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Fehl am Platz

16. November 2015 um 19:36

Der Titel beschreibt so ziemlich das, was ich fühle, bzw. wie ich mir oft vorkomme.

Aufgrund von meiner Essstörung habe ich mich ziemlich von meinen Freundne und meiner Familie entfernt.

Ich darf inzwischen zuschauen, wie meine Familie glücklich zusammen isst, sich über den Tag unterhält, zusammen lacht. An sich wären sie eine perfekte Familie, aber immer nur, wenn ich nicht dabei bin. Die 4 (Vater, Mutter und 2 Schwestern) verstehen sich super, wirklich. Mit mir dagegen streiten alle hauptsächlich nur. Egal was ich tue, es ist falsch.

Oder meine Freunde. Ich habe vor 2 Jahren die Schule gewechselt (bin übrigens 15 Jahre alt), meinen alten Freundeskreis jedoch behalten. Wir sehen uns kaum noch; meine ES belastet unsere Freundschaft anscheinend sehr. Wenn wir uns treffen, haben sie ihre Insiderwitze (die 4 gehen alle in die selbe Klasse) und lachen darüber; ich dagegen stehe daneben und werde ignoriert. Auch wenn ich etwas sagen möchte werde ich schnell unterbrochen.

Ich komme mir inzwischen wirklich nur noch vor wie das 5. Rad am Wagen. Alle sind genervt von mir, meine Therapie hilft mir nicht viel und ich heule inzwischen nur noch, weil das alles so weh tut

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17. November 2015 um 18:33

Irgendwo
Das kann ich verstehen Aber: Irgendwo gibt es Menschen die dich mögen / lieben, die dich akzeptieren so wie du bist! Vielleicht sind die Menschen einfach noch nicht da.. Aber glaub mir irgendwann bessert sich alles du darfst nicht aufgeben Viel Glück bis dahin und lass den Kopf nicht hängen!

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17. November 2015 um 20:42

Freunde
Hallo, danke erst mal für die Antwort. Es ist nur so, wir waren früher unzertrennlich und hätte ich sie nicht, wäre ich wohl aufgeschmissen. In der Schule bin ich bereits in 2 Wahlfächern und kenne auch, als Schülersprecherin, fast die Hälfte der Schülerinnen beim Namen. Tatsache ist aber, dass keine von den Schulfreundschaften wirklich tief geht, bis auf eine Freundin. Die Freundschaften enden und beginnen hier immer mal wieder, je nach Laune, und damit komm ich nicht klar. Echte Freunde sind sie - aber wir haben uns wirklich sehr entfernt. Wenn etwas dringendes ist, dann finden wir Zeit, aber für mich gehören Freunde auch zum Alltag dazu..

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17. November 2015 um 20:45
In Antwort auf verenapinguin

Irgendwo
Das kann ich verstehen Aber: Irgendwo gibt es Menschen die dich mögen / lieben, die dich akzeptieren so wie du bist! Vielleicht sind die Menschen einfach noch nicht da.. Aber glaub mir irgendwann bessert sich alles du darfst nicht aufgeben Viel Glück bis dahin und lass den Kopf nicht hängen!

Bis dahin
Hey, erst mal ein großes Dankeschön, das macht mir wirklich Mut! Aber - mir kommt in letzter Zeit alles nutzlos vor. Wie soll ich die Zeit bis dahin überstehen? Mit der Therapeutin möchte ich nicht über sowas reden, vielleicht kenne ich sie dafür noch zu kurz. Naja :/

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17. November 2015 um 21:36
In Antwort auf verenapinguin

Irgendwo
Das kann ich verstehen Aber: Irgendwo gibt es Menschen die dich mögen / lieben, die dich akzeptieren so wie du bist! Vielleicht sind die Menschen einfach noch nicht da.. Aber glaub mir irgendwann bessert sich alles du darfst nicht aufgeben Viel Glück bis dahin und lass den Kopf nicht hängen!

Zeit überstehen
hmm.. Du könntest vielleicht alles aufschreiben was du an dir magst! Du denkst jetzt eventuell dass du gar nichts an dir magst oder nichts gut findest an dir.. aber ich bin mir sicher, dass es viele Sachen gibt die einfach gut sind! Und diese Dinge könnten dich motivieren die Zeit zu überstehen! Es kann ja auch etwas anderes sein z.B Dinge für die du dankbar bist oder Dinge für die du dein Leben nicht einfach so aufgeben würdest. Ich würde einfach noch weitere Male zu der Therapeutin gehen und wenn du ihr immer noch nicht vertrauen kannst dann vielleicht die Therapeutin wechseln? (ich weiß nicht ob man das machen kann) Ich habe auch oft keine Lust zu gar nichts mehr aber ich glaub auch, dass mich niemand verstehen kann und dann denk ich mir warum ich überhaupt auf der Welt bin und mich eh niemand vermissen würde.. Aber irgendwie gibt es einfach einen Grund warum man nicht aufgeben kann.. Vielleicht muss man ja nur genauer hinsehen. Ich hoffe, dass du die Zeit überstehen wirst!

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18. November 2015 um 20:31
In Antwort auf verenapinguin

Zeit überstehen
hmm.. Du könntest vielleicht alles aufschreiben was du an dir magst! Du denkst jetzt eventuell dass du gar nichts an dir magst oder nichts gut findest an dir.. aber ich bin mir sicher, dass es viele Sachen gibt die einfach gut sind! Und diese Dinge könnten dich motivieren die Zeit zu überstehen! Es kann ja auch etwas anderes sein z.B Dinge für die du dankbar bist oder Dinge für die du dein Leben nicht einfach so aufgeben würdest. Ich würde einfach noch weitere Male zu der Therapeutin gehen und wenn du ihr immer noch nicht vertrauen kannst dann vielleicht die Therapeutin wechseln? (ich weiß nicht ob man das machen kann) Ich habe auch oft keine Lust zu gar nichts mehr aber ich glaub auch, dass mich niemand verstehen kann und dann denk ich mir warum ich überhaupt auf der Welt bin und mich eh niemand vermissen würde.. Aber irgendwie gibt es einfach einen Grund warum man nicht aufgeben kann.. Vielleicht muss man ja nur genauer hinsehen. Ich hoffe, dass du die Zeit überstehen wirst!

Es gibt..
..im Umkreis von 100 km genau 2 Therapeutinnen, die einen Platz frei hätten uns auf Jugendliche und Essstörungen spezialisiert sind. Bei der einen war ich schon und bei der 2. bin ich gerade. Also siehts mit dem wechseln nicht ganz so gut aus... Puh, was ich schön an mir finde. Das haben sie mich beide gefragt, hab Fragebögen ausgefüllt aber ich konnte diese Frage bisher nie beantworten. Manchmal find ich meine Augen schön, aber sie sind viel zu klein. Manchmal find ich meinen Bauch schön, aber dann ist er mir wieder zu dick. Dieses "das mag ich an mir"-Gefühl verschwindet immer nach ein paar Sekunden. Naja, in 2 Wochen ist dann mein nächster Termin, vielleicht kann ich das Thema ja mal ansprechen. Sie meint, ich fühle mich sehr einsam und alleine, aber helfen kann sie mir dabei nicht..

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18. November 2015 um 23:41

Kenne das Gefühl
zuerst einmal.. ich bin 21 und hatte 1 1/2 Jahren Bulimie.. mir konnte man das äusserlich ein wenig ansehen..

Ich wurde genauso von der Familie "ausgestossen"..
und hier liegt direkt der Grund...

Immer mehr fühlte ich mich allen gegenüber als Aussenseiter.. selber merkt man gar nicht wie man sich verhält, man ist so sehr in dieser Krankheit gefangen, dass die Gedanken täglich praktisch nur noch um die ES kreisen...

Ganz ehrlich: Was sind das für schei** Kollegen! Sowas geht gar nicht und ich würde mich von diesen Leuten entfernen!

2. Therapien können bedingt was nützen.... diese Personen sind meiner Meinung nach dafür da, dass du selbst erkennst wo dein Problem liegt... sie können dir keine Pille geben die dich heilt, das ist alles nur psychisch in deinem Kopf..

Probier dir kleine Ziele zu setzen, die du für dich selber erreichen willst. Suche dir Aktivitäten, welche dir Freude bereiten und dich von der ganzen Sucht ablenken.

Zieh dich vielleicht ein wenig zurück.. versuche dich selbst zu finden.. denk daran wie du früher warst.....

mir hat geholfen: im Beruf mich weiterzubilden
mich nicht mehr mit Personen zu treffen, die schlecht von mir reden
Musik gehört die mich motiviert
mich meinen Eltern anvertraut und mit Ihnen alles besprochen, seit da ist das Verhältnis viiel besser und ich fühle mich verstanden

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