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Erfahrungen mit Familienstellen?

2. Januar 2006 um 23:27 Letzte Antwort: 21. Februar 2006 um 16:44

Hallo zusammen,
ich habe hier eben in einem Beitrag zum ersten mal von Familienstellen gehört. Nun habe ich mir auf hellinger.com die Einführung in das Thema durchgelesen, weiß aber noch nicht genau, was der Klient davon hat. Wann empfiehlt es sich, das zu machen? Bei mir persönlich geht es um einen Trauerfall, den ich schwer verarbeite. Kann mir das Familienstellen helfen? Deswegen und aus Interesse: Wer hat Erfahrungen und kann davon berichten?

Viele Grüße

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3. Januar 2006 um 8:46

Ich habe da eigentlich nur schlechtes davon gehört
guck mal da
http://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung
Aber wenn du es wirklich machen solltest,
dann sorg bitte dafür, dass du weißt, zu wem du gehst, wenn es schief geht. Und der dir dann hilft.

Viele Grüße
Paula

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3. Januar 2006 um 10:54

Hallo hawaiihemd!
also, ich habe ebenfalls einen trauerfall zu verarbeiten und wurde ca. 3 monate nach dem todesfall zu so einer familienaufstellung geschickt. vielleicht war es auch ein fehler, dass ich mehr geschickt als gewollt dort hingegangen bin. irgendwie hab ich mir dann aber doch erhofft, dass man mir helfen kann.

ich muss sagen, dass es mir nichts gebracht hat. bei einer familienaufstellung kann es sein, dass du überhaupt nich mit der verstorbenen person arbeitest.

meistens stecken die ursachen der probleme eines jeden menschen in der kindheit. es ist sicherlich ganz interessant auch dies herauszufinden, aber eine direkte klärung für den tod einer geliebten person wirst du dort nicht finden.

das einzige das mir dort klargemacht wurde ist, dass ich riesige probleme mit dem tod im allgemeinen hab. da ich schon als baby schwere verluste erlitten habe und sich das wie ein roter faden durch mein leben zieht.

ich würde es aber auf keinen fall zu kurz nach einem todesfall machen, vielleicht wenn man selber wieder ein bisschen zur ruhe kommt.

ich wünsch dir alles gute.

Shandona

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21. Februar 2006 um 16:44

Gute Erfahrungen...
...habe ich persönlich gemacht. Aber wichtig ist dabei ein guter Therapeut zu dem man Vertrauen haben kann. Ich hatte unglaublich viel Glück und habe mich innerhalb der letzten 2 Jahre 3x aufstellen lassen und lerne jedesmal viel über mich. Man kann alte Muster, oft unbewusste, erkennen und lösen. Die Kraft die man jeden Tag aufbringen muss um Probleme zu unterdrücken (oder auch Trauer, die nicht verarbeitet wurde) wird nach einer Aufstellung wieder frei und du kannst sie für das Leben verwenden.
Es kann sein das du wegen einem konkreten Trauma - wie einem Trauerfall - in eine Aufstellung gehst, und du dann aber ganz andere Strukturen bearbeitest. Ich finde das aber nicht schlimm - irgendwo sollte man ja mit dem Aufräumen anfangen. Die Menschen, die ich beobachtet habe, die einen Trauerfall aufgestellt haben, schienen alle sehr erleichtert. Es gab ihnen die Möglichkeit noch einmal Abschied zu nehmen und das ist sicher tröstlich.

Ich würde eine Aufstellung aber nicht machen, wenn du mitten in einer Krise steckst, sondern dann lieber noch ein paar Monate (oder so lange wie du brauchst) warten. Es erfordert Mut eine Aufstellung zu machen - aber es lohnt sich.

Alles Gute und viel Kraft!

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