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Folgenbekämpfung von Missbrauch und Vaginalaplasie - wie bekämpfe ich meine Ängste?

12. Februar 2014 um 17:58

Hallo,

ich bin 19 Jahre alt und habe in früher Kindheit erste Kontakte mit sexuellen Handlungen gemacht, alles im Rahmen des Unfreiwilligen.
Nach langer Aufholarbeit und selbst angestrebten Bekämpfungsversuchen (hatte keine direkte Therapie), habe ich mich zu einem freien und glücklichen Leben entschieden - feste Beziehungen gab es jedoch nie.
Durch diverse Versuche, richtig Geschlechtsverkehr zu haben (hatte in meiner Kindheit nie funktioniert, Gründe waren mir unbekannt), habe ich festgestellt, dass jeder Versuch scheiterte und ich dachte, ich hätte als nachträgliche Schädigung so etwas wie Vaginismus.
Durch langes Probieren, Wechseln von Frauenärzten, kam 2012 dann heraus, dass ich mit Vaginalaplasie auf die Welt kam was mir (eigentlich zum Glück)bisher Geschlechtsverkehr unmöglich machte.
Es dauerte lange, bis sich dies durch Operationen behoben hat, doch wirklich Lustempfinden gibt es in diesem Bereich bei mir nicht und jede Berührung ist meist mit Schmerz verbunden.
2013 kam ich dann dazu, endlich mit jemandem den ich vertraue und verknallt war, mein Erstes Mal zu haben was jedoch echt miserabel verlief und der Kerl sich danach auch aus dem Staub machte (unwichtig).
Dies hat mich jedoch (so glaube ich) wieder total in meine Ängste reingezogen und nun, mit 18/19 Jahren, habe ich meinen ersten richtigen Freund, welcher sich meiner Ängste und meiner schlechten Erfahrungen großartig stellt und mir bei jeder Sache helfen will.
Nur leider komme ich bei ihm einfach nicht von meinen Ängsten los. Er macht alles perfekter als ich es mir je von einem Mann hätte vorstellen können und bei ihm fühle ich mich sehr sicher, aber gewisse Praktiken wie Oralsex (praktiziert bei ihm) bringen mich dennoch nahezu immer an meine Grenzen. Kurzgefasst: es ist für mich die Hölle. Sexualität ist für mich was Unvorstellbares geworden, bin kurz davor mich komplett zu verschließen, einfach weil es mich so stresst und fertig macht und unglücklich macht.
In der Zeit, in der ich am wenigsten Intimität und sexuellen Kontakt habe, fühle ich mich immer am wohlsten, jedoch weiß ich, dass man so auf Dauer keine Beziehung führen kann.
Zudem haben er und ich vor, bald miteinander richtig zu schlafen, was sich jedoch bisher nur als Plan erweist, da er mir auf keinen Fall wehtun will (was allerdings nicht zu vermeiden ist).
Jetzt bin ich es leid und wende mich an dieses Forum, da ich dringend Hilfe benötige bei meiner Entscheidungswahl, was ich jetzt tun soll!
Um jede ernst gemeinte Antwort wäre ich sehr dankbar, denn ich wünsche mir nicht mehr als ein normales Sexualleben und meinen Freund glücklich machen zu können.

Hope2bfree

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12. Februar 2014 um 21:58


Wieso hast du den die Schmerzen? Ist bei der OP was schief gegangen? Hast du das mal von den ausführenden Ärzten überprüfen lassen ? Ich glaube wenn du das mit den Schmerzen irgendwie hinkriegen könntest wär das der erste Schritt in die richtige Richtung.

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13. Februar 2014 um 15:16
In Antwort auf rayner_987073


Wieso hast du den die Schmerzen? Ist bei der OP was schief gegangen? Hast du das mal von den ausführenden Ärzten überprüfen lassen ? Ich glaube wenn du das mit den Schmerzen irgendwie hinkriegen könntest wär das der erste Schritt in die richtige Richtung.

- Schmerzen
Das mit den Schmerzen sei normal. Bei manchen lässt sich der anatomische Defekt komplett beheben, bei anderen nicht. Vielleicht legt es sich auch durch die Häufigkeit, wie oft man Geschlechtsverkehr hat, doch bis jetzt hatte ich nur einmal Sex und das ist schon fast ein Jahr her.
Mir geht aber nicht speziell um die Schmerzen, sondern um die Angstbekämpfung, denn das ist der Punkt, der mir das Leben am meisten schwer macht.

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13. Februar 2014 um 19:01
In Antwort auf chika_12954151

- Schmerzen
Das mit den Schmerzen sei normal. Bei manchen lässt sich der anatomische Defekt komplett beheben, bei anderen nicht. Vielleicht legt es sich auch durch die Häufigkeit, wie oft man Geschlechtsverkehr hat, doch bis jetzt hatte ich nur einmal Sex und das ist schon fast ein Jahr her.
Mir geht aber nicht speziell um die Schmerzen, sondern um die Angstbekämpfung, denn das ist der Punkt, der mir das Leben am meisten schwer macht.

Schade - falsche Idee
Mein Ansatz wäre gewesen du hast Angst vor den Schmerzen. Schmerzen weg - Angst weg. Aber der Plan funktioniert dann wohl nicht - ab in die Tonne.

Es ist schön einen Partner zu haben dem du voll vertrauen kannst. Du weißt das er dir nicht wehtun will und kannst im Zweifelsfall jederzeit stoppen. Vor was hast du denn Angst? Kann du das genauer sagen oder kann man die Angst nicht präzisieren ?

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14. Februar 2014 um 15:48
In Antwort auf rayner_987073

Schade - falsche Idee
Mein Ansatz wäre gewesen du hast Angst vor den Schmerzen. Schmerzen weg - Angst weg. Aber der Plan funktioniert dann wohl nicht - ab in die Tonne.

Es ist schön einen Partner zu haben dem du voll vertrauen kannst. Du weißt das er dir nicht wehtun will und kannst im Zweifelsfall jederzeit stoppen. Vor was hast du denn Angst? Kann du das genauer sagen oder kann man die Angst nicht präzisieren ?

Die Angst
Die Angst ist für mich wirklich schwer zu beschreiben.
Irgendwie scheint jede sexuelle Handlung von negativen Erinnerungen geprägt zu sein und ich fühle mich allgemein sehr unwohl, sodass ich weitgehend versuche, dem ganzen Thema aus dem Weg zu gehen.

Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass ich ernsthafte Hilfe brauche, nur habe ich gehofft, in dem Forum eventuelle Vorschläge oder aus eigener Erfahrung reflektierende Berichte zu bekommen.

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14. Februar 2014 um 17:39
In Antwort auf chika_12954151

Die Angst
Die Angst ist für mich wirklich schwer zu beschreiben.
Irgendwie scheint jede sexuelle Handlung von negativen Erinnerungen geprägt zu sein und ich fühle mich allgemein sehr unwohl, sodass ich weitgehend versuche, dem ganzen Thema aus dem Weg zu gehen.

Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass ich ernsthafte Hilfe brauche, nur habe ich gehofft, in dem Forum eventuelle Vorschläge oder aus eigener Erfahrung reflektierende Berichte zu bekommen.

Schade
Hätte gerne versucht zu helfen. Aber wenn die Angst nicht genau definierbar ist würde ich vielleicht doch versuchen einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen. Du kannst auch, wenn du meinst das Problem ist auf den Mißbrauch zurückzuführen, mal mit einem Selbsthilfeverein der sich mit dem Thema beschäftigt, beraten lassen. Mir fällt da z.B. in München der Willdwasser e.V. ein. (www.wildwasser-muenchen.de). Den Verein gibt's auch in anderen Städten in Deutschland. Da gibt glaube ich auch eine anonyme Telefonberatung. Da kann dir evtl. eher geholfen werden wie in diesem Forum. Einfach probieren - es kann nichts passieren als das die auch nicht weiter wissen - dann kannst du immer noch was anderen testen.

Liebe Grüße und Viel Glück

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