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Fantasien über Geschwistersex

31. August 2009 um 0:53 Letzte Antwort: 1. September 2009 um 0:52

Wer hat schonmal davon geträumt, mit seiner Schwester oder seinem Bruder zu schlafen? Bei mir wars in der Pubertät meine Schwester, die aber nur mit Vater schlief. Ich durfte bei ihr anfassen, auch heftige Knutschereien und beiderseits feuchtes Petting. Öfter auch gemeinsames Masturbieren/Onanieren. Richtig mit ihr schlafen durfte ich aber nie. Heute (beide 40+) erregt sie mich kein bischen mehr und ich fände die reale Umsetzung der damaligen Fantasien nur noch absurd. Wie gehts euch - gehen eure Fantasien auch manchmal so eigenartige ungewollte irreale Wege?

Mitbekommen hab ich die sexuelle Beziehung zwischen Vater und ihr, da war sie 10 und es war schon regelmäßig. Vater war damals Anfang/Mitte 30. Wie lange es bei beiden ging weiss ich nicht. Nach dem Abi bin ich zuhause ausgezogen und da lief das aber noch soweit ich weiss. Er hat sie nie zu sich gerufen. Sie ist soweit ich das mitbekommen hab von sich aus zu ihm rein ins Zimmer und hat dann von innen zugeschlossen. Ich habs nur gehört, nie gesehen. Ich muss zugeben, ab 12-13 hätte ich gern von ihr auch das bekommen, was sie ihm gegeben hat. Ich habe es nie bekommen, aber es hat eine zeitlang meine Fantasie bestimmt. Und ich muss zugeben, dass ich in der Pubertät teils sehr erregt war, wenn ich beide dabei hörte.

Ich werde jedenfalls nie vergessen, wie es sich anhört, wenn ein zehnjährigens Mädchen bei einem Mann "kommt". Auch wenn es politisch völlig inkorrekt ist: Ein zehnjähriges Mädchen kann beim Sex mit einem Mann seine Erregung ziemlich lautstark entladen. Und es entwickelt dabei offenkundig auch Bedürfnisse nach einer gewissen Regelmässigkeit dieser Erlebnisse,

Wie gesagt, das ist alles Vergangenheit. Heute finde ich meine damals auf meine Schwester gerichteten Begehrlichkeiten nur noch absurd. Aber wie das eben so ist mit ungestillten Fantasien: Sie führen ein Eigenleben, auch wenn der reale Anlass längst vorüber ist.

Ich erinnere mich, da war ich Ende 6.Klasse kurz vor den Sommerferien, an ein Gespräch mit einem 8. Klässler auf dem Schulweg, der mir stolz erzählte, dass er damals mit 14 mit der deutlich älteren Freundin seines volljährigen Bruders Sex haben durfte. Ich hatte echt keinen Schimmer, was das von ihm benutzte Wort ... bedeutet. Als er es beschrieb, verstand ich die ganze Aufregung nicht: Das war doch das, was mein Vater und meine Schwester schon lange machten.

Und ich verstand ihn plötzlich, weil auch ich damals mit meiner Schwester gern geschlafen hätte.

Es wäre sehr leicht, die Angelegenheit ins Lächerliche oder gar Idiotische zu ziehen. Leider ist der Hintergrund der dysfunktionalen Familie ein sehr ernster. Ein autoritärer, intelligenter und nur in äußersten Ausnahmefällen zu körperlicher Gewalt neigender Vater, der die Familie mit allerlei Machtspielchen in Schach hält. Meist irgendwelche erfundenen äußeren Bedrohungen, die die Familie über alle internen Brüche hinweg wagenburgartig zusammenrücken lässt. Eine Mutter und Ehefrau, die sich Verantwortung oder Entscheidung verweigert und in körperliche und nichtkörperliche Krankheiten flüchtet. Ein Elternpaar, das seine Probleme weder erörtern noch lösen kann und die damit überforderten Kinder dafür einsetzt, über Bande zu spielen. Beide Eltern mit getrennten Schlafzimmern, tags wie nachts sprachlos.

Das alles spielte sich in den 70er Jahren nicht im heute pejorativ als Prekariat betitelten Millieu ab. Beide Eltern waren akademisch gebildet, aber emotionale Analphabeten.

Normalerweise sind Vater und Mutter Gravitationszentrum der Familie. Bei uns bildeten mein Vater und meine Schwester den Kern. Sie übernahm schon sehr früh fast alle Funktionen, die eigentlich eine Ehefrau innehat. Sogar das Wirtschaftsgeld zum Einkaufen bekam Mutter aus der Hand meiner Schwester. Meine Schwester brachte es ihr mit, wenn sie wieder mal bei Vater im Zimmer war.

Ich hörte einmal unbeabsichtigt einen lauten Streit von Mutter und Schwester mit, in der unsere Mutter ihrer Tochter vorwarf, ihr den Mann weggenommen zu haben. Ich erlebte meine Schwester damals als die eigentlich Privilegierte in der Familie: Sie bekam Vaters Aufmerksamkeit, Zuwendung in jeder (auch unangemessenen) Form, Unterstützung, Geld. Ich fühlte mich hingegen von ihm und ihr unbeachtet, ohne Zuwendung und Unterstützung, ausgegrenzt.

Ich habe die Erinnerung an diese Dinge sehr schnell verdrängt, sobald ich nach dem Abi zuhause ausgezogen war. Dann waren sie für mich jahrzehntelang in meiner Erinnerung nicht mehr zugänglich. Jetzt mit Mitte 40 krame ich die Erinnerungsbruchstücke mühsam zusammen und frage mich auch, welche Rolle ich in dieser dysfunktionalen Familienbeziehung gespielt habe. Und wie es sein konnte, dass ich damals völlig unangemessene (geheime) Wünsche gegenüber meiner Schwester entwickelte.

Es hat mich ein hartes Stück Gefühlsarbeit gekostet, den von mir damals als Bevorteilung meiner Schwester erlebten Familienalltag als das zu erleben, was er war: Als Überforderung, als sexuellen und nichtsexuellen Mißbrauch. Ich habe sie damals stets so erlebt, dass sie und er die Regeln bestimmten, dass sie (scheinbar) bestimmte wann Sex mit Vater stattfand und dass sie hinterher mir gegnüber in Siegerpose aus seinem Zimmer kam und deutlich machte: Sie allein hatte Zugang zu Vater. Es war eine Machtposition die sie damals sichtlich genoss und auch grenzenlos unfair gegen mich ausspielte. Dass sie damals den hohen Preis des Mißbrauchs dafür zahlte, weiss ich heute. Damals war es der als normal empfundene Alltag innerhalb einer Familie, die völlig aus den Fugen geraten war. Und eines Alltages, der meine sexuell-emotionale Entwicklung in einer Weise mitgeprägt hat, zu der ich mich jetzt Jahrzehnte später auf den Weg gemacht habe, eine angemessene Distanz zu entwickeln.

Es ist sehr leicht, mit "eklig", "wähhh" oder "bitte löschen" auf eine solche Familiengeschichte zu reagieren. Ich nehme an, unsere Nachbarn und Bekannten haben damals ähnlich reagiert und einfach nicht mehr hingesehen. Aus dem Auge aus dem Sinn. Vorbeugend verhindern oder wenigstens stoppen lassen sich solche Mißbrauchsfamilien aber dadurch nicht. Ich habe etwa bei gofeminin.de dieses Forum gefunden, das voller ähnlicher Geschichten ist. Auch diese betroffenen Mädchen und Jungs werden sich spätestens in einigen Jahrzehnten Fragen stellen wie ich mir derzeit. Dazu gehört auch die Frage nach der eigenen Entwicklung, Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten. Die waren mit zwölf sicher andere als heute und es war ein schwerer Weg.

Meine eigene Rolle war damals gelinde gesagt zwiespältig. Meine Schwester bekam - im Gegensatz zu mir - Zuwendung, Vertrauen und Zeit meines Vaters. Sie teilten Sexualität. Ich hingegen bekam Ignoranz, Geringschätzung und Ablehnung. Wenn er wegen Dienstreisen mal länger nicht da war, suchte meine Schwester die von ihr vermisste sexuelle Befriedigung bei mir, ohne dass ich "richtig" mit ihr schlafen durfte. Ich habe sie in der Badewanne befriedigt. Sie den Kopf entspannt zurückgelehnt auf dem Badewannenrand, ich sie küssend und mit der Hand unter Wasser greifend sie fingernd bis sie kam. Sie legte sich nach dem abendlichen Duschen aufs Bett, machte die Beine breit und ich ging natürlich willig "ran". Als sie älter war bestand sie darauf, händisch mit einem dicken Paketbeschriftungs-Edding gestossen zu werden, der immer auf Vaters Schreibtisch lag. Ja, auch das:Als ich zwölf war bekam ich meine erste Ejakulation in ihrer Hand. Das ist alles stark verkürzt, vermittelt aber einen Eindruck.

Meine Mutter hat mir nach Jahrzehnten vor kurzem emotional hoch bewegt gestanden, dass sie Angst hatte, dass ich damals meine Schwester mißbrauchte. Wenn sie in die obere Etage kam, hörte sie rasche Trippelschritte und nahm an, ich würde eiligst aus dem Bett meiner Schwester in mein eigenes huschen.

Ich habe ihr Mißverständnis nie aufgeklärt, um meine Schwester zu schützen: Sie kam wenn sie Lust hatte in mein Bett und huschte dann rasch in ihr eigenes. Hätte ich jemals versucht, mich ihr aus eigenem Impuls körperlich zu nähern, hätte sie mich in hohem Bogen mit einem nur für mich peinlichen Auftritt rausgeworfen.

Im Familienalbum meiner inzwischen glücklicherweise geschiedenen Eltern habe ich Fotos von ihr und mir gefunden. Sie zehn oder 11, ich 12 oder schon 13. Sie, fast zwei Jahre jünger als ich, wirkte deutlich reifer, weiblicher und wäre problemlos als mindest gleichaltrige Schwester durchgegangen. Brüste, weiblicher Po, ein wirklich attraktiver Anblick und schon mehr jugendlich fraulich als kindlich. Sie wirkte zudem in allem reifer als meine gleichaltrigen, zu ihr zwei Jahre älteren Mitschülerinnen. Ich: Ein Bubi, dem man zutraut, dass ihm Mutti am Strand noch fürsorglich die Badekappe aufsetzt.

Das ist der eine Teil der Wahrnehmung. Der andere: Mutter mißbrauchte mich als Anspechpartner für ihre Eheprobleme. Sie erzählte mir brühwarm die Abscheulichkeiten, die sich beide Elternteile in der dysfunktionalen Familienbeziehung lieferten. Obgleich ich vieles inhaltlich gar nicht verstand, drang sie darauf, dass ich für sie Partei ergriff. Und ich, der sich gerade von einem Milchbubi verunsichert und zaghaft zu einem jungen Mann entwickelte, tat das begleitet von einem von ihr immer neu aufgefrischten bleischweren schlechten Gewissen, als Junge und nicht als Mädchen geboren zu sein.

Was mir bis heute grosse Probleme bereitet, ist das für eine Distanzierung notwendige Mißtrauen gegenüber meiner eigenen damaligen faktischen und emotionalen Wahrnehmung. Ich habe den Mißbrauch meiner Schwester durch meinen Vater als etwas von beiden Seiten sehr Lustvolles erlebt, mit dem zugleich gegenüber meiner Mutter und mir Ausgrenzung betrieben wurde. So wie ich es damals erlebte genoss meine Schwester den körperlichen Teil des Zusammenseins mit Vater ganz offenkundig und mißbrauchte zugleich die ihr daraus erwachsenden Machtmöglichkeiten innerhalb der Familie. Ich erlebte sie - man möge mir die Deutlichkeit meiner Worte verzeihen - als machtbewusste taktierende Zicke, die das Spiel von kalkuliert zugelassenem Mißbrauchtwerden und selbst Vertrauen mißbrauchen meisterhaft in unfairster Weise beherrschte, um ihre Interessen durchzusetzen. Auch in ganz durchsichtigen Situationen: Wenn ihr ein völlig normales kleines Alltags-Mißgeschick passierte, fing sie sofort herzzerreissend an zu weinen, die Tränen sprangen regelrecht aus ihren Augen und allen war klar: Ich war der Schudige, nicht sie.

Andererseits weiss ich heute: Sie ist Mißbrauchs-Opfer, auch wenn sie damals von mir als aktiver Teil des innerfamiliären Mißbrauchssystems wahrgenommen wurde. Ihre Anerkennung als "armes" Opfer einer dysfunktionalen Familienrealität relativiert sozusagen meine eigene Wahrnehmung, selbst Opfer dieser Situation gewesen zu sein. Es ist - für mich - wirklich ganz kompliziert. Bei Lichte und mit Abstand betrachtet waren/sind wir beide Opfer einer dysfunktionalen Familie. Aber einen Weg zu finden, ein im Inzest lustvoll reagierendes Mädchen, das den Machtmißbrauch ihres Vaters gegen die Restfamilie stellvertretend weiterführte, als Opfer anzuerkennen - das ist zumindest für mich derzeit ein hartes Stück Gefühlsarbeit. Ich weiss aber, dass es notwendig ist, auch diesen Schritt zu gehen.

Die Dinge liegen inzwischen Jahrzehnte zurück. Mein Vater hatte nach der Scheidung von meiner Mutter stets Lebensgefährtinnen im Alter meiner Schwester. Sowie eine neue auftauchte, rückte meine Schwester zu einem überraschenden mehrtägigen Besuch bei Vater an. Wohl auch um der Neuen zu zeigen, wer die Frau im Leben meines Vaters ist. Eine Psychotherapie hat sie abgebrochen. Versuche, sie auf die damalige Zeit anzusprechen, wiegelt sie ab. Ich räume ein, dass ich mir im direkten Gespräch mit ihr mehr Klarheit erhofft hatte.

In einem alten Familienfilm liegt sie mit Vater in Löffelchenstellung in freier Natur auf einer Decke. Sie etwa 12, von der äußeren Erscheinung gar nicht mehr kindlich, sondern teeniemässig weiblich mit allen deutlich ausgeprägten Attributen einer Frau. Was ich in Erinnerung hatte, konnte ich nur durch sehr langsames Springen von Einzelbild zu Einzelbild nachvollziehen. In kaum wahrnehmbaren leichten Bewegungen stösst er sie - beide angezogen - Becken zu Becken vertraut von hinten. Mutter liegt etwa einen Meter daneben auf einer anderen Decke. Diesen Filmausschnitt habe ich eingebettet in unverdächtig erscheinende andere Filmschnipsel stark komprimiert auf Briefmarkengrösse verkleinert im Mail-Anhang geschickt. Sie kann die minimalen Details, die ich gesehen habe, in der Miniausführung nicht wahrgenommen haben. Ich habe ihr diese Mail zugeschickt, kurz darauf rief ich sie an. Sie rief die Mail ab und ihre unmittelbare emotionale Reaktion war, "das ist ja ekelhaft, war das immer so?". Gesehen haben kann sie das Heikle dieser Situation nicht. Sie kann es nur erinnert haben. Darüber sprechen mag sie nicht. Am Heiligenbild von Vater lässt sie keine Schrammen zu.

Zumindest ich bin an diesem Punkt mit meinem Latein am Ende. Kennst du eine solche Situation und wie bist du damit umgegangen?

Vielen Dank an alle, deren Geduld bis zu diesem Punkt gereicht hat.

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31. August 2009 um 2:31

Ihr tragt keine Schuld
Hallo Mayboy 09,

ich weiß, dass die meisten nicht wissen, wie man auf solche eine Geschichte reagieren soll. Ekel? Abscheu? Unverständnis? Das wäre der falsche Weg, weil du es ehrlich zu meinen scheinst. Verstehen werden dass die wenigsten können. Wenn sich das Familienbild verschiebt und alles aus den Fugen gerät.
Zu meiner Person: ich kann Gedankengänge von dir nachvollziehen, weil ich sie selbst teilweise erlebt habe. Ich wurde als Jugendliche von meinem Stiefvater missbraucht. Das war im Alter von 11 bis 15 Jahre, mittlerweile bin ich 21. Ich habe viel an mir selbst gearbeitet, viele Antworten gesucht und gefunden und bin irgendwann in einer Sackgasse gelandet. Deswegen bin ich jetzt in Therapie.
Zu meiner Geschichte: Ich kann diese verschobenen Familienbilder gut nachvollziehen, weil es bei mir ähnlich war. Meine Geschwister sind älter und waren aus dem Haus, meine Mutter war beruflich sehr viel unterwegs. Zu meinem leiblichen Vater habe ich mehr schlechten als rechten Kontakt und so wurde mein Stiefvater eine ganz enge Bezugsperson für mich. Er war zu Hause, er teilte mein tägliches Leben, er beantwortete Fragen. Irgendwann begann er mich anzufassen. Am Anfang kraulte er mir nur den Rücken, was bei uns in der Familie nichts schlimmes oder ungewöhnliches ist. Dann wanderten seine Finger, er umspielte meine Brustwarzen und streichelte meinen Schambereich. "Mehr" passierte nie, das aber dafür Jahre lang und fast täglich. Ich weiß, dass hört sich nach nichts an, hat aber tiefe Narben hinterlassen. Er hat Vertrauen missbraucht, Missgunst gesäat.
Und noch viel schlimmer, ich hatte meine ersten sexuellen Erfahrungen mit ihm. Deswegen kann ich deine Schwester auch verstehen. Am Anfang hab ich noch gesagt, dass er damit aufhören sollte, dass ich das nicht mag. Später hab ich gar nichts mehr gesagt, hab mich einfach zu ihm gesagt. Es war normal und es war ein Teil meiner eigenen Sexualität. Und ich glaube, ich empfand es teilweise auch als schön. Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden: als es vorbei war und ich endlich den Mut hatte mich jemanden anzuvertrauen, da war ich sehr froh darüber. Ich habe mit meiner Therapeutin gesprochen, weil dieses Problem eins der Dinge ist, die mich sehr beschäftigen. Ich schäme mich zutiefst vor mir selbst dafür, dass ich sexuelle Reizungen empfunden habe. Ich verstehe mich nicht, verachte mich, verurteile mich. Und doch waren sie da. Und meine Therapeutin hat mir auch eine Antwort gegeben, auch wenn ich diese für mich noch nicht annehmen kann. Das Kind in mir hat am Anfang sehr wohl gewusst, dass irgendwas falsch war. Deswegen hab ich mich am Anfang auch gewehrt. Aber irgendwann entdeckte das Kind auch die Sexualität, die eigentlich auch nicht in dieses Feld mit rein sollte, es aber auf einmal war. Erzwungen durch meinen Stiefvater. Und auch damit war es überfordert, wusste nicht wohin mit sich. Meine ganzen Gefühlswelten verschoben sich. Mit meinem ersten Freund hatte ich noch keine Probleme im Bett, es gab bloß einige direkte Erinnerungen an Berührungen, die ich nicht mochte. So konnte ich es am Anfang nicht ertragen wenn er hinter mir saß und mir von hinten an die Brüste fassen wollte, Das war für mich sehr unangenehm. Mittlerweile sind diese direkten Eindrücke weg und mein Problem viel größer. Diese verschrobenen Welten treten jetzt immer mehr zum Vorschein, auch ein Grund, warum ich die Therapie angefangen habe.
In Gedanken stelle ich mir manchmal noch vor, wie mein Stiefvater Sex mit mir hätte. Ich stehe auf Erniedrungen und Machtspielchen beim Sex, alles direkte und sehr krasse Auswirkungen meines Missbrauchs. Paradoxerweise kann ich mit Menschen, die mir sehr nahe stehen keine Zärtlichkeiten mehr austauschen. Ich werde schon gern in den Arm genommen, halte aber unbewusst immer sicherheitshalbe meine Arme dazwischen. Ich raste aus, wenn meine Mutter mir zu nahe kommt und schlage vollkommen wüst um mich. Wenn mein Freund mit mir schlafen will, habe ich das Gefühl, dass er das nicht darf. Ich lebe in Widersprüchen. Er ist der Mann, dem ich vertraue, deswegen kann ich auch nur bei ihm mit der Hand kommen. Aber den Sex empfinde ich nicht unbedingt als schön und bin froh, wenn es vorbei ist, Mein Gefühl sagt mir, dass er das nicht darf. Wir sind uns emotional so nahe, dass ich ihn körperlich total ablehne. Dabei empfinde ich kuscheln als sehr schön, sobald ich merke, dass er was anderes vorhat verurteile ich ihn innerlich vollkommen und lehne ihn und das Geschehen ab. Mein sexuelles Verlangen ist aber da. Ich habe meinen Freund schon mehrmals betrogen, davon weiß er aber nichts. Ich mag es, mit Männern zu spielen, mich selbst in Szene zu setzen. Genieße die Blicke und meine Rollen, in die ich schlüpfen kann. Ich kann unheimlich guten Sex mit Männern haben, die mir innerlich nicht gefährlich werden. Einen Orgasmus habe ich da aber nie, weil das Vertrauen fehlt. Ich weiß, ich lebe in Widersprüchen....
Was ich nur sagen will: deine Schwester zu verstehen, fällt dir sicherlich sehr schwer. Aber vielleicht hat sie am Anfang auch gemerkt, dass irgendwas falsch ist. Sich dann aber in dieses Bild eingefügt, ihre eigene Sexualität entdeckt, die dort eigentlich gar nicht hin gehörte. Das wusste sie doch aber als Kind von 10 Jahren nicht. Das wusste dein Vater, der das aber schamlos ausgenutzt hat. Und so haben sich bei euch die Verhältnisse verschoben. Deswegen auch deine absurden Gedanken und Vorstellungen. Wenn deine Vater darf, warum dann auch nicht du? Es scheint ja normal zu sein. Das sind Gedanken, die einem Außenstehenden vollkommen absurd vorkommen, jemandem in dem Kreis aber sehr plausibel. Alle sexuellen Rollenverhältnisse in deiner Familie haben sich verschoben, und somit auch deins. Dein Verhältnis zu deiner Schwester war ja kein normales mehr wie ich zu meinem Bruder habe. Dein Vater hatte Sex mit deiner Schwester, warum also auch nicht du?
Deine Schwester und du, ihr seid am allerwenigsten Schuld an diesen Rollenveränderungen. Deine Schwester mag vielleicht diese Situation später ausgenutzt haben, aber sie es von einer anderen Seite: sie ist in eine Situation hinein gezwängt worden, die sie nicht verstand und erklären konnte. Aber sie akzeptierte sie, es war ja ihr Vater. Er wird schon wissen, was richtig ist. Und später kommt die eigene Sexualität mit ins Spiel. Weil Sex kann ja auch Spaß machen. Deine Mutter finde ich, trägt hier auch eine tragende Rolle. Sie hast du sehr aus dem Spiel gelassen, aber diese kaputte Spiel muss ihr aufgefallen sein...
Naja, ich hoffe ich konnte helfen und Anregungen geben.

Synoeve

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31. August 2009 um 2:38

Tippfehler
Entschuldigung für die ganzen Rechtschreibfehler: es ist schon so spät.... ;o)

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1. September 2009 um 0:52
In Antwort auf nike_12879142

Ihr tragt keine Schuld
Hallo Mayboy 09,

ich weiß, dass die meisten nicht wissen, wie man auf solche eine Geschichte reagieren soll. Ekel? Abscheu? Unverständnis? Das wäre der falsche Weg, weil du es ehrlich zu meinen scheinst. Verstehen werden dass die wenigsten können. Wenn sich das Familienbild verschiebt und alles aus den Fugen gerät.
Zu meiner Person: ich kann Gedankengänge von dir nachvollziehen, weil ich sie selbst teilweise erlebt habe. Ich wurde als Jugendliche von meinem Stiefvater missbraucht. Das war im Alter von 11 bis 15 Jahre, mittlerweile bin ich 21. Ich habe viel an mir selbst gearbeitet, viele Antworten gesucht und gefunden und bin irgendwann in einer Sackgasse gelandet. Deswegen bin ich jetzt in Therapie.
Zu meiner Geschichte: Ich kann diese verschobenen Familienbilder gut nachvollziehen, weil es bei mir ähnlich war. Meine Geschwister sind älter und waren aus dem Haus, meine Mutter war beruflich sehr viel unterwegs. Zu meinem leiblichen Vater habe ich mehr schlechten als rechten Kontakt und so wurde mein Stiefvater eine ganz enge Bezugsperson für mich. Er war zu Hause, er teilte mein tägliches Leben, er beantwortete Fragen. Irgendwann begann er mich anzufassen. Am Anfang kraulte er mir nur den Rücken, was bei uns in der Familie nichts schlimmes oder ungewöhnliches ist. Dann wanderten seine Finger, er umspielte meine Brustwarzen und streichelte meinen Schambereich. "Mehr" passierte nie, das aber dafür Jahre lang und fast täglich. Ich weiß, dass hört sich nach nichts an, hat aber tiefe Narben hinterlassen. Er hat Vertrauen missbraucht, Missgunst gesäat.
Und noch viel schlimmer, ich hatte meine ersten sexuellen Erfahrungen mit ihm. Deswegen kann ich deine Schwester auch verstehen. Am Anfang hab ich noch gesagt, dass er damit aufhören sollte, dass ich das nicht mag. Später hab ich gar nichts mehr gesagt, hab mich einfach zu ihm gesagt. Es war normal und es war ein Teil meiner eigenen Sexualität. Und ich glaube, ich empfand es teilweise auch als schön. Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden: als es vorbei war und ich endlich den Mut hatte mich jemanden anzuvertrauen, da war ich sehr froh darüber. Ich habe mit meiner Therapeutin gesprochen, weil dieses Problem eins der Dinge ist, die mich sehr beschäftigen. Ich schäme mich zutiefst vor mir selbst dafür, dass ich sexuelle Reizungen empfunden habe. Ich verstehe mich nicht, verachte mich, verurteile mich. Und doch waren sie da. Und meine Therapeutin hat mir auch eine Antwort gegeben, auch wenn ich diese für mich noch nicht annehmen kann. Das Kind in mir hat am Anfang sehr wohl gewusst, dass irgendwas falsch war. Deswegen hab ich mich am Anfang auch gewehrt. Aber irgendwann entdeckte das Kind auch die Sexualität, die eigentlich auch nicht in dieses Feld mit rein sollte, es aber auf einmal war. Erzwungen durch meinen Stiefvater. Und auch damit war es überfordert, wusste nicht wohin mit sich. Meine ganzen Gefühlswelten verschoben sich. Mit meinem ersten Freund hatte ich noch keine Probleme im Bett, es gab bloß einige direkte Erinnerungen an Berührungen, die ich nicht mochte. So konnte ich es am Anfang nicht ertragen wenn er hinter mir saß und mir von hinten an die Brüste fassen wollte, Das war für mich sehr unangenehm. Mittlerweile sind diese direkten Eindrücke weg und mein Problem viel größer. Diese verschrobenen Welten treten jetzt immer mehr zum Vorschein, auch ein Grund, warum ich die Therapie angefangen habe.
In Gedanken stelle ich mir manchmal noch vor, wie mein Stiefvater Sex mit mir hätte. Ich stehe auf Erniedrungen und Machtspielchen beim Sex, alles direkte und sehr krasse Auswirkungen meines Missbrauchs. Paradoxerweise kann ich mit Menschen, die mir sehr nahe stehen keine Zärtlichkeiten mehr austauschen. Ich werde schon gern in den Arm genommen, halte aber unbewusst immer sicherheitshalbe meine Arme dazwischen. Ich raste aus, wenn meine Mutter mir zu nahe kommt und schlage vollkommen wüst um mich. Wenn mein Freund mit mir schlafen will, habe ich das Gefühl, dass er das nicht darf. Ich lebe in Widersprüchen. Er ist der Mann, dem ich vertraue, deswegen kann ich auch nur bei ihm mit der Hand kommen. Aber den Sex empfinde ich nicht unbedingt als schön und bin froh, wenn es vorbei ist, Mein Gefühl sagt mir, dass er das nicht darf. Wir sind uns emotional so nahe, dass ich ihn körperlich total ablehne. Dabei empfinde ich kuscheln als sehr schön, sobald ich merke, dass er was anderes vorhat verurteile ich ihn innerlich vollkommen und lehne ihn und das Geschehen ab. Mein sexuelles Verlangen ist aber da. Ich habe meinen Freund schon mehrmals betrogen, davon weiß er aber nichts. Ich mag es, mit Männern zu spielen, mich selbst in Szene zu setzen. Genieße die Blicke und meine Rollen, in die ich schlüpfen kann. Ich kann unheimlich guten Sex mit Männern haben, die mir innerlich nicht gefährlich werden. Einen Orgasmus habe ich da aber nie, weil das Vertrauen fehlt. Ich weiß, ich lebe in Widersprüchen....
Was ich nur sagen will: deine Schwester zu verstehen, fällt dir sicherlich sehr schwer. Aber vielleicht hat sie am Anfang auch gemerkt, dass irgendwas falsch ist. Sich dann aber in dieses Bild eingefügt, ihre eigene Sexualität entdeckt, die dort eigentlich gar nicht hin gehörte. Das wusste sie doch aber als Kind von 10 Jahren nicht. Das wusste dein Vater, der das aber schamlos ausgenutzt hat. Und so haben sich bei euch die Verhältnisse verschoben. Deswegen auch deine absurden Gedanken und Vorstellungen. Wenn deine Vater darf, warum dann auch nicht du? Es scheint ja normal zu sein. Das sind Gedanken, die einem Außenstehenden vollkommen absurd vorkommen, jemandem in dem Kreis aber sehr plausibel. Alle sexuellen Rollenverhältnisse in deiner Familie haben sich verschoben, und somit auch deins. Dein Verhältnis zu deiner Schwester war ja kein normales mehr wie ich zu meinem Bruder habe. Dein Vater hatte Sex mit deiner Schwester, warum also auch nicht du?
Deine Schwester und du, ihr seid am allerwenigsten Schuld an diesen Rollenveränderungen. Deine Schwester mag vielleicht diese Situation später ausgenutzt haben, aber sie es von einer anderen Seite: sie ist in eine Situation hinein gezwängt worden, die sie nicht verstand und erklären konnte. Aber sie akzeptierte sie, es war ja ihr Vater. Er wird schon wissen, was richtig ist. Und später kommt die eigene Sexualität mit ins Spiel. Weil Sex kann ja auch Spaß machen. Deine Mutter finde ich, trägt hier auch eine tragende Rolle. Sie hast du sehr aus dem Spiel gelassen, aber diese kaputte Spiel muss ihr aufgefallen sein...
Naja, ich hoffe ich konnte helfen und Anregungen geben.

Synoeve

Schwierig und befreiend
Liebe Synoeve,

ich kann dir gar nicht sagen, wie erleichtert und ermutigt ich durch dich bin. Ich habe in dir erstmals in meinem Leben einen Menschen gefunden, der mich nicht als Spinner abtut und die Situation versteht. Auch wenn dein Stiefvater nie mit dir geschlafen hat, er hat seine Sexualität mit dir geteilt. Ein Missbrauch, den du irgendwann nicht mehr als solchen empfunden sondern ganz normal in den sexuelles Erleben integriert hast. Das genau ist einer der Punkte, die mich bewegen.

Bei uns war die Situation noch mehr zugespitzt, weil Vater meine Schwester - also seine Tochter - faktisch zur Frau genommen hatte. Es blieb nicht beim Streicheln ihrer kleinen Brüste, als Mutter und ich bei der Eiskunstlauf-Übertragung am Wochenende im Fernsehen vorn sassen und er und sie sich hinter uns Szenen lieferte, die nahe am offenen Petting lagen. Eine "Frau", die schon mit 10 Jahren auf Erwachsenensexualität reagierte wie eine Frau. Auch wenn das heute alles andere als politisch korrekt empfunden wird: Sie reagierte nicht anders als eine Frau. Ihre Stimme dabei war nur kieksend, hell. Also kein tiefes frauliches Stöhnen wenn sich ihre Erregung entlud. Aber genauso erregt wie Ältere. Und eine zehnjährige "Frau", die bei mir nach sexueller Befriedigung - mithin der Fortsetzung des sexuellen Missbrauchs durch einen Stellvertreter des Vaters suchte - wenn er nicht da war.

Ich musste nicht lange gebeten werden: Ich fand es erregend, aufregend, ich war neugierig und es befriedigte mich sexuell. Es war heavy Petting - also alles außer Eindringen mit meinem Schwanz in sie. Ich wusste wie sie riecht, wie sie schmeckt und kannte ihre roten Flecken auf der weißen Haut am Hals wenn sie erregt war. Ich wusste, dass sie ihre Bettdecke straff zwischen die Schenkel nahm und sich dagegen rieb. Oder dass sie sich auf den Bauch legte und einen kleinen mit Reis gefüllten braunen Kuschelhund unter ihre Mumu legte und solange mit ihrem Kitzler dagegen hibbelte, bis sie ganz und gar nicht geräuschlos kam. Sein Fell war außer am Kopf verklebt und verwuschelt von ihrer Nässe. Wenn er noch feucht war roch er nach ihr.

Und ich wusste, dass sie beim Selbermachen nie so heftig kam wie ersatzweise mit mir. "Das ist so schön vorm Einschlafen" kam sie heimlich immer nur bei offener Tür sporadisch in mein Bett. Offen, damit sie hören konnte, wenn jemand raufkam. Während eine Etage unter uns unsere Eltern stritten oder unsere Mutter allein ganz still ein Buch las

Der schwierige Teil: Sie hat mich zum Mitwisser gemacht. Zu jemandem, der Teils sehr eruptive sexuelle Episoden mit ihr erlebte, wenn Vater nicht da war. Der sich im zarten Alter ab etwa zwölf ihr gegenüber sexuell zunehmend als Mann fühlte, das Mannsein durch Penetration jedoch nie ausleben durfte. Ich war wie sie Opfer der dysfunktionalen Familienstruktur und zugleich im Geheimniskreis des Missbrauchs aktiver Täter. Damit hatten sie mich: Ich konnte mich niemals gegen sie wenden oder sie verraten, ohne dass das sexuelle Beisammensein mit meiner Schwester auf mich zurückfiel. Und genauso verhielten sie sich. Wenn ich da war, drohte für sie keine Gefahr. Sie schliefen miteinander. Sie kam aus seinem Bett, zeigte mir die lange Nase und machte deutlich, dass er und nicht ich gerade der Begünstigte war. Sexuelle Befriedigung, Macht über ihn und mich sowie - das weiß ich erst heute von meiner Mutter - zugestecktes Geld machten sie zur (scheinbaren) Gewinnerin der Situation. Sie hatte zwei "Männer" im Griff, verhielt sich auch genauso - und war doch nur Missbrauchsopfer. Dadurch, dass sie mir gegenüber kalkuliert in Grenzen Sexualität zuließ, stabilisierte sie das Missbrauchssystem meines Vaters und sicherte es nach außen hin ab.

Es war eine völlig verschobene Werte- und Machtskala in unserer Familie. Von Sodom und Gomorrha waren wir äußerlich jedoch weit entfernt. Wir Kinder erhielten klassische Musikausbildung an verschiedenen Instrumenten. Gehört wurde bei uns nur Klassik. Es gab mehrere Tageszeitungen. Politisch war ich schon als sehr junger Schüler gut informiert und urteilsfähig: Stündliche Nachrichtensendungen im Radio, die Hauptnachrichtensendungen im Fernsehen und der Konsum politischer Debattenrunden gehörten schon im Kindesalter zum Standard. Besucht wurden natürlich nur klassische Konzerte, bei denen Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" oder Chopin unausgesprochen beinahe schon als flacher Pop galten.

Als ich in der Pubertät musikalisch zu rebellieren begann, schienen mir Beatles, Stones oder gar Abba als viel zu flach dafür. Als meine Klassenkameraden begannen, am Wochenende regelmäßig mit Freude Hitparade zu konsumieren und das am Montag zum Klassengespräch zu erheben, hörte ich heimlich die experimentellen Frühwerke von Pink Floyd. Oder tief in der Nacht ganz verwerflich mit Kopfhörern leise und verstohlen auf Kurzwelle Radio Luxemburg, wo so verwerfliche Titel wie "Je t'aime... moi non plus" von Serge Gainsbourg und Jane Birkin gespielt wurden.

Begleitet wurde das alles von wohlhabenden Lebensbedingungen, an die sich wohl vor allem meine Mutter klammerte. Sie im künstlerischen, aber wenig einträglichen Beruf. Mein Vater angesehen, erfolgreich, großartig und zum Teil auch eine Art Felix Krull, der jeden charmantest einwickeln konnte. Das alles war nur Fassade. Ich weiß nicht wie es meinem Vater ging. Ich jedenfalls sass im Konzert - Vivaldis "Vier Jahreszeiten" - und dachte gepeinigt daran, wann mich meine Schwester endlich das nächste mal in ihren aufregend riechenden Schlüpfer ließ.

Feinsinniges und Kindesmissbrauch lagen sehr eng beieinander. Ähnlich wie dich bis heute der Gedanke an Sex mit deinem Stiefvater verfolgt, ist es der bei mir der nie stattgefundene Geschlechtsverkehr mit meiner Schwester. Auch das von dir sehr plastisch geschilderte Problem von Distanz und Nähe kenne ich sehr genau. Je vertrauter und näher meine Lebensgefährtin und ich miteinander wurden - was bei einem narzisstisch Gestörten wie mir ewig dauert - um so öfter verletzte ich sie ungerecht, unfair und tief. Womöglich, um mir genau jene von meiner Schwester vertraute Situation wieder zu verschaffen: Heißes sexuelles Begehren durch mich, Ablehnung des Geschlechtsverkehrs durch sie. Auch was die von dir geschilderten sexuellen Vorlieben betrifft, erkenne ich mich wieder. Ich werde bei Erregung mit der Hand oder oral (hat meine Schwester früher bei mir gemacht) "steinhart" und komme eruptiv. Beim Geschlechtsverkehr habe ich indes mitunter Mühe, dass mein Penis ausreichend steif wird, um ein Eindringen zu ermöglichen.

Eine indiskrete Frage: Bist du beim Streicheln deines Stiefvaters als Mädchen gekommen oder hast du dir dann danach allein im Bett erregt sexuelle Befriedigung verschafft?

Wie du schilderst, dich in Szene zu setzen und mit Männern zu spielen - das genau kenne ich von meiner Schwester. In den Sommerferien bevor sie in die 7. Klasse kam fuhr sie mit ihrer Freundin offiziell täglich an den Badesee und kam erst am späten Nachmittag wieder. Tatsächlich radelten aber beide Mädchen zunächst in das Gartenlokal einer nahegelegenen Kleingartensparte. Dort warteten sie auf Männer, um diesen dann in die Gartenlaube zu folgen. Von einem Freund, dessen Eltern dort einen Kleingarten besassen, habe ich erst Jahre später verschwiegen erfahren, dass mehrere Männer alles taten, um sich von ihrer Arbeit in den Kleingarten davonzustehlen. Ein braungebrannter sympathischer Frührentner, der seinen Sommer dort verbrachte, soll regelmäßig mit ihr geschlafen haben.

Das ganze flog auf, als wohl mehrere Männer gleichzeitig mit meiner Schwester und deren Freundin in einer nahegelegenen Scheune heftige Bäumchen-wechsle-dich-Spiele veranstalteten, die die Freundin meiner Schwester sexuell und emotional überforderten. Ich kannte diese Geschichte damals nicht, ahnte nicht einmal den Grund. Aber an den anschließenden heftigen Krach zwischen meiner Mutter und meiner Schwester, der mir anlasslos erschien, erinnere ich mich bis heute. So schnell wie der Krach kam, verflog er auch: Mein Vater durfte nichts davon erfahren.

Als ich dann 14-15 war, ging sie dazu über, mit vielen meiner Freunde zu schlafen, derer sie habhaft wurde. Einmal kam ich dazu, wie sie mit 12 mit einem damals 15jährigen Freund auf dem Wohnzimmerteppich in Nachbarschaft des Staubsaugers im Geschlechtsverkehr zugange war, während meine Mutter fünf Meter weiter neben dem Haus im Garten Unkraut jätete.

Etwas später feierten wir im Freundeskreis im Sommer am Ufer eines Sees eine illegale Grillparty. Dabei gab es nicht nur Grillwürstchen, sondern auch bewusstseinsverändernde Substanzen in flüssiger und trockner Form. Etwa 20 Meter neben dem Ufer verlief eine Straße, die nachts kaum befahren wurde. Dort lag sie - sie war 12 oder gerade 13 - entkleidet auf dem sommerwarmen Beton und ließ sich von zwei jungen Männern Mitte 20 als Frau beglücken. Ich - selbst nicht mehr ganz nüchtern - habe davon zunächst nichts mitbekommen. Ein Freund rief mich ganz aufgeregt. Ich kam erst, als alle drei fertig waren und trieb sie dann von der Straße. Jeder Autofahrer, der dort nachts arglos entlang gefahren wäre, hätte sie überrollt.

"Wenn dein Vater darf, warum dann auch nicht du?" - genau das spielte eine nicht geringe Rolle bei meinen unerfüllten Begehrlichkeiten. Er hat sie begehrt und bekommen und ich wollte das auch.

Meiner Mutter ist das kaputte Spiel in unserer Familie garantiert aufgefallen. Für sie stand jedoch ein relativ komfortables und materiell abgesichertes Leben mit einem gesellschaftlich erfolgreichen Mann - der längst nicht mehr der ihre war - auf dem Spiel. Sie traute sich selbst nichts zu, schon gar nicht ein eigenständiges Leben in beschränkten materiellen Verhältnissen als allein erziehende Mutter. Im Urlaub nahmen Vater und meine Schwester ein gemeinsames Zimmer.

Mir hat Mutter einmal eine Geschichte erzählt - die Annahme betonend, ich sei die Ursache gewesen. Eine Nachbarin hatte sich vertrauensvoll an sie gewandt, weil aus dem geöffneten Fenster des Zimmers meiner damals noch sehr jungen Schwester Geräusche drangen, die eindeutig auf Geschlechtsverkehr schließen ließen. Meine Mutter, die damals schon nicht mehr mit Vater schlief, log die Nachbarin an, nein sie und Vater hätten im Zimmer meiner Schwester Gelüste überkommen. Da ich nie mit meiner Schwester geschlafen hatte, gibt es nur eine Lösung: Mein Vater hatte mit meiner damals vermutlich zehnjährigen Schwester Sex in deren Kinderbett. Ob von Mutter, mir oder meiner Schwester: Die dysfunktionale Missbrauchsfamilie wurde offenbar von allen nachdrücklich geschützt.

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