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Es los werden (Missbrauch)

21. Januar 2016 um 18:11

Hey, ich weiß nicht wie ich es am besten loswerde. Viele Jahre lang habe ich nichts gesagt. Ok vllt habe ich ab und zu mal Andeutungen gemacht. Aber nie irgendwas konkretes. Zur Vorgeschichte: Ich habe etwas erlebt und geschwiegen. Nun wurde ER erwischt und es wurde pornografisches Material sichergestellt. Nun habe ich einen Brief vom Amtsgericht erhalten in dem hervorgeht dass anscheinend durch ein spezielles gesichtserkennungsprogramm die "Opfer" herausgefiltert wurden. Um ein konkretes Urteil zu fällen benötigen die Behörden Zeugenaussagen. Auch von mir. Ich weiss jetzt nicht ob ich und was ich machen soll. Aber ich habe mich dazu entschieden dass ich es aussprechen muss. Die letzten Tage konnte ich kaum schlafen, geschweige denn etwas essen. Alpträume plagen mich und fast stündlich erlebe ich flash-backs. Ich bin ängstlich, verunsichert,schreckhaft.
Nun gut ( tief Luft holen) :
Ich bin Vollwaise. Habe meine Eltern schon sehr früh verloren, so etwa mit eineinhalb Jahren. Ich bin immer wieder hin und her geswitscht zwischen Pflegefamilie und Kinderheim. Als ich circa fünf war kam ich in eine Gruppe für so welche wie mich, die etwas schwierig im Umgang sind. Geleitet wurde diese Gruppe von der örtlichen Diözese. Also es war alles recht christlich gehalten so mit Nächstenliebe und ja ihr seid doch alle Gottes Kinder er hat euch lieb, halt diese Leier. Doch der zuständige Pfarrer nahm das mit der Nächstenliebe sehr ernst. Zu erst schlug er uns immer wenn wir "unartig" waren. Manchmal pickte er sich einen heraus und nahm ihn mit in sein Büro. Dort musste man sich ausziehen und auf seinen Schoß setzen. Dann hat er seinen Kopf an meinem gerieben, an meinem Ohr geknabbert und versucht einen Finger in den Po zu stecken. Mit den Jahren wurde es immer intensiver. Einmal nach der Gruppe sollte ich noch dableiben. Ich war acht. Ich weiss noch wie ich automatisch mich geduckt habe und immer näher zur Zimmer Ecke gerückt bin. ER nahm mich dann auf den Arm und trug mich in sein Büro. Dort musste ich mal wieder auf seinem schoß sitzen und er fragte mich ob ich schon mal gesehen hätte wenn ein Mann " Milch" macht. Ich beneinte. Da fragte er ob ich es mal sehen will. Ich beneinte wieder, denn ich hatte schon so ein komisches Gefühl. Doch er nahm meine Hand und führte sie zu seinem erregierten penis und vorderte mich auf ihn anzufassen und so von oben nach unten zu massieren. Zwischendurch zog er mir immer mehr Kleidungsstücke aus bis ich nackt war. Ich sollte mich auf sein Sofa legen und ganz still da liegen. Er beugte sich über mich und versuchte in mich einzudringen. Ich weiss noch dass ich geweint habe und ihn gebeten habe damit aufzuhören. Ich würde auch nie wieder "unartig" sein. Doch er machte weiter. Ich weiss nicht mehr wie lange doch es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Danach machte er noch Fotos für sein "Album". Das hat er dann fast jeden Tag gemacht, bis ich zwölf wurde. Es war genau an meinem Geburtstag. Wir sind ins Schwimmbad gefahren. Es war alles super. Als ich dann zu unserem Platz ging wo wir lagen wartete er schon auf mich. Ich griff mir automatisch mein Handtuch und wickelte mich darin ein. ER lachte und griff sich das Handtuch und sagte ich würde das nicht brauchen denn er habe eine Überraschung für mich. Doch zuerst wollte er mich jemandem vorstellen. Wir gingen Richtung Toiletten. Dort gab es einen alten Maschen Drahtzaun der ein Loch hatte. Auf der anderen Seite wartete jemand auf uns. ER ging auf die Person zu und ich weiss noch wie er sagte du hast ne halbe Stunde aber keine blauen Flecken. Ich hatte Angst wollte weg denn ich wusste gleich passiert was schlimmes. Doch ER hielt mich fest. Ich musste zu dem anderen Mann durch das Loch klettern. Er nahm mich bei der Hand und fragte ob ich durstig wäre. Ich brachte irgendwie ein ja heraus. Er gab mir eine Flasche Wasser und ich trank. Was danach geschah weiss ich nicht mehr so genau denn irgendwie war mir als würde ich neben mir stehen. Ich fühlte nichts konnte mich kaum bewegen. Das nächste was ich weiss ist dass ich plötzlich auf der Toilette war und aus der Nase blutete. Der Pater stand bei mir und hielt mir einen kühlbeutel hin. Diesen Mann musste ich dann zweimal die Woche besuchen. Jedesmal gab er mir was zu trinken. Und jedesmal kann ich mich an fast nichts erinnern. Es ist wie als ob ich versuche durch einen schwamm zu schauen. Das ganze ging bis ich vierzehn wurde. ER kam auf mich zu und sagte wir dürfen uns nicht mehr wiedersehen da ich jetzt zu alt wäre. Er gab mir damals fünfzig Euro und sagte es wäre dafür dass ich so ein braver Junge gewesen bin. Dann küsste er mir auf die Wange und ging weg. In der Woche darauf kam ich in eine Pflegefamilie circa zwanzig Kilometer vom Kinderheim entfernt. Ich habe IHN noch einige male gesehen, doch er ging immer an mir vorbei als ob ich nicht da wäre. Dann wurde er irgendwann versetzt warum weiss ich nicht. Aber danach sah ich ihn nie wieder. Und dachte auch nicht mehr an ihn.

So danke dass ich das mal alles raushauen konnte. Entschuldigung wenn es etwas lang geworden ist aber ich wusste eben nicht wie ich es verkürzen konnte.

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29. Januar 2016 um 21:05

Krasse Geschichte, würde mich wie gesagt gerne austauschen....
Probiere mich hier auf dieser Seite etwas publik zu machen. Klar, ist nicht für jeden Einfach. Deswegen würde es mir ncihts ausmachen, nimmst Du z.B. nicht mit Deinem richtigen Namen auf Facebook Teil. Heute gings los. Mal schauen was passiert. Kommt auf uns drauf an....

Hey! Melde dich bei mir auf Facebook, oder schau Dir auch mal diese Videos an. Das Problem ist. Mitarbeiter die die Aufgabe hatten, vom Fiskus/staatlichen Geldern finanziert wurden, auf Schutzbefohlene aufzupassen haben sehr oft versagt. Niemals wirst Du/Wir alleine es schaffen das wir eine Entschuldigung, Anerkennung oder Entschädigung bekommen, solange diese Leute noch beschäftigt sind im staatlichen Dienst. Das einzige was wir machen können, auf uns aufmerksam, gemeinsam. Öffentlich an den Kostenträger oder Ämter unsere Vorwürfe vorbringen. In der Zeitung liest Du oft, ah, 60 jährige Oma schildert Ihr Leid im Heim... Naja, weil zu dem Zeitpunkt keiner mehr dort arbeitet, um seine Pension/Rente gebracht werden kann, oder verantwortlich gemacht werden kann, oder sich dazu äussern müsste. Viel schlimmer finde ich, kennst Du bestimmt auch. Das Missbrauchsopfer wie wir, immer wenn wir mit den niederen Behörden zu tun bekommen schickaniert und fertig gemacht werden. Und das kann nicht sein, das unsereins, selbst wenn er mit der Sache längst abschliessen konnte, immer daran erinnert wird, das wir kein Recht haben, egal was wir sagen nicht gehört werden. Jeder macht Fehler, und egal wer er ist oder wo er arbeitet hat er dafür gerade zu stehen. Und erst Recht wenn es um den Vorwurf der Pädophilie oder allgemein sexuellen Missbrauch geht. Das ist vorm Gesetz das Schlimmste, ein Triebtäter. Man muss sich das mal vor Augen halten. Ein 16 jähriger denkt sich in der Schulzeit, gut, ich stehe auf kleine Kinder. Seine Sache. Aber, das er weil er das durch Familienmitglieder oder Eigenrecherche wehemend daran arbeitet ab diesen Zeitpunkt, in Positionen zu arbeiten, in denen er seine Triebe ausleben kann. Und zwar so, das er perfekten Überblick darüber hat,

1. welches Kind für ihn "sympathisch" dafür erscheint
2. auffälliges Verhalten eines Schutzbefohlenen für sich zu Nutzen machen kann
3. nachdem er die Tat begangen hat, an Gehirnwäsche arbeitet(alles was Du sagst ist gelogen! egal was Du sagst bekommt kein Gehör! Du bist nichts besonderes! )
4. er genau über die Umstände bescheid weiß, Familie, psychische Krankheiten, seine Kontakte im Laufe seiner Berufskariere derart zu nutzen um Deine "Akte" die von öffentlichen Krankenhäusern, Polizeibehörden oder von Lehranstalten derart zu verschlechtern, das Du niemals eine Chance bekommst an Geld zu kommen oder einen ehrlichen Partner zu finden, der dies für Ihn strafrechtlich gefährlich machen würde.

Und da mir persönlich mittlerweile gleich ist was die mir erzählen, versuchen vorzuspielen. Ich lebe mein Leben gut alleine. Werde immer nur nach unten gezogen, daran erinnert was ich in deren Augen bin, erfahre ich eine ähnliche Behandlung heute. Es ist schon lange an der Zeit, das Missbrauchsopfer sich organisieren, auch wenn es nur über Facebook und Youtube ist, weil Eltern die Ihre Kinder in deren Obhut voller Vertrauen und Erwartungen in an diese Leute geben, sollten wissen was für Vorwürfe, sind diese auch zehn Jahre alt, gegen den Triebtäter vorlagen. Was aber noch viel wichtiger ist, das diese Menschen keine Möglichkeit mehr bekommen sollen, Jahrzehntelang ein Missbrauchsopfer derart Steine in den Weg zu legen, das dieses keinen Sinn mehr an der Lage erkennen kann.

Mein Freund, da heisst locker bleiben, akzeptiers bis sich nichts daran ändert, und egal was ist, mache das Beste aus der Situation. Und diese Leute sind nicht das Volk. Du glaubst doch nicht wirklich, das die Mehrheit das Gut heißen würde. Deswegen, helf mir ein wenig. Weil, wir sind sicher hunderte.

Mh, ist zum Teil nicht ganz ernst gemeint, wird ausgearbeitet, bisheriger Kontakt mit Gesetzgebern, Kostenträgern und Entscheidern sowie zukünftiger wird von mir schriftlich gespeichert, aufgenommen. Alleine deswegen, das keiner in 30 Jahren sagen kann, hätten wir das gewusst.

Aber schreib dazu, teile es.

https://www.youtube.com/watch?v=WddFkjryxT0

https://www.youtube.com/watch?v=2Ww0q8wgKjo

und das ist kein dummer Spruch, das ist geschriebenes Gesetz.

Wenn Recht zu Unrecht wird, dann hat der Bürger nicht nur das Recht, sondern die Pflicht sich dagegen zu wehren.

Weisst was geil wäre kommt mir gerade so... Meine Videos sind vielleicht kein so guter Start, aber wenn jeder in einem Kanal den ich anlege, seine Erfahrung schildert, und diese werden immer weitergeleitet an die Öffentichkeit, Vereine in denen die Triebtäter arbeiten, und auch an die öffentlichen Behörden.

Und weisst, ist auch eine geile Zeit im Moment. Ich mein, keiner von uns, ich zumindest kein Stück, bin gewaltbereit. Aber jetzt, wo die Polizei nur noch ganz selten Zeit und Lust hat, immer mehr eigene Leute an dem Sinn der Sache zweifeln, weil aus irgendeinen Grund sind sie Polizisten geworden, bekommen diese Feiglinge Angst.

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30. Juni 2016 um 15:14

Missbrauch
Deine Geschichte ist einfach schrecklich und ich bin sehr froh dass du so mutig bist und es hier schreibst und vor allem hoffe ich dass du die Schweine angezeigt hast auch um andere Kinder vor ihnen zu schützen auch wenn die leider keine Gerechte Strafe bekommen. Bin auch Betroffene und obwohl ich immer dachte ich komm damit klar, kommt mit 40 Jahren alles zurück. Hab jetzt eine Tochter und sterben fast vor Angst um sie. Hoffe dein Leben ist wenigstens jetzt besser. Lg

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