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Erfahrungen mit Pschiatrie?

25. Januar 2013 um 17:23 Letzte Antwort: 13. April 2013 um 17:20

hey
danke schonmal fürs Lesen!
Also, ich bin seit kurzem wegen Depressionen in Therapie und habe nun auf Empfehlung ein Klinikaufenthalt beantragt. Ich würde gerne wissen, was so auf mich zukommt. Hat da jemand Erfahrungen? zum Beispiel auch wie es mit dem Kontakt zur Außenwelt ist, was man da den Tag über macht, ob es euch geholfen hat, etc. Ich wäre sehr dankbar über einige Antworten!
liebe Grüße

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27. Januar 2013 um 14:54


Wie alt bist du?

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29. Januar 2013 um 0:10

Schreckliche Zeit
Ich war nur für ein paar Tage in der Klinik, es kam mir vor wie ein paar Monate. Allerdings waren es bei mir andere Umstände, ich wurde nach einem peinliche halbherzigen Selbstmordversuch im betrunkenen Zustand eingewiesen. Also ich war nicht betrunken als ich eingeliefert wurde, sondern dann einen Tag später. Es war alles total übertrieben, wenn ich nicht so lethargisch gewesen wäre, hätte ich nein gesagt. Ich bin in die Geschlossene gekommen. War extrem dämlich. Die Ärzte schauen auf einen herab, schauen einem mit Argusaugen hinterher und so weiter. Man muss so tun als wäre man super gut drauf, damit schneller wieder daraus kommt. Denn wenn man sich, so wie ich am ersten Tag, den ganzen Tag schlafen legt, dann wird einem zwar nicht geholfen, aber man muss noch länger da bleibne. Das einzige was du da machen kannst ist den Mist im Fernsehen zu gucken, den die anderen angeschaltet haben. Du wachst nachts auf und Leute stehen vor deinem Bett und bedrohen dich, ich habe am Tag etwa zwei Schachteln Zigaretten geraucht, weil es nichts anderes zu tun gab, wir durften nicht raus, nur drinne sitzen, während draußen die Sonne scheint, man wird noch mehr runter gezogen, weil es dort Leute gibt, die schon seit 3 Monaten da sitzen und die Hoffnungen aufgegebn haben. Und dann, wenn du irgedwann checkst wie das abläuft, fängst du an zu lächeln, so zu tun als wäre alles super, einfach damit die dich endlich rauslassen. Es gab natürlich auch nette Menschen. Eine Schwester hat uns immer Akkupunkturen angeboten, die war toll und ich habe da auch nette Leute kennengelernt. Aber alles in allem, fand ich die Geschlossene sehr schlimm. Dann kam ich in die Offene, aber da war es auch schlimm, es gab nur merkwürdige Therapieangebote, man ist natürlich totl unsicher, ber niemand geht darauf ein. ABER: Ich wollte nicht dort sein, ich habe mich nicht darauf eingelassen, also auf die offene, die geschlossene war wirklich für den arsch, und vielleicht äre es dann anders gewesen. ich würde dir auf jeden fall dazu raten es auszuprobieren. es ist nur halt nicht einfach.

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9. März 2013 um 11:37
In Antwort auf cindra_11885185


Wie alt bist du?

...
ich bin 20, wieso?

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9. März 2013 um 11:38
In Antwort auf an0N_1218431099z

Schreckliche Zeit
Ich war nur für ein paar Tage in der Klinik, es kam mir vor wie ein paar Monate. Allerdings waren es bei mir andere Umstände, ich wurde nach einem peinliche halbherzigen Selbstmordversuch im betrunkenen Zustand eingewiesen. Also ich war nicht betrunken als ich eingeliefert wurde, sondern dann einen Tag später. Es war alles total übertrieben, wenn ich nicht so lethargisch gewesen wäre, hätte ich nein gesagt. Ich bin in die Geschlossene gekommen. War extrem dämlich. Die Ärzte schauen auf einen herab, schauen einem mit Argusaugen hinterher und so weiter. Man muss so tun als wäre man super gut drauf, damit schneller wieder daraus kommt. Denn wenn man sich, so wie ich am ersten Tag, den ganzen Tag schlafen legt, dann wird einem zwar nicht geholfen, aber man muss noch länger da bleibne. Das einzige was du da machen kannst ist den Mist im Fernsehen zu gucken, den die anderen angeschaltet haben. Du wachst nachts auf und Leute stehen vor deinem Bett und bedrohen dich, ich habe am Tag etwa zwei Schachteln Zigaretten geraucht, weil es nichts anderes zu tun gab, wir durften nicht raus, nur drinne sitzen, während draußen die Sonne scheint, man wird noch mehr runter gezogen, weil es dort Leute gibt, die schon seit 3 Monaten da sitzen und die Hoffnungen aufgegebn haben. Und dann, wenn du irgedwann checkst wie das abläuft, fängst du an zu lächeln, so zu tun als wäre alles super, einfach damit die dich endlich rauslassen. Es gab natürlich auch nette Menschen. Eine Schwester hat uns immer Akkupunkturen angeboten, die war toll und ich habe da auch nette Leute kennengelernt. Aber alles in allem, fand ich die Geschlossene sehr schlimm. Dann kam ich in die Offene, aber da war es auch schlimm, es gab nur merkwürdige Therapieangebote, man ist natürlich totl unsicher, ber niemand geht darauf ein. ABER: Ich wollte nicht dort sein, ich habe mich nicht darauf eingelassen, also auf die offene, die geschlossene war wirklich für den arsch, und vielleicht äre es dann anders gewesen. ich würde dir auf jeden fall dazu raten es auszuprobieren. es ist nur halt nicht einfach.

Danke
vielen Dank für deine Antwort!

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10. März 2013 um 11:24

Hallo...
ich war schon in mehreren Kliniken weil ich Depressionen und Ängste habe. Mir gehts aber heute gut und brauche keine Medikamente. Die Therapien haben mich offener gemacht weil ich eine schüchterne Person bin. Nur meine Ängste habe ich da nicht in dem Griff bekommen, bin zur Zeit auf der Suche nach einer Verhaltenstherapeutin die mich dabei unterstützt.

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12. April 2013 um 18:49

Eine Psychiatrie ist schlecht
Die Psychiatrie in Aschendorf ist scheiße
Ich bin mal schlafgewandelt und weil ich dabei mit einem Messer auf Leute zugegangen sein soll ( ) musste ich dahin Dort sind die mit mir total schlecht umgegangen, so dass meine Mutter mich da wieder rausholte. Hätte sie das nicht getan, wäre ich darin innerlich zugrunde gegangen
Die dachten, ich hätte das absichtlich getan und drohten, mich ins Geschlossene zu stecken, wenn ich das nochmal machen sollte
Ich soll ja angeblich die Betreuer im Schlaf verdroschen haben
Und ich sollte mich noch entschuldigen. Wie kann ich mich für etwas entschuldigen, wovon ich garnichts weiß
Erstmal musst du da drin bleiben - du hast also erstmal noch kein Geländeausgang, weil die dich beobachten müssen.
Du musst eintragen, wann du duschen willst und kannst evtl. deine Wäsche selber waschen. Du hast pünktlich zu den Mahlzeiten zu erscheinen, sonst gibts nichts mehr.
So, das waren ein paar Grundregeln, die ich da kennengelernt habe

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12. April 2013 um 20:21

Najaaa
du musst beachten, in den foren sind meist leute unterwegs, die schlecht erfahrungn gemacht haben. das ist normal. deswegen möchte ich kurz mal meine positiven erfahrungen schildern. vor 2,5 jahren wurde ich notfallmäßig eingeliefert, weil ich vor angst und panik weder ein noch aus wusste und schlicht und einfach nicht mehr überlebensfähig war. ich bin gottseidank nicht in die geschlossene gekommen, da kann ich mir durchaus vorstellen, dass es schon schwieriger ist. wr auf einer offenen station, also man konnte nachmittags auch in die stadt und so. es gab viele therapien. ergotherapie, sporttherapie, gruppentherapie usw. du bekommst dort einen geregelten tagesablauf. und für mich damals sehr wichtig: du bist in einer geschützten umgebung. wenn es dir schlecht geht, ist immer jemand zum reden da. für mich waren die 3 wochen stationärer und 8 wochen aufenthalt in der tagesklinik im wahrsten sinne des wortes überlebensnotwendig. wenn du mit einem blinddarmdurchbruch ins krankenhaus kommst, ist es ja ähnlich :P
ich habe in meiner zeit dort unheimlich viel mitgenommen. heute, 2,5 jahre später, habe ich mein studium abgeschlossen, habe meine eigene wohnung, einen guten job, es läuft. es geht immer aufwärts.

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13. April 2013 um 17:20
In Antwort auf mayim_11899254

Najaaa
du musst beachten, in den foren sind meist leute unterwegs, die schlecht erfahrungn gemacht haben. das ist normal. deswegen möchte ich kurz mal meine positiven erfahrungen schildern. vor 2,5 jahren wurde ich notfallmäßig eingeliefert, weil ich vor angst und panik weder ein noch aus wusste und schlicht und einfach nicht mehr überlebensfähig war. ich bin gottseidank nicht in die geschlossene gekommen, da kann ich mir durchaus vorstellen, dass es schon schwieriger ist. wr auf einer offenen station, also man konnte nachmittags auch in die stadt und so. es gab viele therapien. ergotherapie, sporttherapie, gruppentherapie usw. du bekommst dort einen geregelten tagesablauf. und für mich damals sehr wichtig: du bist in einer geschützten umgebung. wenn es dir schlecht geht, ist immer jemand zum reden da. für mich waren die 3 wochen stationärer und 8 wochen aufenthalt in der tagesklinik im wahrsten sinne des wortes überlebensnotwendig. wenn du mit einem blinddarmdurchbruch ins krankenhaus kommst, ist es ja ähnlich :P
ich habe in meiner zeit dort unheimlich viel mitgenommen. heute, 2,5 jahre später, habe ich mein studium abgeschlossen, habe meine eigene wohnung, einen guten job, es läuft. es geht immer aufwärts.

Vielleicht hast du meinen Beitrag falsch verstanden
Ich meinte nicht, dass alle Psychiatrien scheiße sind, sondern nur die in Aschendorf
Dass die Geschlossene schlimm ist und man da erst recht abdreht, hätte ich dir gleich sagen können. Ich kannte mal einen, der war in der Psychiatrie, also ein Kerl so um die 60 damals, der war in der Geschlossenen und war froh, als er da wieder raus kam
Die Offene in Aschendorf ist schlimm, aber es heißt ja nicht, dass jede Offene scheiße ist
Freut mich, dass du wieder gesund bist

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