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Freund (blöderweise Arzt) hat meine Antidepressiva entdeckt,Hilfe!

21. März 2008 um 14:23 Letzte Antwort: 21. März 2008 um 20:46

Hallo,

Da ich hoff dass mir jemand von euch vielleicht ein paar Tipps geben kann poste ich mal meine Geschichte hier:

Ich leide seit ca. einem halben Jahr unter Panikattacken und nehme vorübergehend Tabletten bis ich einen Therapieplatz bekomme, was zwar noch einige Zeit dauern wird.

Ich bin mit meinem Freund, er ist Arzt, seit einem halben Jahr zusammen und hab das vor ihm immer versucht zu verheimlichen was mir bis jetzt ziemlcih gut gelungen ist. Letztens hat er jedoch die Medis entdeckt und war ziemlich irritiert. Ich konnte ihn nur schwer davon überzeugen dass ich die Tabletten für eine Freundin aus der Apotheke geholt habe. Mir kommt vor dass er mich jetzt viel aufmerksamer beobachtet (beobachten ist vielleicht das falsche Wort, aber mir fällt gerade nichts anderes ein) und das macht mich dann richtig nervös.

Ich hab das total schlechte Gewissen dass ich ihn angelogen habe bezüglich der Tabletten aber ich hab auch Angst davor ihm die Wahrheit zu sagen. Ich möchte nämlich seine Freundin sein und nicht seine Patientin.
Ich befürchte dass ich da irgendwie in die Patientenrolle reinrutschen würde denn es fällt ihm ja sonst auch schon so schwer im Alltag den Arzt in sich ausblenden.

Kann mir vielleicht irgendjemand einen Tip geben?

lg und Danke

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21. März 2008 um 19:51

Hey du
das ist natürlich eine etwas schwierige situation.
Ich denke jedoch, dass du es ihm anvertrauen solltest. Ich selbst stand vor über einem Jahr vor dem selben Problem (abgesehen davon, dass meine Freundin keine Ärztin war ).
Habe mich dafür entschieden und war ziemlich froh darüber, weil ich jemand hatte, dem ich meine tiefen Gefühle anvertrauen konnte.
Ich denke, dass es bei dir auch einiges bringen wird, wenn du mit der Person, die dir wahrscheinlich am nähsten steht, alles anvertrauen kannst. Möglicherweise bringt das unabhängig davon, dass er Arzt ist, eine Verbesserung deines Zustandes. Es auf Dauer zu verschweigen wird vermutlich schwierig werden. Zum einen, weil er als Arzt die nötige Erfahrung hat um 1 und 1 zusammenzuzählen und weil du vielleicht auf Dauer nicht die Möglichkeit haben wirst, deine Panikattacken in seiner Anwesenheit zu überspielen.

Für mich selber gilt eigentlich, dass nichts schlimmer ist als die Ungewissheit. Ich würde mir an seiner Stelle Sorgen machen und mir wünschen, dass du mir die Wahrheit sagst.

Ich glaube, dass die einzige Ursache für deine Situation der Fakt, dass dein Freund Arzt ist. Da er aber vermutlich kein Psychiater ist, wird er deine Behandlung dem Fachmann überlassen und selber dir nur als Partner, nicht aber als Arzt, unter die Arme greifen - und das kann dir wahrscheinlich mehr Vorteile verschaffen, als du glaubst.

Viel Glück

lg

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21. März 2008 um 20:46
In Antwort auf vasile_11842593

Hey du
das ist natürlich eine etwas schwierige situation.
Ich denke jedoch, dass du es ihm anvertrauen solltest. Ich selbst stand vor über einem Jahr vor dem selben Problem (abgesehen davon, dass meine Freundin keine Ärztin war ).
Habe mich dafür entschieden und war ziemlich froh darüber, weil ich jemand hatte, dem ich meine tiefen Gefühle anvertrauen konnte.
Ich denke, dass es bei dir auch einiges bringen wird, wenn du mit der Person, die dir wahrscheinlich am nähsten steht, alles anvertrauen kannst. Möglicherweise bringt das unabhängig davon, dass er Arzt ist, eine Verbesserung deines Zustandes. Es auf Dauer zu verschweigen wird vermutlich schwierig werden. Zum einen, weil er als Arzt die nötige Erfahrung hat um 1 und 1 zusammenzuzählen und weil du vielleicht auf Dauer nicht die Möglichkeit haben wirst, deine Panikattacken in seiner Anwesenheit zu überspielen.

Für mich selber gilt eigentlich, dass nichts schlimmer ist als die Ungewissheit. Ich würde mir an seiner Stelle Sorgen machen und mir wünschen, dass du mir die Wahrheit sagst.

Ich glaube, dass die einzige Ursache für deine Situation der Fakt, dass dein Freund Arzt ist. Da er aber vermutlich kein Psychiater ist, wird er deine Behandlung dem Fachmann überlassen und selber dir nur als Partner, nicht aber als Arzt, unter die Arme greifen - und das kann dir wahrscheinlich mehr Vorteile verschaffen, als du glaubst.

Viel Glück

lg

hey thor,

Danke für deinen nette Antwort.

Wie hat denn deine Freundin damals reagiert? War dann noch alles wie vorher?

Ich hatte irgendwie auch noch nie eine wirklich gute Gelegenheit ein Gespräch über dieses Thema anzufangen. Mein Freund hat vor kurzen seine Facharztausbildung begonnen - natürlich ausgerechnet noch die Ausbildung für Neurologie und Psychiatrie...
Deshalb ist der dauergestresst, schlecht gelaunt, wir sehen uns im Moment selten...
Ich möchte ihn dann nicht noch mit meinen Problemen belasten.

Ich hoffe ja dass er mir die Geschichte mit den Medis für meine Freundin glaubt...aber bin mir da mittlerweile nicht mehr so sicher.
Aber wenn er was ahnt, wieso spricht er mich dann nicht drauf an. Das wär mir tausend mal lieber als wenn ich damit anfangen muss.

Wie auch immer, ich werd glaub ich einfach mal abwarten.
Spätestens in 2 Wochen wenn wir nach Spanien fliegen und ich in der Ferne, weitab von daheim, meine Panikanfälle bekomme wird er es wohl oder übel mitbekommen...

lg





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