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Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung Borderline Typ

18. September 2017 um 13:59 Letzte Antwort: 18. September 2017 um 21:55

Hallo zusammen Es hat bei mir angefangen, da war ich 18. Beim ersten Mal Ritzen war ich total erschrocken und habe mir geschworen, dass es das erste und das letzte Mal sein würde. Beim zweiten Mal Ritzen wusste ich schon warum ich das gemacht hatte : Ich hatte so einen heftigen Druck im Kopf und wusste nicht wohin damit. Habt ihr das auch ? Darauf hin folgte dann der Schneidedruck (Ritzen). Ich hatte das Gefühl, mir was antun zu müssen, um den Druck zu entlasten. Durch den Druck im Kopf spürte ich mich nicht mehr, so dass ich mich ritzte, um mich wieder zu spüren. Ich dachte, alles um mir herum ist nicht real. Beim dritten Mal Ritzen traute ich mich endlich zur Hausärztin. Die hat mich sofort in die Klinik eingewiesen. Ich bin dann damals immer joggen gegangen, um den Druck abzubauen. Heute habe ich Walking Stöcker und gehe walken. Ich habe sogenannte "Skills" gelernt anzuwenden in den unzähligen Klinikaufenthalten. Z.B. Pfefferminzöl, getrocknete Chilischote, Walken, Musik hören ,Kühlpack, kalt duschen.... etc. Ich werde am 30 ten September 23. Heute kombiniere ich die Skills miteinander. Wenn dann der Druck im Kopf kommt, gehe ich walken und höre dabei meine Lieblings Musik oder wende Pfefferminzöl an und kaue dabei eine getrocknete Chilischote. Das Wichtigste ist aber, dass ihr jemanden habt, der euch versteht. Noch besser jemanden ,der euch liebt und euch so nimmt, wie ihr seid. Denn Liebe ist das beste Heilmittel ! Es hat bei mir ewig gedauert, bis ich so jemanden gefunden habe. Heute bin ich glücklich vergeben und kann mit meiner Krankheit besser umgehen. Geht es euch vielleicht ähnlich oder genauso ??? Würde mich über einen Austausch freuen

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18. September 2017 um 14:28

bei mir hat Wissen und Erfahrung den Unterschied zu einem Leben, was ich leben möchte (und die Menschen in meiner Umgebung mit mir) gemacht.

Davon, mich von anderen "ziehen" zu lassen halte ich ehrlich gesagt wenig, da das gerade bei mir zu schnell umschlagen kann - und dann ziehe ich alle mit in den Treibsand ... Ich fahre eher die gegenteilige Strategie, wenn es mir nicht gut geht, gerade wieder ein Schub kommt oder sonstwas, ziehe ich mich von ALLEN Menschen zurück, sofern nur irgend möglich.

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18. September 2017 um 14:49

Wie hast du den Schritt geschafft dich an einen Arzt zu wenden? Wo war deine Anlaufstelle?
 

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18. September 2017 um 14:51
In Antwort auf chattiex

Wie hast du den Schritt geschafft dich an einen Arzt zu wenden? Wo war deine Anlaufstelle?
 

meinst Du jetzt mich oder die TE?

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18. September 2017 um 15:02

ich meinen jeden der zu dem Thema etwas äußern kann.
Wenn du dazu erfahrungen gemacht hast, wäre ich dir für deine Auskunft sehr dankbar.

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18. September 2017 um 15:12
In Antwort auf chattiex

ich meinen jeden der zu dem Thema etwas äußern kann.
Wenn du dazu erfahrungen gemacht hast, wäre ich dir für deine Auskunft sehr dankbar.

ich glaube nicht, dass Dir die Antwort weiter hilft - den Schritt habe eigentlich nicht ich gemacht, ich bin mit dissoziativer Amnesie (übersetzt ins Deutsche: ich hatte die Augen offen, habe aber auf gar nichts reagiert - von Ansprechen bis Ohrfeigen - und habe auch NULL Erinnerungen an diese Zeit, ging über mehrere Stunden) in der Notaufnahme vom Krankenhaus gelandet.

Davor wußte ich zwar, dass ich "nicht normal" bin aber habe das nie als Krankheit gesehen, wo ich überhaupt auf die Idee gekommen wäre mal zum Doc zu gehen. Eher als Unzulänglichkeit meinerseits, dass ich zu faul bin, mich mal zusammen zu reißen oder sowas (das war im Grunde auch meine Erziehung in dieser Hinsicht).

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18. September 2017 um 15:18
In Antwort auf avarrassterne1

ich glaube nicht, dass Dir die Antwort weiter hilft - den Schritt habe eigentlich nicht ich gemacht, ich bin mit dissoziativer Amnesie (übersetzt ins Deutsche: ich hatte die Augen offen, habe aber auf gar nichts reagiert - von Ansprechen bis Ohrfeigen - und habe auch NULL Erinnerungen an diese Zeit, ging über mehrere Stunden) in der Notaufnahme vom Krankenhaus gelandet.

Davor wußte ich zwar, dass ich "nicht normal" bin aber habe das nie als Krankheit gesehen, wo ich überhaupt auf die Idee gekommen wäre mal zum Doc zu gehen. Eher als Unzulänglichkeit meinerseits, dass ich zu faul bin, mich mal zusammen zu reißen oder sowas (das war im Grunde auch meine Erziehung in dieser Hinsicht).

Darf ich mal fragen was so deine Symptome waren an denen du gemerkt hast, dass etwas nicht stimmt?
 

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18. September 2017 um 15:36
In Antwort auf chattiex

Darf ich mal fragen was so deine Symptome waren an denen du gemerkt hast, dass etwas nicht stimmt?
 

hmmm

Selbstverletzung - wusste ich schon, dass die anderen das nicht machen (wobei ich da noch nicht wußte, dass ich damit gar nicht völlig allein bin, wie ich es damals geglaubt habe).
Angst - vor allem möglichen und gern auch allem unmöglichen Sch*** - hatten andere auch nicht, zumal die "Du musst Dich nur einmal überwinden..."  - Story nie, nie, nie gestimmt hat. Nicht ein verdammtes Mal. Auch nicht nach "1000 mal" statt einem mal.
Erinnerungen - ich hatte schon als Teenager das Problem, dass ich Bilder von Erinnerungen einfach nie los geworden bin - und dass die ... wie drücke ich das aus... unendlich viel mehr weh taten als es dem Anlass angemessen wäre.
Wahrnehmung - hätte ich da noch nicht so benennen können. Aber ich wußte schon, dass ich zuweilen durch einen ziemlichen Schleier schaue und meiner Bewertung nicht trauen kann.
Hm, dass andere nicht gern auf dem Geländer einer Autobahnbrücke balancieren, wußte ich auch.
Dass andere nicht ständig abdriften und / oder sich von aussen sehen, wußte ich auch. Hat man mir mehr als deutlich erklärt, dass ich das nicht machen darf. Nur leider nicht, wie ich es verhindern kann.
Und dass alle meinten, ich wöllte mich nur interessant machen, wenn ich mal mit etwas, was mich bewegt hat, ins detail gegangen bin, quasi "mein herz ausgeschüttet habe" war jetzt auch nicht direkt nice.

Das war zumindest der Stand in der Teenager - Zeit. (so mit 14-18). Das ich im Krankenhaus gelandet bin, war viele Jahre später.
Das Gefühl der inneren Leere hatte ich als Teenager beispielsweise auch schon, habe ich aber nicht als ungewöhnlich eingeordnet.

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18. September 2017 um 15:42
In Antwort auf avarrassterne1

hmmm

Selbstverletzung - wusste ich schon, dass die anderen das nicht machen (wobei ich da noch nicht wußte, dass ich damit gar nicht völlig allein bin, wie ich es damals geglaubt habe).
Angst - vor allem möglichen und gern auch allem unmöglichen Sch*** - hatten andere auch nicht, zumal die "Du musst Dich nur einmal überwinden..."  - Story nie, nie, nie gestimmt hat. Nicht ein verdammtes Mal. Auch nicht nach "1000 mal" statt einem mal.
Erinnerungen - ich hatte schon als Teenager das Problem, dass ich Bilder von Erinnerungen einfach nie los geworden bin - und dass die ... wie drücke ich das aus... unendlich viel mehr weh taten als es dem Anlass angemessen wäre.
Wahrnehmung - hätte ich da noch nicht so benennen können. Aber ich wußte schon, dass ich zuweilen durch einen ziemlichen Schleier schaue und meiner Bewertung nicht trauen kann.
Hm, dass andere nicht gern auf dem Geländer einer Autobahnbrücke balancieren, wußte ich auch.
Dass andere nicht ständig abdriften und / oder sich von aussen sehen, wußte ich auch. Hat man mir mehr als deutlich erklärt, dass ich das nicht machen darf. Nur leider nicht, wie ich es verhindern kann.
Und dass alle meinten, ich wöllte mich nur interessant machen, wenn ich mal mit etwas, was mich bewegt hat, ins detail gegangen bin, quasi "mein herz ausgeschüttet habe" war jetzt auch nicht direkt nice.

Das war zumindest der Stand in der Teenager - Zeit. (so mit 14-18). Das ich im Krankenhaus gelandet bin, war viele Jahre später.
Das Gefühl der inneren Leere hatte ich als Teenager beispielsweise auch schon, habe ich aber nicht als ungewöhnlich eingeordnet.

Danke für die eilige Antwort.

Einige Punkte auf deiner Liste kommen mir nur all zu bekannt vor.

Und wie ist das mit der Behandlung?
Geht man zum entsprechenden Arzt und sagt: "Hallo ich glaub ich bin krank". Wie darf ich mir das vorstellen.

Vor dem Schritt bangt es mir ziemlich und die Überwindung ist recht groß.

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18. September 2017 um 15:54
In Antwort auf chattiex

Danke für die eilige Antwort.

Einige Punkte auf deiner Liste kommen mir nur all zu bekannt vor.

Und wie ist das mit der Behandlung?
Geht man zum entsprechenden Arzt und sagt: "Hallo ich glaub ich bin krank". Wie darf ich mir das vorstellen.

Vor dem Schritt bangt es mir ziemlich und die Überwindung ist recht groß.

nun, der Schritt zum Doc sollte eigentlich nicht anders sein, als er es wäre, wenn Du Bauchweh hast oder Schmerzen im Bein statt in der Seele. Genauso geht man direkt ins Krankenhaus, wenn es richtig übel ist - und zum "normalen" Doc, wenn es nicht unmittelbar dringend ist, man aber Hilfe braucht.

Müsstest Du Dich genauso überwinden, wenn Du Schmerzen im Bein hättest und / oder Dein Fuß immer mal wieder ganz taub ist?
Vermutlich nicht.
Worin liegt der Unterschied? In den Schmerzen? Nö, tut beides höllisch weh. Man leidet in beiden Fällen. In der Krankheit? Nein, beides medizinisch gleichwertig. Je nach dem, wenn zum BL noch Depressionen kommen, was nun mal nicht so selten ist - ist das rein medizinisch gesehen der gleiche Status wie bei jeder anderen Krankheit, wo aktue Lebensgefahr besteht. Was also dann? Erziehung und gesellschaftlicher Status. Wir sind (fast) alle so sehr auf dieses "einen an der Klapse" und "einfach mal zusammenreissen" dressiert, dass wir psychische Krankheiten noch nicht mal dann erst nehmen, wenn wir selbst darunter zusammen brechen - zumindest trifft das meiner Meinung nach bei zu vielen Betroffenen zu.
 

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18. September 2017 um 15:59
In Antwort auf avarrassterne1

nun, der Schritt zum Doc sollte eigentlich nicht anders sein, als er es wäre, wenn Du Bauchweh hast oder Schmerzen im Bein statt in der Seele. Genauso geht man direkt ins Krankenhaus, wenn es richtig übel ist - und zum "normalen" Doc, wenn es nicht unmittelbar dringend ist, man aber Hilfe braucht.

Müsstest Du Dich genauso überwinden, wenn Du Schmerzen im Bein hättest und / oder Dein Fuß immer mal wieder ganz taub ist?
Vermutlich nicht.
Worin liegt der Unterschied? In den Schmerzen? Nö, tut beides höllisch weh. Man leidet in beiden Fällen. In der Krankheit? Nein, beides medizinisch gleichwertig. Je nach dem, wenn zum BL noch Depressionen kommen, was nun mal nicht so selten ist - ist das rein medizinisch gesehen der gleiche Status wie bei jeder anderen Krankheit, wo aktue Lebensgefahr besteht. Was also dann? Erziehung und gesellschaftlicher Status. Wir sind (fast) alle so sehr auf dieses "einen an der Klapse" und "einfach mal zusammenreissen" dressiert, dass wir psychische Krankheiten noch nicht mal dann erst nehmen, wenn wir selbst darunter zusammen brechen - zumindest trifft das meiner Meinung nach bei zu vielen Betroffenen zu.
 

der Vollständigkeit halber:
 
Die behandlung selbst ist aber anders, das ist mehr die Reha nach einem komplizierten Bruch als die OP, die den Knochen wieder richtet. Aber das wird Dir der Doc besser erklären können als ich

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18. September 2017 um 16:02
In Antwort auf chattiex

Wie hast du den Schritt geschafft dich an einen Arzt zu wenden? Wo war deine Anlaufstelle?
 

Na weil ich gemerkt habe, dass es nicht normal ist, was ich da mache (Ritzen). Und ich hatte niemanden zum Reden. Ich wurde in der Schule gemobbt weil ich immer Klassen Beste war. Habe mich sehr für Schule interessiert. Und weil ich so einsam war und mir für alles die Schuld gab, bekam ich irgendwann einen unerträglichen Druck im Kopf. Dann fing ich irgendwann an mich zu ritzen. Ich wusste das muss aufhören und ich wusste die Ärztin hat Schweigepflicht. Also bin ich zu meiner Hausärztin gegangen.

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18. September 2017 um 16:24
In Antwort auf avarrassterne1

nun, der Schritt zum Doc sollte eigentlich nicht anders sein, als er es wäre, wenn Du Bauchweh hast oder Schmerzen im Bein statt in der Seele. Genauso geht man direkt ins Krankenhaus, wenn es richtig übel ist - und zum "normalen" Doc, wenn es nicht unmittelbar dringend ist, man aber Hilfe braucht.

Müsstest Du Dich genauso überwinden, wenn Du Schmerzen im Bein hättest und / oder Dein Fuß immer mal wieder ganz taub ist?
Vermutlich nicht.
Worin liegt der Unterschied? In den Schmerzen? Nö, tut beides höllisch weh. Man leidet in beiden Fällen. In der Krankheit? Nein, beides medizinisch gleichwertig. Je nach dem, wenn zum BL noch Depressionen kommen, was nun mal nicht so selten ist - ist das rein medizinisch gesehen der gleiche Status wie bei jeder anderen Krankheit, wo aktue Lebensgefahr besteht. Was also dann? Erziehung und gesellschaftlicher Status. Wir sind (fast) alle so sehr auf dieses "einen an der Klapse" und "einfach mal zusammenreissen" dressiert, dass wir psychische Krankheiten noch nicht mal dann erst nehmen, wenn wir selbst darunter zusammen brechen - zumindest trifft das meiner Meinung nach bei zu vielen Betroffenen zu.
 

Also mit dem Überwinden, generell zum Arzt zu gehen, da muss ich das tatsächlich bejaen. Ich mag prinzipell nicht gerne zum Arzt solange ich nicht denke, dass es extrem schlimm ist.

Aber deine Einwände, dass psychische Krankheiten kaum ernst genommen werden kann ich gut verstehen.

Danke für deine Antworten
 

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18. September 2017 um 16:26
In Antwort auf wonderfuldreamgirllikeme23

Na weil ich gemerkt habe, dass es nicht normal ist, was ich da mache (Ritzen). Und ich hatte niemanden zum Reden. Ich wurde in der Schule gemobbt weil ich immer Klassen Beste war. Habe mich sehr für Schule interessiert. Und weil ich so einsam war und mir für alles die Schuld gab, bekam ich irgendwann einen unerträglichen Druck im Kopf. Dann fing ich irgendwann an mich zu ritzen. Ich wusste das muss aufhören und ich wusste die Ärztin hat Schweigepflicht. Also bin ich zu meiner Hausärztin gegangen.

War es bei dir auch schon so weit, dass du Angst hattest weiter zu gehen oder dass du kurz davor warst zu weit zu gehen was deine Selbstverletzungen angeht?

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18. September 2017 um 16:30
In Antwort auf chattiex

Also mit dem Überwinden, generell zum Arzt zu gehen, da muss ich das tatsächlich bejaen. Ich mag prinzipell nicht gerne zum Arzt solange ich nicht denke, dass es extrem schlimm ist.

Aber deine Einwände, dass psychische Krankheiten kaum ernst genommen werden kann ich gut verstehen.

Danke für deine Antworten
 

touche
Ich hab auch mit Ärzten allgemein so meine Not, in dem Falle war das eine Argumentation, die ich selbst nicht wirklich glaube - erwischt.

Anyway, dann weißt Du schon, dass es Punkte gibt, wo es nicht mehr optional ist, zum Doc zu gehen

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18. September 2017 um 16:36
In Antwort auf avarrassterne1

touche
Ich hab auch mit Ärzten allgemein so meine Not, in dem Falle war das eine Argumentation, die ich selbst nicht wirklich glaube - erwischt.

Anyway, dann weißt Du schon, dass es Punkte gibt, wo es nicht mehr optional ist, zum Doc zu gehen

Ich weiß auf jeden Fall schon lange, dass etwas nicht in Ordnung ist. Und in letzter Zeit nimmt es Überhand, darum bin ich selbst an dem Punkt wo mir der Gang zum Arzt nicht wirklich erspart bleibt.

Nur trotzdem sind da meine Sorgen was die Ärzte und die Bahandlung angeht und die Konsequenzen die damit verbunden sind.

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18. September 2017 um 20:01
In Antwort auf chattiex

Ich weiß auf jeden Fall schon lange, dass etwas nicht in Ordnung ist. Und in letzter Zeit nimmt es Überhand, darum bin ich selbst an dem Punkt wo mir der Gang zum Arzt nicht wirklich erspart bleibt.

Nur trotzdem sind da meine Sorgen was die Ärzte und die Bahandlung angeht und die Konsequenzen die damit verbunden sind.

magst Du (ggf. per PN) mal etwas konkreter werden, welche Konsequenzen Du fürchtest?

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18. September 2017 um 20:22
In Antwort auf chattiex

War es bei dir auch schon so weit, dass du Angst hattest weiter zu gehen oder dass du kurz davor warst zu weit zu gehen was deine Selbstverletzungen angeht?

Oh jaaa ich hatte solche Angst, das kann man nicht in Worte fassen. Zum Glück kommt es jetzt "nur" alle zwei Monate vor, dass ich mich ritze. Früher war es mindestens zwei Mal am Tag !!! Doch ich bereue es jedes Mal. Und das hält mich so ein bisschen davon ab. Auch dass ich frisch verliebt bin und nicht mehr vereinsame , ist eine große Stütze. Aber ich finde es zu heftig (also das selbstverletzende Verhalten) und ich hoffe,  es wird immer weniger. Ich will das nicht mehr ! Ich bin immer noch dabei, hart an mir zu arbeiten und endgültig einen Weg aus dieser Krise und die Selbstverletzung zu finden. Habt ihr hilfreiche Strategien, Tipps oder Vorschläge auf Dauer ritzfrei zu bleiben ?

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18. September 2017 um 20:36
In Antwort auf wonderfuldreamgirllikeme23

Oh jaaa ich hatte solche Angst, das kann man nicht in Worte fassen. Zum Glück kommt es jetzt "nur" alle zwei Monate vor, dass ich mich ritze. Früher war es mindestens zwei Mal am Tag !!! Doch ich bereue es jedes Mal. Und das hält mich so ein bisschen davon ab. Auch dass ich frisch verliebt bin und nicht mehr vereinsame , ist eine große Stütze. Aber ich finde es zu heftig (also das selbstverletzende Verhalten) und ich hoffe,  es wird immer weniger. Ich will das nicht mehr ! Ich bin immer noch dabei, hart an mir zu arbeiten und endgültig einen Weg aus dieser Krise und die Selbstverletzung zu finden. Habt ihr hilfreiche Strategien, Tipps oder Vorschläge auf Dauer ritzfrei zu bleiben ?

ganz genau so geht es mir auch. ich habe schon alles mögliche versucht. aber nichts hilft mir. nur der Schnitt befriedigt mich in dem Moment richtig. was ganz gut geht wenn ich noch nicht ganz oben mit der Verzweiflung bin ist dass ich immer ein sehr sehr enges Gummiband am Handgelenk trage. das schneidet ein und dann tut es etwas mehr weh wenn ich das auf die Haut flitsche. aber hilft auch nur wenn du noch nicht ganz in diesem Teufelskreislauf der Wut und Verzweiflung drin steckst.

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18. September 2017 um 21:37
In Antwort auf chattiex

ganz genau so geht es mir auch. ich habe schon alles mögliche versucht. aber nichts hilft mir. nur der Schnitt befriedigt mich in dem Moment richtig. was ganz gut geht wenn ich noch nicht ganz oben mit der Verzweiflung bin ist dass ich immer ein sehr sehr enges Gummiband am Handgelenk trage. das schneidet ein und dann tut es etwas mehr weh wenn ich das auf die Haut flitsche. aber hilft auch nur wenn du noch nicht ganz in diesem Teufelskreislauf der Wut und Verzweiflung drin steckst.

Mir geht es gerade garnicht gut, obwohl ich gelacht habe. Habe es die ganze Zeit überspielt. Was mache ich denn jetzt ?! Wenn ich jetzt rüber gehe ins Langzeit Wohnheim (wohne in einer Wohngruppe mit drei weiteren Frauen, so eine Art Außenwohngruppe,  aber auf dem Gelände und ich muss meine Tabletten im Langzeit Wohnheim abholen) und mir Bedarfsartznei holen will , kommt die Pflegerin sich auch vera***** vor. Dann sagt sie auch, Dir geht es doch gut, hast eben noch gelacht. Habe wieder so einen Druck im Kopf und heftigen Selbstverletzungsdruck. Wer weiß, wie ich das umgehe ? Ich brauche eure Hilfe ganz dringend !!! Danke im Voraus !!!

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18. September 2017 um 21:42
In Antwort auf wonderfuldreamgirllikeme23

Mir geht es gerade garnicht gut, obwohl ich gelacht habe. Habe es die ganze Zeit überspielt. Was mache ich denn jetzt ?! Wenn ich jetzt rüber gehe ins Langzeit Wohnheim (wohne in einer Wohngruppe mit drei weiteren Frauen, so eine Art Außenwohngruppe,  aber auf dem Gelände und ich muss meine Tabletten im Langzeit Wohnheim abholen) und mir Bedarfsartznei holen will , kommt die Pflegerin sich auch vera***** vor. Dann sagt sie auch, Dir geht es doch gut, hast eben noch gelacht. Habe wieder so einen Druck im Kopf und heftigen Selbstverletzungsdruck. Wer weiß, wie ich das umgehe ? Ich brauche eure Hilfe ganz dringend !!! Danke im Voraus !!!

die kommt sich nicht verarscht vor. sie weiß dich das dir diagnostiziert wurde und das man in deiner Situation auch Leuten verspielt, dass es dir gut geht. geh zur Schwester und lass dir von ihr helfen. die fühlt sich nicht verarscht. du brauchst sie gerade.

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18. September 2017 um 21:47
In Antwort auf chattiex

die kommt sich nicht verarscht vor. sie weiß dich das dir diagnostiziert wurde und das man in deiner Situation auch Leuten verspielt, dass es dir gut geht. geh zur Schwester und lass dir von ihr helfen. die fühlt sich nicht verarscht. du brauchst sie gerade.

Ich meine, weil ich lachend ins Dienstzimmer kam

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18. September 2017 um 21:51
In Antwort auf wonderfuldreamgirllikeme23

Ich meine, weil ich lachend ins Dienstzimmer kam

ja und die Stimmungen bei Borderlinern schwankt so prinzipiell schnell um. Geh zu ihr. sag ihr wie es dir geht und bitte sie um Hilfe. keiner verurteilt dich dafür

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18. September 2017 um 21:55
In Antwort auf chattiex

ja und die Stimmungen bei Borderlinern schwankt so prinzipiell schnell um. Geh zu ihr. sag ihr wie es dir geht und bitte sie um Hilfe. keiner verurteilt dich dafür

Ja danke Dir Ich mache mich jetzt auf dem Weg dorthin. Danke für deine Einfühlsamkeit

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