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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Es wird immer schlimmer

Letzte Nachricht: 3. Juni 2011 um 10:00
A
an0N_1257325599z
31.05.11 um 16:28

hallo zusammen,

ich hoffe mir kann jemand helfen. ich habe schlimme depressionen, manchmal bekomme ich richtige anfälle und wutausbrüche wenn mein sohn im bett ist und es nicht mehr mit ansehen muss. meine ehe läuft auch schlecht.
die angestauten aggresionen kommen wohl durch meine eltern. als ich 15 war trennten sie sich. das tat sehr weh, es war schlimm für mich da ich mich mitten in der pubertät befand und mir so quasi jeder halt weggenommen wurde. mit der zeit gewöhnte ich mich dran dass sie getrennt sind, ich fand es sogar sehr gut. hier die mutter zu haben und da den vater. ich war soweit ganz zufrieden mit meinem leben. dann ist mein sohn geboren. es gab die anfängliche wochenbettdepression, und viel stress mit meinem mann weil wir beide überfordert waren. jetzt bin ich 27, und meine eltern haben sich wieder "versöhnt" (sie sind wieder zusammen). Und ab diesem Tag als ich das erfahren habe bin ich total zusammen gebrochen. die depressionen werden immer schlimmer. normal findet man es ja gut dass die eltern wieder zusammen sind, aber bei mir war es wieder genau das gefühl dass man mir den boden unter den füßen wegzieht.
ich weiß nicht mehr was ich tun soll. ich habe einen hass auf meine eltern. besonders meine mutter will mich ständig kontrollieren weil sie befürchtet dass ich wegen den depressionen mit meinem kind nicht mehr klar komme. und mein mann macht ständig irgendwelche sachen hinter meinem rücken mit meinen eltern zusammen.
ich halte es nicht mehr aus, ich würde am liebsten einfach weg gehen und niemandem sagen wo ich bin.

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A
an0N_1257325599z
01.06.11 um 11:18

Danke für deine antwort
Die Gesprächstherapie bei meinem Psychologen bringt mir leider nicht viel (die Sitzungen dauern auch immer nur 10 Minuten). Ich werde den Psychologen wechseln, habe auch schon einen Termin nächste Woche.

Ich denke eher nicht dass es die Angst ist dass sich meine Eltern wieder trennen. Im Gegenteil, es wäre mir sogar lieber wenn sie sich wieder trennen würden. Es ist bei mir so ein Gefühl dass alle um mich herum glücklich in einer Partnerschaft sind, nur ich nicht.

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N
ngoc_12273228
01.06.11 um 13:39

Kopf hoch
Hallo

Das klingt ja ziemlich bedrückend.

Ich verstehe deine Zeilen sehr gut. Auch meine Eltern haben sich getrennt als ich 7 Jahre alt war und komme bis heute damit noch nicht ganz klar.
Ich glaube die Versöhnung deiner Eltern hat dich wieder an die Zeit der Scheidung erinnert und das hat vielleicht im Unterbewusstseinen einen "Kurzschluss" verursacht. Ja, eigentlich ist es ja etwas Gutes, dass sie wieder zusammen sind. Aber jetzt "nützt es dir ja nicht viel", du hättest "funktionierende" Eltern mit deinen 15 Jahren gebraucht, jetzt stehst du schon auf eigenen Füssen.
Denkst du das könnte so vielleicht zutreffen?

Was ich dir raten würde, ist mit deiner Familie zu reden. Das erfordert natürlich unheimlich viel Kraft. Wie viel Kraft hast du noch übrig?
Vielleicht wäre es an dieser Stelle auch hilfreich, eine gute Freundin miteinzubeziehen, die dir in dieser schwierigen Situation beisteht.
Was du jetzt brauchst, ist eine Familie, die hinter dir steht, dich unterstützt und bekräftigt. Die Kontrolle deienr Mutter zieht dich offensichtlich noch mehr runter. Vielleicht meint sie es nur gut (typisch Mütter ) und reallisiert gar nicht, dass dir das schadet. Könnte sie die Kontrolle nicht in Unterstützung umwandeln? Wenn du ihr versprichst, dich zu melden, wenn du mit deinem Kind nicht mehr klarkommst, kann sie sich vielleicht auch ein wenig zurückziehen und darauf vertrauen, dass DU die Kontrolle noch hast.
Auch deinem Mann würde ich sagen, wie sehr dich dieses *hinter dem Rücken Sachen machen" verletzt und dass du es sehr wohl mitkriegst. Er soll es doch lieber "offensichtlich" machen und dir helfen.

Eine Depression ist nicht zu spassen und ist schwierig für alle Beteiligten. Aber; wenn man gegeneinander arbeitet, wird das Loch nur noch tiefer. Also sollen alle an einem Stick ziehen, um dich wieder da raus zu holen. Und das geht am besten, wenn mal alle Seiten hört, versteht und Rücksicht nimmt.

Ich hoffe du kannst etwas mit meinen Zeilen anfangen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

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I
iris_12527557
01.06.11 um 15:07

Eine gute Möglichkeit
wäre auch eine Beratungsstelle von Diakonie oder Caritas,
evtl als Paargespräche oder eine Paartherapie. Weil hinter deinem Rücken mit deinen Eltern paktieren geht garnicht.
Sprich auch mit deiner Mutter, denn Hass zu haben ist nicht gut.
Setzte deutlich Grenzen, erzähl ihr wie es dir mit ihrem Verhalten geht. An der Beziehung und am Erhalt der Familie zu arbeiten ist eine große Herausforderung, aber sie kann durchaus gelingen.
Lieben Gruß
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J
jagoda_12327952
03.06.11 um 10:00
In Antwort auf an0N_1257325599z

Danke für deine antwort
Die Gesprächstherapie bei meinem Psychologen bringt mir leider nicht viel (die Sitzungen dauern auch immer nur 10 Minuten). Ich werde den Psychologen wechseln, habe auch schon einen Termin nächste Woche.

Ich denke eher nicht dass es die Angst ist dass sich meine Eltern wieder trennen. Im Gegenteil, es wäre mir sogar lieber wenn sie sich wieder trennen würden. Es ist bei mir so ein Gefühl dass alle um mich herum glücklich in einer Partnerschaft sind, nur ich nicht.

Therapie
Ja, du solltest deinen alten Psychologen eventuell auch bei der Krankenkasse melden. Er bekommt ja schließlich eine ganze Sitzung bezahlt und in 10 min kann man sich ja grad mal begrüßen und die letzten Erfahrungen berichten. Das ist keine Therapie gewesen!

Viel Erfolg beim neuen Therapeuten! Phenyce

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