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Falschen Weg eingeschlagen oder chronisch unzufrieden?!

20. Dezember 2016 um 13:45 Letzte Antwort: 20. Dezember 2016 um 19:39

Hallo zusammen!

Wie meine Überschrift schon sagt, befinde ich mich in einem Zwiespalt. Ich versuch mal es möglichst kurz zu fassen.

Ich bin 25 Jahre alt und werde in knapp 1,5 Jahren meinen Lehramtsmaster beenden.
Seit 3,5 Jahren bin ich jetzt mit meine Freund zusammen und wir führen auch eine sehr glückliche Beziehung. Wir sind sogar so glücklich, dass wir uns vor knapp einem halben Jahr entschieden haben, in ein gemeinsames Haus zu ziehen. Meinen Master mach ich nun in Hamburg, den Bachelor hab ich in Hessen gemacht. Zu meinem Freund, der bereits die ganze Zeit in der Nähe von Hamburg wohnte, habe ich während des Bachelors eine Fernbeziehung geführt. Danach bin ich zu ihm gezogen und wie schon gesagt wohnen wir jetzt zusammen in dem Haus.

Klingt wahrscheinlich alles erst mal schön und harmonisch und ich wünschte auch ich könnte das so sehen.

Seit wir aber nun im Haus wohnen, was sich ebenfalls in einer Kleinstadt neben Hamburg befindet, plagen mich Zweifel. War das zu früh, hab ich was verpasst oder verpasse ich das Studentenleben allgemein, hätte ich lieber nochmal in eine WG ziehen sollen, bin ich jetzt plötzlich zu spießig..das schlimmste ist eigentlich, dass ich, obwohl ich wirklich im Voraus viel darüber nachgedacht habe, nie diese Gedanken hatte! Die sind erst da, seit wir umgezogen sind.
Manchmal hingegen bin ich total glücklich und denke schon in die ganz andere Richtung wie Kinder, heiraten usw.

Und der Grund, warum ich den wie in der Überschrift angedeuteten Zwiespalt habe, ist, dass ich mich nach einer Entscheidung nicht zum ersten mal so fühle. Nach dem Abi bin ich ins Ausland, und kaum war ich da, war ich gleich schon unzufrieden und wollte nach Hause. Zu Beginn meines Bachelors fing ich plötzlich an die Stadt blöd zu finden, und wollte zurück oder ganz wo anders hin.

Ich weiß, dass man nicht alles haben kann und Entscheidungen im Leben treffen muss und dass das alles die typischen Luxusprobleme sind und ich damit einfach glücklich sein sollte - aber dieses ständigen ups and downs zwischen Glückseligkeit und Zweifel sind echt schwer zu ertragen.

Kennt das vielleicht jemand von euch und hat einen Tip oder vielleicht sogar einen Lösungsweg parat,den sie selbst durchlebt hat?

Das würde mich sehr freuen!
Liebste Grüße,
honniie
 

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20. Dezember 2016 um 16:41

Ich kenne das... chronisch unzufrieden zu sein. Mit 25 ein Haus zu haben, finde ich etwas früh, aber nicht zu spießig. Für Kinder und Heirat kommst du langsam auch ins richtige Alter. Ein Haus ist für Kinder super. Hoffentlich bist du nicht unzufrieden, wenn du deinen ersten Arbeitsvertrag hast und die Arbeit dich gelegentlich langweilt...

Was denkst du selbst? Bereust du deine getroffenen Entscheidungen oder strebst du ständig nach Mehr?

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20. Dezember 2016 um 18:27
In Antwort auf mica_12380291

Ich kenne das... chronisch unzufrieden zu sein. Mit 25 ein Haus zu haben, finde ich etwas früh, aber nicht zu spießig. Für Kinder und Heirat kommst du langsam auch ins richtige Alter. Ein Haus ist für Kinder super. Hoffentlich bist du nicht unzufrieden, wenn du deinen ersten Arbeitsvertrag hast und die Arbeit dich gelegentlich langweilt...

Was denkst du selbst? Bereust du deine getroffenen Entscheidungen oder strebst du ständig nach Mehr?

Ich denke, wie dein Vorredner schon sagt, dass ich womöglich viel zu viel denke. Ja, die Verantwortung die das Haus mit sich bringt ist schon sehr groß, vielleicht war dieser Schritt auch etwas früh. 
Wären wir jedoch in der Wohnung geblieben hätte mich womöglich gestört, dass wir nur am Rand der Grossstadt wohnen. Es ist eigentlich egal was es ist ! Ich sollte, will und werde das besser reflektieren - geht es dir auch so? 

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20. Dezember 2016 um 19:39
In Antwort auf thea_11884941

Ich denke, wie dein Vorredner schon sagt, dass ich womöglich viel zu viel denke. Ja, die Verantwortung die das Haus mit sich bringt ist schon sehr groß, vielleicht war dieser Schritt auch etwas früh. 
Wären wir jedoch in der Wohnung geblieben hätte mich womöglich gestört, dass wir nur am Rand der Grossstadt wohnen. Es ist eigentlich egal was es ist ! Ich sollte, will und werde das besser reflektieren - geht es dir auch so? 

Beim reflektieren denkt man aber auch sehr viel nach... ja, ich denke grundsätzlich auch zu viel nach. Bin auch leistungsorientiert erzogen worden... Das spielt dabei vermutlich auch eine Rolle.

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