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Fährt unsere Konsumgesellschaft gegen die Wand?

20. Februar 2014 um 16:50

Ich wollte einfach mal wissen, ob jemand über sich sagen kann, dass er/sie ein "suffizientes" Leben führt, also ein Leben, in dem man:

bewusst auf gewisse Dinge (z.B. bestimmte Konsumartikel, wie das 50. Paar Schuhe, Luxusartikel, Fernreisen) verzichtet,

bewusst Energie und Ressourcen schont (durch z.B. Fahrgemeinschaften, Fahrrad fahren, Nutzung erneuerbarer Energieträger),

bewusst regional und bio einkauft

und die Lebensdauer von Nutzungsgegenständen verlängert (z.B. bewusstes Entscheiden gegen Modetrends, wie z.B. alle 2 Jahre ein neues Handy; kaputte Gegenstände reparieren anstatt wegzuschmeißen).

Ist es wirklich so, dass fast alle Menschen heutzutage der Erhaltung einer gesunden Umwelt indifferent gegenüberstehen und sich keine Gedanken machen?

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21. Februar 2014 um 17:51

Teilweise
Ich fahre meist Bus, obwohl die Fahrt etwa 2 1/2 mal sokange dauert wie mit dem Auto. (Nein, ich rase nicht)

Mein Hauptcomputer ist über zehn Jahre alt, allerdings sind nur noch Gehäuse und zwei Platten original, der Rest wurde Stück für Stück, je nachdem, was gerade in die ewigen Jagdgründe verschwand, ausgetauscht. (Mein Monitor ist eine 22 Zoll Röhre und wiegt gefühlte zwei Tonnen)

Mein privates Handy kommt bald ins schulreife Alter und sein Vorgänger wurde in ähnlich hohem Alter verrentet und dient seitdem meiner Mutter als Notfallhandy.

Mein Fahrrad stammt aus meiner Grundschulzeit und ist trotz miserabelster Pflege und den Halsabschneidern des "Fahrradladens um die Ecke" immer noch die beste Drahtesel von die Welt.

Bio kaufe ich kaum noch, dank der ganzen Skandälchen und der Bekloppten, die mir im Lauf der Zeit über den Weg gelaufen sind.
Dafür habe ich meine eigenen Kartoffeln im Garten, regionaler gehts wohl nicht.

Fernreisen kann ich leider nicht umgehen, aber im Urlaub sind eher Alpen oder Nord-/Ostsee angesagt. Das ist allerdings eine Geschmacksfrage und keine bewusste Entscheidung für die Umwelt.

Sünden muss ich jedoch auch bei den Schuhen eingestehen, ich habe zu viele. Zu meiner Verteidigung: Ich habe den perfekten Schuh einfach noch nicht gefunden und ich kann leider nicht überall in Turnschuhen auflaufen.

Schlimmste Sünde kommt zum Schluss:
Mein Kaffee ist nicht Fair getradet, sondern von den Albrecht.Brüdern.

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21. Februar 2014 um 18:29

Ich finde das schon gut,
etwas sparsamer zu leben, auch wenn der ausschlaggebende Grund nicht der Naturschutzgedanke, sondern das Geldbörserl oder reine Bequemlichkeit ist!
Schlussendlich dient's dem selben Zweck!
Man sieht, dass sich ökologische und ökonomische Zielsetzungen durchaus überschneiden können.

An deinem Beispiel - den erneuerbaren Energieträgern (diese können sich sowohl erneuern - Beispiel Holz) oder Bio sieht man jedoch, dass das leider nicht immer der Fall ist.
Der kritische Konsument muss sich entscheiden, welche Rolle er/sie dem Umwelt- und Ressourcenschutz einräumen möchte und welchen Mehrpreis er/sie dafür zahlen will.

Hinzu kommt, dass - wie man an deinen Beispiel sieht - die Konsumenten sehr kritisch sind, wenn man von konventionellen Mustern abweicht. Bio ist zwar nicht unbedingt gesünder - wenn man zuviel Biofleisch ist, wird über kurz oder lang trotzdem der Cholesterinspiegel steigen. Dennoch gibt es Richtlinien zum Einsatz von Pflanzenschutz-, Düngemitteln oder Antibiotika - die du andernfalls - bei konventioneller Landwirtschaft allesamt inkorporierst. Das sollte man wissen.
Deine Kritik ist vor dem Hintergrund gewisser "Bio-Skandale" aber durchaus berechtigt! Viele versuchen wieder mal mit einer guten Idee Profit zu machen, was jedoch der gesamten Bio-Industrie schadet...Strengere Kontrollen sind hier das Maß aller Dinge - auch durch den Konsumenten selbst!

Die Frage ist nun, welche positiven Effekte hat es auf mich/auf die Gesellschaft, wenn ich mehr für Bio, Ökostrom, Fair Trade zahle? Was wäre, wenn alle aufgeklärt wären und Bescheid wüssten, wo die Lebensmittel herkommen, die sie essen und unter welchen Umständen diese angebaut/gezüchtet werden?

Ich persönlich bin auch keine Öko-Päpstin - auch ich habe meine "ökologischen" Laster. Jedoch hat mich zumindest ein Beitrag über die konventionelle Putenhaltung so aufschrecken lassen, dass ich nie wieder selbst konventionelles Putenfleisch kaufen werde. Die Details erspare ich dir hier, das war einfach nur grauslich!

Ich denke, wenn die Menschen mehr wüssten, sich mehr für die wichtigen Dinge interessieren würden, könnte unser kleines Raumschiff Erde ein besserer Ort werden!

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21. Februar 2014 um 18:33
In Antwort auf bellis0815

Teilweise
Ich fahre meist Bus, obwohl die Fahrt etwa 2 1/2 mal sokange dauert wie mit dem Auto. (Nein, ich rase nicht)

Mein Hauptcomputer ist über zehn Jahre alt, allerdings sind nur noch Gehäuse und zwei Platten original, der Rest wurde Stück für Stück, je nachdem, was gerade in die ewigen Jagdgründe verschwand, ausgetauscht. (Mein Monitor ist eine 22 Zoll Röhre und wiegt gefühlte zwei Tonnen)

Mein privates Handy kommt bald ins schulreife Alter und sein Vorgänger wurde in ähnlich hohem Alter verrentet und dient seitdem meiner Mutter als Notfallhandy.

Mein Fahrrad stammt aus meiner Grundschulzeit und ist trotz miserabelster Pflege und den Halsabschneidern des "Fahrradladens um die Ecke" immer noch die beste Drahtesel von die Welt.

Bio kaufe ich kaum noch, dank der ganzen Skandälchen und der Bekloppten, die mir im Lauf der Zeit über den Weg gelaufen sind.
Dafür habe ich meine eigenen Kartoffeln im Garten, regionaler gehts wohl nicht.

Fernreisen kann ich leider nicht umgehen, aber im Urlaub sind eher Alpen oder Nord-/Ostsee angesagt. Das ist allerdings eine Geschmacksfrage und keine bewusste Entscheidung für die Umwelt.

Sünden muss ich jedoch auch bei den Schuhen eingestehen, ich habe zu viele. Zu meiner Verteidigung: Ich habe den perfekten Schuh einfach noch nicht gefunden und ich kann leider nicht überall in Turnschuhen auflaufen.

Schlimmste Sünde kommt zum Schluss:
Mein Kaffee ist nicht Fair getradet, sondern von den Albrecht.Brüdern.

Wenn jeder
einen kleinen Schritt tut, ist das auch schon gut!
Niemand verlangt ein komplettes "Back to the roots" à la Steinzeit.
Sehr löblich, wenn du mit den Öffis fährst, auch wenn die Fahrt länger dauert!!!

Zu deinen Schuhen: da ist mir die folgende Story eingefallen:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/konsumverzicht-nunu-kaller-ging-ein-jahr-lang-nicht-shoppen-a-935131.html

Ein Jahr kein Shopping! Unvorstellbar für die meisten von uns (zumindest für Frauen und zugegeben, auch für mich)!

Aber: ich selbst merke grad, man kommt auch mit weniger aus. Grund hierfür: derzeit habe ich einfach null Zeit zum Shoppen, daher auch keine Lust - und - mein Kleiderkasten ist ohnehin schon voll. Ausmisten will ich nicht, also kaufe ich nicht...ist doch auch ein guter Ansatz, oder?

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21. Februar 2014 um 18:50
In Antwort auf yazmin_12052639

Wenn jeder
einen kleinen Schritt tut, ist das auch schon gut!
Niemand verlangt ein komplettes "Back to the roots" à la Steinzeit.
Sehr löblich, wenn du mit den Öffis fährst, auch wenn die Fahrt länger dauert!!!

Zu deinen Schuhen: da ist mir die folgende Story eingefallen:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/konsumverzicht-nunu-kaller-ging-ein-jahr-lang-nicht-shoppen-a-935131.html

Ein Jahr kein Shopping! Unvorstellbar für die meisten von uns (zumindest für Frauen und zugegeben, auch für mich)!

Aber: ich selbst merke grad, man kommt auch mit weniger aus. Grund hierfür: derzeit habe ich einfach null Zeit zum Shoppen, daher auch keine Lust - und - mein Kleiderkasten ist ohnehin schon voll. Ausmisten will ich nicht, also kaufe ich nicht...ist doch auch ein guter Ansatz, oder?

Der Todesstoß
für die Modeindustrie!
Erst ersetzen, wenn kaputt...

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27. Februar 2014 um 2:08

Hallo : eelabird,
Also ich bin eine Frau die 3 paar Schuhe hat.Da Schuhe für mich praktisch sein müssen.War noch nie die Frau die 50 paar Schuhe oder Handtaschen besitzen,da es mir einfach zu blöd ist dieser Trend.

Ok Fernreisen würde ich wahrscheinlich machen,da ich es mir aber nicht leisten kann erübrigt sich die Frage.

Haben zwar Handy und einen Laptop die aber schon was älter sind.
Haben einen Röhrenfernseher der es noch tut,wenn er sich mal verabschiedet werden wir wohl einen Flachbild holen,da es ja im Handel kaum noch andere gibt.

Wir haben auch kein Auto,erledigen alles auch im Winter alles mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn.

Was mich hier gerade aufregt ist eine Bekannte von mir mit einer 16 jährigen Tochter die jeden Schritt mit dem Auto fährt.

Ihre Arbeit ist von ihrer Wohnung 300m entfernt,wo sie mit dem Auto fährt.Oder in die Stadt hat sie auch gerade mal wenn es hoch kommt 400m das wird natürlich auch mit dem Auto gefahren.

Sie fährt auch jeden Tag ihre Tochter zur Schule ist 16 der Schulweg beträgt unter 1 km.wird selbstverständlich wieder abgeholt.
Sorry aber ich rege mich gerade total auf,da beide Übergewichtig sind.

Fahren einmal im Jahr Fahrrad an Muttertag toll ganze 3 km danach sind die immer total fix und fertig.
Sie meinte auch mal zu mir ihre Tochter hätte Gleichgewichtsstörungen beim Fahrrad fahren.Kein Wunder wenn man jeden Schritt mit dem Auto fährt und nur einmal im Jahr den Drahtesel raus holt-

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