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Falscher beruf/ depressionen

15. Januar 2015 um 16:42 Letzte Antwort: 24. Januar 2015 um 12:37

Hallo, ich glaube ich habe Depressionen. mir War damals die schule egal. bis zum Abschluss. dann wusste ich nicht was ich machen sollte. meine Schwester hat mich dann bei einer Schule weiter weg , dort wo mein freund mit sein eltern hinziehen wird angemeldet für eine schulische Ausbildung zur pflegeassistentin. dort wurde ich angenommen. also bin ich mit 16 zu mein freund zusammen gezogen. wir haben bei seinen Eltern gewohnt. die schulische Ausbildung hab ich schon ein bisschen ernster genommen. ich hab sie 2012 abgeschlossen. dann fing ich an in der ambulanten Pflege zuarbeiten. ich habe mich total fehl am Platz gefühlt. ich würde gemobbt von Arbeitskollegen und der Beruf an sich War einfach nur horror. ich hatte dann aber geplant Sommer 2013 vielleicht eine neue Ausbildung zu beginnen. doch dann würde ich Anfang 2013 schwanger. mit 19. ich habe vom Frauenarzt einen beschaftigungsverbot bekommen... September 2014 musste ich dann wieder arbeiten. War dort und es War wieder horror. ich wurde nach einiger Zeit gekündigt. ich habe mich beworben für neue Ausbildungen, hatte aber nur absagen bekommen. Jetzt War ich beim Arbeitsamt. das War für mich richtig beschämt. ich bin einfach im Moment richtig fertig. ich hab das Gefühl ich habe im Berufsleben. voll versagt. was kann ich jetzt noch machen mit Kind und schlechten abschluss. ich plane jetzt ein Guten Abschluss nachzuholen, aber das wird auch sehr schwer mit Kind. veraltet weil ich 120km von mein Eltern wegwohne. also von da kann ich nicht sehr viel Unterstützung erwarten. ich sitze nur noch zu hause und heule. ich weiß einfach nicht mehr weiter. vorallem bekomme ich von meiner ''Schwiegermutter'' ständig druck. ich solle doch putzen gehen. habe sie damals auch machen müssen. allerdings hat sie auch jetzt kein super job. ich bin das nicht. ich will unabhängig von anderen sein. ich will nicht vom Geld von meinem Freund leben. ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.... keiner versteht mich.

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15. Januar 2015 um 16:47

Sitze nur zuhause
und das ich nur Zuhause sitze mit Kind macht mich auch nochmal fertig. ich habe kaum freunde. hab damals halt durch den Umzug meine alten Freunde verloren und auch nicht wirklich neue gefunden.

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24. Januar 2015 um 12:37
In Antwort auf tran_12452739

Sitze nur zuhause
und das ich nur Zuhause sitze mit Kind macht mich auch nochmal fertig. ich habe kaum freunde. hab damals halt durch den Umzug meine alten Freunde verloren und auch nicht wirklich neue gefunden.

Das ist ganz schön viel auf einmal
Aber eins nach dem anderen. Dass du mit dem Kind alleine bist und dir die Decke auf den Kopf fällt, ist verständlich. Aber ein viel leichter behebbares Problem. Lass das erstmal außen vor, wenn es geht.

Ich kann dich total verstehen und finde, dass auch unser Bildungssystem ein kleines bisschen Mitschuld hat. Denn ich finde es viel zu früh wenn man schon mit 16 Jahren eine Entscheidung hinsichtlich des Berufs treffen soll, von der dann das ganze spätere Leben beeinflusst wird. Und Jugendliche sind auch unterschiedlich entwickelt. Meine kleine Schwester ist gerade 16 und sie ist noch wirklich ein Kind im Kopf. Woher soll man wissen, was man sein ganzes Leben lang machen möchte? Da sind dann Stellenwechsel und Umschulung vorprogrammiert. Und Gott sei Dank ist es in Deutschland möglich. Aber die Zeit bleibt nicht stehen und die eigene Seele sammelt über die Jahre alle Erfahrungen und schleppt sie mit sich. Also, ich kann verstehen, dass das alles nicht so einfach für dich war.
So viel zur Vergangenheit. Aber sie ist vorbei, also widmen wir uns der Zukunft. Nach vorne schauen, das sollte jetzt die wichtigste Prämisse sein.

Warum kann ich deine Situation nachvollziehen? Ich habe selber mein Studium aus finanziellen Gründen abbrechen müssen. Ich war mitten in der Abschlussphase und das Geld war alle. Kein Amt, kein Mensch, keine Bank hat mir damals helfen können. Na ja, "können" schon. Aber überall wo ich angefragt habe, erhielt ich eine Absage. Von Verwandtschaft erhielt ich ebenfalls keine Unterstützung. Manche glaubten nicht einmal, dass ich das Studium schaffen könnte. Und ich war nicht schlecht.

So musste ich dank eines Zufalls einen schweren und gleichzeitig langweligen Job annehmen, der halbwegs gut bezahlt war, aber den ich abgrundtief hasste. Hinzu kam, dass ich in ein Arbeitsteam kam wo eine sehr schlechte Atmosphäre herrschte. Es wurden gegen jeden Intrigen geschmiedet, von 15 Mann kündigten jährlich 8 bis 10 Leute. Ich habe letztes Jahr meinen ersten Nervenzusammenbruch gehabt. Dann dieses Jahr ein Burn-Out. Ich lag 3 Wochen lang im Bett und war des Lebens nicht mehr froh. Ich weiß vom Hören-Sagen, dass es Menschen gibt, die es härter erwischt hat, aber für mich war damals eine Grenze erreicht.
Ich kündigte. In den ersten zwei Monaten ging es mir wunderbar. Danach bergab. Finanziell, seelisch, allgemein. Vielleicht weil ich auch Absagen bekomme, was nicht verwunderlich ist, ich habe keinen Abschluss. Und zurück an die Uni geht auch nicht, weil ich einen Kredit für die damals studierte Zeit tilgen muss plus ein Auto. Etc. Etc. weißt ja was das Leben kostet. Beim Arbeitsamt sagt man mir- ich stecke in einem Teufelskreis.

Aber man darf jetzt nicht zulassen, dass die negativen Gefühle Überhand nehmen, denn dann würde alles nur noch schlimmer werden und man würde immer tiefer in die Depression versinken aus der man nur schwer (oder gar nicht mehr) rauskommt.

Bewirb dich weiterhin fleißig, zeig dich selbstbewusst, auch wenn es schwer fällt. Du hast es bis hierhin geschafft, du schaffst es noch weiter.

Alles Gute dir und ich drücke dir die Daumen, dass du bald eine Zusage bekommst.

Lieber Gruß

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