Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Ex-Freundin hat Bulimie und Depressionen

3. November um 2:16 Letzte Antwort: 6. November um 12:39

Hallo, 

ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich mir nicht sicher bin ob ich meiner seit inzwischen 2 Monaten Ex-Freundin noch irgendwie helfen kann oder sollte.

Also ich bin 22, sie 20. Wir waren 3 Monate zusammen, für mich war es die erste Beziehung. Von meiner Seite lief es zwischen uns ziemlich gut, ich habe recht schnell eine persönliche Bindung zu ihr aufgebaut und finde dass wir auch oft was zu lachen hatten und einfach auf einer Wellenlänge waren.
Jedoch ist mir nach einigen Wochen aufgefallen, dass sie sich gewissermaßen doch seltsam verhalten hat. ZB wollte sie nie mitkommen, wenn ich etwas mit meinen Freunden unternommen habe oder hat auch selbst erwähnt, keine Freunde zu haben ausser einer "besten" Freundin, die sie aber auch kaum sehe. Ich selbst bin auch ein eher introvertierter Mensch, aber das fand ich doch extrem. Hinzu kam, dass sie selbst öfter niedergeschlagen gewirkt hat oder sehr leicht reizbar, wenn nur mal ein Löffel auf dem falschen Tisch liegt etc. Das habe ich ihr nie übel genommen, sondern mich wenn dann ironisch mit ihr zsm aufgeregt. Außerdem hat sie generell sehr spärlich und knapp geschrieben, wenn wir uns verabredet haben, sehr selten zB mal dass sie mich vermisst (wenn hat es mir viel bedeutet) oder einfach mal für einen kurzen Gag. Die meiste Zeit hat sie Körperkontakt vermieden, es war phasenweise. Mal wollte sie kuscheln, die meiste Zeit jedoch hat sie Annäherungsversuche meinerseits abgeblockt. Im Bett war es ähnlich, Sex hatten wir nie.
Am Ende der Beziehung wollte sie mich sprechen und da hat sich mein Verdacht bestätigt. Sie meinte, dass sie seit 5 Jahren Bulimie und seit einer Woche eine Therapie begonnen hätte. Eine Beziehung würde sie generell nicht glücklich machen und sie wolle mich nicht länger in dieser festhalten. Ich habe ihr da gesagt, dass dies für mich kein Grund wäre dies zu beenden und ich immer bereit bin ihr zur Seite zu stehen, wenn ich nur kann. Aber sie hielt es für das Beste den Kontakt abzubrechen. Außerdem wäre ich der Einzige gewesen, der das über sie weiß, nicht mal ihre Eltern.
Ich könnte noch mehr von ihr erzählen, aber der Text ist eh schon so lang 😅 entschuldigt!
Jedenfalls habe ich ihr ca. 1 Monat nach dem Aus einen Brief geschrieben, in dem ich ihr nochmal das Beste gewünscht und erneut meine Unterstützung angeboten habe, aber es kam wie erwartet keine Reaktion. Ich weiß nicht mal ob er angekommen ist.
Ich danke für jeden Rat!

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3. November um 7:54

Lass sie in Ruhe.
Sie hat wohl mit sich selbst sehr schwer zu kämpfen und wenn sie selbst schon merkt,d ass die Beziehung ihr nicht gut tut, dann ist es doch egositisch von dir, sie trotzdem weiterführen zu wollen.
Du hast sie auch nie ernst genommen. Sie ist krank und wenn es ihr nicht gut geht und sie sich wegen pille-palle aufregt, machst du dich noch lustig.

Geh deinen Weg ohne sie und sie muss versuchen, mit der Therapie wieder glücklich zu werden, dass sie überhaupt mal beziehungsfähig wird, das scheint sie auch derzeit nicht zu sein.

LG

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3. November um 9:35
In Antwort auf maledude

Hallo, 

ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich mir nicht sicher bin ob ich meiner seit inzwischen 2 Monaten Ex-Freundin noch irgendwie helfen kann oder sollte.

Also ich bin 22, sie 20. Wir waren 3 Monate zusammen, für mich war es die erste Beziehung. Von meiner Seite lief es zwischen uns ziemlich gut, ich habe recht schnell eine persönliche Bindung zu ihr aufgebaut und finde dass wir auch oft was zu lachen hatten und einfach auf einer Wellenlänge waren.
Jedoch ist mir nach einigen Wochen aufgefallen, dass sie sich gewissermaßen doch seltsam verhalten hat. ZB wollte sie nie mitkommen, wenn ich etwas mit meinen Freunden unternommen habe oder hat auch selbst erwähnt, keine Freunde zu haben ausser einer "besten" Freundin, die sie aber auch kaum sehe. Ich selbst bin auch ein eher introvertierter Mensch, aber das fand ich doch extrem. Hinzu kam, dass sie selbst öfter niedergeschlagen gewirkt hat oder sehr leicht reizbar, wenn nur mal ein Löffel auf dem falschen Tisch liegt etc. Das habe ich ihr nie übel genommen, sondern mich wenn dann ironisch mit ihr zsm aufgeregt. Außerdem hat sie generell sehr spärlich und knapp geschrieben, wenn wir uns verabredet haben, sehr selten zB mal dass sie mich vermisst (wenn hat es mir viel bedeutet) oder einfach mal für einen kurzen Gag. Die meiste Zeit hat sie Körperkontakt vermieden, es war phasenweise. Mal wollte sie kuscheln, die meiste Zeit jedoch hat sie Annäherungsversuche meinerseits abgeblockt. Im Bett war es ähnlich, Sex hatten wir nie.
Am Ende der Beziehung wollte sie mich sprechen und da hat sich mein Verdacht bestätigt. Sie meinte, dass sie seit 5 Jahren Bulimie und seit einer Woche eine Therapie begonnen hätte. Eine Beziehung würde sie generell nicht glücklich machen und sie wolle mich nicht länger in dieser festhalten. Ich habe ihr da gesagt, dass dies für mich kein Grund wäre dies zu beenden und ich immer bereit bin ihr zur Seite zu stehen, wenn ich nur kann. Aber sie hielt es für das Beste den Kontakt abzubrechen. Außerdem wäre ich der Einzige gewesen, der das über sie weiß, nicht mal ihre Eltern.
Ich könnte noch mehr von ihr erzählen, aber der Text ist eh schon so lang 😅 entschuldigt!
Jedenfalls habe ich ihr ca. 1 Monat nach dem Aus einen Brief geschrieben, in dem ich ihr nochmal das Beste gewünscht und erneut meine Unterstützung angeboten habe, aber es kam wie erwartet keine Reaktion. Ich weiß nicht mal ob er angekommen ist.
Ich danke für jeden Rat!

Hallo,

ihre Argumentation klingt für mich gestellt und nicht nach einer wahren Aussage ihrer Erkrankung. Auch der Umstand, eine Bulimie 5 Jahre vor Eltern geheimzuhalten klingt für mich unwahrscheinlich. Ich vermute andere Gründe hinter ihrer Aktion. Das Angebot sie zu unterstützen ehrt dich, ich würde es jetzt dabei belassen und nach vorne schauen an deiner Stelle. 

LG Sis

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5. November um 21:21
In Antwort auf maledude

Hallo, 

ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich mir nicht sicher bin ob ich meiner seit inzwischen 2 Monaten Ex-Freundin noch irgendwie helfen kann oder sollte.

Also ich bin 22, sie 20. Wir waren 3 Monate zusammen, für mich war es die erste Beziehung. Von meiner Seite lief es zwischen uns ziemlich gut, ich habe recht schnell eine persönliche Bindung zu ihr aufgebaut und finde dass wir auch oft was zu lachen hatten und einfach auf einer Wellenlänge waren.
Jedoch ist mir nach einigen Wochen aufgefallen, dass sie sich gewissermaßen doch seltsam verhalten hat. ZB wollte sie nie mitkommen, wenn ich etwas mit meinen Freunden unternommen habe oder hat auch selbst erwähnt, keine Freunde zu haben ausser einer "besten" Freundin, die sie aber auch kaum sehe. Ich selbst bin auch ein eher introvertierter Mensch, aber das fand ich doch extrem. Hinzu kam, dass sie selbst öfter niedergeschlagen gewirkt hat oder sehr leicht reizbar, wenn nur mal ein Löffel auf dem falschen Tisch liegt etc. Das habe ich ihr nie übel genommen, sondern mich wenn dann ironisch mit ihr zsm aufgeregt. Außerdem hat sie generell sehr spärlich und knapp geschrieben, wenn wir uns verabredet haben, sehr selten zB mal dass sie mich vermisst (wenn hat es mir viel bedeutet) oder einfach mal für einen kurzen Gag. Die meiste Zeit hat sie Körperkontakt vermieden, es war phasenweise. Mal wollte sie kuscheln, die meiste Zeit jedoch hat sie Annäherungsversuche meinerseits abgeblockt. Im Bett war es ähnlich, Sex hatten wir nie.
Am Ende der Beziehung wollte sie mich sprechen und da hat sich mein Verdacht bestätigt. Sie meinte, dass sie seit 5 Jahren Bulimie und seit einer Woche eine Therapie begonnen hätte. Eine Beziehung würde sie generell nicht glücklich machen und sie wolle mich nicht länger in dieser festhalten. Ich habe ihr da gesagt, dass dies für mich kein Grund wäre dies zu beenden und ich immer bereit bin ihr zur Seite zu stehen, wenn ich nur kann. Aber sie hielt es für das Beste den Kontakt abzubrechen. Außerdem wäre ich der Einzige gewesen, der das über sie weiß, nicht mal ihre Eltern.
Ich könnte noch mehr von ihr erzählen, aber der Text ist eh schon so lang 😅 entschuldigt!
Jedenfalls habe ich ihr ca. 1 Monat nach dem Aus einen Brief geschrieben, in dem ich ihr nochmal das Beste gewünscht und erneut meine Unterstützung angeboten habe, aber es kam wie erwartet keine Reaktion. Ich weiß nicht mal ob er angekommen ist.
Ich danke für jeden Rat!

Hallo ,
Ich als ex-bulimikerin kann bestätigen, dass diese Essstörung einen wirklich in ein sehr tiefes Loch schubsen kann und dafür sorgt,dass man sich nach und nach immer weiter von allen Menschen die man mag ,und denen man wichtig ist isoliert ...man wird unfähig zu lieben..aber es muss dir bewusst sein, dass wenn die Bulimie schon so lange in ihr existiert..dann fällt es ihr bestimmt auch extrem schwer sich selbst zu lieben...und es ist wahr, dass man niemandem liebe schenken kann,wenn man nicht bei sich selbst anfängt ...auch ich habe es meinen ex Freunden sehr schwer gemacht, dadurch dass ich eben auch dieser ES verfallen war...es ist ein richtiger Kampf, den sie jetzt angeht ...von daher wird sie ihre ruhe bestimmt brauchen..aber ich wüsste nicht was dagegen spricht hin und wieder nach ihrem Wohlbefinden zu fragen..solange du ihr nicht die Beziehung aufdrücken willst 

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6. November um 10:03
In Antwort auf schnuckweidev

Lass sie in Ruhe.
Sie hat wohl mit sich selbst sehr schwer zu kämpfen und wenn sie selbst schon merkt,d ass die Beziehung ihr nicht gut tut, dann ist es doch egositisch von dir, sie trotzdem weiterführen zu wollen.
Du hast sie auch nie ernst genommen. Sie ist krank und wenn es ihr nicht gut geht und sie sich wegen pille-palle aufregt, machst du dich noch lustig.

Geh deinen Weg ohne sie und sie muss versuchen, mit der Therapie wieder glücklich zu werden, dass sie überhaupt mal beziehungsfähig wird, das scheint sie auch derzeit nicht zu sein.

LG

Da muss ich ein paar Sachen korrigieren: ich habe nicht versucht sie weiter in der Beziehung zu halten, sondern ihr unabhängig davon Hillfe angeboten. Ob sie die annimmt oder nicht entscheidet letztendlich natürlich sie. Außerdem habe ich mich nicht über sie lustig gemacht, sondern versucht die Situation mit Humor zu entschärfen, wenn sie schlecht gelaunt war.

LG

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6. November um 10:07
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

ihre Argumentation klingt für mich gestellt und nicht nach einer wahren Aussage ihrer Erkrankung. Auch der Umstand, eine Bulimie 5 Jahre vor Eltern geheimzuhalten klingt für mich unwahrscheinlich. Ich vermute andere Gründe hinter ihrer Aktion. Das Angebot sie zu unterstützen ehrt dich, ich würde es jetzt dabei belassen und nach vorne schauen an deiner Stelle. 

LG Sis

Hallo,

danke für die Antwort! Ich bin mir schon sicher, dass ihre Situation real ist und nicht gestellt. Das hat sich sehr gut mit ihrem (Ess-)verhalten gedeckt. Es kann schon sein, dass nicht alles gestimmt hat und ich mich aus Gutgläubigkeit blenden lasse, aber davon gehe ich nicht aus. Dennoch danke für den Rat!

LG

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6. November um 11:05
In Antwort auf medusa_13024654

Hallo ,
Ich als ex-bulimikerin kann bestätigen, dass diese Essstörung einen wirklich in ein sehr tiefes Loch schubsen kann und dafür sorgt,dass man sich nach und nach immer weiter von allen Menschen die man mag ,und denen man wichtig ist isoliert ...man wird unfähig zu lieben..aber es muss dir bewusst sein, dass wenn die Bulimie schon so lange in ihr existiert..dann fällt es ihr bestimmt auch extrem schwer sich selbst zu lieben...und es ist wahr, dass man niemandem liebe schenken kann,wenn man nicht bei sich selbst anfängt ...auch ich habe es meinen ex Freunden sehr schwer gemacht, dadurch dass ich eben auch dieser ES verfallen war...es ist ein richtiger Kampf, den sie jetzt angeht ...von daher wird sie ihre ruhe bestimmt brauchen..aber ich wüsste nicht was dagegen spricht hin und wieder nach ihrem Wohlbefinden zu fragen..solange du ihr nicht die Beziehung aufdrücken willst 

Hallo,
es ist echt hilfreich das mal aus "erster Hand" zu hören. Sehr ähnlich wie du dich beschrieben hast, kam sie mir auch vor. Hättest du in deiner Situation gewollt dass dein Ex-Freund oder jmd anderes nach deinem Wohlbefinden fragt oder hätte es dich eher gestresst? Denn wie gesagt auf meinen Brief kam keine Reaktion.
Danke für deinen Rat!

LG

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6. November um 12:39
In Antwort auf maledude

Hallo,
es ist echt hilfreich das mal aus "erster Hand" zu hören. Sehr ähnlich wie du dich beschrieben hast, kam sie mir auch vor. Hättest du in deiner Situation gewollt dass dein Ex-Freund oder jmd anderes nach deinem Wohlbefinden fragt oder hätte es dich eher gestresst? Denn wie gesagt auf meinen Brief kam keine Reaktion.
Danke für deinen Rat!

LG

Ja ..im Nachhinein ist mir auch klar geworden,dass ich teilweise Leute abgeschrieben habe,die sich sehr um mich bemüht haben und mir eigentlich nur liebe und Kraft schenken wollten..die Wahrnehmung im Moment des Geschehens war natürlich komplett anders ..und diese Zeit ist sehr individuell deswegen kann man wirklich nicht pauschalisieren..prinzipiell finde ich aber -für mich gesprochen- wenn du ihr hin und wieder -nicht täglich bitte - schreibst und vielleicht auch ohne direkte Fragen zu stellen ,sondern einfach nur genesungswünsche oder dass du an sie denkst und hoffst dass es ihr gut geht und dass sie sich jederzeit an dich wenden kann ,wenn ihr irgendwann mal nach reden ist oder so Unterstützung brauchen sollte..so weiß Sie du bist da,das tut ihr bestimmt gut ..und du nimmst druck raus wenn du keine Fragen stellst und somit keine antwort erwartest ...
es ist vielleicht schwer zu verstehen für jemanden, der das nicht selbst durchgelebt hat ,aber es ist wirklich eine sehr herausfordernde Zeit für deine ex Freundin...eine Beziehung hat schlichtweg keinen Platz wenn die stimme der essstörung laut ist..denn diese hat sie komplett im griff ..und sie ist pures gift für seelisches und körperliches Wohlbefinden..es ist extrem heftig was für einen Einfluss das nehmen kann ..und so eine genesung benötigt Zeit. Also erwarte bitte nicht dass in ein paar Monaten alles wieder gut ist (: du kannst mir gerne per dm schreiben wenn du weitere Fragen hast .

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