Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Er macht mich zum Buhmann

1. November um 15:25 Letzte Antwort: 5. November um 19:43

Hallo

mein Partner und ich sind nun schön seit mehreren Jahren zusammen.
Er ist eher introvertiert, spricht nicht viel über seine Gefühle und reflektiert (so sehe zumindest ich das) nicht sehr oft sein Verhalten.

Leider starb eine ihm sehr nahestehende Person und wie man es sich denken könnte, kommt da nicht sehr viel ihm, was auch völlig in Ordnung ist.
Jeder braucht seine Zeit.

Nun möchte ich ihn natürlich unterstützen und helfen wo es geht aber ich werde fast zur gänze abgeblockt.
Was grundsätzlich auch ok wäre, wenn er auch sein Umfeld so behandeln würde.
Mit mir spricht er wenig bis gar nichts, mit seinen Verwandten, Freunden hingegen sehr viel und lange.
Auf meine Frage warum das so ist, bekomme ich nur "ich habe dir nichts zu sagen".
Wenn ich mit Argumenten auffahre und ihm vor Augen führe wie er mit mir umgeht im Vergleich zu den anderen, kocht er hoch und spielt sich beinahe wie ein Kind auf und kontert mit unfairen Dingen, die mich verletzen.
Es kommt auch schon mal vor, dass ich deshalb weinen muss, weil es mich so trifft.
Dafür werde ich dann manchmal sogar verspottet..

Ich weiß dass er eine schwere Phase durchmacht aber ich verstehe nicht, weshalb ich als einzige auf das Abstellgleis verfrachtet werde und man mich auf Abstand hält..
Irgendwann kann man nicht mehr..

Hat jemand ähnliches erlebt oder kann mir vielleicht Tipps geben?
 

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1. November um 15:43
In Antwort auf user806749349

Hallo

mein Partner und ich sind nun schön seit mehreren Jahren zusammen.
Er ist eher introvertiert, spricht nicht viel über seine Gefühle und reflektiert (so sehe zumindest ich das) nicht sehr oft sein Verhalten.

Leider starb eine ihm sehr nahestehende Person und wie man es sich denken könnte, kommt da nicht sehr viel ihm, was auch völlig in Ordnung ist.
Jeder braucht seine Zeit.

Nun möchte ich ihn natürlich unterstützen und helfen wo es geht aber ich werde fast zur gänze abgeblockt.
Was grundsätzlich auch ok wäre, wenn er auch sein Umfeld so behandeln würde.
Mit mir spricht er wenig bis gar nichts, mit seinen Verwandten, Freunden hingegen sehr viel und lange.
Auf meine Frage warum das so ist, bekomme ich nur "ich habe dir nichts zu sagen".
Wenn ich mit Argumenten auffahre und ihm vor Augen führe wie er mit mir umgeht im Vergleich zu den anderen, kocht er hoch und spielt sich beinahe wie ein Kind auf und kontert mit unfairen Dingen, die mich verletzen.
Es kommt auch schon mal vor, dass ich deshalb weinen muss, weil es mich so trifft.
Dafür werde ich dann manchmal sogar verspottet..

Ich weiß dass er eine schwere Phase durchmacht aber ich verstehe nicht, weshalb ich als einzige auf das Abstellgleis verfrachtet werde und man mich auf Abstand hält..
Irgendwann kann man nicht mehr..

Hat jemand ähnliches erlebt oder kann mir vielleicht Tipps geben?
 

Du zwingst dich zu sehr auf.

Wenn er das Problem für sich geklärt hatt tritt er damit bestimmt auch nach aussen. 

Respektiere seine Worte. 

Druck und Zwang grade bei eh schon introvertierten Menschen bewirkt nur das sie sich noch mehr verschließen. 

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5. November um 19:43

Hallo, 

für mich liest sich das so, als ob er sich mit dem Verarbeiten leichter tut, indem er mit den Anderen, Aussenstehenden redet. Kann sein, speziell wenn er sonst auch dieser Typ Mensch ist. Es wäre unwahrscheinlich, dass er sich jetzt in dieser speziell schwierigen Situation ändert, wenn er auch sonst eher introvertiert ist und seine Gefühle nicht mit dir bespricht.

Vielleicht kann ein anderer Fokus helfen: Du willst, dass es ihm gut geht. Und möchtest dazu etwas beitragen und etwas für ihn tun. Wenn es ihm aber so gelingt, vielleicht sogar einfacher, das zu verarbeiten und damit klar zu kommen, dann wäre das Ziel ja erreicht. 

Ich würde in diesem Sinne etwas zurückrudern an deiner Stelle und ihm vielleicht einfach sagen, dass du für ihn da bist, wenn er das möchte. Und dann mal schauen, wie es sich weiter entwickelt. 

 

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