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Er ist depressiv - Beziehung unmöglich??

10. November 2010 um 12:44

Ich weiß gar nicht, ob mir hier jemand helfen kann, aber vielleicht gibt es ja doch den ein oder anderen nützlichen Tipp.
Ich leg mal los
Habe vor etwa drei Wochen einen Mann kennengelernt und mich ehrlich gesagt auch ziemlich in ihn verguckt. Wir hatten die letzen drei Wochen eine gaaanz tolle Zeit (es hat alles gestimmt - tolle Gespräche, toller Sex usw.) Jetzt zieht er sich auf einmal ziemlich zurück (ich könnte jetzt auch einfach denken, dass er halt kein Interesse mehr hat. Aber ich bin ja eine Frau - das wär zu einfach ). Er is ein sehr spezieller Typ und bei Frauen auch nicht unbeliebt - sprich, ich würde von mehreren Ecken gewarnt. Unter anderem natürlich auch, dass er (siehe Überschrift) depressiv wäre. Er hat mir selbst gesagt, dass er schwierig wäre. Hatte mir auch gesagt, dass er sich sehr große Sorgen um seine berufliche Zukunft macht (ab übernächstem Jahr müsste er sich was neues suchen und die Chancen stehen schlecht) und dass er sich total zurückzieht, wenn es ihm nicht gut geht. Jetzt haben wir uns seit Samstag nicht mehr gesehen und mailen auch nur noch sporadisch. Ich will mich ihm nicht aufdrängen, aber ich fänd es erstens sehr schade, wenn unsere "Verbindung" nun flöten ginge und zweitens will ich ihm ja auch gerne helfen.

Hat jemand eine Idee?
LG,
Prinzessin

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10. November 2010 um 14:56

Hallo Prinzessin,
der Begriff "depressiv" wird heute häufig inflationär verwendet. Die entsprechenden Angaben irgendwelcher Freunde haben daher für mich wenig Aussagekraft, zumal er dir das ja selbst nicht bestätigt hat.Die von dir geschilderte Symptomatik reicht mir ebenfalls nicht aus, um von einem begründeten Verdacht auf Depression zu sprechen.

Selbstverständlich kannst du ihn einmal auf das Thema ansprechen, nachfragen ob er deshalb schon einmal bei einem Arzt war oder in Behandlung steht. Sollte er bei diesem Gespräch selbst Leidensdruck zeigen, wäre ihm zur Abklärung seiner dann ja selbst erklärten Leiden der Besuch eines Facharztes für Psychiatrie anzuraten.Sprich mit ihm!

LG Nus

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10. November 2010 um 15:44
In Antwort auf nus1951

Hallo Prinzessin,
der Begriff "depressiv" wird heute häufig inflationär verwendet. Die entsprechenden Angaben irgendwelcher Freunde haben daher für mich wenig Aussagekraft, zumal er dir das ja selbst nicht bestätigt hat.Die von dir geschilderte Symptomatik reicht mir ebenfalls nicht aus, um von einem begründeten Verdacht auf Depression zu sprechen.

Selbstverständlich kannst du ihn einmal auf das Thema ansprechen, nachfragen ob er deshalb schon einmal bei einem Arzt war oder in Behandlung steht. Sollte er bei diesem Gespräch selbst Leidensdruck zeigen, wäre ihm zur Abklärung seiner dann ja selbst erklärten Leiden der Besuch eines Facharztes für Psychiatrie anzuraten.Sprich mit ihm!

LG Nus

Leidensdruck zeigen...
...glaube eher, dass er auf Abwehrhaltung gehen würde, wenn ich das Wort "depressiv" bloß ansprechen würde. Sicherlich wird mit diesem Wort mittlerweile zu schnell geurteilt. Weiß ja auch gar nicht, ob es die richtige Bezeichnung für sein Verhalten ist. Aber als "normal" (okay, was ist in der heutigen Gesellschaft schon normal!) würde ich es nicht bezeichnen, wenn man bei einem Problem teilweise wochenlang in der Versenkung verschwindet und niemanden an sich ranlässt. Oder seh ich das falsch? Ich selbst war jahrelang essgestört - was ja wohl irgendwie auch eine Form der Depression ist. Und jetzt - da mein "Himmelhochjauchzend-Gefühl" schwindet, da ich ahne, dass es mit ihm evtl. doch nix ernstes wird, neigt sich schnell zu "zu-Tode-betrübt" und ich könnt den ganzen Tag nur heulen. Stelle gerad bei meinen Zeilen fest, dass es sowieso eine abenteuerliche Kombi zwischen uns wäre. Beziehung hin oder her - in erster Linie möchte ich ja nicht, dass er sich so hängen lässt. Er is ein wirklich guter Charaktertyp und es ist schade, wenn man jemanden so traurig sieht

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10. November 2010 um 16:32
In Antwort auf prinzessintakatuka

Leidensdruck zeigen...
...glaube eher, dass er auf Abwehrhaltung gehen würde, wenn ich das Wort "depressiv" bloß ansprechen würde. Sicherlich wird mit diesem Wort mittlerweile zu schnell geurteilt. Weiß ja auch gar nicht, ob es die richtige Bezeichnung für sein Verhalten ist. Aber als "normal" (okay, was ist in der heutigen Gesellschaft schon normal!) würde ich es nicht bezeichnen, wenn man bei einem Problem teilweise wochenlang in der Versenkung verschwindet und niemanden an sich ranlässt. Oder seh ich das falsch? Ich selbst war jahrelang essgestört - was ja wohl irgendwie auch eine Form der Depression ist. Und jetzt - da mein "Himmelhochjauchzend-Gefühl" schwindet, da ich ahne, dass es mit ihm evtl. doch nix ernstes wird, neigt sich schnell zu "zu-Tode-betrübt" und ich könnt den ganzen Tag nur heulen. Stelle gerad bei meinen Zeilen fest, dass es sowieso eine abenteuerliche Kombi zwischen uns wäre. Beziehung hin oder her - in erster Linie möchte ich ja nicht, dass er sich so hängen lässt. Er is ein wirklich guter Charaktertyp und es ist schade, wenn man jemanden so traurig sieht

Prinzessin,
sicherlich ist es nicht wünschenswert, wenn ein Mensch sich mit Problemen zurückzieht und auch für dich nicht ansprechbar ist. Ich kenne dich ja aus " unserem Forum" (ES)und weiß, dass du ihm gern helfen würdest. Aber du kennst ja die Problematik, wie schwer oder unmöglich es ist, jemanden zu helfen, der selbst nicht krankheitseinsichtig und therapiebereit ist. Was für ES gilt, gilt auch hier bei Depressionen, wobei ich dafür- wie gesagt- bei deinem Freund keine ausreichenden Anhaltspunkte habe.

Ich weiß, dass du jetzt traurig bist, aber du musst jetzt auch an dich und dein eigenes Krankheitsbild denken. Es ist jetzt ganz wichtig, dass du selbst gesundheitlich stabil bleibst, noch steht doch überhaupt nicht fest, dass er die Freundschaft zu dir beenden will. Gib ihm einfach etwas Zeit, aber bleibe bitte selbst gesund.

LG Nus

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10. November 2010 um 16:50
In Antwort auf nus1951

Prinzessin,
sicherlich ist es nicht wünschenswert, wenn ein Mensch sich mit Problemen zurückzieht und auch für dich nicht ansprechbar ist. Ich kenne dich ja aus " unserem Forum" (ES)und weiß, dass du ihm gern helfen würdest. Aber du kennst ja die Problematik, wie schwer oder unmöglich es ist, jemanden zu helfen, der selbst nicht krankheitseinsichtig und therapiebereit ist. Was für ES gilt, gilt auch hier bei Depressionen, wobei ich dafür- wie gesagt- bei deinem Freund keine ausreichenden Anhaltspunkte habe.

Ich weiß, dass du jetzt traurig bist, aber du musst jetzt auch an dich und dein eigenes Krankheitsbild denken. Es ist jetzt ganz wichtig, dass du selbst gesundheitlich stabil bleibst, noch steht doch überhaupt nicht fest, dass er die Freundschaft zu dir beenden will. Gib ihm einfach etwas Zeit, aber bleibe bitte selbst gesund.

LG Nus

Hallo Nus...
danke für deine aufmunternden Worte! Ja, da hast du wohl Recht - man kann niemanden zwingen. Für mich ist es halt schwer verständlich denn wenn es mir schlecht geht, spreche ich mit anderen Menschen darüber.
Ich vermute ja sogar, dass der Herr selbst ein Problem mit dem Essen hat (ungewöhnlich bei einem Mann, aber kann ja sein). Er isst sehr sehr wenig (manchmal nur einmal täglich) und meinte jetzt neulich, er sei fett geworden (ca. 68kg bei 1,80m Größe), dabei ist an ihm echt kein Gramm zuviel dran.
Naja, ich werde jetzt erstmal abwarten, ob er sich von allein rührt.
Danke auf jedenfall nochmal für deine Hilfestellung!

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