Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Psychologie

Extrem depressiv...

2. März 2006 um 21:42 Letzte Antwort: 3. März 2006 um 19:43



vielleicht könnt ihr mir helfen und sagen was ich tun könnte. meine story:

ich bin mittlerweile im 3. lehrjahr zur hotelfachfrau. ich bin die letzten 2 jahre echt gerne in die arbeit gegangen. mir hat es richtig spaß gemacht auch mit den arbeitskollegen. klar gab es mal gezicke aber das war nie richtig schlimm.

so mittlerweile ist es so das wir eine neue ausbilderin bekommen haben die ma echt extrem is. ich weiß echt net was ich der angetan habe auf jeden fall egal was ich mache es ist falsch. mittlerweile hab ich auch schon gesagt das ich wenn ich meinen brief in der hand habe auf der stelle gehe. das heißt das ich auch schon gekündigt habe. ich bin derzeit auch öfters krank gewesen durch meine operation im dezember und da das wetter nicht wirklich kooperativ war. so jetzt habe ich mitbekommen das die ausbilder hinter meinem rücken lästern dass ich nur simuliere und das ich was erleben kann wenn ich wieder komme. ich hab echt angst vor der arbeit. war mittlerweile öfters beim arzt und der hat mir dann auch noch antidepressiva verschrieben.

sagt mal ist das normal das man mit 18 jahren antidepressiva zu sich nehmen muss?

achja nochwas. ich bin eigentlich ein echt starker mensch. meine mutter hat mich alleine großgezogen war mit 10 schon ziemlich selbstständig was kochen anging. mit 16 bin ich ausgezogen. zudem hab ich mich nie fertig machen lassen ich wusste immer wie ich wieder freide schaffen kann oder einfach dachte das diejenigen mich mal könnten. aber mittlerweile eben nich mehr. mich macht alles fertig. jeder kleine anpfiff von denen.
könnt ihr mir tipps geben wie ich da wieder raus komme will nicht irgendwann so enden das ich in eine therapie muss oder sonst irgendwas.

bitte helft mir

danke im voraus und sorry wegen den rechtschreibfehlern bin nur total zittrig

engelvsteufel

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3. März 2006 um 11:51

Normal ist es nicht,
wenn man mit 18 Antidepressiva nehmen muss, aber normal wäre das auch nicht, wenn Du 40 oder 90 wärst. Du bist nicht krank sondern ein Opfer von Mobbing. Dagegen kannst Du was unternehmen. Ich bin zwar ein Ösi und kenne das bei euch nicht so genau, aber Gewerkschaften zB habt ihr. Probier's einmal beim Jugendverband Deiner Fachgewerkschaft (auch wenn Du nicht Mitglied bist). Schreib hin (geht sicher auch per E-Mail), oder ruf an um einen Termin. Wäre gut, wenn Du Dir vorher zusammenschreibst, was so alles vorgefallen ist. Du brauchst das nicht in Dich hineinzufressen und mit Tabletten zunageln. Stell Dich auf die Hinterfüße und rebelliere, aber lass da wen vorangehen, der sich dabei auskennt. Es ist keine Schande sondern reine Klugheit, wenn man bei so einer haarigen Sache einen Fachmann ranlässt.

Mobbing ist strafbar. Die Gestze sind auch FÜR Dich da, nicht nur gegen Dich.

ps: Ich habe eine Freundin, die (deutsche) Rechtsanwältin ist und sich bei eurem Arbeitsrecht auskennt. Ich werde sie fragen, was du tun kannst und nochmals posten. Okay? Ohren steif, engelvsteufel!

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3. März 2006 um 15:33
In Antwort auf royce_12443210

Normal ist es nicht,
wenn man mit 18 Antidepressiva nehmen muss, aber normal wäre das auch nicht, wenn Du 40 oder 90 wärst. Du bist nicht krank sondern ein Opfer von Mobbing. Dagegen kannst Du was unternehmen. Ich bin zwar ein Ösi und kenne das bei euch nicht so genau, aber Gewerkschaften zB habt ihr. Probier's einmal beim Jugendverband Deiner Fachgewerkschaft (auch wenn Du nicht Mitglied bist). Schreib hin (geht sicher auch per E-Mail), oder ruf an um einen Termin. Wäre gut, wenn Du Dir vorher zusammenschreibst, was so alles vorgefallen ist. Du brauchst das nicht in Dich hineinzufressen und mit Tabletten zunageln. Stell Dich auf die Hinterfüße und rebelliere, aber lass da wen vorangehen, der sich dabei auskennt. Es ist keine Schande sondern reine Klugheit, wenn man bei so einer haarigen Sache einen Fachmann ranlässt.

Mobbing ist strafbar. Die Gestze sind auch FÜR Dich da, nicht nur gegen Dich.

ps: Ich habe eine Freundin, die (deutsche) Rechtsanwältin ist und sich bei eurem Arbeitsrecht auskennt. Ich werde sie fragen, was du tun kannst und nochmals posten. Okay? Ohren steif, engelvsteufel!

Erstmal
herzlichen dank.

ja auch wenns mobbing is, kann ich nicht viel machen. ich hab auch ein paar arbeitskollegen denen geht es ähnlich nicht so extrem wie mir aber trotzdem. die würden mich auch unterstützen und wir werden nächste woche zum chef gehen und wenn der nichts macht ruf ich die ihk an. die sollen sich das mal anschauen.

wegen der rebellion noch, eigentlich hab ich schon gekündigt also halt wenn ich meinen brief in der hand hab dann geh ich und das wissen die auch. deswegen denk ich mir das ich eigentlich auch alles so lassen kann weil die 5 monate krieg ich auch irgendwie rum

danke nochmals und ich bin gespant was deine freudin meint

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3. März 2006 um 18:33
In Antwort auf t|ndir_12048199

Erstmal
herzlichen dank.

ja auch wenns mobbing is, kann ich nicht viel machen. ich hab auch ein paar arbeitskollegen denen geht es ähnlich nicht so extrem wie mir aber trotzdem. die würden mich auch unterstützen und wir werden nächste woche zum chef gehen und wenn der nichts macht ruf ich die ihk an. die sollen sich das mal anschauen.

wegen der rebellion noch, eigentlich hab ich schon gekündigt also halt wenn ich meinen brief in der hand hab dann geh ich und das wissen die auch. deswegen denk ich mir das ich eigentlich auch alles so lassen kann weil die 5 monate krieg ich auch irgendwie rum

danke nochmals und ich bin gespant was deine freudin meint

Hab gerade mit der Freundin gesprochen.
Unabhängig von dem, was Du mir geantwortet hast, hat sie auch gemeint, dass ein Gespräch mit dem Chef vorerst einmal das Beste ist. Sie hat gemeint, dass Du ihn um einen Termin für ein vertrauliches Gespräch bitten sollst, nicht einfach auftauchen und fragen "Haben Sie kurz Zeit für mich". Cool bleiben beim Gespräch, ganz sachlich, berichte ihm, dass Du Dich ungerecht behandelt fühlst und schildere ihm, was so vorgefallen ist. Nicht allzu in Details gehen, nicht uferlos werden. Beschränk Dich auf sagen wir 3 bis 4 Beispiele. Nicht persönlich werden, keine Beleidigungen, wenn Du über die Ausbilderin sprichst. Genau bei der Wahrheit bleiben, nichts übertreiben, aber auch nichts herunterspielen. Schreib Dir vorher auf, was Du ihm sagen wirst, und lies es ein paarmal durch. Besprich es mit den Kolleginnen, die bereit sind, Dir zu helfen. Geh NICHT mit ihnen gemeinsam zum Chef, der hat sonst das Gefühl, er soll überrumpelt werden und blockt ab. Sag aber dem Chef, dass es Kollegen gibt, die das bestätigen können, was Du sagst. Sag ihm auch, dass das, was da abläuft, Deine Gesundheit gefährdet. Aber nicht an sein Mitleid appellieren. Am Besten ist, er hat den Eindruck, dass da eine junge Frau ist, die sich um ihre Zukunft und ihre Gesundheit ernste Sorgen macht, nicht ein armes Mädel, das gerade zum Nervenwrack wird. Je besser Du das rüberkriegst, desto respektvoller wird er Dich betrachten. Idealerweise hat er am Schluss das Gefühl, dass ER ein Problem mit der Ausbilderin hat.

Möglicherweise wird es einen zweiten Termin geben, wo dann die Ausbilderin dabei ist. Da gilt noch mehr: Vorbereiten, cool bleiben, auf beleidigende Anschuldigungen garnicht eingehen. Wenn sie zB sagt, dass Du faul bist oder ungeschickt, frag sie: Womit begründen Sie das? Schau ihr dabei mit ruhigem Gesicht in die Augen (Da gibts einen Trick: Du fixierst einen Punkt HINTER ihr und schaust durch sie hindurch). Je mehr sie labert, desto mehr wird sie dem Chef auf den Keks fallen. DU bist die Anklägerin, nicht sie.

Dass Du es jetzt auf sich beruhen lässt und die 5 Monate eben noch durchziehst, halte ich für keine glückliche Idee. Erstens sind 5 Monate eine lange Zeit, eine verschissene Zeit. Und zweitens: Wenn Du Dich jetzt nicht wehrst, wirst Du wahrscheinlich lange Zeit daran "kiefeln" (ist ein Ösi-Ausdruck, aber Du weißt schon, was er soll). Das liegt Dir dann womöglich Jahre lang wie ein Stein im Magen und schadet Deinem Selbstwertgefühl. Du wirst diese Zicke nicht über Dich triumfieren lassen!

Halt uns am Laufenden!

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3. März 2006 um 19:43
In Antwort auf royce_12443210

Hab gerade mit der Freundin gesprochen.
Unabhängig von dem, was Du mir geantwortet hast, hat sie auch gemeint, dass ein Gespräch mit dem Chef vorerst einmal das Beste ist. Sie hat gemeint, dass Du ihn um einen Termin für ein vertrauliches Gespräch bitten sollst, nicht einfach auftauchen und fragen "Haben Sie kurz Zeit für mich". Cool bleiben beim Gespräch, ganz sachlich, berichte ihm, dass Du Dich ungerecht behandelt fühlst und schildere ihm, was so vorgefallen ist. Nicht allzu in Details gehen, nicht uferlos werden. Beschränk Dich auf sagen wir 3 bis 4 Beispiele. Nicht persönlich werden, keine Beleidigungen, wenn Du über die Ausbilderin sprichst. Genau bei der Wahrheit bleiben, nichts übertreiben, aber auch nichts herunterspielen. Schreib Dir vorher auf, was Du ihm sagen wirst, und lies es ein paarmal durch. Besprich es mit den Kolleginnen, die bereit sind, Dir zu helfen. Geh NICHT mit ihnen gemeinsam zum Chef, der hat sonst das Gefühl, er soll überrumpelt werden und blockt ab. Sag aber dem Chef, dass es Kollegen gibt, die das bestätigen können, was Du sagst. Sag ihm auch, dass das, was da abläuft, Deine Gesundheit gefährdet. Aber nicht an sein Mitleid appellieren. Am Besten ist, er hat den Eindruck, dass da eine junge Frau ist, die sich um ihre Zukunft und ihre Gesundheit ernste Sorgen macht, nicht ein armes Mädel, das gerade zum Nervenwrack wird. Je besser Du das rüberkriegst, desto respektvoller wird er Dich betrachten. Idealerweise hat er am Schluss das Gefühl, dass ER ein Problem mit der Ausbilderin hat.

Möglicherweise wird es einen zweiten Termin geben, wo dann die Ausbilderin dabei ist. Da gilt noch mehr: Vorbereiten, cool bleiben, auf beleidigende Anschuldigungen garnicht eingehen. Wenn sie zB sagt, dass Du faul bist oder ungeschickt, frag sie: Womit begründen Sie das? Schau ihr dabei mit ruhigem Gesicht in die Augen (Da gibts einen Trick: Du fixierst einen Punkt HINTER ihr und schaust durch sie hindurch). Je mehr sie labert, desto mehr wird sie dem Chef auf den Keks fallen. DU bist die Anklägerin, nicht sie.

Dass Du es jetzt auf sich beruhen lässt und die 5 Monate eben noch durchziehst, halte ich für keine glückliche Idee. Erstens sind 5 Monate eine lange Zeit, eine verschissene Zeit. Und zweitens: Wenn Du Dich jetzt nicht wehrst, wirst Du wahrscheinlich lange Zeit daran "kiefeln" (ist ein Ösi-Ausdruck, aber Du weißt schon, was er soll). Das liegt Dir dann womöglich Jahre lang wie ein Stein im Magen und schadet Deinem Selbstwertgefühl. Du wirst diese Zicke nicht über Dich triumfieren lassen!

Halt uns am Laufenden!

Klar
halt ich euch auf dem laufenden. naja ma schaun ob das ganze dann was bringt. ich hoffe doch. danke nochmals für deine hilfe. vielleicht weiß ich morgen mehr

DANKE

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