpfen.
Ach, mein liebes Mäusschen, ich wünsche dir ganz viel Kraft und wenn du möchtest, bin ich immer für dich da.
Ganz, ganz liebe Grüße, Nelly

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10. Januar 2012 um 13:06
In Antwort auf an0N_1216577999z

Hallo chigo
vielen lieben Dank an dich für deine Antwort. Oje... das tut mir echt leid was dir alles passiert ist. Ich hoffe es geht dir wieder gut... vom Schreiben her hab ich schon den Eindruck.
Dagegen sind meine Erlebnisse eher Pinatz...

Naja, das mit dem.Verdrängen hatte ich auch ne Weile gutbdrauf... hast fast ca. 20 Jahre lang funktioniert... aber wie alles im Leben kommts irgenwann zurück und die Symptome (laaange Liste) sind inzwischen zu schwer geworden und mir wurde klar dass ich da nicht allein raus komm.

Also muss ich die Sache angehen ob ich will oder nicht (und eigentlich will ich nicht wirklich...)

Mein Freund war wütend auf meinen Opa als ich ihm das erzählt hab... und hat gemeint der hat dir das ganze Leben zerstört und ich dachte mir so "Ne von so einem Menschen lass ich mir das Leben nicht zerstören".

Ich weiss nicht ob das der erste Schritt ist mal zu erkennen dass man Hilfe braucht? Und machen einenbsolche Erfahrungen wenn mans denn mal verarbeitet hat stärker? Gibt es überhaupt ne Möglichkeit so eine Scheisse ins Positive zu drehen? Oder ist das so dass man sich immer schwerer tun wird als andere mit Vertrauen, zwischenmenschlichen Beziehungen, Partner, Verhalten, seinem Charakter?

Was genau kann ich mir denn unter ner solchen Therapie vorstellen bzw. wie ist das bei dir? Nur Erzählen, Aufarbeiten und Reden oder auch so Verhaltenstherapie... also wie man mit Angst und Panik und dem Druck innen umgehen kann?

Ich hab da echt gar keine klare Vorstellung davon bin mir aber im Klaren darüber dass kein Weg dran vorbei dührt für mich.

Vielen Dank für deine Worte... und es würd mich freuen von dir zu lesen.

glg

Hi, Goldensun
Weil ich es gerade lese: Therapie ist vielschichtig. In meiner haben wir den Täter sprechen lassen, ich habe ihm geantwortet, was ich schon immer mal sagen wollte.Wir haben ein wenig erzählt, denn mein Therapeut musste ja wissen, was passiert war und wir haben meine verquaste Einstellung zum Leben korrigiert. Wir haben auch die miese Beziehung zu meinen Eltern aufgearbeitet und uns über Sicherheit unterhalten. Ich bin mit meiner Therapie sehr glücklich gewesen und bin es immer noch. Ohne wäre ich nicht mehr da, davon bin überzeugt.
Alles Liebe, Nelly

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10. Januar 2012 um 19:13
In Antwort auf malak_11847289

An Goldensun
Hallo, Sternchen,
also, ich weiß denke ich schon ganz genau, was du von deinem Freund möchtest und ich muss dir gestehen, dass ich nicht so klasse drauf war, wie du es bist. Ich dachte, ich könnte meine Sorgen auf die breiten Schultern meines Mannes abladen und dann würden wir beide das gemeinsam stemmen. Ha, das war aber eine feine Überraschung, als mein Mann mir zeigte, dass er diese Sorgen gar nicht will. Und mein Therapeut hat mir dann klar gemacht, dass ich viel zu viel erwartet und verlangt habe. Er hat mit erklärt, dass ich mir das Bein auch nicht von meinem Mann amputieren lassen wollte und dass Sorgen schon sowas sind, wie ein Bein.
Allerdings hat mich die Aussage deines Freundes, er habe schon einmal eine Freundin mit diesem Problem gehabt und er könne das nicht nochmal.. ziemlich erschreckt. Heute habe ich meinen Müll verarbeitet, aber damals hätte ich mich sofort abgelehnt gefühlt. Vll dachtest du deshalb, er zieht sich zurück?
Durch meinen Mann habe ich jedenfalls gelernt, dass Männer das ganz anders verarbeiten, als Frauen damit umgehen. Damals war unser Garten jedenfalls in vollster Blüte, denn mein Mann buddelte eigentlich permanent darin herum. Ich habe JAHRE gebraucht, bis ich ihm zugestehen konnte, dass er mir in dem Punkt seine Hilfe verweigert.
Ich habs ohne ihn gemacht. Mit Therapeut und Freunden. Wir haben uns aber auf Codeworte verständigt und er hat akzeptiert, dass ich heute anders bin, als ich früher war. Es klingt vll komisch, aber durch die ganze Sache habe ich sehr viel Selbstvertrauen gewonnen. Heute kann ich auch für meine Bedürfnisse kämpfen.
Ach, mein liebes Mäusschen, ich wünsche dir ganz viel Kraft und wenn du möchtest, bin ich immer für dich da.
Ganz, ganz liebe Grüße, Nelly

Hallo nelly
dankebfür deine Antwort. Ok dass hat er im ersten MOment im Affekt gesagt und vielleicht gar nicht so gemeint. Vielleicht hab ich auch das falsch verstanden und dann Angst gehabt dass er sagt nö ich bin weg. Grad wenn man so viel Vertrauen hat und sowas erzählt will man natürlich nicht im Stich gelassen werden. Heut besucht er mich und ich schaus mir mal an, freu mich schon.

NAja ich verlang nicht dass er meine Probleme löst das weiss ich dass ich da allein durch muss. Aber ich hab halt so seit der letzten Beziehung Probleme zu bewerten was ich erwarten kann und was nicht. Wär auch ein Thema für die Therapie... wahrnehmen von Wünschen und BEdürfnissen und aussprechen und einfordern.

Von dem her wird sein Part denk ich wirklich irgendwo dir Unterstützung sein, das für mich da sein und Sicherheit geben.

Ohne jedoch sich selbst rein ziehen zu lassen.

Ich hoffe echt wir schaffen das.

Danke dir und lg

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10. Januar 2012 um 19:22

Hallo jasieblume
vielen Dank für deine Antwort und es freut mich dass du es so gut verarbeiten konntest, ich hoffe das gelingt mir auch.

Naja vielleicht hab ich das auch nur zu schlimm gesehen dass er sich zurück zieht. Ich werd das mal beobachten wie es demnächst so läuft.

Ja das was du geschrieben hast mit der UNterwäsche für KInder find ich auch extrem abartig. Hat die Gesellschaft irgendwo Mitschuld? Oder wenn sich Kinder schon schminken und so...

Wie meinst du das mit dem jugendlich... würdest du kir das etwas genauer erklären?

Mein Grossvater ist glücklicherweise(ok das sagt man nicht aber ich tus trotzden und meins auch so) vor 14 Jahren gestorben... von da an hatte sich mein Leben eher zum besseren gewandt vor allem da er bei den Streitigkeiten zu hause die meine Kindheit durchzogen haben einen führenden Part eingenommen hat. Ein anderes THema sind dann die Mitwissenden... die nicht gehandelt haben... da reichen meine Erinnerungen aber noch nicht um sagen zu können was wirklich noch alles war.

Also damit umgehen lernen anderes wird wohl nicht helfen.

Danke dir du hast mir Mut gemacht.

lg

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10. Januar 2012 um 19:25

Termin gemacht bei der Beratungsstelle
Ein hallo nochmal an alle die mir geholfen haben und MUt gemacht haben mir Hilfe zu suchen. Ich hab also heute einen Termin bei der Beratungsstelle für Dienstag gemacht. Die Frau am Tel war echt super nett und ich bin gespannt was mich da erwartet. Das war so ein grosser Schritt für mich... weiss nicht ob ihr das nachvollziehen könnt. Ich hoff dass ich aus der Sache rauskomm und alles wieder gut wird.
Also dafür kämpfen für ein schönes, glückliches normales Leben ist angesagt.

Was ich noch sagen wollt: Sorry für die Rechtschreibfehler... ich schreib mit dem Handy und da sind manchmal Vertipper dabei...

Also danke an alle fürs Mut machen

Ihr seid echt lieb!

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10. Januar 2012 um 19:58

Hi
ja ich hab auch den Eindruck mit Leuten die man nicht kennt darüber zu schreiben bzw. reden ist einfacher.

Aber da drängt sich mir die Frage auf ob die Beziehung wirklich Hängematte sein soll und kann. Klar irgendwo will man sich fallen lassen und eine Beziehung sollte eine Bereicherung für das Leben darstellen. Aber sie bedeutet auch Arbeit... dass man dran arbeitet und sich eben nicht einfach nur ausruht nach dem Motto läuft ja alles. Das ist ne schwierige Situation und ich hab meinem Freund gesagt wenn wir da drüber kommen dann ists für länger. Krisen stellen alles auf die Probe... aber ich denk durch solche Sachen kann man auch zusammenwachsen. Sofern sich der Partner natürlich auch nicht in den negativen Zog ziehen lässt.

Ich bin gespannt wie das nochmal ausgeht.

Nur ein paar GEdanken...

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11. Januar 2012 um 19:11

Hey du...
super das du einen termin hast. sei so nett und berichte mal...
lg

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