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Esstörung

21. Oktober um 18:33

Hallo ihr lieben, 
lange habe ich darüber nachgedacht mich hier anzumelden und mein Problem zu erzählen... 
Es geht um meine Esstörung. Anorexie,  bulimische Phasen und eine Depression. 
Aktuell geht es um meine Zunahme. 
In ca. zwei Monaten habe ich knapp 7 Kilo zugenommen. 
Bin 166 cm groß und wieder aktuell 57 Kilo 
ich komme mit der Zunahme einfach nicht klar und schäme mich sehr für mein Aussehen und mein Essverhalten. 
Kann mich oft nicht stoppen wenn ich erstmal anfange zu essen und es waren so viele ungesunde Dinge dabei... 

Nach außen scheint es mir besser zu gehen aber innerlich macht mich das alles einfach fertig. 
Ich weiß nicht weiter. Ich möchte nicht weiter zunehmen und endlich wieder einen freien Kopf haben. Ohne Gedanken essen können und ein normales Maß finden. 
Ich habe mich in der letzten Zeit noch mehr zurückgezogen weil ich mit mir selber einfach so unzufrieden bin und allem..

vor meiner Zunahme war ich für zwei Nächte in ner stationären Behandlung. Habe diese abgebrochen. Ich weiß es war ein Fehler aber ich kam da einfach garnicht klar.
berreue es sehr, dass ich nicht die Kraft hatte es durchzuhalten. 
Nun steht mir ein neuer Klinik Aufenthalt bevor. 
Habe aber große Angst nicht richtig verstanden zu werden da ich ja nun wieder zugenommen habe und genug (oft zu viel) esse. Was meint ihr? 

Ich hoffe hier ist jemand der auch einmal in so einer Situation war und mir helfen kann? 

Liebe Grüße Franzi 
und schonmal Danke für die Antworten 

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21. Oktober um 20:22

Hallo Franzie, ich denke es ist schwer ein gesundes Maß zu finden, wenn du deinen Körper immer wieder mit Hungerzeiten schockst. Sobald er über Wochen genug bekommt und sicher sein kann, dass es auch wirklich genug ist, wird der Drang mehr und mehr zu wollen abnehmen, weil dann zumindest körperlich alles im Lot ist. Da könnte dir eine gute Ernährungsberatung helfen. Eine fachlich geschulte Person, die mit dir deine Nahrungsbedürfnisse und Vorlieben auslotet und ein gesundes Maß ermittelt. Bleibt natürlich noch die Psyche und der Geist. Wenn hinter deiner Essstörung auch Überzeugungen mitspielen, die dich stressen oder Verhaltensmuster, die dich im Stress halten, wird es schwierig. Ähnlich sieht es mit deiner Psyche aus. Wenn da zuviel lastet, vielleicht ohne, dass du es genau erkennst, wird es auch schwierig. Dann fungiert deine Essstörung als Ventil. Deswegen würde ich dir auf jeden Fall auch eine Selbsthilfegruppe und eine Langzeittherapie evtl. auch ambulant empfehlen. Dort kannst du mit anderen Betroffenen der Sache auf den Grund gehen und bekommst Hilfe. Schau doch mal bei den Overeater Anonymous. Die gibt es in vielen Städten, evtl. auch bei dir. Und dann eben Therapeuten, die ambulant längere Zeit helfen und dich unterstützen, gerade wenn du dann wieder frisch aus der Klinik kommst. Alles Gute dir und gute Heilung.

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21. Oktober um 20:50
In Antwort auf magnolia

Hallo Franzie, ich denke es ist schwer ein gesundes Maß zu finden, wenn du deinen Körper immer wieder mit Hungerzeiten schockst. Sobald er über Wochen genug bekommt und sicher sein kann, dass es auch wirklich genug ist, wird der Drang mehr und mehr zu wollen abnehmen, weil dann zumindest körperlich alles im Lot ist. Da könnte dir eine gute Ernährungsberatung helfen. Eine fachlich geschulte Person, die mit dir deine Nahrungsbedürfnisse und Vorlieben auslotet und ein gesundes Maß ermittelt. Bleibt natürlich noch die Psyche und der Geist. Wenn hinter deiner Essstörung auch Überzeugungen mitspielen, die dich stressen oder Verhaltensmuster, die dich im Stress halten, wird es schwierig. Ähnlich sieht es mit deiner Psyche aus. Wenn da zuviel lastet, vielleicht ohne, dass du es genau erkennst, wird es auch schwierig. Dann fungiert deine Essstörung als Ventil. Deswegen würde ich dir auf jeden Fall auch eine Selbsthilfegruppe und eine Langzeittherapie evtl. auch ambulant empfehlen. Dort kannst du mit anderen Betroffenen der Sache auf den Grund gehen und bekommst Hilfe. Schau doch mal bei den Overeater Anonymous. Die gibt es in vielen Städten, evtl. auch bei dir. Und dann eben Therapeuten, die ambulant längere Zeit helfen und dich unterstützen, gerade wenn du dann wieder frisch aus der Klinik kommst. Alles Gute dir und gute Heilung.

Danke für deine Antwort Magnolia. 
Das mit einer ernährungsberatung möchte ich auf jeden Fall auch angehen. 
Danke für deine Tipps  
Es belastet mich nur so sehr mit der Zunahme. Ich fühle mich so unwohl und Dick... 
aber habe auch so große Angst vor der Klinik und ob es das richtige ist. Da ich ja auch schon zugenommen habe. 
Werde ich überhaupt richtig verstanden? 
Was denken die anderen? 
Etc. :/ 

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21. Oktober um 23:55
In Antwort auf franziie

Hallo ihr lieben, 
lange habe ich darüber nachgedacht mich hier anzumelden und mein Problem zu erzählen... 
Es geht um meine Esstörung. Anorexie,  bulimische Phasen und eine Depression. 
Aktuell geht es um meine Zunahme. 
In ca. zwei Monaten habe ich knapp 7 Kilo zugenommen. 
Bin 166 cm groß und wieder aktuell 57 Kilo 
ich komme mit der Zunahme einfach nicht klar und schäme mich sehr für mein Aussehen und mein Essverhalten. 
Kann mich oft nicht stoppen wenn ich erstmal anfange zu essen und es waren so viele ungesunde Dinge dabei... 

Nach außen scheint es mir besser zu gehen aber innerlich macht mich das alles einfach fertig. 
Ich weiß nicht weiter. Ich möchte nicht weiter zunehmen und endlich wieder einen freien Kopf haben. Ohne Gedanken essen können und ein normales Maß finden. 
Ich habe mich in der letzten Zeit noch mehr zurückgezogen weil ich mit mir selber einfach so unzufrieden bin und allem..

vor meiner Zunahme war ich für zwei Nächte in ner stationären Behandlung. Habe diese abgebrochen. Ich weiß es war ein Fehler aber ich kam da einfach garnicht klar.
berreue es sehr, dass ich nicht die Kraft hatte es durchzuhalten. 
Nun steht mir ein neuer Klinik Aufenthalt bevor. 
Habe aber große Angst nicht richtig verstanden zu werden da ich ja nun wieder zugenommen habe und genug (oft zu viel) esse. Was meint ihr? 

Ich hoffe hier ist jemand der auch einmal in so einer Situation war und mir helfen kann? 

Liebe Grüße Franzi 
und schonmal Danke für die Antworten 

Der Klinik Aufenthalt ist deine Antwort. Arbeite dort mit, öffne dich, halte nichts zurück, verschweige den Ärzten und Therapeuten nichts. Dort kannst du lernen wieder ein Mittelmaß zu finden. 

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22. Oktober um 7:48

Hallo Franzie, es ist normal, wenn du dich jetzt dick fühlst. Das geht Menschen ohne Essstörung auch so, wenn sie mal üppiger essen, oder bei uns Frauen, wenn durch die Monatsblutung mal Wassereinlagerungen dazukommen. Im Moment musst du dir mit deinem Verstand helfen. Dass du mit 57 Kilo bei einer Größe von 166 cm nicht zu dick bist, kann dir dein Verstand sagen und dein Gefühl wird mit der Zeit mitziehen. Ob du die richtige Klinik gewählt hast und die Menschen dich dort verstehen, musst du ausprobieren. Wenn die Klinik auch auf Essstörungen spezialisiert ist, ist die Wahrscheinlichkeit doch groß, dass du verstanden wirst. Ansonsten kannst du in einer spezailisierten Klinik oder Beratung weitersuchen. Gib auf jeden Fall nicht auf. Ich kenne Menschen, die brauchten mehrere Klinikaufenthalte und Therapien bis der Durchbruch kam. Viele finden, wie gesagt auch in Selbsthilfegruppen Hilfe und Unterstützung. Also nicht aufgeben, keine falsche Scham und jetzt erstmal eine gute Zeit in der Klinik. Alles Gute und Gottes Segen.

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22. Oktober um 11:55
In Antwort auf magnolia

Hallo Franzie, es ist normal, wenn du dich jetzt dick fühlst. Das geht Menschen ohne Essstörung auch so, wenn sie mal üppiger essen, oder bei uns Frauen, wenn durch die Monatsblutung mal Wassereinlagerungen dazukommen. Im Moment musst du dir mit deinem Verstand helfen. Dass du mit 57 Kilo bei einer Größe von 166 cm nicht zu dick bist, kann dir dein Verstand sagen und dein Gefühl wird mit der Zeit mitziehen. Ob du die richtige Klinik gewählt hast und die Menschen dich dort verstehen, musst du ausprobieren. Wenn die Klinik auch auf Essstörungen spezialisiert ist, ist die Wahrscheinlichkeit doch groß, dass du verstanden wirst. Ansonsten kannst du in einer spezailisierten Klinik oder Beratung weitersuchen. Gib auf jeden Fall nicht auf. Ich kenne Menschen, die brauchten mehrere Klinikaufenthalte und Therapien bis der Durchbruch kam. Viele finden, wie gesagt auch in Selbsthilfegruppen Hilfe und Unterstützung. Also nicht aufgeben, keine falsche Scham und jetzt erstmal eine gute Zeit in der Klinik. Alles Gute und Gottes Segen.

Danke das du dir die Zeit genommen hast mir zu schreiben. 
Ja mit dem was du sagst hast du auch recht. 
Ist alles nicht leicht... aber ich gebe nicht auf. 
Liebe Grüße 

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