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Fragen nach Beziehungen

25. August 2013 um 16:48

Hallo,
ich wollte euch mal fragen, also diejenigen die durch sex. Gewalterfahrungen keine intime Beziehungen führen können wie ihr so damit umgeht? In meinem Feundeskreis werde ich öfters mal gefragt, so: Und hast du einen Freund? Wann war denn deine letzte Beziehung. Erzähl mal so von deinen Ex oder so was halt. Ich kann keine (zumindest noch nicht) intime Beziehung führen, da ich durch die Berühungen so stark an das Erlebte erinnert werde. Bei solchen Fragen, versuch ich immer auszuweichen, so nach dem Motto, Ich bin glücklich alleine und so. Aber irgendwie nimmt mich das manchmal ziemlich mit, wenn andere so erzhälen und was von mir wisssen wollen. Wie kommt ihr damit klar?

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25. August 2013 um 18:14

Ich
kann seit dem kein körperliche nähe zulassen

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26. August 2013 um 7:29

Und
wie reagierst du, wenn dich deine Freunde fragen, was macht die Liebe und so?

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26. August 2013 um 8:38

Meine engen Freunde wissen alle bescheid
Ihnen vertraue ich und sie drängeln mich demnach auch nicht.

Aber ich kann dein Unbehagen verstehen.

Neulich hat jemand in der Family eine flapsige Bemerkung fallen lassen und ich war 3 Tage lang fix und fertig mit den Nerven. So nach dem Motto, wenn ich weiterhin so lange keinen Sex hätte, müsse man meinen Tunnel wieder frei graben....

Da hatte ich ehrlich gesagt mental den totalen Durchhänger.

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26. August 2013 um 9:19

Ja
meine engsten Feunde wissen auch bescheid und fragen da auch nicht nach. Aber ich hab ja auch "normale" Freunde mit denen ich viel unternehme. Ich finds halt immer, ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Aber wenn man dann in so einer lustigen Runde sitzt und es kommt dann so ein Thema, dann zieht mich das oft ziemlich runter, oft erstarr ich auch einfach und muss mich beherrrschen das ich nicht gleich losheule.

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26. August 2013 um 23:47
In Antwort auf calciogirl

Ja
meine engsten Feunde wissen auch bescheid und fragen da auch nicht nach. Aber ich hab ja auch "normale" Freunde mit denen ich viel unternehme. Ich finds halt immer, ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Aber wenn man dann in so einer lustigen Runde sitzt und es kommt dann so ein Thema, dann zieht mich das oft ziemlich runter, oft erstarr ich auch einfach und muss mich beherrrschen das ich nicht gleich losheule.

Hast du mal eine Therapie gemacht zur Verarbeitung?
Ich denke, dass das schon wichtig ist.

Dass du weinen musst, kann ich nachvollziehen.
Ich weine auch viel und häufig.

Es ist einfach so ungerecht, dass einem die Unschuld in der Liebe und das Vertrauen einfach mal so weggenommen wurden. Einfach so - von einem Moment auf den anderen.

Und man kratzt irgendwie die Überreste zusammen und macht weiter, wie auch immer.

Der Kommentar innerhalb der Familie mit dem "Tunnel freigraben" hat mich auch sehr gekränkt und verletzt. Wahrscheinlich halten die mich für eine frigide Tussi die einfach keinen Spaß an Sexualität hat oder sie halten mich für lesbisch oder so. Seufz.

Ich muss mir Sachen anhören wie "Du bist doch bildhübsch, du findest an jeder Straßenecke einen Mann, oder? Warum kriegst du keinen ab oder in dein Bett?"

Mein "Erzeuger" kapiert einfach nicht, dass nicht jeder auf Sex pur und allein auf einen ONS aus ist. Und ich eben so etwas nicht möchte oder nicht kann.

Diese Angst vor Nähe ist wie eine innere Blockade, eine Wand aus Angst und ich weiß nicht, wie ich das zur Seite schieben soll.

Ich hab von einem Heilpraktiker was wegen einem Trauma gelesen und der empfiehlt Staphisagria. Vielleicht probiere ich DAS mal aus....

Es ist immer so, dass ich mit einem Mann befreundet bleiben kann oder alles gut ist, solange ich keine tiefen Gefühle für ihn habe. Aber sobald ich ihn auch begehre und merke, dass er mich begehrt, würde ich am liebsten die Beine in die Hand nehmen und abhauen.

Kennst du das Gefühl?

Da ich in einer intimen Beziehung missbraucht und vergewaltigt wurde, wo ich erst dachte "Der ist aber lieb" und später entpuppte er sich als Schreckgespenst, denke ich - ob bei Freunden oder Partnern - immer "Pass auf!"

Es war pure Berechnung damals von dem Typ bei mir. Er hat erst mein Vertrauen gewonnen, um dann alle Infos die ich ihm gab systematisch gegen mich zu verwenden.

Scheiße ist das. Verdammter Mist!!!!!!

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27. August 2013 um 14:30

Ich stehe auf der Warteliste
und werde wohl noch ein Jahr warten müssen.
Mit so Tropfen oder so was, hatte mir meine Hausärztin auch schon von erzählt, für den Notfall, falls es gar nicht mehr geht.

Das glaub ich, dass dich der Kommentar heftig getroffen hat. Ich weiß auch nicht, warum viele immer denken, man könnte nur mit Sex ein erfülltes Leben.
Ich muss mich auch manchmal ganz schön zusammenreißen, dass ich nicht agressiv gegenüber meinen Freunden werde. Sie wissen ja nicht und Fragen oder Sagen es ja ohne sich dabei was zu denken.
Einmal konnte ich mich leider nicht beherrschen. Das war allerdings im Kreis meiner engeren Freunde und da fing ich an zu heulen und hab nur so gemeint, dass es für bestimmte Sachen auch noch andere Gründe gibt.
Ob ich auf Frauen stehe wurde ich auch schon gefragt, wobei ich da ja nix schlimmes dran finde, aber da es bei mir ja eh die Berührung ist, ist das ja eh egal ob Mann oder Frau.

Diese Gefühle in Bezug auf Männer kenne ich auch. Deshalb halte ich meist von den Männern, wo sich evtl. einmal was ergeben könnte, Abstand. Da ich genau weiß, wenn es zu einer Bezihung kommen sollte, das mich nur fix und fertig machen würde. Das dir das auch noch in einer Beziehung passiert ist echt heftig.
Ich passe auch immer gut auf. Ist halt echt beschissen, dass ich nicht so, wenn neue Leute in den Freundeskreis oder sonst wo hinkommen, so locker mit denen umgehen kann wie andere, sondern immer meine Zeit brauche.

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28. August 2013 um 0:05

Die Frage stelle ich mir auch öfters
Ich war damals 9 und 18 Jahre alt als "es" passierte. Ich hab es bis heute kaum jemanden erzählt. War auch nie beim Therapeuten. Weil ich dachte, was will er mir erzählen. Er hat das selber doch nicht durchgemacht und kennt das nur aus Büchern. Das bringt mir auch nicht viel. Anzeige hab ich auch beidemale keine gemacht.

Ich versuchte dann nach ca 1 Jahr wieder ein "normales" Leben zu führen. Hab mich beim weggehen immer heftig einen Rausch angetrunken um überhaupt wieder mit Männern reden zu können. Ich dachte Sex ist wie Fahrrad fahren. Schnell wieder mit einem Jungen Sex haben und dann verliert man die Angst und vielleicht vergisst man "es" dann. Und es fällt dann niemanden auf, dass ich eigentlich ein Problem hab. Außer das ich abstumpfte und ein Alkoholproblem hatte brachte es mir nichts. Zum Glück hab ich mich wieder gefangen.

Meine Bekannten und Familien fragen oft nach ob alles ok ist. Weil immer noch kein Mann und Kind da ist. Den mittlerweile bin ich auch schon 31. Die Ausreden werden immer schwerer. Ausreden wie: Schau doch mal was rum läuft, da bleib ich lieber Singel, bis hin zu - Keine Zeit für Freund, erst mal bissel Karriere machen, ziehen nicht mehr richtig.

Und ich Frage mich sehr oft, wenn ich Freunde besuche und sehe, wie sie glücklich mit Mann und Kind sind, ob ich es auch wäre, wenn "es" nicht passiert wäre. Oder ob sie auch so zu kämpfen hätte wie ich, wenn "es" ihr passiert wäre.
Ich merke dass mir die Zeit davon läuft. Viele Freund haben jetzt Familie und kaum noch Zeit mit mir was zu unternehmen wie mit 21 Jahre. Werde seit neuestem auch sehr schnell aggressiv wenn die mich fragen warum bei mir privat nichts voran geht.

Ich verkrampfe heute noch wenn man mich umarmt oder wenn jemand körperlichen Kontakt sucht. Beziehungen kann ich keine lang halten. Hab Angst Nähe aufzubauen und kann mich nicht fallen lassen. Meine Exfreunde sagten mir oft, dass ich recht kalt in der Beziehung bin.

Nächste Woche möchte ich mich doch überwinden zu einer Beratungsstelle zu gehen. Endlich meine Mauer fallen zu lassen. Weil so kann es nicht weiter gehen. Ich will auch endlich eine intakte Beziehung haben und muss endlich an mir arbeiten. Ich bereue es, dass ich sooooo lange gewartet hab.
Wünsche dir viel Glück!!!!

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29. August 2013 um 12:47

Finde ich gut,
dass du Hilfe suchst.

Ich bin 28 Jahre und mit Anfang 20 hatte ich die Probleme auch noch nicht so stark. Da wurde einfach nicht so oft gefragt. Aber mittlerweilel sind auch viele meiner Freunde in festen Beziehungen, heiraten, bekommen Kinder. Und haben auch weniger Zeit für mich. Die Frage stelle ich mir auch oft, ob ich gemauso glücklich wäre wie sie, wenn "es" nicht passiert wäre oder wenn ich es zulassen könnte. Die Ausreden, wie: ich will Karriere machen, keine Zeit und so kenne ich nur zu gut. Auch bei mir fangen viele jetzt an etwas dagegen zu sagen, so von wegen: ach dass lässt sich doch alles vereinbaren und so. Vor paar Jahren wurde es noch so hingenommen, wenn ich mit diesen Ausreden kam, aber jetzt fängt es so langsam an , dass diese nicht mehr akzeptiert werden und ich frage mich, wie ich mich weiter rausreden kann und wie lange ich noch meinen Feunden gegenüber so weiter machen kann.

Mit Alkohol habe und hatte ich zum GLück nicht so das Problem. Ich weiß mittlerweile, wenn ich meine schlechte Phasen habe, dass ich dann eh nur losheulen würde und der Abend wäre für mich und für meine Freunde hinüber.

Mit dem Umarmen habe ich auch so meine Probleme. Bei meinen engen Feunden habe ich da allerdings keinerlei Probleme. Im Gegenteil, es tut sogar manchmal gut. Da bekomme ich wenigstens ein bißchen körperliche Nähe ohne Angst haben zu müssen, dass diese Nähe intensiver wird.
Aber bei Menschen, die ich nicht gut kenne oder so, kann ich das nicht. Klar wenn sie mich umarmen wollen, lass ich es zu, aber ich erstarre dann. Von selbst käme ich nie auf die Idee "Fremde" zu umarmen, so wie es meine Freunde können. Auch bei Männern die ich recht gut kenne, ist dann dieses Gefühl da. Wir umarmen uns zwar zur Begrüßung, aber irgendwie fühlt es sich seltsam an. Ich kann es nicht beschreiben. Aber ich merke, dass ich da anders bin als meine Feunde.
Ich wünsche Dir viel Mut bei deinem Besuch in der Beratungsstelle.

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