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Eure Erfahrungen mit Veränderungen durch Antidepressiva...

29. Juni 2006 um 10:56

Hallo an Alle,
ich würde ganz gerne mal wissen wie ihr mit den Veränderungen durch Antidepressiva umgeht. Bei mir ist es so, dass ich auf einmal wieder etwas Lust habe Dinge zu unternehmen, etwas zu tun und ich kann nicht. Weil ich immer denke, dass ich dann nicht mehr ich selbst bin. Ich komme mit keiner Veränderung klar bin aber so auch nicht glücklich. Nur wenn ich denke ich könnte jetzt z. B wieder mit meinem Hund spazieren gehen ganz allein, dann tu ich es nicht weil ich denke ,,gott, dass hast du so lange nicht gekonnt und getan wenn du es jetzt tust bist du nicht mehr du". Es hört sich komisch an aber ich habe wirklich Probleme die positive Wirkung meiner Medikamente zu nutzen. Vielleicht ist es so schwer weil ich mich gerade erst am Anfang meiner Thearpie befinde und noch nicht so weit bin für die Veränderungen?
Habe übrigens die Antidepressiva (Cipralex) aufgrund von Panikattacken und dadurch resultierende Depressionen bekommen.

Wie geht es euch so mit diesen Veränderungen?

Gruß
Laureen

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29. Juni 2006 um 14:03

Ich kann...
...dich verstehen, mir geht es ähnlich! Man freut sich einerseits, dass es wieder besser geht, aber andrerseits muss man sich auch eingestehen,dass die Tabletten der Grund sind und nicht eine Veränderung der eigenen Einstellung.
Mich macht der Gedanke traurig, nicht mehr ich selbst zu sein, aber er hält mich auch vom Abdrehen fern.
Freunde von mir können mich mit meinen Depressionen kaum verstehen und halten sich teilweise fern, halten es aber auch für falsch, sich mit Medikamenten zu betäuben. DAs ist mal wieder ein typischer Fall von Doppelmoral. Ich weiß nicht, wie deine Freunde damit umgehen. Okay, das war auch gar nicht die Frage.

Ich denke schon, dass es daran liegt, dass du noch ganz am Anfang deiner Therapie bist. Im Laufe der ZEit sollte es eigentlich besser werden bis du eines Tages keine Tabletten mehr brauchst.
Was ich bis heute bei Psychotherapien nicht ganz verstehe: Wenn in einer Therapie der wahre Grund einer psychischen Krankheit ergründet werden soll, wieviel Wahrheit bleibt dann noch übrig, wenn man mit Medikamenten vollgepumot wird?? Wie soll man dem Therapeuten seine wahren Gedanken mitteilen, wenn man durch die Tabletten vieles sowieso anders sieht, als man es eigentlich tut? WIe soll man ihm die Gedanken mitteilen, wenn sie durch die Wirkung der Tabletten übertüncht werden??

Natürlich sollen Antidepressiva den Patienten davon abhalten, sich etwas anzutun oder "Fehler" zu begehen und zu bewirken, dass er in der Gesellschaft funktioniert. Aber ob das richtig ist??!

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29. Juni 2006 um 14:29
In Antwort auf feodora111

Ich kann...
...dich verstehen, mir geht es ähnlich! Man freut sich einerseits, dass es wieder besser geht, aber andrerseits muss man sich auch eingestehen,dass die Tabletten der Grund sind und nicht eine Veränderung der eigenen Einstellung.
Mich macht der Gedanke traurig, nicht mehr ich selbst zu sein, aber er hält mich auch vom Abdrehen fern.
Freunde von mir können mich mit meinen Depressionen kaum verstehen und halten sich teilweise fern, halten es aber auch für falsch, sich mit Medikamenten zu betäuben. DAs ist mal wieder ein typischer Fall von Doppelmoral. Ich weiß nicht, wie deine Freunde damit umgehen. Okay, das war auch gar nicht die Frage.

Ich denke schon, dass es daran liegt, dass du noch ganz am Anfang deiner Therapie bist. Im Laufe der ZEit sollte es eigentlich besser werden bis du eines Tages keine Tabletten mehr brauchst.
Was ich bis heute bei Psychotherapien nicht ganz verstehe: Wenn in einer Therapie der wahre Grund einer psychischen Krankheit ergründet werden soll, wieviel Wahrheit bleibt dann noch übrig, wenn man mit Medikamenten vollgepumot wird?? Wie soll man dem Therapeuten seine wahren Gedanken mitteilen, wenn man durch die Tabletten vieles sowieso anders sieht, als man es eigentlich tut? WIe soll man ihm die Gedanken mitteilen, wenn sie durch die Wirkung der Tabletten übertüncht werden??

Natürlich sollen Antidepressiva den Patienten davon abhalten, sich etwas anzutun oder "Fehler" zu begehen und zu bewirken, dass er in der Gesellschaft funktioniert. Aber ob das richtig ist??!

Hi
nicht durch die Tabletten bist du nicht mehr du, im Gegenteil, der Mensch mit Depressionen warst nicht mehr du, und die Tabletten haben dir geholfen die Krankheit zu überstehen. Es ist ja so dass serotonin im hirn fehlt bei Depressionen und die Tabletten das nur ausgleichen (serotonin wiederaufnahme hemmer) wenn der Mangel wirklich da ist. Bei einem Gesunden Menschen tritt dann praktisch keine Wirkung ein. also von daher, macht euch keine Gedanken über die Tabletten oder dass sie euch verändern, die modernen Antidepressiva tun das nicht, nur die Hämmer von frühern.

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29. Juni 2006 um 15:58

Negative paroxetin erfahrung
also zuerst ging es mir ja viel viel besser, doch nach einigen jahren paroxat 40 mg am tag, stellte sich scheinbar eine toleranz entwicklung ein..?
ich war trotz antidepressiva immer in einer depri grundstimmung, und mittlerweile habe ich gemerkt dass es von der anti-baby-pille kam...also nicht allein, ich war schon krank, habe auch psychotherapien gemacht, aber seit einiger zeit jetzt fast 1 jahr, nehme ich kein antidepri mehr...da es mir eben nix mehr gebracht hat....und auch keine pille mehr seit einigen wochen, und ich fühle mich guuuttt...

das antidepri hat mich auf die dauer aber echt fett gemacht, also ich habe 25 kg zugenommen, weil mein stoffwechsel total im A**** war, ich habe weder mehr noch viel süsses gegessen, habe auch sport gemacht, aber trotzdem so viel zugenommen und auch mit weight watchers und so, kein gramm verloren....

jetzt nehme ich seit ich das paroxat nimmer nehme ab wie warm wasser, ich habe das ganze gewicht runter...
also noch 4 kg, und ich bin wieder auf meinem ausgangsgewicht....

und mir geht es ohne die ganze chemie viel viel besser

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29. Juni 2006 um 17:34
In Antwort auf vilevalo

Negative paroxetin erfahrung
also zuerst ging es mir ja viel viel besser, doch nach einigen jahren paroxat 40 mg am tag, stellte sich scheinbar eine toleranz entwicklung ein..?
ich war trotz antidepressiva immer in einer depri grundstimmung, und mittlerweile habe ich gemerkt dass es von der anti-baby-pille kam...also nicht allein, ich war schon krank, habe auch psychotherapien gemacht, aber seit einiger zeit jetzt fast 1 jahr, nehme ich kein antidepri mehr...da es mir eben nix mehr gebracht hat....und auch keine pille mehr seit einigen wochen, und ich fühle mich guuuttt...

das antidepri hat mich auf die dauer aber echt fett gemacht, also ich habe 25 kg zugenommen, weil mein stoffwechsel total im A**** war, ich habe weder mehr noch viel süsses gegessen, habe auch sport gemacht, aber trotzdem so viel zugenommen und auch mit weight watchers und so, kein gramm verloren....

jetzt nehme ich seit ich das paroxat nimmer nehme ab wie warm wasser, ich habe das ganze gewicht runter...
also noch 4 kg, und ich bin wieder auf meinem ausgangsgewicht....

und mir geht es ohne die ganze chemie viel viel besser

Hi
wenn du soviel zugenommen hast, hast du sicher trizyklische Antidepressiva auf längere Dauer genommen, das macht wirklich dick. SSSI Aufnahmehemmer machen z.b gar nicht dick, ich habe damit selbst sogar abgenommen als ich sie genommen hatte also das kann man nicht verallgemeinern. schön dass es dir wieder besser geht, aber die Tabletten können sehr das wohlbefinden bessern und einem wirklich helfen, warum unnötig leiden und seine persönlichkeit verändern. ist halt bei jedem anders und ich würde das nie als chemie beschimpfen, im Gegenteil man kann glücklich sein dass es solche Tabletten gibt. die sind genauso da wenn eine störung im hirn ist, wie zb hustensaft bei husten. Beides eine Krankheit die behandelt werden muss.
Natürlich schön dass es bei dir ganz ohne tAbletten geht

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30. Juni 2006 um 10:13

Ich würde doch gerne..
aber irgendwas blockiert mich. Ich bekomme einfach Angst. Frag mich ob es normal ist immerhin weiß ich ja, dass ich dann wieder mehr ich selbst wäre wenn ich z. B mit meinem Hund wieder allein spazieren gehen würde. Gestern bin ich mit einer Bekannten renovieren gegangen und dadurch das ich eben so lange nichts mehr gemacht habe hab ich mich unwirklich gefühlt (als hätte ich Kreislaufprobleme). Hatte in komisches Gefühl in mir. Ist es der Körper der trotz des Medikamentes auf die neue Situation so reagiert?

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4. Juli 2006 um 11:55

Hi laureen,...
...ich komme nicht bei mir ins nachrichtenfeld rein, sorry, das steht immer was das es blockiert ist. ich nehme mirtazapin mittlerweile "nur" noch 15mg vorher 30 mg. ich kann schon wieder einige sachen machen, die ich vor ein paar wochen bzw. monaten noch nicht gemacht hätte. wie zum beispiel letztens bin ich ganz alleine mit meinem auto nach hamburg zu einem vorstellungsgespräch gefahren.das sind von mir zuhause ca. 35 km. und in 2 wochen werde ich zu meinem freund fahren. der wohnt in detmold da war ich über ein halbes jahr nicht. ich war auch schon wieder auf einem konzert. kannst ja auf meine e-mail adresse schreiben, wenn du magst. playmate1985@everymail.net

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6. Juli 2006 um 12:08

Hallo leidensgenossin
ich bin leider ein alter hase, was depressionen anbelangt.ich musste viele medikamente aussprobieren u.a.cipralex bis ich das geeignete medikament gefunden habe.davor bin ich z.b.dick geworden ich stand immer irgendwie neben mir,meine gedanken kreisten unaufhörlich,hatte trotzdem suizidgedanken,schlicht gesagt, ich bin durch die hölle gegangen.mein tip
ich nehme jetzt seit längerem das medikament trevilor retard,und alles ist ok,vorallem bin ich alle kilo,s wieder losgeworden.laut meinem jetzigen doc, ist es momentan das beste medikament auf dem markt.aber wie gesagt,jeder pat.ist anderst.sprich unbedingt mit deinem arzt und finde mit geduld das richtige für dich.gib nicht auf. alles liebe

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6. Juli 2006 um 13:46

Hallo laureen
hi, ich nehme mirtazapin mittlerweile nur noch 15mg vorher 30mg. seit wann? seit anfang märz so um den dreh glaub ich. klar habe ich noch angst sogar öfters. was meinst du wie es mir ging, als ich letzens alleine in hamburg u-bahn gefahren bin. aber ich habe es überlebt. klar gibt es situationen, wo du denkst: ich pack das nich mehr. aber dann musst du es erst recht anpacken und wenn du dann erstmal die situation die dir so schwer vorkam bewältigt hast bis du so stolz auf dich selbst. ich habe auch öfter noch angst aber ich möchte auch leben und leben heiß für mich neue sachen erleben und rausgehen und nicht in meinem zimmer sitzen und weinen. liebe grüße

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11. Mai 2010 um 12:10
In Antwort auf ene29

Hallo leidensgenossin
ich bin leider ein alter hase, was depressionen anbelangt.ich musste viele medikamente aussprobieren u.a.cipralex bis ich das geeignete medikament gefunden habe.davor bin ich z.b.dick geworden ich stand immer irgendwie neben mir,meine gedanken kreisten unaufhörlich,hatte trotzdem suizidgedanken,schlicht gesagt, ich bin durch die hölle gegangen.mein tip
ich nehme jetzt seit längerem das medikament trevilor retard,und alles ist ok,vorallem bin ich alle kilo,s wieder losgeworden.laut meinem jetzigen doc, ist es momentan das beste medikament auf dem markt.aber wie gesagt,jeder pat.ist anderst.sprich unbedingt mit deinem arzt und finde mit geduld das richtige für dich.gib nicht auf. alles liebe

Hallo
ich nehme auch seit mehreren Jahren Trevilor 150 Retardkapseln bzw.jetzt anderen Hersteller weil mein Neurologe gesagt hat das meine Krankenkasse keine Vertrag mit der Firma von Trevilor hat.Ich bin aber mit den anderen Kapseln nicht zufrieden,habe das Gefühl das sie nicht richtig wirken.
Bin auch durch die Hölle gegangen mit allem drum und dran-abgeschlagenheit,panikattacken usw.
Habe auch 50 std.Psychotherapie hinten mir,was hat mir sehr gut getan.Trotzdem bin ich nicht der selber Mensch die ich mal war und ich bin mir ziemlich sicher das ich nie wieder so sein werde wie vorher.
Mich wurde interessieren was kann ich machen das ich wieder die Orig. Trevilor kapseln bekomme.
Ich habe schon dem Doc gesagt das die Kapseln nicht so gut sind wie die orig.,daraufhin hat er mir nochmal ein Rezept für Trevilor ausgestellt,dann wollte er nict mehr ,er sagte ich musste vieleicht zum Psychiater gehen.
Was soll ich nur tun?
LG

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11. Mai 2010 um 20:04

Es gibt vielleicht eine Alternative zu den Anti depressiva
Also Ich will auf gar keinen Fall von den tabletten abraten, wenn sie euch euer Arzt gibt, dann wird es wohl richtig sein. Auch ich stand einmal ganz knapp davor AD zu shclucken und hatte aufgrund von einem schweren Burnout und schweren Depressionen schon das Rezpt in der Hand. Doch innerlich stäubte sich alles bei mir dagegen, diese Tabletten dann zu nehmen. Durch Zufall stiess ich dann auf Bibel.TV als wir einen Receiver kauften um mehr Programme zu bekommen. Rein neugierig sah ich mir Programme an, wie z.B. die Joyce Meyer, eine US Predigerin die täglich um 10Uhr kommt.
Die Frau ist klasse. Sie ist keine streng religiöse Predigerin sondern Mensch geblieben und erklärt einem dass man zu jesus eine Beziehung haben kann und dies dann das Leben positiv beeinflusst. Und es stimmt, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Es ging zwar nicht schlagartig aber trotzdem rasch und nach und nach verlor ich meine Depressionen durch Joyce Meyer und das was sie predigt, so verrückt sich das vielleicht auch für euch anhören mag. Ich habe ihr Täglich zugehört und es hat Sinn was sie sagt. Man muss dazu weder in die Kirche noch relgiös werden, spirituell ist eher die richtige Bewertung dieser Einstellung. Ich habe tatsächlich meine Depressionen verloren, und die hatte ich sehr heftig und sehr lange durch Probleme in Beziehungen und Überlastung. Und das bin ich losgeworden ohne Medikamente! Obwohl ich hier niemanden raten will, keine Medikamente zu nehmen, denn ich bin ich und jeder Mensch ist anders. Ich weiss nur, dass man es mit der richtigen gedankentechnik schaffen kann die Depressionen loszuwerden. Und glaubt mir, ich habe früher Menschen gehasst die mir geraten haben, man müsse nur positiv denken um Gesund zu werden,. Jemand der seelisch krank ist kann das nicht einfach so. Joyce Meyer aber redet öfters mal davon wie man Depressionen oder Burnout loswird und es hat sehr geholfen und euch wünsche ich das auch. Man kann übrigens seine Sorgen an Gott abgeben, so seltsam sich das anhören mag. Meine Lebensumstände haben sich bis heute noch nicht viel zu meinen Gunsten verändert, aber meine Einstellung dazu und ich habe an Gesundheit und Kraft gewonnen. Jesus kann euch helfen. Dies ist nur ein Vorschlag, ich will nicht missionieren und bin auch kein religiöser Mensch. Aber seit ich weiss was Depressionen sind, und wie herrlich es ist diese loszuwerden, möchte ich das am liebsten allen sagen die auch leiden. Ich möchte das es euch gut geht. Also www.Bibel.Tv. im Intenret oder TV. Probiert es aus, schlecht gehts euch ja shcon, kann also nix schaden, oder? Wenn ihr drüber reden wollt, bitte schreibt in meinen Briefkasten ich finde diese seite garantiert nicht mehr. Alles Gute!

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