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Emetophobie-pure Verzweiflung.

10. August 2014 um 20:08

Okay, ich melde mich gerade zum ersten mal in so einem Forum an. Ich verzweifle von Tag zu Tag mehr und erhoffe mir hier Hilfe zu bekommen. Ich bin 17 Jahre alt und leide schon seit 6 Jahren an Emetophobie. Es äußerte sich durch ein plötzliches Ereignis als ich mich mit 11 Jahren aus heiterem Himmel übergeben musste. Von da an gings los. Kein essen mehr auswärts, krankhaftes Händewaschen, Kontakt von Menschen gemieden die was mit dem Magen hatten, teilweise sogar kein rausgehen mehr. Ich schleppte es 1 Jahr mit mir rum, da ich dachte, ich wäre verrückt und der einzigste Mensch der sowas hat. Mich plagten jedes mal vorm schlafen gehen Panikattacken mit denen ich immer wieder einschlief. Mit 12 traute ich mich es meiner Mutter mitzuteilen, das ich wirklich panische angst vor dem erbrechen habe. Ich bereue es bis Heute. Ergebnis = ausgelacht und 0 Verständnis. Dazu muss ich sagen das ich aus einer russischen Familie komme und da läuft es meistens mit der Erziehung etwas anders. Meine Schwester und ich wurden oft geschlagen und angeschrien. Sie ist mit 19 in die Psychiatrie gegangen. 3 Monate in der geschlossenen. Seit sie weg ist, fing es bei mir an. Diese ganze Unterdrückung der Eltern. Es fing mit selbst verletzendem Verhalten an und endete (nicht) mit einem Selbstmordversuch. In dieser Zeit war ich kurzzeitig in einer Ambulanten Therapie.(die nicht half) In dieser Zeit fiel meine Phobie wirklich in den Hintergrund. Ich hatte andere Sachen die mich beschäftigten. Nun habe ich es geschafft vor einem halben Jahr von meinen Eltern in Hamburg meiner Heimatstadt weg zu kommen. Ich bin nach Faßberg einem Dorf in Niedersachsen zu meinem Freund gezogen (1 Jahr Fernbeziehung). Ich wurde sofort an der neuen Schule angenommen, alles lief gut und ich hatte hier eine Aussicht auf einen neuen Anfang. Mein SVV legte sich. Ich war wirklich glücklich und habe hier 2 Monate lang ein langzeit Praktikum gemacht in einem Frisörsalon. Frisörin werden ist mein Wunsch. Ich habe alles gut durchstanden. Jetzt sind Sommerferien und ich hatte letzte Woche meine erste Panikattacke, weil ich mir wieder eingeredet habe mir sei schlecht. Ich habe krampfhaft gezittert, nichts und niemand konnte mich beruhigen. Das solltet ihr gleichgesinnten natürlich im größten Teil auch erlebt haben. Mein Freund weiß bescheid, über meine Angst, kann sie aber nicht verstehen (natürlich) und ist überfordert. Seit dieser Panikattacke, gehts mir zum Abend hin immer wieder schlecht. Ich male mir wie früher die schlimmsten Sachen aus, was passieren wird, wenns soweit ist. Ich falle wieder zurück und ich kann mir wirklich nirgends Hilfe holen. Hier in der nähe wäre nichts und ich habe wirklich Angst vor der Reaktion von meinem Freund wenn ich ihm sage das ich psychiatrische hilfe brauche. Ich verzweifle. Ich kann mir selber nicht mehr helfen und zurück nach Hamburg kommt eigentlich nicht infrage. Es war so ein langer Weg hier her und voller Hoffnung. Und jetzt macht mir diese Phobie alles kaputt. Sie fängt wieder an mich zu kontrollieren. Ich will eigentlich garnichts mehr machen. Ich sitze seit Wochen zu Hause. Ich schaff das nicht allein. Ich hoffe ich kann mich mit einem gleichgesinnten austauschen, der immer erreichbar ist. Ich bitte um Hilfe. Ich schaff es nicht mehr allein.

Danke an alle die bis hier hin gelesen haben.
Liebe süße grüße
Katja

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11. August 2014 um 10:01

...
Liebe Katja, ich würde mich mal hier anmelden: http://forum.emetophobie.de/viewforum.php?f=37&sid=b2271339307ec3f5ae4bc2e34a02ca 6a. Außerdem würde ich dir sehr empfehlen, dir eine Selbsthilfegruppe zu suchen. Das folgende passt vielleicht nicht 100%ig, aber wäre ja schon mal ein Anfang: http://www.overeatersanonymous.de/. Weiß ja nicht, was es da so gibt in der Gegend, wo du wohnst. Ansonsten such dir einen Therapeuten. Der kann dich auch beraten wegen Selbsthilfegruppe. Es gibt ja auch überall anonyme Hilfe- und Sorgentelefone, die können einen auch gut beraten. Es ist wichtig, dass du dir ein Netzwerk aufbaust mit Personen, die dich unterstützen. Wenn du dich dann ein wenig stabilisiert hast, würde ich dir zu einer Familienaufstellung raten. Das kann wirklich sehr hilfreich sein. Schon mal von der Methode gehört? Falls nein, recherchier mal im Netz, z. B. hier http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder http://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung. Ich drücke dir die Daumen, dass du bald Hilfe und Unterstützung findest. Lieben Gruß von Simone

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25. August 2014 um 21:08

Hey
Hey erst mal. Ich habe gerade deinen Text durch gelesen und du sprichst mir aus der Seele. Ich komme auch aus einer russischen Familie und kann dich gut verstehen. Ich hab seit 4 Jahren emetophobie. Ich kenne dass Gefühl sehr gut . bei mir ist es so dass ich ständig Angst habe dass mir schlecht wird oder ich mich über geben muss. Ich esse daher sehr wenig und habe sehr viel Gewicht verloren. Ich war sogar in der Psychiatrie... Habe es aber abgebrochen weil ich dass Gefühl hatte dass die mich dort nicht verstehen. Dass können nur gleichgesinnte verstehen. Ich habe abends dass selbe Problem... Ständig nehme ich Übelkeit s Tabletten ein....mir gehts dann etwas besser...ich bin 18 Jahre ...meine Eltern sagen mir ständig dass ich 18 bin und mich nicht so kindisch benehmen soll. Ich versuche denen zu erklären dass ich schreckliche Angst habe. Bis der Tag kamm wo meine Mutter gesehen hat wie ich gezittert habe .oft haben meine Eltern den Krankenwagen geholt weil ich ständig Kreislauf Probleme hatte. Mein Freund ist auch sehr über fordert.... Aber er steht zu mir...mit einer Klinik will ich es nicht mehr versuchen... Daher habe ich Kontakt zu einer hypnosepraxis. Ich will zu ihr und will es mit Hypnose versuchen. ......ich wasche mir auch krankhaft die Hände ...esse abends nichts....habe Angst wenn jemand krank ist oder sich über geben muss...ich weiss dass ich dir nicht wirklich helfen kann aber dass du weisst dass du nicht ganz allein bist.

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25. August 2014 um 21:10

...
Ich komme aus Hamburg und ich hoffe dass du dass mit mir austauschen möchtest. Liebe
Grüsse Natascha.

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