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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Foto von einer Todgeburt

Letzte Nachricht: 21. November 2008 um 23:07
S
simin_11935681
19.03.07 um 19:53

Hallo,

ich habe mein Zwerg in der 16 Schwangerschaftswoche verloren.

Am Anfang merkte ich noch nichts, dass mein Baby nicht mehr lebt. Ich hatte keine Beschwerden mehr und alles war für mich in Ordnung, denn mein Frauenarzt sagte mir eine Woche bei der Untersuchung sei alles in Ordnung.

Es sind jetzt schon vier Monate verganguen, seit dem ich mein Kind verloren habe, aber ich komme mit dem was ich erlebt habe einfach nicht klar. Im Krankenhaus sollte ich das Kind auf normalen Weg zur Welt bringen. Doch es ging nicht, weil das Kind quer lag.

Ich lag ca. 2 Tage im Krankenhaus und musste immer mehr Untersuchungen über mich ergehen lassen, bis ich in den OP zur Ausschabung kam. In dieser Zeit lag ich auf der Entbindungsstation, wo drei Kinder zur Welt gekommen sind, und ich musste warten, bis ich in den OP durfte.

Die Hebamme bot mir an, meinem Kind einen Namen zu geben, und wenn ich wollte würde Sie ein Foto und einen Fußabdruck machen, damit ich eine Erinnerung habe.

Ich habe es abgeleht, und jetzt nach vier Monate mach ich mir Vorwürfe, dass ich das nicht gemacht habe.

Seit dem ich im Krankenhaus war, fühl ich mir einfach so leer und würde mich am liebsten in der Wohnung verkriechen.


Würde einfach gerne wissen, wie Ihr mit eurer Trauer umgeht!?



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S
sunna_12314639
20.03.07 um 10:10

Tut mir leid...
Hallo, liebe Bianca

...das Du das durchmachen musstest. Ich hab unser Krümmel in der 18 SSW am 2.3.07 still geboren. Sie haben mich auch gefragt, ob ich es beerdigen möchte. Aber ich konnte nicht. Es war schon genug schlimm, als ich es geboren hatte und sie mir die Nabelschnur durchschnitten hatten und es nicht mehr mein war. Ich weiss - es hört sich irre an, aber so war es.
Ich bin mitten in der Trauer und ich weiss einfach auch nicht, wie man richtig umgeht damit. Den ersten Schritt hast du ja bereits gemacht. Du hast Dich in diesem Forum gemeldet und suchst Gleichgesinnte. Mein Mann und ich haben sehr viel über unsere Gefühle gesprochen. Nächtelang, sind lange spazieren gegangen, ich werde unser Baby nie vergessen und das sollte auch so sein. Der Schmerz und die Trauer werden irgendwann erträglicher.

Mach' Dir bitte keine Vorwürfe, dass Du das Angebot der Hebamme abgelehnt hast. Es war in diesem Moment die richtige Entscheidung. Es gibt soviele Arten eine kleine Gedenkstätte für Dein Baby zu schaffen. Z.B. in Eurem Garten, im Wohnzimmer, in einer Kirche - in der Ihr ein Kerzlein anzündet. Ich habe ein Gemälde von unserem kleinen Krümmel gemalt. Das tat uns beiden sehr gut. Und wir haben versucht mit vielen Leuten zu reden. Wir benötigen die Unterstützung von unserer Familie, Freunde und Kollegen, um wieder ein "normales" Leben führen zu können und Mut und Hoffnung auf die Zukunft zu haben.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viele offene Ohren, viele wärmende Herzen und stützende Hände.

LG Bea

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M
myrtie_12655573
22.03.07 um 23:02

Trauer
Liebe Bianca,es tut mir weh,wenn ich ähnliche geschichten lese,wie meine.Meine erste schwangerschaft endete in einer fehlgeburt,ausschabung zu weihnachten 05,kein herzschlag mehr,ging alles furchtbar schnell,versuchte erst gar nicht damit klarzukommen,verdrängt.März 06 wd.schwanger,im sept.vorzeitige wehen,hatte mich gerade erst auf meine tochter eingestellt,mit ihr kommuniziert,ihre bewegungen gespürt,da mußte ich sie schon gebären,weil ich unzureichende ärztliche betreuung hatte,28.SSW.Mein engelchen starb am 5.tag in meinem arm,eingebettet in eine schöne taufdecke.Sie hatte keine chance,weil sie schwerste hirnblutungen erlitt.Ich leide so,weil ich ihr als mum nicht helfen konnte.Ich liebe dieses kind so sehr,dass es mir den verstand raubt,nach einem halben jahr,genau heute,fühle ich diesen schrecklichen schmerz immer noch.Wir versuchen wieder schwanger zu werden,aber es klappt noch nicht,weil ich emotional noch total geschockt bin.Ich bin mutter,aber ohne kind......

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myrtie_12655573
22.03.07 um 23:13
In Antwort auf myrtie_12655573

Trauer
Liebe Bianca,es tut mir weh,wenn ich ähnliche geschichten lese,wie meine.Meine erste schwangerschaft endete in einer fehlgeburt,ausschabung zu weihnachten 05,kein herzschlag mehr,ging alles furchtbar schnell,versuchte erst gar nicht damit klarzukommen,verdrängt.März 06 wd.schwanger,im sept.vorzeitige wehen,hatte mich gerade erst auf meine tochter eingestellt,mit ihr kommuniziert,ihre bewegungen gespürt,da mußte ich sie schon gebären,weil ich unzureichende ärztliche betreuung hatte,28.SSW.Mein engelchen starb am 5.tag in meinem arm,eingebettet in eine schöne taufdecke.Sie hatte keine chance,weil sie schwerste hirnblutungen erlitt.Ich leide so,weil ich ihr als mum nicht helfen konnte.Ich liebe dieses kind so sehr,dass es mir den verstand raubt,nach einem halben jahr,genau heute,fühle ich diesen schrecklichen schmerz immer noch.Wir versuchen wieder schwanger zu werden,aber es klappt noch nicht,weil ich emotional noch total geschockt bin.Ich bin mutter,aber ohne kind......

2.Trauer
Kann dir nur empfehlen,eine trauergruppe,oder kurse aufzusuchen,die erfahrung muss jeder für sich machen,was etwas helfen könnte,aber mir hilft es jedenfalls,andere mamas zu treffen und zu reden.Klar nimmt ein niemand diesen schmerz,aber sehe es als hilfreich an,nicht allein dazustehn.Mach dir bitte keine vorwürfe,wg.der fotos etc.,sieh es als entscheidung in diesem moment an,die dann ok war,du warst einfach nicht in der lage,du standest unter schock.Meine grosse,einzige hoffnung ist wieder schwanger zu werden,viell.würde es dir auch helfen.Ich kann meine liebste nicht mehr zum leben erwecken,also versuche ich diesen weg,der auch nicht mal eben so funktioniert,leider!!!Doc meint hormonstörung,wg.psychischem stress,da komm erst mal von runter.

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myrtie_12655573
22.03.07 um 23:21
In Antwort auf myrtie_12655573

2.Trauer
Kann dir nur empfehlen,eine trauergruppe,oder kurse aufzusuchen,die erfahrung muss jeder für sich machen,was etwas helfen könnte,aber mir hilft es jedenfalls,andere mamas zu treffen und zu reden.Klar nimmt ein niemand diesen schmerz,aber sehe es als hilfreich an,nicht allein dazustehn.Mach dir bitte keine vorwürfe,wg.der fotos etc.,sieh es als entscheidung in diesem moment an,die dann ok war,du warst einfach nicht in der lage,du standest unter schock.Meine grosse,einzige hoffnung ist wieder schwanger zu werden,viell.würde es dir auch helfen.Ich kann meine liebste nicht mehr zum leben erwecken,also versuche ich diesen weg,der auch nicht mal eben so funktioniert,leider!!!Doc meint hormonstörung,wg.psychischem stress,da komm erst mal von runter.

Trauer 3
Ich wünsche die jedenfalls viel kraft,deinen weg zu finden,dass das leben wieder spass macht,ich suche auch noch,hoffe du hast einen lieben partner,der dich unterstützt,ich habe dieses glück,auch wenn sich die männer schwertun.Versuch dich auch an kleinen dingen zu erfreun,dir selbst jeden tag etwas positives zu nennen,was schön und lebenswert war,jedenfalls ein ganz kleines bisschen,du schaffst das,ich weiss,dass ich es auch irgendwie hinkrieg,auch wenn mein engel nicht bei mir ist,irgendwann besuchen wir sie mit einem geschwisterchen auf dem friedhof.liebe grüsse!

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eilwen_12725367
14.05.08 um 0:05

Trauer
Liebe Bianca!!!
Ich kann ganz gut nach vollziehen wie du dich fühlst...aber ich kann dir nur sagen es wird besser es braucht Zeit aber glaube mir es wird besser...ich weiß diese sätze kann man nicht mehr hören aber es ist einfach so...Natürlich wird der Schmerz nie ganz aufhörenund die Erinnerung daran wird auch nie vergehen aber das darf sie auch nicht dein Kind war und ist ein Teil von dir und auch diese schmerzhafte erfahrung...Ich selber habe vor 7 Jahren unseren Sohn in der 39 SSW tot zur Welt bringen müssen und auch auf normalen Weg weil man es so von mir verlangt hat aber heute weiß ich das genau das ,das richtige war ...ich hab mich direkt nach der Geburt gewehrt meinen Sohn anzusehen oder anzufassen aber auch dazu hat mein Mann mich gedrängt und ich danke ihm heute noch dafür ...Die Tage Wochen und Mónate danach waren eine Qual Ich mochte nicht öffentlich trauern aber im Innern ist eine Welt zusammen gebrochen ...Ich hab erst 3 Jahre nach der Geburt psychologische Hilfe in Anspruch genommen und das war auch gut so ...es waren zwar schon 3Jahre vergangen aber ich hatte eigentlich noch garnichts verarbeitet...Ich kann dir wirklich nur raten Hilfe anzunehmen oder b.z.w dir welche zu suchen es tut einfach gut mit aussenstehenden oder auch mit betroffenen darüber zu reden ...Heute geht es mir ganz gut ich habe mittlerweile einen 3 J.alten Sohn ...Also du siehst es geht weiter...Ich hoffe dir gibt mein Beitrag ein wenig Mut und vielleicht auch Trost ...

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M
mamie_12869942
15.05.08 um 17:24

Trauer
Hallo,

bei mir sind es heute genau 4 Monate, dass wir unsere Tochter verloren haben. Ich war in der 37. SSW, also kurz vor dem Entbindungstermin. Bei einem normalen Kontrolluntersuchung konnte man keine Herztöne mehr finden, dann ging alles ganz schnell, Anruf im Krankenhaus, meinen Mann und Tante benachrichtigt, meine Chefin und zugleich gute Freundin. Dann fuhren wir ins Krankenhaus.Auch dort bestätigte sich der Verdacht, unsere kleine Elena lebte nicht mehr. Die Nabelschnur hatte sich ein paar mal um den Hals verwickelt und war
in sich so verdreht und dünn geworden,dass das Kind
nicht mehr versorgt wurde. Meine größte Angst war, sie auf "normalem" Weg auf die Wlet bringen zu müssen. Doch da sie quer lag, war es selbstverständliich, dass ich einen Kaiserschnitt bekam. Ich bekam eine PDA und habe alles mitbekommen. Meine Tante begleitete mich in den OP. Als ich später soweit "fit" war, durfte ich unser Baby sehen. Zuerst war ich erschrocken, das konnte doch nicht unser Baby sein, ihre Haut war sehr gerötet und löste sich schon an an paar stellen ab. Sie muss schon ein paar Tage tot gewesen sein und ich hatte nichts gemerkt. Warum?
Je länger ich sie anschaute umso mehr gewöhnte ich mich an den Anblick. Es war mein Baby und es war schön.
Wir bekamen Fußabdrücke und Fotos von ihr und ich bin sehr froh, so habe ich wenigstens eine Erinnerung. Wir durften ihr eigene Kleider anziehen und dann wurde sie in einem Körbchen eingepackt,später haben wir uns von ihr verabsschiedet.
Ich lag nicht auf der Entbindungsstation, sondern auf der normalen Frauenstation und muss mich heute noch sehr für die einfühlsame Betreuung dort bedanken.
Eine Woche später würde sie beerdigt. Wir haben sie ins Grab meines Opas gelegt, so ist sie nicht alleine.
Zuhause haben wir Bilder von ihr aufgestellt mit einer Kerze und Blumen nebendran. So ist sie immer bei uns.
Ich habe gemerkt, je mehr man drüber spricht, umso leichter fällt es einem damit klar zu kommen. Sicher ich muss immer noch oft weinen, wenn mich jemand fragt, aber es wird besser.

Ich hoffe etwas Mut gemacht zu haben.

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E
eilwen_12725367
18.05.08 um 10:03

Ein guter Tip
Hallo ich bin es nochmal!!! Ich habe mich vor ein paar Tagen hier mal sehr intensiv umgesehen und bin da in einem Beitrag auf ein Buch gestossen mit dem Titel :Tief im Herzen ,und fest in der Hand" bin darauf hin bei google rein und hab den Titel dort eigegeben ...Es gibt zu dem Buch eine Homepage mit Leseproben ...Nachdem ich die Leseproben durch hatte hab ich mir das Buch direkt bestellt...Es ist sehr sehr gut und tut vorallem sehr gut... das Buch wurde von drei Frauen geschrieben die das gleiche erlebt haben wie wir hier und jede für sich hat ihre Geschichte /Situation nieder geschrieben ...Es lohnt sich wirklich LG Simone

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A
aniks_12349387
12.06.08 um 10:18

Viel Göück und Kraft
hi.

ich habe meine zwilling auch in der 12. woche verloren weil mein linker eileiter geplatzt war und die babys in mein bauchraum waren. mußte sofort zur not-op sonst wäre mit mir schlimmeres passiert.ich weiß daher genau wie du dich fühlst aber ich denke du hast dich richtig entschieden gegen das bild und den fußabdruck. glaub mir es fällt dir mit der zeit dann leichter damit umzugehen. ich mache mir auch vorwürfe aber das bringt es nicht. ich habe ja noch 3 andere kinder die mich brauchen. also mach dir kein kopf mit der zeit lernst du damit umzugehen und dir geht es von tag zu tag besser. las dein baby immer im kopf ne erinnerung bleiben und das ist das einzige was hilft.

liebe grüße Manja

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E
emine_12373101
21.11.08 um 23:07

Hallo,



hallo,
ich habe mein baby in der 22ssw verloren, aber erst eine stunde nach der geburt,

ich bin mit meiner trauer anfangs auch nicht klar gekommen,wusste nicht was ich machen sollte , aber nachdem unser sohn beerdigt wurde,hatte ich eine anlaufstelle wo cih hingehen konnte,und mit ihn reden konnte, hört sich vielleicht bissel doof an aber durch das reden ging es mir etwas besser,ich hatte das gefühl ihm sehr nah zu sein.....

naja und ich habe ein foto von ihm zu hause was ich mir sehr oft angeschaut habe und ich habe viel mit meinem partner darüber gesprochen....
ich musste einfach mit jemanden immer darüber reden, ich wollte es nie in mich hineinfressen, und das ist mir auch sehr gut gelungen,naja und jetzt nach 7 monaten spreche ich sehr offen darüber und sagen auch immer das ich ein kind habe und es mein sohn ist egal was passiet....

vielleicht konnte ich dir ja etwas helfen

lg nancy

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