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Fahrstunden sind der Horror!

22. Oktober 2011 um 18:01

Hallo zusammen,

ich weiss, dass die Autofahrschule für einige etwas stressig ist, aber mich macht sie einfach KRANK - im wahrsten Sinne des Wortes!

Ich habe gegen April dieses Jahres angefangen Stunden zu nehmen. Nach so ca. 30 Fahrstunden aber musste ich unterbrechen, da ich einen 2-monatigen Sprachaufenthalt in England machte. War ziemlich frustrierend, weil ich gehofft hatte ich könnte noch vorher an die Prüfung.
Nachdem ich wieder zu Hause war meldete ich mich bei einem neuen Fahrlehrer an... der andere war, wie ich fand, immer etwas nervös und ist immer total unruhig geworden wenn man einen Fehler machte oder eine seiner Fragen nicht beantworten konnte.

Der neue Lehrer ist schon um einiges besser, da er ruhig bleibt und jedesmal die Fehler aufschreibt und diese gezielt verbessern will, ausserdem wählt er immer typische Prüfungsstrecken. Aber trotzdem bin ich nach wie vor nach jeder Fahrstunde total kaputt. Meine Klamotten sind pitschnass vor Schweiss, meine Beine zittern, hab Herzklopfen etc und möchte am liebsten einfach nur heulen!

Ich kann jetzt zwar eigentlich ziemlich gut einparken, aber alles andere "strassenverkehrstechnische" ist einfach Horror. z.B streifte ich mit dem Seitenspiegel einen Holzpfosten am Strassenrand (und schon paarmal knapp eine steile Felswand, wo der Lehrer dann sofort das Steuerrad selber lenkte), ich krieg bei steilen Hängen den Schleifpunkt nicht hin und rolle rückwärts zurück, oder ich fahre dauernd zu schnell an Kreuzungen ran und muss dann vollbremsen. Letztesmal wollte er, dass ich bei der nächsten Gelegenheit wende, und ich hab einfach niemals nur den geringsten Schimmer wo ich wenden könnte, und fahre dann völlig verwahrlost weiter bis mich der Lehrer fragt, warum ich denn nicht reagiere, und an der Prüfung wäre ich jetzt durchgefallen etc. Es sind einfach solche gemeine/tückischen Stellen im Strassenverkehr die ich auch beim 1000mal nicht hinkriege.
Das schlimmste ist aber wenn ich irgendwas gefragt werd, zB warum jetzt da ein gewisses Schild steht etc, und ich hab einfach keine Ahnung. Noch frustrierender, weil solche Sachen bei der Theorieprüfung gefragt wurden und ich dort alle Punkte hatte.
Bei solchen Situationen bin ich fast jedesmal den Tränen nah... hab auch das Problem dass ich alle Hinweise des Lehrers direkt als persönliche Kritik auffasse, auch wenn ich genau weiss, dass er es einfach nur so sagt. Es ist einfach schrecklich zu wissen, dass man selbst nach sovielen Stunden noch wie ein Anfänger fährt.

Langsam hab ich keine Nerven mehr, jedes Mal frage ich mich, warum ich überhaupt erst angefangen habe, warum ich das nicht kann - während andere (und oft sehr "fragwürdige") Leute das in 20 Fahrstunden hinkriegen ohne Probleme. Immer nachts vor der nächsten Stunde kann ich kaum einschlafen, hab Albträume wie ich einen Unfall baue oder wie mich der Fahrlehrer anschreit. Und ich kann den ganzen Tag an nichts anderes denken, versuche mit anderen darüber zu reden... was es meistens nur schlimmer macht. Meine Eltern zB bringen Sätze wie "Du musst das jetzt aber lernen ob du willst oder nicht", "Warum kannst du das nicht, jeder Trottel kann autofahren", "ist ja logisch, wieso machst du so nen Fehler", "früher war es noch schwieriger also beklag dich nicht" usw. Hab auch schon mit Freunden gesprochen, aber die erzählen dann nur von sich selbst oder fragen mich, warum ich nicht mehr übe neben den Fahrstunden. Das ist allerdings auch ein Problem, weil meine Eltern nur einen Automaten haben, und als ich paarmal mit dem Fahrzeug eines Freundes gefahren bin, war ich noch rücksichtloser und unkonzentrierter als sonst, weil ich wusste dass mein Kollege nichts sagen wird wenn ich einen Fehler mache oder den Kontrollblick vergesse usw.
Ausserdem ist dieses Auto wieder völlig anders was Kupplung, Schaltung und Einparkieren angeht, und ständig umzudenken stresst mich noch mehr.

Ich weiss wirklich nicht mehr was ich tun soll, ich fühle mich völlig unterbelichtet und dumm und frage mich, wie lange das noch dauert. Am liebsten will ich alles hinschmeissen. Dass meine Eltern soviel Geld investierem müssen wegen meiner Dummheit macht die Sache noch schlimmer, und es kostet die Nerven von allen - meine, die meiner Eltern, die meines Fahrlerers und die von all denjenigen, die mir ständig zuhören müssen.

Hoffe einige von euch können mir etwas anraten oder haben vlt. schon ähnliches erlebt, oder sogar das gleiche, würde gerne eure Erfahrungen lesen. Vielen Dank..

Verzweifelte Grüsse,
Yvonne

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29. Oktober 2011 um 13:45

Danke...
für die Antwort, hätte nicht gedacht dass überhaupt jemand antwortet.
Da bin ich wohl in einer ähnlichen Situation wie du damals... habe mich gleich selbst erkannt in deiner Beschreibung. Und das mit dem Kopf gegen die Wand rennen nehm ich mir zu Herzen..
Aber es ist echt total schwer, jedesmal zu hoffen und frohen Mutes ins Auto zu steigen, nur um enttäuscht zu werden und schweissgebadet wieder auszusteigen.
Hatte erst diese Woche wieder zwei albtraumhafte Fahrstunden, ich kam jeweils nach Hause und hab nur noch geheult. Und ich bin sonst nicht grade nah am Wasser gebaut. Ich musste am Mittwoch eine Probeprüfungsfahrt machen und hab mich wie der grösste Volldepp angestellt, bin durch ein fettes Fahrverbot gefahren, wollte in einer Parklücke parken die garkeine war (sondern eine Strasseneinfahrt ), oder habe in der Gegenfahrbahn eingespurt weil ich dachte, es wäre Einbahn. Gestern wieder das Gleiche Theater, aber ich bin schon mit angezogener Hansbremse losgefahren und da hat's bei mir schon abgestellt... Konnte nicht mal mehr die einfachsten Sachen, auch parken ging überhaupt nicht mehr was sonst einigermassen klappte, zumindest rückwärts. Aber ich musste in einem Abhang parken und hab den Schleifpunkt überhaupt nicht mehr hingekriegt, der Motor ist mir 4-5x abgesoffen und danach hab ich das Parkfeld total verfehlt. Ich spürte förmlich wie der Lehrer neben mir so allmählich auch die Nerven verlor, und die Aura war a la "steig aus und lass mich ran, dein Mist wieder geradebiegen den du hier gebaut hast.."
Am Ende der Fahrstunde sagte er nur, dass er mich eigentlich noch dieses Jahr an die Prüfung lassen wollte, aber so wie ich jetzt fahre könne ich das vergessen, und er fragte mich warum ich nicht selbständiger das Ganze machen könne, und ob ich überhaupt Fortschritte mache etcetc.
War dann ziemlich frustrierend als dann eine grademal 18gewordene Neuling-Fahrschülerin mich nach Hause fuhr und perfekt vor meinem Haus parkte. Nach dem Aussteigen musste ich mich erst mal erholen, stand für mehrere Minuten nur da und konnte keinen Schritt mehr tun.
Es ist einfach schrecklich sich zum Affen machen zu müssen vor dem Lehrer (aber auch vor Eltern und Freunden) und sowas eigentlich "allerweltliches" dauernd zu vermasseln. Ich weiss auch nicht, ob Übung mit eigenem Auto was bringt, da ich das Zeug ja eigentlich genug geübt habe und es in der Situation dann doch nicht hinkriege.

Aber eigentlich war das schon klar noch bevor ich überhaupt anfing. Ich fand Autofahren immer etwas merkwürdiges, fragte mich wie die ganzen Leute in Blechbüchsen einfach so durch die Strassen fahren als wäre nichts. Ich hab mich auch nie für Autos interessiert, und vor 4 Jahren als ich so 17 war und langsam ans Autofahren denken musste, war mir schon klar, dass das (wieder) etwas sein würde dass ich nie schaffen werde. Is ist einfach nicht "mein Ding", gehört nicht zu mir, ist eine völlig fremde "Welt", passt gar nicht zu mir.
Ich gehe aber trotzdem voller Hoffnung an jede Fahrstunde.. und jedesmal muss ich mir dann eingestehn, dass ich Recht hatte.

Im Moment fühle ich mich einfach völlig minderwertig und hab kaum die Kraft positiv zu denken... Hab einfach keine Lust mehr zu versagen.. Aber ich werde versuchen, mich an deine Worte zu halten. Es ist irgendwie erleichternd zu wissen, dass man wenigstens nicht völlig allein mit der Situation ist.
Dass die Abitur Kinderkram dagegen war glaub ich dir gerne, wenn ich so auf meine zurückblicke ist das echt nur ein Katzensprung gewesen gegen das hier...

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29. Oktober 2011 um 16:47
In Antwort auf myplasticheart

Danke...
für die Antwort, hätte nicht gedacht dass überhaupt jemand antwortet.
Da bin ich wohl in einer ähnlichen Situation wie du damals... habe mich gleich selbst erkannt in deiner Beschreibung. Und das mit dem Kopf gegen die Wand rennen nehm ich mir zu Herzen..
Aber es ist echt total schwer, jedesmal zu hoffen und frohen Mutes ins Auto zu steigen, nur um enttäuscht zu werden und schweissgebadet wieder auszusteigen.
Hatte erst diese Woche wieder zwei albtraumhafte Fahrstunden, ich kam jeweils nach Hause und hab nur noch geheult. Und ich bin sonst nicht grade nah am Wasser gebaut. Ich musste am Mittwoch eine Probeprüfungsfahrt machen und hab mich wie der grösste Volldepp angestellt, bin durch ein fettes Fahrverbot gefahren, wollte in einer Parklücke parken die garkeine war (sondern eine Strasseneinfahrt ), oder habe in der Gegenfahrbahn eingespurt weil ich dachte, es wäre Einbahn. Gestern wieder das Gleiche Theater, aber ich bin schon mit angezogener Hansbremse losgefahren und da hat's bei mir schon abgestellt... Konnte nicht mal mehr die einfachsten Sachen, auch parken ging überhaupt nicht mehr was sonst einigermassen klappte, zumindest rückwärts. Aber ich musste in einem Abhang parken und hab den Schleifpunkt überhaupt nicht mehr hingekriegt, der Motor ist mir 4-5x abgesoffen und danach hab ich das Parkfeld total verfehlt. Ich spürte förmlich wie der Lehrer neben mir so allmählich auch die Nerven verlor, und die Aura war a la "steig aus und lass mich ran, dein Mist wieder geradebiegen den du hier gebaut hast.."
Am Ende der Fahrstunde sagte er nur, dass er mich eigentlich noch dieses Jahr an die Prüfung lassen wollte, aber so wie ich jetzt fahre könne ich das vergessen, und er fragte mich warum ich nicht selbständiger das Ganze machen könne, und ob ich überhaupt Fortschritte mache etcetc.
War dann ziemlich frustrierend als dann eine grademal 18gewordene Neuling-Fahrschülerin mich nach Hause fuhr und perfekt vor meinem Haus parkte. Nach dem Aussteigen musste ich mich erst mal erholen, stand für mehrere Minuten nur da und konnte keinen Schritt mehr tun.
Es ist einfach schrecklich sich zum Affen machen zu müssen vor dem Lehrer (aber auch vor Eltern und Freunden) und sowas eigentlich "allerweltliches" dauernd zu vermasseln. Ich weiss auch nicht, ob Übung mit eigenem Auto was bringt, da ich das Zeug ja eigentlich genug geübt habe und es in der Situation dann doch nicht hinkriege.

Aber eigentlich war das schon klar noch bevor ich überhaupt anfing. Ich fand Autofahren immer etwas merkwürdiges, fragte mich wie die ganzen Leute in Blechbüchsen einfach so durch die Strassen fahren als wäre nichts. Ich hab mich auch nie für Autos interessiert, und vor 4 Jahren als ich so 17 war und langsam ans Autofahren denken musste, war mir schon klar, dass das (wieder) etwas sein würde dass ich nie schaffen werde. Is ist einfach nicht "mein Ding", gehört nicht zu mir, ist eine völlig fremde "Welt", passt gar nicht zu mir.
Ich gehe aber trotzdem voller Hoffnung an jede Fahrstunde.. und jedesmal muss ich mir dann eingestehn, dass ich Recht hatte.

Im Moment fühle ich mich einfach völlig minderwertig und hab kaum die Kraft positiv zu denken... Hab einfach keine Lust mehr zu versagen.. Aber ich werde versuchen, mich an deine Worte zu halten. Es ist irgendwie erleichternd zu wissen, dass man wenigstens nicht völlig allein mit der Situation ist.
Dass die Abitur Kinderkram dagegen war glaub ich dir gerne, wenn ich so auf meine zurückblicke ist das echt nur ein Katzensprung gewesen gegen das hier...

Oh Du Arme
ich fühle mit Dir Wobei ich nur vor der 1.Prüfung ein zitterndes Nervenbündel war und habs dann auch verkackt.
Mein 1.Fahrlehrer war ein toller Typ, aber eben leider ein kleiner Perfektionist und das hat mich voll unter Druck gesetzt.

Nach der vermasselten Prüfung habe ich 4 Fahrstunden beim 2.Fahrlehrer gemacht und die Prüfung tadellos hinter mich gebracht. Das ist jetzt 9 Monate her

Ich denke, Du gehst zu angespannt an die Sache ran. Du denkst immer "das muss ich alles richtig machen" und schwupps haste was falsch gemacht.

Was meinst Du, wie ich anfangs im Auto rumgekrepelt bin Man fährt auch nach der bestandenen Prüfung noch wie ein Anfänger, aber das wird mit der Zeit besser. Wichtig ist, dass Du Dich nicht aufgibst, sondern Dein Ziel vor Augen hälst.

Ach ja, ich habe im tiefsten Winter gelernt, Eisglatt und alle paar Meter so ein Sch*** Schneehaufen, ich hab irgendwann nicht mehr mitgezählt, wie oft ich da knapp vorbeigeschrammt bin

Ich drück Dir ganz fest die Daumen, das schaffts Du bestimmt! Atme tief durch, bevor Du ins Auto steigst und lass Dich nicht kirre machen.

LG, Knoepfli (durchgeschwitzt war ich nach den Stunden auch und total knüll)

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21. November 2011 um 17:48

Mut machen
hallo yvonne, ich glaube das ist ganz normal dass man irgendwann an einen punkt kommt wo man denkt man kommt nicht weiter und das wird nix mehr. ging mir genauso. ich war auch immer schweißgebadet und wegen meinem launischen fahrlehrer oft kurz vorm heulen. lass dich nicht unter druck setzen, von niemanden! früher war überhaupt nicht alles leichter. wer das sagt hat keine ahnung davon was der heutige verkehr alles von einem anfänger abverlangt! so schlaue sprüche hab ich des öfteren auch zu hören bekommen, aber fakt ist, es kommt doch nur drauf an dass du deinen lappen hast. wielange du dafür gebraucht hast ist nebensache. einen tag vor meiner praktischen prüfung hatte ich einen dicken streit mit meinem lehrer und ich war festentschlossen dass ich die prüfung eh nicht schaffe. wahrscheinlich hat mich das lockerer gemacht. im endeffekt hats nämlich geklappt du schaffst das auch. glaub an dich auch wenn der lehrer behauptet du bekommst das nich hin. die wollen auch nur geld machen und weitere fahrstunden rausschlagen indem sie dich verunsichern. am ende entscheidet der prüfer und nicht der fahrschullehrer. ich wünsch dir viel glück. hälst du uns auf dem laufenden?

lg

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21. November 2011 um 23:40

War wohl nix...
Hallo zusammen,

danke an alle fürs Antworten, es hat mir wirklich Mut gemacht. Leider hab ich es verbockt. Letzten Mittwoch (also am 16.) hatte ich die Fahrprüfung und bin (in hohem Bogen) durchgefallen. Am Anfang lief alles gut, war auch überhaupt nicht nervös weil der Prüfer total sympathisch und chillig war. Ich hatte sogar Hoffnung dass es klappt, obwohl ich das in allen bisherigen Fahrstunden nicht hatte.
Tja. Was soll ich sagen. Am Anfang verlief alles gut, bin perfekt rückwärts einparkiert, hab alle Stop-Schilder, Fussgänger und Fahrverbote bachtet, Schulterblick etc. war alles gut. Aber danach machte ich Fehler, die eigentlich einem Fahrschüler nach der 2. Fahrstunde nicht mehr passieren sollten.
Da kam so eine Verengung der Strasse (stehendes Hindernis auf meiner Seite). Die Durchfahrt dort war aber immernoch ziemlich breit, so bin ich da einfach mal durchgefahren, und zwar gleichzeitig mit einem entgegenkommenden Auto. War etwas eng, aber bin gut an dem vorbeigekommen. Erst nach ein paar Minuten fragte der Prüfer, wie ich nur auf die Idee gekommen wäre, mich da einfach durchzudrängeln, wo doch das Hindernis auf meiner Seite war! Und ich war völlig verwirrt und wusste selbst nicht, warum ich das gemacht habe (weiss ich auch jetzt noch nicht). Danach musste ich eine Strecke rückwärts fahren, ging erst auch gut. Aber ich hab mich zu sehr aufs Fahren konzentriert, damit ich auch ja nicht zu dicht am Bordstein fahre, dass ich zu wenig nach vorne geschaut hab. Als ich nen Blick nach vorne warf stand da ein Auto, das blinkte und an mir vorbeiwollte, der Fahrer sich aber nicht traute weil ich nicht angehalten habe. Der Prüfer fragte mich, ob ich denn nicht wisse wer beim Manövrieren Vorfahrt habe - natürlich wusste ich das erst, nachdem er mich das gefragt habe. Tja, da wusste ich schon dass ich durchgefallen bin, und für den Rest der Prüfung war ich noch unkonzentrierter. Bin dann auch um eine Spitzekurve etwas zu schnell gefahren und der Prüfer hat mir ins Lenkrad gegriffen, weil genau in dem Moment ein anderes Fahrzeug entgegen kam. Und dann kritisierte er später noch 2 kleinere Details...

Naja, ich ging heulend nach Hause. Vorher wurde ich aber erstmal von meinem Fahrlehrer zugetextet, wie es sein kann dass ich nichtmal wisse dass man ein stehendes Hindernis nicht einfach so umfahren darf, und sogar an der Theorieprüfung wurde doch sogar erwähnt dass man beim Manöver keine Vorfahrtrechte mehr hat usw. Meine Eltern versuchten mich zu trösten, aber ich weiss genau dass sie auch nicht ewig Gedulg haben.

Für mich ist das einfach nur ein Albtraum. Ich mein, ich hab damit gerechnet, dass ich evt. durchfalle, aber MIT DIESEN FEHLERN?! Es waren ja keine Details sondern grobe Fehler die eigentlich jemandem mit 50 Fahrstunden (ca.) nicht mehr passieren sollten. Jetzt habe ich einfach jegliche Hoffnung verloren. Ich glaube nicht, dass ich die Prüfung je bestehen werde, es gibt jedesmal wieder Situationen die ich nicht kenne und nicht weiss, wie darauf reagieren, und sonst sind es halt kleine Fehler die einen durchfliegen lassen. Man hat ja so schnell verloren an soner Prüfung... Ich weiss nicht, wie die Situation in Deutschland ist, aber hier in der Schweiz muss man nach 3x durchfallen ein Gutachten vom Psychologen einholen, und das wär einfach nur eine Schmach. Echt, ich könnte gleich wieder losheulen, weil ich kein Ende sehe...


Ich nehm weiterhin Fahrstunden, aber es macht mich kaputt und ich fühle mich bekloppt... Vorallem kann es wieder Ewigkeiten gehen, bis ein Termin für die nächste Prüfung wieder frei wird, und ich schwitze jetzt schon Blut...

Danke trotzdem für jede einzelne Antwort, ich finde etwas Trost darin - einfach zu wissen dass man nicht die einzige ist auf dem Planeten, in der Situation...

Mgh

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22. November 2011 um 11:31
In Antwort auf myplasticheart

War wohl nix...
Hallo zusammen,

danke an alle fürs Antworten, es hat mir wirklich Mut gemacht. Leider hab ich es verbockt. Letzten Mittwoch (also am 16.) hatte ich die Fahrprüfung und bin (in hohem Bogen) durchgefallen. Am Anfang lief alles gut, war auch überhaupt nicht nervös weil der Prüfer total sympathisch und chillig war. Ich hatte sogar Hoffnung dass es klappt, obwohl ich das in allen bisherigen Fahrstunden nicht hatte.
Tja. Was soll ich sagen. Am Anfang verlief alles gut, bin perfekt rückwärts einparkiert, hab alle Stop-Schilder, Fussgänger und Fahrverbote bachtet, Schulterblick etc. war alles gut. Aber danach machte ich Fehler, die eigentlich einem Fahrschüler nach der 2. Fahrstunde nicht mehr passieren sollten.
Da kam so eine Verengung der Strasse (stehendes Hindernis auf meiner Seite). Die Durchfahrt dort war aber immernoch ziemlich breit, so bin ich da einfach mal durchgefahren, und zwar gleichzeitig mit einem entgegenkommenden Auto. War etwas eng, aber bin gut an dem vorbeigekommen. Erst nach ein paar Minuten fragte der Prüfer, wie ich nur auf die Idee gekommen wäre, mich da einfach durchzudrängeln, wo doch das Hindernis auf meiner Seite war! Und ich war völlig verwirrt und wusste selbst nicht, warum ich das gemacht habe (weiss ich auch jetzt noch nicht). Danach musste ich eine Strecke rückwärts fahren, ging erst auch gut. Aber ich hab mich zu sehr aufs Fahren konzentriert, damit ich auch ja nicht zu dicht am Bordstein fahre, dass ich zu wenig nach vorne geschaut hab. Als ich nen Blick nach vorne warf stand da ein Auto, das blinkte und an mir vorbeiwollte, der Fahrer sich aber nicht traute weil ich nicht angehalten habe. Der Prüfer fragte mich, ob ich denn nicht wisse wer beim Manövrieren Vorfahrt habe - natürlich wusste ich das erst, nachdem er mich das gefragt habe. Tja, da wusste ich schon dass ich durchgefallen bin, und für den Rest der Prüfung war ich noch unkonzentrierter. Bin dann auch um eine Spitzekurve etwas zu schnell gefahren und der Prüfer hat mir ins Lenkrad gegriffen, weil genau in dem Moment ein anderes Fahrzeug entgegen kam. Und dann kritisierte er später noch 2 kleinere Details...

Naja, ich ging heulend nach Hause. Vorher wurde ich aber erstmal von meinem Fahrlehrer zugetextet, wie es sein kann dass ich nichtmal wisse dass man ein stehendes Hindernis nicht einfach so umfahren darf, und sogar an der Theorieprüfung wurde doch sogar erwähnt dass man beim Manöver keine Vorfahrtrechte mehr hat usw. Meine Eltern versuchten mich zu trösten, aber ich weiss genau dass sie auch nicht ewig Gedulg haben.

Für mich ist das einfach nur ein Albtraum. Ich mein, ich hab damit gerechnet, dass ich evt. durchfalle, aber MIT DIESEN FEHLERN?! Es waren ja keine Details sondern grobe Fehler die eigentlich jemandem mit 50 Fahrstunden (ca.) nicht mehr passieren sollten. Jetzt habe ich einfach jegliche Hoffnung verloren. Ich glaube nicht, dass ich die Prüfung je bestehen werde, es gibt jedesmal wieder Situationen die ich nicht kenne und nicht weiss, wie darauf reagieren, und sonst sind es halt kleine Fehler die einen durchfliegen lassen. Man hat ja so schnell verloren an soner Prüfung... Ich weiss nicht, wie die Situation in Deutschland ist, aber hier in der Schweiz muss man nach 3x durchfallen ein Gutachten vom Psychologen einholen, und das wär einfach nur eine Schmach. Echt, ich könnte gleich wieder losheulen, weil ich kein Ende sehe...


Ich nehm weiterhin Fahrstunden, aber es macht mich kaputt und ich fühle mich bekloppt... Vorallem kann es wieder Ewigkeiten gehen, bis ein Termin für die nächste Prüfung wieder frei wird, und ich schwitze jetzt schon Blut...

Danke trotzdem für jede einzelne Antwort, ich finde etwas Trost darin - einfach zu wissen dass man nicht die einzige ist auf dem Planeten, in der Situation...

Mgh

Lass nicht den kopf hängen
klar ist es ein rückschlag die prüfung nicht bestanden zu haben, aber die fehler die du da gemacht hast wirste jetzt bestimmt nich mehr machen! hast du schonmal drüber nachgedacht die fahrschule zu wechseln? dein fahrlehrer scheint dir nicht gut zu tun. es steht sogar in der ausbildungsordnung (zumindest in deutschland) dass er dich nach einer nichtbestandenen prüfung zwar auf fehler hinweist, aber nicht runterziehen sondern motivieren soll dran zu bleiben. bei der nächsten prüfung weißt du was auf dich zukommt und du weißt jetzt dass die prüfer keiner unmenschen sind und dir nichts böses wollen. das wird dich sicherlich auch anders in so eine situation gehen. in den nächsten fahrstunden kannst du gezielt an deine fehler rangehen und mehr sicherheit im eigenständigen fahren entwickeln. sprich, ihr solltet jetzt immer nur prüfungssituationen durchspielen und danach analysieren was schief und was gut lief. sprich doch mal mit deinen eltern und erkläre ihnen was du empfindest und dass du angst hast das sie bald keine geduld mehr mit dir haben. vielleicht kannst du dich so einer sorge entledigen. du schaffst das schon! hast ja weiter unten gelesen dass man auch schonmal durchfallen kann und trotzdem besteht.

alles liebe

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6. Januar 2012 um 0:15

Hallo yvonne
bin gerade dabei meine diskussionen zu bearbeiten und dabei nochmal auf deine gestoßen...

wie läuft es denn? hast du aufgegeben oder vielleicht sogar bestanden mittlerweile?

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6. Januar 2012 um 1:21
In Antwort auf silentsoul85

Hallo yvonne
bin gerade dabei meine diskussionen zu bearbeiten und dabei nochmal auf deine gestoßen...

wie läuft es denn? hast du aufgegeben oder vielleicht sogar bestanden mittlerweile?

Danke fürs Nachfragen
Hallo,
es ist unglaublich, aber ich hab's tatsächlich bestanden. Ich hatte die Prüfung Ende Dezember und es war SCHRECKLICH.... der Termin war nicht nur mitten in meinem Uni-Prüfungsstress, sondern auch noch an einem Tag wo es schneite und stürmte, und es war frühmorgens und daher noch stockfinster.
Ich hatte dann aber wirklich total Glück, wahrscheinlich mehr Glück als Verstand. Die letzte Fahrstunde kurz vor der Prüfung war absolut schlimm.. ich musste noch lernen wie mein Scheibenheizung und Scheibenwischer bedient (was total komisch war bei dem Auto), und da man im Schnee die Markierungen auf der Strasse nicht sieht kommt es oft vor dass man an der Prüfung in einem Parkhaus parken muss...war für mich das erste mal, hab's überhaupt nicht hingekriegt, die ganzen Säulen und Mülleimer die zwischen den Parkfeldern sind haben mich total verwirrt beim Einparken... bei der Einfahrt bin ich oft zu nah an den Ticketautomaten gefahren oder zu weit entfernt, sodass ich mit dem Arm nichtmal hinkam, der Fahrlehrer und die anderen Fahrer hinter mir wurden total ungeduldig.. Hab auch ziemlich viele Fussgänger nicht gesehen bei der Dunkelheit... kurzum, es war einfach schlimm, mein Fahrlehrer hat nur den Kopf geschüttelt und mir - implizit - klargemacht dass er keine Hoffnung hat. Ich hatte auch schon längst aufgegeben, war wieder am rumheulen wie blöd und ich sagte mir, dass ich für immer aufhöre, wenn ich es jetzt nicht schaffe.

Aber dann hatte ich einen sehr netten und sympathischen Experte, und die Prüfungsstrecke war total einfach... musste nicht mal mehr einparken. Er hat mir ein paar kleine Dinge am Schluss bemängelt, aber ich sei vorsichtig gefahren und sonst alles o.k... als ich den Schein in den Händen hielt konnte ich es immernoch nicht glauben.

Aber ich hab es doch noch hingekriegt, hätte ich nie gedacht. Man muss wirklich einfach nur Glück haben manchmal... habe jetzt aber echt ne Ewigkeit dran gehabt, bestimmt 3/4 Jahr oder mehr... wurde auch Zeit...

Danke nochmal an alle die mich ermuntert und immer auf die Posts geantwortet haben, hatte das immer im Hinterkopf auch während dem Fahren. Wirklich ein ganz grosses Danke!

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6. Januar 2012 um 11:13
In Antwort auf myplasticheart

Danke fürs Nachfragen
Hallo,
es ist unglaublich, aber ich hab's tatsächlich bestanden. Ich hatte die Prüfung Ende Dezember und es war SCHRECKLICH.... der Termin war nicht nur mitten in meinem Uni-Prüfungsstress, sondern auch noch an einem Tag wo es schneite und stürmte, und es war frühmorgens und daher noch stockfinster.
Ich hatte dann aber wirklich total Glück, wahrscheinlich mehr Glück als Verstand. Die letzte Fahrstunde kurz vor der Prüfung war absolut schlimm.. ich musste noch lernen wie mein Scheibenheizung und Scheibenwischer bedient (was total komisch war bei dem Auto), und da man im Schnee die Markierungen auf der Strasse nicht sieht kommt es oft vor dass man an der Prüfung in einem Parkhaus parken muss...war für mich das erste mal, hab's überhaupt nicht hingekriegt, die ganzen Säulen und Mülleimer die zwischen den Parkfeldern sind haben mich total verwirrt beim Einparken... bei der Einfahrt bin ich oft zu nah an den Ticketautomaten gefahren oder zu weit entfernt, sodass ich mit dem Arm nichtmal hinkam, der Fahrlehrer und die anderen Fahrer hinter mir wurden total ungeduldig.. Hab auch ziemlich viele Fussgänger nicht gesehen bei der Dunkelheit... kurzum, es war einfach schlimm, mein Fahrlehrer hat nur den Kopf geschüttelt und mir - implizit - klargemacht dass er keine Hoffnung hat. Ich hatte auch schon längst aufgegeben, war wieder am rumheulen wie blöd und ich sagte mir, dass ich für immer aufhöre, wenn ich es jetzt nicht schaffe.

Aber dann hatte ich einen sehr netten und sympathischen Experte, und die Prüfungsstrecke war total einfach... musste nicht mal mehr einparken. Er hat mir ein paar kleine Dinge am Schluss bemängelt, aber ich sei vorsichtig gefahren und sonst alles o.k... als ich den Schein in den Händen hielt konnte ich es immernoch nicht glauben.

Aber ich hab es doch noch hingekriegt, hätte ich nie gedacht. Man muss wirklich einfach nur Glück haben manchmal... habe jetzt aber echt ne Ewigkeit dran gehabt, bestimmt 3/4 Jahr oder mehr... wurde auch Zeit...

Danke nochmal an alle die mich ermuntert und immer auf die Posts geantwortet haben, hatte das immer im Hinterkopf auch während dem Fahren. Wirklich ein ganz grosses Danke!


ich freue mich wirklich sehr für dich dass dus "endlich" geschafft hast. du hast kaum mehr hoffnung gehabt, aber du bist es nochmal angegangen und.... warst erfolgreich! super, kannst wirklich stolz auf dich sein meine letzte fahrstunde vor der prüfung war auch grottig. wie du siehst hast auch du manchmal glück. dennoch war es sicher nicht nur glück. du KANNST fahren! das hat der prüfer ja nun festgestellt. hach.... sehr schön. freu mich für dich

allzeit gute fahrt und viel spass mit deinem lappen

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