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Feminismus

6. Juni 2013 um 22:48

wird der feminismus heute instrumentalisiert um nur noch private karriereinteressen von mittelstandsfrauen zu verwirklichen?
die vielzahl von büchern junger frauen, die einen neuen feminismus ausgerufen haben lässt in mir die vermutung aufkommen, das an dem nichts verglecihbares mit dem alten feminismus des frühen 20. jhd. und der 1960/70er. Damals ging es um Bürgerrechte, Unterdrückung und Moral bzw Doppelmoralvorstellungen. Heute, zumindest in der neuen welle gehts es hauptsächlich um familie, beruf, karriere und erfolg in allen lebensbereichen.
Wieso wird dies als feminismus bezeichnet? um den gewollten rückschritt zu rollenmustern zu vertuschen?

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7. Juni 2013 um 14:20

...
Inwiefern ist es ein gewollter Rückschritt zu Rollenmustern?
Es ist nunmal so, dass die Frau die Kinder bekommt und zu denen auch zumindest in der Anfangszeit eine nähere Bindung hat, es ist aber auch so, dass sie nicht die Karriere verlieren will, falls sie denn eine gemacht hat. Und DAS ist für mich ein gesunder Ausgleich, kein Feminismus. Frauen haben gleiche Leistung zu erbringen und dann können sie auch das gleiche verlangen.
Der alte Feminismus ist genau das, veraltet und ich für meinen Teil nehme zumindest die Frauen, die herumnerven, wenn irgendwo eine "sprachliche Ungerechtigkeit" ist oder ähnliches nicht mehr ernst, weil kein Mensch sich durch solche Dinge diskriminiert fühlt und es künstliche Aufregung ist. Die einzigen Punkte, die vom Großteil noch als Defizite gesehen werden, liegen nunmal im Bereich Familie, Beruf, Vereinbarung der beiden. Wobei man hier auch darüber streiten könnte, ob nach den Vorstellungen einiger Feministinnen nicht in manchen Fällen Männer benachteiligt werden, wenn Frauen für weniger Leistung aufgrund eines Kindes die gleichen Privilegien kriegen sollen wie Männer mit mehr Leistung. Natürlich ist es ungerecht, da nunmal Frauen ihre Kinder kriegen, aber eine natürliche Ungerechtigkeit, so wie sie auch bei z.B. armes Elternhaus/reiches Elternhaus vorkommt. Man hat nicht die gleichen Chancen, esseidenn man strengt sich sehr viel mehr an. Letztlich wissen aber Frauen, dass SIE es sind, die die Kinder kriegen müssen und die Bereiche Familie und Beruf sind zwei verschiedene Paar Schuhe, weswegen mir nicht immer klar ist, wieso eine Benachteiligung in der Familie (Sie muss die Kinder kriegen) zu Vorteilen bei weniger Leistung in der Arbeitswelt führen soll... das gibt es sonst ja auch in keinen Bereichen.

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13. Juni 2013 um 21:44
In Antwort auf jada_12850563

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Inwiefern ist es ein gewollter Rückschritt zu Rollenmustern?
Es ist nunmal so, dass die Frau die Kinder bekommt und zu denen auch zumindest in der Anfangszeit eine nähere Bindung hat, es ist aber auch so, dass sie nicht die Karriere verlieren will, falls sie denn eine gemacht hat. Und DAS ist für mich ein gesunder Ausgleich, kein Feminismus. Frauen haben gleiche Leistung zu erbringen und dann können sie auch das gleiche verlangen.
Der alte Feminismus ist genau das, veraltet und ich für meinen Teil nehme zumindest die Frauen, die herumnerven, wenn irgendwo eine "sprachliche Ungerechtigkeit" ist oder ähnliches nicht mehr ernst, weil kein Mensch sich durch solche Dinge diskriminiert fühlt und es künstliche Aufregung ist. Die einzigen Punkte, die vom Großteil noch als Defizite gesehen werden, liegen nunmal im Bereich Familie, Beruf, Vereinbarung der beiden. Wobei man hier auch darüber streiten könnte, ob nach den Vorstellungen einiger Feministinnen nicht in manchen Fällen Männer benachteiligt werden, wenn Frauen für weniger Leistung aufgrund eines Kindes die gleichen Privilegien kriegen sollen wie Männer mit mehr Leistung. Natürlich ist es ungerecht, da nunmal Frauen ihre Kinder kriegen, aber eine natürliche Ungerechtigkeit, so wie sie auch bei z.B. armes Elternhaus/reiches Elternhaus vorkommt. Man hat nicht die gleichen Chancen, esseidenn man strengt sich sehr viel mehr an. Letztlich wissen aber Frauen, dass SIE es sind, die die Kinder kriegen müssen und die Bereiche Familie und Beruf sind zwei verschiedene Paar Schuhe, weswegen mir nicht immer klar ist, wieso eine Benachteiligung in der Familie (Sie muss die Kinder kriegen) zu Vorteilen bei weniger Leistung in der Arbeitswelt führen soll... das gibt es sonst ja auch in keinen Bereichen.

Ja
also der unterschied ist ja, dass der frühere feminismus sich für einen erweiterten blick über den eigenen tellerrand hinaus eingesetzt hat und der heutige dafür, dass man auf dem eigenen teller die möglichst besten speisen hat. unabhängig was drum rum ist.

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14. Juni 2013 um 9:22
In Antwort auf domingo89

Ja
also der unterschied ist ja, dass der frühere feminismus sich für einen erweiterten blick über den eigenen tellerrand hinaus eingesetzt hat und der heutige dafür, dass man auf dem eigenen teller die möglichst besten speisen hat. unabhängig was drum rum ist.

Sage ich ja:
Der frühere Feminismus ist nicht mehr nötig. Mittlerweile sollte es bei jeder Frau, zumindest in unserem Kulturkreis, rumgesprochen haben, dass sie THEORETISCH das gleiche erreichen kann wie ein Mann. Allerdings wir dies trotzdem wegen einer unterschiedlichen Startposition mit größeren Einbußen verbunden sein als beim Mann. Beispiel: Wenn eine Frau Karriere machen will und zwar WIRKLICHE Karriere, dann wird sie in vielen Fällen eben auf Kinder verzichten. Beim Mann ist das nicht der Fall. Aber ob man deswegen künstlich gleiche Chancen, die ganz einfach nicht vorhanden sind, herbeiführen sollte...ist mir eigentlich egal.
Jedenfalls, der frühere Feminismus hat sich erübrigt und jetzt wird eben dieses neue Zeug aufgetischt, von wegen PorNo. Ganz allgemein: Mich nerven Pornos auch, aber nicht, weil ich finde, dass die Frauen dadurch zum Objekt deklariert werden (machen es ja freiwillig), sondern weil ich eifersüchtig werde, wenn mein Freund Pornos schaut.
Heute machen die Feministinnen doch genau das gleiche mit den Frauen wie sie es früher bei Männern kritisiert haben. Frau darf nicht Hausfrau sein, sonst ist sie nicht emanzipiert, Frau darf nicht Schlampe (o.ä.) sein, sonst wird sie als Objekt gesehen, Frau darf nicht gegen den Feminismus, so wie er heute ist, sein, sonst ist sie doch nur von Männern eingeschüchtert. Frau darf nicht über frauenfeindliche Witze lachen, sonst will sie doch nur gut bei Männern ankommen. Frau darf nicht auf ihre Figur achten, sich rasieren oder sonstwas, sonst ist sie doch nur der patriarchalen Gesellschaft unterworfen.
Wenn du was witziges lesen willst, geh auf http://forum.emma.de/forumdisplay.php?1-EMMA-Forum

Da siehst du dann, was Feministinnen wirklich aus der Welt machen wollen: Frau geht ein Jahr fremd, verlässt dann ihren Mann für den Liebhaber, Liebhaber lässt sie daraufhin sitzen...SCHEISS MÄNNER...Alles nur deren Schuld, ich würde am liebsten schreien.

Eingekauft wird natürlich in der Herrenabteilung, denn dort ist die Kleidung bequemer...das machen die Kleidungshersteller doch absichtlich..tztz...

uvm.

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14. Juni 2013 um 23:27
In Antwort auf jada_12850563

Sage ich ja:
Der frühere Feminismus ist nicht mehr nötig. Mittlerweile sollte es bei jeder Frau, zumindest in unserem Kulturkreis, rumgesprochen haben, dass sie THEORETISCH das gleiche erreichen kann wie ein Mann. Allerdings wir dies trotzdem wegen einer unterschiedlichen Startposition mit größeren Einbußen verbunden sein als beim Mann. Beispiel: Wenn eine Frau Karriere machen will und zwar WIRKLICHE Karriere, dann wird sie in vielen Fällen eben auf Kinder verzichten. Beim Mann ist das nicht der Fall. Aber ob man deswegen künstlich gleiche Chancen, die ganz einfach nicht vorhanden sind, herbeiführen sollte...ist mir eigentlich egal.
Jedenfalls, der frühere Feminismus hat sich erübrigt und jetzt wird eben dieses neue Zeug aufgetischt, von wegen PorNo. Ganz allgemein: Mich nerven Pornos auch, aber nicht, weil ich finde, dass die Frauen dadurch zum Objekt deklariert werden (machen es ja freiwillig), sondern weil ich eifersüchtig werde, wenn mein Freund Pornos schaut.
Heute machen die Feministinnen doch genau das gleiche mit den Frauen wie sie es früher bei Männern kritisiert haben. Frau darf nicht Hausfrau sein, sonst ist sie nicht emanzipiert, Frau darf nicht Schlampe (o.ä.) sein, sonst wird sie als Objekt gesehen, Frau darf nicht gegen den Feminismus, so wie er heute ist, sein, sonst ist sie doch nur von Männern eingeschüchtert. Frau darf nicht über frauenfeindliche Witze lachen, sonst will sie doch nur gut bei Männern ankommen. Frau darf nicht auf ihre Figur achten, sich rasieren oder sonstwas, sonst ist sie doch nur der patriarchalen Gesellschaft unterworfen.
Wenn du was witziges lesen willst, geh auf http://forum.emma.de/forumdisplay.php?1-EMMA-Forum

Da siehst du dann, was Feministinnen wirklich aus der Welt machen wollen: Frau geht ein Jahr fremd, verlässt dann ihren Mann für den Liebhaber, Liebhaber lässt sie daraufhin sitzen...SCHEISS MÄNNER...Alles nur deren Schuld, ich würde am liebsten schreien.

Eingekauft wird natürlich in der Herrenabteilung, denn dort ist die Kleidung bequemer...das machen die Kleidungshersteller doch absichtlich..tztz...

uvm.

Und
wie stehst du dazu, dass das so ist? was denkst du über diese entwicklungen? warum wollen frauen macht haben und immer stark und tough sein?

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15. Juni 2013 um 16:40
In Antwort auf domingo89

Und
wie stehst du dazu, dass das so ist? was denkst du über diese entwicklungen? warum wollen frauen macht haben und immer stark und tough sein?


Naja, ich bin der Meinung, dass Frauen ruhig emanzipiert sein sollen, allerdings verstehe ich darunter v.a. die Fähigkeit, SELBST zu entscheiden, was sie wie tun wollen und sich ihr Lebensmodell weder von Männern oder Eltern, NOCH von Feministinnen vorschreiben lassen. Außerdem finde ich es nicht notwendig, Unterschiede, die von Natur aus, zwischen Männern und Frauen bestehen, zu leugnen oder künstlich zu entfernen. Ja, eine Frau kann genauso viel Karriere machen wie ein Mann, aber sie muss dafür z.B. auch Kinderlosigkeit oder sehr viel mehr Anstrengung in Kauf nehmen. Ist ungerecht, aber eben eine Tatsache...Selbst wenn der Mann nachher zu Hause zum Erziehen bleiben würde...schwanger wird trotzdem sie.
Wenn eine Frau zu Hause bei den Kindern bleiben will, ist das genauso ihre Entscheidung und muss deshalb nicht als unemanzipiert abgestempelt werden.

Zum Thema "warum wollen Frauen immer stark und tough sein und Macht haben": Ich glaube, da gibt es verschiedene Kategorien: Es gibt auch nicht wenige Frauen, die ihren Lebtag das hilflose Mädchen spielen, aber beim Großteil stimmt das schon: Ich beobachte z.B. öfter, dass, wenn ein Bettler irgendwo sitzt, mehr Männer ihm etwas geben und Frauen eiskalt vorbeilaufen, nicht zuletzt deswegen, meiner Meinung nach, weil sie denken, würden sie ihm etwas geben, dann hieße es wieder "Typisch Frau, lässt sich immer von Gefühlen leiten und wird deswegen von dem Bettler da ausgenutzt" und so ist es auch sonst häufig. Viele Frauen trauen sich im Berufsleben z.B. nicht mehr, irgendwie emotional auf irgendwas zu reagieren, weil sie befürchten, dass sie ansonsten wieder als "Typisch Frau" verurteilt werden, meist sogar mehr von anderen Frauen als von Männern. Außerdem ist es trotz allem so: Wer stark und tough ist oder es zumindest wirkt, der hat mehr Chancen im Leben.

Macht ist außerdem wohl eines der Güter, die geschlechterübergreifend jeder in gewisser Weise gerne hätte.

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