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Fremdgehen

7. August 2012 um 9:41

Eine Frage, die mich seit 20 Jahren beschäftigt:

Was haben Liebe und Vertrauen mit sexuellen Exklusivrechten zu tun?

Natürlich weiß ich, dass es die meisten verletzt, wenn ihr Partner mit einer anderen Person Sex hat. Mit einem solchen Menschen würde ich auch keine Beziehung eingehen.
Aber ich weiß eben nur, *dass* es verletzt, nicht *warum*.

Ich halte meinen Mann für reif genug, dass er keine Kinder zeugen, sich nicht mit Geschlechtskrankheiten infizieren und sich nicht bei jedem Sex unsterblich verlieben wird.
Ich halte mich jetzt auch nicht für so schlecht, dass ich Angst habe, er würde mich nie wieder begehren, wenn er mal wo anders *** hat.
Was also hat es mit unserer Ehe und mit mir zu tun, mit wem er Sex hat?

Psychologisch gesehen: beim Sex geht es fast immer auch stark um Macht, auch bei "nicht SM - Sex".
Evulutions - biologisch gesehen will man natürlich nicht fremdes Erbgut aufziehen.
Historisch gesehen waren "Kuckuckskinder" oft auch eine reale Gefahr.
Das ist aber doch nur ein winziger Teil des Ganzen.

Das einzige, was mir noch irgendwie einleuchten könnte, ist die Theorie, dass in Sex eine starke und tiefe zwischenmenschliche Beziehung gesehen wird?
Die existiert aber immer, wenn man starke Gefühle teilt wie Leid, Trauer oder gemeinsames Lachen - es besteht ja aber nicht die Mehrheit darauf, dass man nur gemeinsam mit dem Partner lachen oder weinen darf.

Interessanter Weise gibt es nicht wenige Menschen, die selbst nicht monogam leben, das aber von ihrem Partner / Partnerin erwarten - geht es doch primär um Macht? Es sind vor allem Männer und die sehen in Sex oft doch etwas anderes als Frauen.

Ich krieg es einfach nicht zu fassen.
Ich weiß, dass es bei den meisten Menschen in unserem Kulturkreis so ist, dass man in einer Partnerschaft verschiedene Exklusivrechte erwartet, vor allem das sexuelle, aber warum? Was ist so besonderes am Sex, dass eine Verletzung der Exklusivrechte die Menschen so verletzt? Warum erwartet man Exklusivrechte auf *irgendwas* in einer Ehe?
In meiner Vorstellung geht eine Ehe doch tiefer. Es geht um einen Menschen, der einen unterstützt, der einem zur Seite steht, mit dem man Freud und Leid teilt. Ein Partner, der sich verpflichtet, den kommenden Weg gemeinsam zu gehen, wie auch immer dieser Weg aussehen mag. Aber nicht dazu, Freude oder Leid nur mit diesem Menschen zu teilen oder in bestimmter Hinsicht nur mit diesem Menschen zu teilen.

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7. August 2012 um 12:39


Für mich auch nicht.

Aber für bestimmt über 80% der Menschen in unserem Kulturkreis ist das etwas überaus Grundlegendes. Also muss da schon mehr dran sein, als ich finden kann.

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7. August 2012 um 14:27

Hm
Das ist Ansichtssache - ich persönlich verbinde beides miteinander, bin aber auch kein Typ für One-Night-Stands.

Das sollte jedes Paar für sich entscheiden - bist du dann auch nicht eifersüchtig?

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7. August 2012 um 15:39
In Antwort auf linlaluna

Hm
Das ist Ansichtssache - ich persönlich verbinde beides miteinander, bin aber auch kein Typ für One-Night-Stands.

Das sollte jedes Paar für sich entscheiden - bist du dann auch nicht eifersüchtig?

Ich bin auch nicht eifersüchtig
"Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft"

Ich wüsste auch nicht, warum ich da eigentlich eifersüchtig sein sollte. Oder worauf? Ist ja nicht so, dass ich nichts abkriege oder nicht genug

Weder Sex noch Affären machen mich eifersüchtig. Eine Affäre mögen schöne Momente sein. Aber es ist eine völlig andere Beziehungsebene. Egal was in blauen Stunden geflüstert wird, wenn derjenige, der eine Affäre hat nicht gerade herausgeworfen wird, kommt es selten zur Trennung und zu einem Wechsel der festen Partner.
Damit bin ich sicher in einer extremen Position, aber hier kann ich zumindest noch nachvollziehen, dass das nicht jeder so sieht, denn eine Affäre kann schon tief gehen und auch in Bereichen, die in eine Partnerschaft / Ehe eingreifen können.
Aber in Punkto Sex verstehe ich es eben nicht.

Insbesondere, dass das so tief verletzt. Es geht mir weniger um Ehevertrag und theatralische Szenen, es geht mir darum, dass ich das Problem nicht verstehe. Ich bin aber damit sicher in der Minderheit, also gibt es etwas, was ich nicht sehen kann. Das suche ich. Immer und immer wieder.

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7. August 2012 um 15:44

Leicht gesagt...
Aus leidvoller Erfahrung: es ist auch oft so gewesen, dass ich höre "Ja, klar, kein Problem, da bin ich ganz Deiner Meinung." und irgendwann später feststellen muss, dass sich da jemand gründlich überschätzt hat. Weil es eben doch verletzt. Ist für mich ein Trennungsgrund - und das waren keine sanften Trennungen.

"Obwohl eine monogame Beziehung vereinbart war" - Wohl kaum.
"Vereinbart" wird da ja wohl nur etwas bei offenen Beziehungen wie unseren.
Wenn einer oder beide monogame Beziehungen wünschen, läuft das doch i.d.R. so, dass über dieses Thema nie gesprochen wird, weil man es irgendwie für die einzige Möglichkeit, für selbstverständlich hält.

Exakt meine Frage an die 80%, die das anders sehen als ich: was macht dass denn so klar und selbstverständlich?

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7. August 2012 um 16:41

So einfach ist das nicht
Habe viele Beziehungen gesehen, die an beiden Arten gescheitert sind - weil mit der Zeit doch einer oder sogar beide nicht mehr damit klar kamen.

Schlimm wird es wohl sobald man weiß wen der andere zum Vergnügen mitnimmt und ganz schlimm muss es sein, wenn man den Sexualpartner schöner findet als sich selbst.

Eifersucht, Leidenschaft und Liebe hängen sehr eng zusammen. Daher glaube ich Niemanden, dass er nie auch nur ein Fünkchen eifersüchtig wäre - da lügt man sich selbst an. Jeder hat doch sein Liebstes gern für sich (also viel Zeit verbringen - nicht einengen).

Hm ich sehe eine Affäre anders - wenn man sich öfter trifft sind Gefühle dabei - egal welcher Art - das ist und bleibt Fremdgehen auch bei einer offenen Beziehung.

Hm ich versuche es dir mal so zu erklären. Sex ist das Intimste was man haben kann - in einer monogamen Beziehung teilt man das nur mit einer Person. Lieben tut man auch die Familie, nackt sieht man dich auch in der Sauna etc. Daher wollen es viele nur mit einem Menschen teilen - der hat sozusagen Exklusivrechte - daher sind soviele abgrundtief verletzt .

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7. August 2012 um 19:38
In Antwort auf linlaluna

So einfach ist das nicht
Habe viele Beziehungen gesehen, die an beiden Arten gescheitert sind - weil mit der Zeit doch einer oder sogar beide nicht mehr damit klar kamen.

Schlimm wird es wohl sobald man weiß wen der andere zum Vergnügen mitnimmt und ganz schlimm muss es sein, wenn man den Sexualpartner schöner findet als sich selbst.

Eifersucht, Leidenschaft und Liebe hängen sehr eng zusammen. Daher glaube ich Niemanden, dass er nie auch nur ein Fünkchen eifersüchtig wäre - da lügt man sich selbst an. Jeder hat doch sein Liebstes gern für sich (also viel Zeit verbringen - nicht einengen).

Hm ich sehe eine Affäre anders - wenn man sich öfter trifft sind Gefühle dabei - egal welcher Art - das ist und bleibt Fremdgehen auch bei einer offenen Beziehung.

Hm ich versuche es dir mal so zu erklären. Sex ist das Intimste was man haben kann - in einer monogamen Beziehung teilt man das nur mit einer Person. Lieben tut man auch die Familie, nackt sieht man dich auch in der Sauna etc. Daher wollen es viele nur mit einem Menschen teilen - der hat sozusagen Exklusivrechte - daher sind soviele abgrundtief verletzt .

Danke
ich nehme an, Deine Antwort gilt primär mir?

Das ist die erste seit Jahren, mit der ich etwas anfangen kann. Daher erst einmal - Danke.

"Das ist doch selbstverständlich" ist die übliche.Ja, weiß ich. Aber das hilft kein bischen beim Verstehen.

Sex ist für mich bei weitem nicht das intimste, was es an zwischenmenschlichen Beziehungen gibt und bei weitem keine große Nähe. Das macht sicher den Unterschied aus. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das für jemanden das intimste mögliche ist, ehrlich gesagt.

Gnädige Avarra - bei vielen, die ich sexuell interessant finde, möchte ich ganz sicher keine "intime" Beziehung führen. Weil ich nicht interessiert bin, dass die mich überhaupt verstehen.
Sex mit einer Frau finde ich durchaus immer mal reizvoll. Aber ich habe noch keine Frau getroffen, die ich so nahe an mich heranlassen möchte, dass eine feste Partnerschaft möglich wäre. Gilt auch für so manchen Mann. Ich habe nicht 5 Partner die Woche, eher 10 im Jahr, wenige davon über langere Zeit, Deadline sind eigentlich 3 Monate. - In denen man sich 5 mal trifft und ansonsten per Telefon, Chat o.ä. gemeinsamen Phantasien nachgeht. Da ist es durchaus förderlich, wenn man sich nicht zu gut kennt Tiefer mag ich das nicht gehen lassen.

Sex kann ich mit jedem Menschen haben, den ich reizvoll finde. Das ist meistens nett und etwas schönes, angenehmes. Aber intim oder Nähe sind Worte, die ich dafür nicht verwenden würde. Es ist eher eine körperliche "Angelegenheit" als eine emotionale für mich.

Es ist nicht so, dass ich nie eifersüchtig bin, ich bin es selten. Natürlich sind in einer Affäre Gefühle dabei und zwar natürlich tiefere als beim Sex (nach meiner Definition) - ich fühle mich dadurch nur nicht bedroht.
Es ist nicht emotionslos - es ist eine andere Beziehungsebene. Im Grunde eine "Schönwetterbeziehung" - eine, die nur das einfache, das leichte nimmt. Reiner Genuß, etwas, wo man die rosa Brille nie absetzen muss. Das kann aber nie so sehr verbinden, wie gemeinsam geschafftes, was nicht im Sonnenschein lag. Ein Mensch, dem man sich tief verbunden fühlt, kann immer nur ein Mensch sein, bei dem man weiss, dass man vollständig akzeptiert wird. Ohne wenn und aber, ohne die Sorge, was jetzt Bekannte wohl denken, wenn er / sie davon spricht wie ... Dir fallen sicher selbst Beispiele ein. Auch wenn man mal ungeschminkt, mit Nachweihnachts-Bauch, unfrisiert und völlig übellaunig ist. Ein Mensch, der mich auch so akzeptieren kann ohne nur die frisierte Fasade kennen zu wollen - nur dem fühle ich mich nah - das ist in Affären per se nicht der Fall. Auch wenn vermutlich anderes geglaubt wird.
Kennst Du Menschen, die eine Affäre haben oder hatten? Gehen die jemals in "Schlumper-Sachen" dahin, ohne auf ihr Äußeres zu achten?

Natürlich hat es mit Stil und Auftreten zu tun, nicht im Jogginganzug mit fettigen Haaren und schmutzigem Shirt durch die Welt zu stapfen. Aber ich würde niemandem glaube, dass er sich in Gegenwart einer Person völlig entspannen kann, der gegenüber man sowas peinlichst vermeidet.

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7. August 2012 um 22:30


Du verwirrst ich auch. Kommt es jetzt auf das Paar an oder darauf, auf welchem Wege es zueinander findet? Datingseiten? Klassisch? Der Unterschied bestehtwohl eher darin, dass man bei ersterem eher Gefahr läuft sich in das Bild eines Menschen statt in einen Menschen zu verlieben (natürlich nicht optisch gemeint).

Ob man sowas anspricht oder für klar hält, kommt eher auf den Menschen an, auf das was man selbst erlebt hat. Wenn man noch nicht oft gegen die Wand gelaufen ist, denkte man nicht darüber nach, dass etwas was einem so "klar" erscheint, nicht zwingend für alle anderen klar ist.

Diejenigen sprechen es auch an, wenn sie "vom üblichen" ausgehen und sagen, dass sie damit nicht klar kommen können und / oder wollen bei ihrem Partner. Oder dass es für sie ok ist, so lange sie nicht selbst in einer Beziehung sind. Oder dass es für sie ok ist, wenn keiner von beiden in einer Beziehung ist. Oder ... Aber der Regelfall ist das nicht. Weder online noch offline. Es ist auch nicht der Regelfall, dass da jeder die eigenen Grenzen erkennen kann, wenn es der andere anspricht und es ist leider sehr selten, dass man sich soweit damit beschäftigt hat, dass das nicht auf rein unbewußter / emotionaler Ebene "abläuft".

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22. Februar 2013 um 14:08

Eine Frage der Einstellung!
Betrachtet man Sex als reine körperliche oder triebhafte Wesensart verliert er natürlich an Bedeutung. Betrachtet man Sex aber als Krönung der Liebe und des Zusammenseins erhält er eine andere, vor Allem moralische Bedeutung. Sex bekommt man nicht und Sex gibt man nicht (außer man kauft oder verkauft ihn), denn das ist in der realität ja nur der eigentliche Akt. Sexualität begründet sich aber im eigentlichen Sinne aus vielen Komponenten wie der gegenseitigen Anziehung, aus der Übereinstimmung, aus dem Geruch, der Sprache, dem Gefühl eben aus allen Sinnen. Der Akt an sich ist dabei die Verschmelzung des Ganzen und die Krönung von Allem was dahinter steht. Dazu gehört eben gerade das Vertrauen, die Rücksichnahme, die Hilfe und das bsondere Geschenk der Liebe welches man nur bereit ist, diesem einen ganz besonderen Partner zu geben.

Holt man sich sich Sex wie ein Glas Wasser wenn man durst hat ist man in meinen Augen bedauernswert. Wer so etwas tut hat wohl nie erfahren dürfen was es bedeutet Sexualität mit allen Sinnen zu erleben und zu erfahren. Dieses Erlebnis macht es aber gerade zu so etwas besonderem, dass man eben nicht jedem gibt und auch nicht von jedem haben will.

Dahinter steht für mich der Grund zur Monogamie, der Grund treu zu sein und auch der Grund mich auf die Treue meiner Partnerin zu verlassen.

Das Besondere an uns Menschen ist, dass wir unsere Triebe kontrollieren können und dass wir Gefühle füreinander haben.




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22. Februar 2013 um 15:05
In Antwort auf steve_12706280

Eine Frage der Einstellung!
Betrachtet man Sex als reine körperliche oder triebhafte Wesensart verliert er natürlich an Bedeutung. Betrachtet man Sex aber als Krönung der Liebe und des Zusammenseins erhält er eine andere, vor Allem moralische Bedeutung. Sex bekommt man nicht und Sex gibt man nicht (außer man kauft oder verkauft ihn), denn das ist in der realität ja nur der eigentliche Akt. Sexualität begründet sich aber im eigentlichen Sinne aus vielen Komponenten wie der gegenseitigen Anziehung, aus der Übereinstimmung, aus dem Geruch, der Sprache, dem Gefühl eben aus allen Sinnen. Der Akt an sich ist dabei die Verschmelzung des Ganzen und die Krönung von Allem was dahinter steht. Dazu gehört eben gerade das Vertrauen, die Rücksichnahme, die Hilfe und das bsondere Geschenk der Liebe welches man nur bereit ist, diesem einen ganz besonderen Partner zu geben.

Holt man sich sich Sex wie ein Glas Wasser wenn man durst hat ist man in meinen Augen bedauernswert. Wer so etwas tut hat wohl nie erfahren dürfen was es bedeutet Sexualität mit allen Sinnen zu erleben und zu erfahren. Dieses Erlebnis macht es aber gerade zu so etwas besonderem, dass man eben nicht jedem gibt und auch nicht von jedem haben will.

Dahinter steht für mich der Grund zur Monogamie, der Grund treu zu sein und auch der Grund mich auf die Treue meiner Partnerin zu verlassen.

Das Besondere an uns Menschen ist, dass wir unsere Triebe kontrollieren können und dass wir Gefühle füreinander haben.





Ahm, da komm ich gar nicht nach.

Triebhafte Wesensart? Ähm, Nahrung zu sich zu nehmen, ist ein Trieb. Deswegen ist mit Genuss zu essen, nichts intimes und auch nichts, wo es eine Tugend ist, einen Trieb zu beherrschen. *Kopf kratz*
Wie ich schon sagte, ich hab keine 5 Partner die Woche ^^ Nicht monogam heißt nicht "Jedes mal, wenn man Durst hat" oder "alles was nicht häßlich ist". Nicht monogam heißt: nicht das ganze Leben lang nur noch Hühnchen essen - das ist ja nun nicht das gleiche wie: Ich stopf in mich rein was halt da ist.

Gegenseitige Anziehung? Natürlich. Ich kann mir schon leisten zu wählen ^^ Zu sagen, mich wird für den Rest meines Lebens nur noch ein Mensch anziehen, fänd ich jetzt aber schon ziemlich verlogen.

Mit allen Sinnen? Ja natürlich. Geruch, Geschmack, Sprache (und allen anderen Sinnen) - ja natürlich. Ich hab doch Sex nicht stumm mit chirurgischem Mundschutz im Overall
Was haben meine Sinne mit Liebe zu tun? Die gehen doch nicht aus, wenn ich nicht liebe?

So, wenn man die Verschmelzung mit dem Partner in die Sexualität projiziert ist alles ok, wenn man die für sich wo anders findet, hat man eben niemals richtige Sexualität?

Ich verlasse mich auch auf die Treue meines Mannes. Immer und bedingungslos.
Aber Treue ist:
Wenn ich Hilfe brauche, ist er da. Egal was kommt.
Ich habe nie den Wunsch, mich vor ihm verstellen zu müssen (meint nicht, mich irgendwie schöner darzustellen als ich bin oder klüger oder ähnliches, sondern geht weit (!) darüber hinaus). Egal was kommt.
Anderen gegenüber wird er zu mir stehen. Egal was kommt.
Er sieht nicht mich und sich, er sieht uns. Egal was kommt.
Ich kann ihm gegenüber völlig offen sein. Innerlich und emotional. Egal was kommt.
Er kennt mich und er akzeptiert mich. Er will aus mir einen Menschen machen, der ich nicht bin, damit alles "richtig" ist. Egal was kommt.


Strange.

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22. Februar 2013 um 15:07
In Antwort auf avarrassterne


Ahm, da komm ich gar nicht nach.

Triebhafte Wesensart? Ähm, Nahrung zu sich zu nehmen, ist ein Trieb. Deswegen ist mit Genuss zu essen, nichts intimes und auch nichts, wo es eine Tugend ist, einen Trieb zu beherrschen. *Kopf kratz*
Wie ich schon sagte, ich hab keine 5 Partner die Woche ^^ Nicht monogam heißt nicht "Jedes mal, wenn man Durst hat" oder "alles was nicht häßlich ist". Nicht monogam heißt: nicht das ganze Leben lang nur noch Hühnchen essen - das ist ja nun nicht das gleiche wie: Ich stopf in mich rein was halt da ist.

Gegenseitige Anziehung? Natürlich. Ich kann mir schon leisten zu wählen ^^ Zu sagen, mich wird für den Rest meines Lebens nur noch ein Mensch anziehen, fänd ich jetzt aber schon ziemlich verlogen.

Mit allen Sinnen? Ja natürlich. Geruch, Geschmack, Sprache (und allen anderen Sinnen) - ja natürlich. Ich hab doch Sex nicht stumm mit chirurgischem Mundschutz im Overall
Was haben meine Sinne mit Liebe zu tun? Die gehen doch nicht aus, wenn ich nicht liebe?

So, wenn man die Verschmelzung mit dem Partner in die Sexualität projiziert ist alles ok, wenn man die für sich wo anders findet, hat man eben niemals richtige Sexualität?

Ich verlasse mich auch auf die Treue meines Mannes. Immer und bedingungslos.
Aber Treue ist:
Wenn ich Hilfe brauche, ist er da. Egal was kommt.
Ich habe nie den Wunsch, mich vor ihm verstellen zu müssen (meint nicht, mich irgendwie schöner darzustellen als ich bin oder klüger oder ähnliches, sondern geht weit (!) darüber hinaus). Egal was kommt.
Anderen gegenüber wird er zu mir stehen. Egal was kommt.
Er sieht nicht mich und sich, er sieht uns. Egal was kommt.
Ich kann ihm gegenüber völlig offen sein. Innerlich und emotional. Egal was kommt.
Er kennt mich und er akzeptiert mich. Er will aus mir einen Menschen machen, der ich nicht bin, damit alles "richtig" ist. Egal was kommt.


Strange.

Unangebrachter Tippfehler...
Er will aus mir K(!)einen Menschen machen, der ich nicht bin, damit alles "richtig" ist.

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