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Fiktive Unzufriedenheit

4. September 2011 um 14:04

In meinem Umfeld gibt es eine Frau um die 70 die ihre ganze Familie psychisch tyrannisiert. Sie ist meiner Meinung nach fiktiv unzufrieden (d.h. sie ist unzufrieden will es aber nicht ändern) Sie telefoniert immer mit Verwandten und Freunden und erzählt wie schlecht es ihr geht und wie mühsam sie sich quält weil niemand ihr hilft. Dazu muss man sagen, dass sie bei ihrer Tochter Im Haus wohnt und fast täglich Essen bekommt. Abgesehen davon wird sie wirklich immer untersützt. Aber sie erzählt immer allen, dass es ihr shclecht geht. Ich nehme an, dass sie es tut um Aufmerksamkeit zu bekommen aber wie kann man so eiskalt sein? Wie soll man sich da als Familie verhalten wenn man weiß, dass alle so shclecht über einen denken weil die Großmutter/Mutter/ Schwiegermutter so über einen redet als würde man sie total vernachlässigen?

Gruß Bella

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6. September 2011 um 21:32

Im Alter...
...werden Menschen oftmals ungehalten, schnippisch, störrisch, etc., weil sie keine Aufgabe mehr in ihrem Leben haben und ihnen vielleicht auch der enge Kontakt zur Familie/Freunde fehlen. Aus deiner Schilderung würde ich auch auf fehlende Aufmerksamkeit tippen und Gefühl der Bedeutungslosigkeit.

Mein Nachbar ist ein Beispiel hierfür. Er ist schätzungsweise über 70 Jahre alt und war immer der nörgelnde Tyrann bei den Anwohnern. Er hielt sich den ganzen Tag zu Hause bei seiner Frau auf und hat kaum Kontakt zu seiner Familie, die ihn ab und an mal besuchen kommen. Seit einem halben Jahr nun ist er wie ausgewechselt. Freundlich & Offenherzig... hätte es nie glaube können. Wie ich erfahren habe, fährt er nun morgens und mittags Behinderte für eine Institution hier in der Umgebung. Er fühlt sich offenbar nun wieder gebraucht und dies hat seine Stimmung um 180 Grad gedreht.

Vielleicht sollte die Familie versuchen ihr das Gefühl zu geben Bedeutsam zu sein und sie einfach mal reden lassen, um zu hören was ihr missfällt, ohne ihr dabei ins Wort zu fallen! So kann sie Dampf ablassen und denkt später aktiv über ihr gesprochenes nach und revidiert ggfs. gewisse Äußerungen. Sie merkt, da ist jemand der mir aufrichtig zuhört und behandelt diese Personen künftig mit mehr Respekt. Ich würde es so versuchen... es braucht sicherlich einen langen Atem.

Viele Grüße, Frank

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