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Fast essgestört

9. Mai 2018 um 22:14 Letzte Antwort: 11. Mai 2018 um 18:59

Hey,
ich Fass mich kurz, ich zähle Kalorien, ich wiege mein Essen, schreib auf, was ich zu mir nehmen, habe Schuld- und Versagensgefühle bei ungesundem Essen und muss jeden Tag Sport treiben.
Zum Glück liebe ich essen und bin ein Genussmensch, weshalb ich noch nicht untergewichtig bin.
Meine Frage ist, wie ich es solange ich noch rational genug bin trotzdem von diesen Esstörungsanzeichen wegkomme. Denke, dass ich für Beratungsstellen noch zu körperlich ungefährdet bin und die mich nicht ernstnehmen. Ich selbst weiß selbst nicht, ob ich tatsächlich essgestört bin, ich wiege ja noch genug!

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9. Mai 2018 um 22:51
In Antwort auf misssunshine1515

Hey,
ich Fass mich kurz, ich zähle Kalorien, ich wiege mein Essen, schreib auf, was ich zu mir nehmen, habe Schuld- und Versagensgefühle bei ungesundem Essen und muss jeden Tag Sport treiben.
Zum Glück liebe ich essen und bin ein Genussmensch, weshalb ich noch nicht untergewichtig bin.
Meine Frage ist, wie ich es solange ich noch rational genug bin trotzdem von diesen Esstörungsanzeichen wegkomme. Denke, dass ich für Beratungsstellen noch zu körperlich ungefährdet bin und die mich nicht ernstnehmen. Ich selbst weiß selbst nicht, ob ich tatsächlich essgestört bin, ich wiege ja noch genug!

Es gibt eine Essstörung die Orthorexie heisst. Das konnte bei dir vorliegen. Betroffene legen allzu grossen Wert auf gesundes Essen und Folgen sind natürlich Untergewicht.
Es kann auch der Einstieg in eine Anorexie sein.
Ich denke Beratungsstellen nehmen das ernst.

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9. Mai 2018 um 23:03

Ich meine „noch“ um als untergewichtig und körperlich gefährdet eingestuft zu werden. Mein Ziel ist natürlich nicht dorthin zu kommen. Aber ich denke solange man noch nicht so weit so ist, liegt noch keine erkrankung vor und kann nicht behandelt werden

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9. Mai 2018 um 23:05
In Antwort auf solveig65

Es gibt eine Essstörung die Orthorexie heisst. Das konnte bei dir vorliegen. Betroffene legen allzu grossen Wert auf gesundes Essen und Folgen sind natürlich Untergewicht.
Es kann auch der Einstieg in eine Anorexie sein.
Ich denke Beratungsstellen nehmen das ernst.

Auch wenn kein Untergewicht vorliegt?

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10. Mai 2018 um 13:54
In Antwort auf misssunshine1515

Hey,
ich Fass mich kurz, ich zähle Kalorien, ich wiege mein Essen, schreib auf, was ich zu mir nehmen, habe Schuld- und Versagensgefühle bei ungesundem Essen und muss jeden Tag Sport treiben.
Zum Glück liebe ich essen und bin ein Genussmensch, weshalb ich noch nicht untergewichtig bin.
Meine Frage ist, wie ich es solange ich noch rational genug bin trotzdem von diesen Esstörungsanzeichen wegkomme. Denke, dass ich für Beratungsstellen noch zu körperlich ungefährdet bin und die mich nicht ernstnehmen. Ich selbst weiß selbst nicht, ob ich tatsächlich essgestört bin, ich wiege ja noch genug!

Liebe misssunshine,

bitte wende dich an eine Beratungsstelle für Essstörungen. Du magst zwar nicht magersüchtig sein, aber du zeigst die Tendenz dazu. Warum sollten dich die Beratungsstellen denn nicht ernst nehmen?

Bitte trau dich und mach einen Termin!

LG
Elisabeth

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10. Mai 2018 um 13:55
In Antwort auf misssunshine1515

Auch wenn kein Untergewicht vorliegt?

Mit deinem Gewicht hat das nichts zu tun. Bulimiker sind oft normalgewichtig oder sogar übergewichtig, Bulimie ist aber trotzdem eine Essstörung.

Es geht darum, dass du sehr obsessiv bist, was deinen Umgang mit Essen betrifft und das ist ein deutliches Anzeichen, dass du gefährdet bist.

LG
Elisabeth

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10. Mai 2018 um 15:14
In Antwort auf misssunshine1515

Hey,
ich Fass mich kurz, ich zähle Kalorien, ich wiege mein Essen, schreib auf, was ich zu mir nehmen, habe Schuld- und Versagensgefühle bei ungesundem Essen und muss jeden Tag Sport treiben.
Zum Glück liebe ich essen und bin ein Genussmensch, weshalb ich noch nicht untergewichtig bin.
Meine Frage ist, wie ich es solange ich noch rational genug bin trotzdem von diesen Esstörungsanzeichen wegkomme. Denke, dass ich für Beratungsstellen noch zu körperlich ungefährdet bin und die mich nicht ernstnehmen. Ich selbst weiß selbst nicht, ob ich tatsächlich essgestört bin, ich wiege ja noch genug!

Guten Tag. 

Ich leide seit 10 Jahren darunter und kann dir sagen, dass es super wichtig ist, dass du dir selbst immer wieder einredest, dass du super aussiehst! Das du genau das passende Gewicht hast und, dass du essen DARFST und auch MUSST um dich und deinen Körper gesund zu halten.

Es kommt NIEMALS auf die Figur an, sondern auch das gute Herz, welches der Mensch besitzt!

Eine Essstörung ist nicht schön und ich selbst, landete auch schon 2 mal in der Magersucht. Man nimmt sich selbst falsch wahr.. aber genau DAS ist das falsche! 

Geh zum Arzt, sag ihm, du hast sorge, sag ihm, du hast in deinem Kopf solch Dinge verankert und du hast große Sorge! 
Denk bitte daran, du hast immer die Wahl, die auch einen anderen Arzt zu suchen. Es gibt auch bereits viele gute Stellen für Essberatungen. 

Schäm dich nicht, es ist dein Körper, deine Gesundheit, bleib stark, such dir hilfe! Ich drücke dir ganz lieb die Daumen!! 
Du findest den Weg zurück! 

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10. Mai 2018 um 20:15

wie wenig hilfreich und vollkommen frei jeder empathie ist das denn bitte?

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11. Mai 2018 um 11:21
In Antwort auf misssunshine1515

Hey,
ich Fass mich kurz, ich zähle Kalorien, ich wiege mein Essen, schreib auf, was ich zu mir nehmen, habe Schuld- und Versagensgefühle bei ungesundem Essen und muss jeden Tag Sport treiben.
Zum Glück liebe ich essen und bin ein Genussmensch, weshalb ich noch nicht untergewichtig bin.
Meine Frage ist, wie ich es solange ich noch rational genug bin trotzdem von diesen Esstörungsanzeichen wegkomme. Denke, dass ich für Beratungsstellen noch zu körperlich ungefährdet bin und die mich nicht ernstnehmen. Ich selbst weiß selbst nicht, ob ich tatsächlich essgestört bin, ich wiege ja noch genug!

O_o mir ging es 1:1 genauso. (Heute nur noch geringfügig )
 
Würde ich essen nicht so sehr lieben und wäre nicht rational genug, wäre ich auch immer noch magersüchtig... Also habe ich mir vor einigen Monaten, kurz vor/ in der Magersucht, dieselbe Frage gestellt: Wie lange werde ich noch "rational genug" bleiben (können) – während mein Gewissen mir dauerhaft zuschreit, dass ich sowieso fett bin und nichts essen sollte?
 
Also, kurz mein Werdegang, mein Tipp an dich und ein Fazit:
Ich war schon immer sehr schlank bis leicht untergewichtig und gleichweg sehr perfektionistisch. War Sportfaschist und habe immer bis zu einem Level trainiert, dass ich mir einreden konnte „du siehst gut aus!“. Das konnte ich physisch irgendwann nicht mehr: Also nix Training=> weniger Muskeln... Aber Fett? IIhh!- dachte ich.
Um kein Fett aufzubauen und nicht "schwabbelig" zu werden habe ich angefangen, stattdessen noch gesünder, noch kalorienärmer, noch viel weniger zu essen. Habe mit denselben Methoden angefangen, wie du.
 
Jetzt zu meinem Tipp an dich:
Damals habe ich immer mehr Gewicht verloren, mir ging es scheiße, ich war schlapp, bis ich irgendwann die Reißleine gezogen und meinen Verstand zusammengekratzt habe und mir täglich einen Essensplan aufgestellt habe, der genau so viele Kalorien beinhaltet, dass ich weder zu,- noch abnahm und (natürlich musste ich vorher mein rationales Wunschgewicht noch erreichen...) In diesen Tagesplan kannst du dann ja auch alles reinpacken, was du magst.

An dieser Stelle, noch GANZ WICHTIG: Sage dir jeden Tag, dass du gut aussiehst. ansonsten schaffst du es, wenn so weit bist, quasi nich tmehr, dein gewich tüber dein Gewissne hinweg hochzuziehen. Das war bei mir der Anfang von allem: Akzeptiere dich und deinen Körper, wie du bist, gönn dir auch mal was! Du hast es dir verdient, wie jeder andere auch Wenn du DAS (also rationales Wunschgewicht, dne Weg dahin, den Ernährungsplan) nicht alleine schaffst / es dir an die psychische Substanz geht, dann GEH IN THERAPIE!
Rückblickend denke ich, dass ich streckenweis SOWAS VON anorexisch war.
 
FAZIT: Sieh entweder zu, dass du deinen rationalen Verstand zusammenhältst, genug Kalorien isst, dir darüber klar wirst, was du mit deinem Körper tust und, dass das in KEINER WEISE gesund ist- ODER geh in Behandlung, BEVOR es zu spät ist und du dich für jede Kalorie, die du zu dir nimmst, selber hasst!!
 
Wenn du mit der Veränderung –ob nun Therapie oder nicht- wartest, bis du "körperlich zerstört genug" bist, kannst du lange warten. Mein BMI lag bei knapp unter 15... viele Ärzte haben das mitbekommen, als ich aufgrund meiner anderen körperlichen Wehwehchen da war... NIEMAND hat sich drum geschert...

Warte doch nicht so lange, hol dir Hilfe, wenn du merkst, dass du deine Kalorien alleine nicht beisammenhalten kannst oder dir das Ganze psychisch/ physisch an die Substanz geht!

Sry für diesen extrem ausgeuferten Text: Ich will nur bloß nicht, dass du da versehentlich reinschlitterst und dich dann ggf. ohne professionelle Hilfe nicht mehr herausziehen kannst… Lass es nicht erst soweit kommen und reiß das Ruder rum, bevor es so schlimm ist, dass du in Therapie musst

(Siehe aber auch ein, wenn dies eben sein muss. Zur Therapie zu gehen zeugt nur von Stärke, nicht von Schwäche- und ernstnehmen werden die dich auf jeden Fall, wenn du ihnen deine Situation und Sorgen schilderst)
~Alles gute, Sayt
 

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11. Mai 2018 um 11:31

so, um den Spamm perfekt zu machen: Sry für die paar Tippfehler XD lol wie peinlich

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11. Mai 2018 um 18:59

Fakten ohne Hilfe bringen auch nichts. Nur Demoralisierung

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