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Fertig vom Alltag

10. Dezember 2015 um 19:48 Letzte Antwort: 5. Januar 2016 um 22:23

Hallo liebes Forum. Zunächst mal muss ich sagen, dass ich noch nie in so ein Forum geschrieben habe und auch nicht weiß, ob das Sinn macht, aber ich weiß einfach echt nicht mehr weiter.
Ich hab schon seit 4 Jahren Depressionen (ich bin jetzt 18 Jahre alt). Ich war zwei Jahre lang in wöchentlicher Behandlung und hab auch lange Zeit Medikamente genommen. Mir ging es eine Zeit lang etwas besser.
Jetzt bin ich vor ein paar Monaten von zuhause ausgezogen und wohne jetzt weiter weg mit meinem Freund zusammen. Ich hab nie verstanden, warum ich Depressionen bekommen habe, im Prinzip hatte ich immer ein tolles Leben mit vielen Freunden, einer Familie, die immer hinter mir stand usw. Seit bald anderthalb Jahren bin ich nun mit meinem Freund zusammen. Aber ich weiß ja, dass das immer bei jedem einfach kommen kann. Ich bin das einzig Schlechte in meinem Leben. Naja, wie dem auch sei, das Problem ist jetzt eigentlich ein anderes.
Mein Problem ist, dass mich der Alltag einfach total fertig macht...Ich bin glücklich mit meinem Freund und mache einen Bundesfreiwilligendienst in einem Tierheim, das macht mir auch mehr oder weniger Spaß. Naja, es gibt jedenfalls Schlimmeres. Ich kann einfach das mit dem Alltag nicht, ich würde am liebsten sterben.
Mich macht das Aufstehen von Tag zu Tag mehr fertig. Ich hab keine Lust zu duschen, bin davor total fertig. Ich hab immer Angst vorm nächsten Tag. Ich will nicht zur Arbeit, kann meine freien Tage aber auch nicht genießen, weil ich so Angst vorm nächsten Tag habe. Ich kann das alles nicht mehr. Mir macht der Gedanke so riesige Angst, dass das alles nie besser werden wird, nicht besser werden kann.
Es gibt keinen Job, bei dem man nicht früh aufstehen muss. Es gibt kein Leben, in dem man nicht täglich aus dem Bett muss, duschen muss, kochen muss, putzen und aufräumen muss, ich habe mittlerweile nicht mal mehr Motivation dazu, auf die Toilette oder zum Zähneputzen zu gehen. Aus diesem Grund würde ich am allerliebsten sterben. Aber das werde ich nicht, weil ich sag immer "Mit einem Suizid löst man keine Probleme, man gibt sie nur an andere weiter." Und das hat meine Familie nicht verdient und meine Freunde und mein Freund. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, in wie fern ich fehlen würde, ich hab es leider schon gesehen, wie sie darauf reagieren.
Ich schlag mich mittlerweile selber, ohne darüber nachzudenken, fast reflexartig und irgendwie beruhigt mich das. Dann bekomm ich schreckliche Kopfschmerzen und werd immer ruhiger.
Jedenfalls weiß ich echt nicht, wie es weiter gehen soll und ich hoffe so sehr, dass einer von euch vor allem dieses Alltagsproblem versteht oder kennt oder sogar schon mal hatte und überwunden hat...
Danke schon mal über jeden Kommentar im Voraus.

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5. Januar 2016 um 22:23

Ist es wirklich der Alltag?
Hallo,
Oh je das hört sich sehr schlimm an. Ich finde du brauchst Hilfe , psychologische Hilfe.Du hast keine Motivation im Leben? Warum? Seit wann ist das so? Du bist jung. Was hast du dir von deinem Leben erhofft? Erträumt? Was önntset du ändern! Was wäre besser? Ich hatte mal mit 19 dieses Problem aber nicht so schlimm. Ich habe gemerkt das ich einfach mehr von der Welt sehen musste. Das heißt ich bin an den Wochenenden mit Freunden ins grüne gefahren, gezeltet, andere Städte besichtigt einfach mehr gelebt! wie immer nur zu Hause und putzen und nix zu erleben. Lg anja

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