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Emetophobie - neuer Mut

18. März 2010 um 19:12

Hallo ihr =)

meine Angst verleitet mich immer wieder, Diskussionen zu lesen, in denen ihr eure Angst schildert. Ich denke, das machen viele von euch, wenn es euch schlecht geht. Da ich aber immer eher auf der Suche nach Hoffnung bin bzw Leuten, die diese Phobie überstanden oder zumindest verstanden haben, muss ich jetzt auch mal einen kleinen Hoffnungsschimmer in die Welt setzen =)))))

Warum sollte man in ein Forum schreiben, wenn man die Angst nicht mehr hat. Man ist ja froh, sie los zu sein.

Ich wollte euch einfach mal eine Frage stellen.
Hat die Überzeugung, dass die Übelkeit jedes mal anders ist und ein Zeichen dafür sein könnte, sich zu übergeben, sich jemals bestätigt?
Das Schlimmste an dieser Phobie ist einfach, die hunderte Male gelitten und Angst gehabt zu haben, anstatt im Gegenzug für 100x Panikattacken, 1 mal für 4 Sekunden zu brechen.
Die Angst der Panik ist viel wahrscheinlicher, als 3 mal im Jahr zu brechen. Sich zu übergeben ist wirklich
DER LETZTE AUSWEG DES KÖRPERS!!!
Selbst wenn man es theoretisch versteht, macht einem das Unterbewusstsein immer einen Strich durch die Rechnung. Es ist aber nur euer Kopf.
Es ist möglich, die Angst zu überwinden!!!
Andere Leute nehmen es lieber in Kauf, sich nach Mahlzeiten zu übergeben, als dicker zu werden. Mehrmals in der Woche!
Jeder menschliche Körper ist gleich. Also ist das Brechen auch bei jedem Menschen gleich. Aber jeder nimmt das es anders wahr! ES IST MÖGLICH, DAVON LOS ZU KOMMEN!!!!
Wichtig ist nur, dass man wirklich versteht, dass diese Angst irrational ist! Sie ist unbegründet. Das es unangenehm ist zu brechen, rechtfertigt nicht die Angst - DAS müsst ihr euch unbedingt klar machen!!!

Ich bin soooo voller Hoffnung und Energie, diese Angst eines Tages (und das wird bald sein ) überstanden zu haben, dass ich euch einfach nur sagen möchte, dass ihr das auch könnt und nicht verzweifeln müsst.
Stellt euch eurer Angst!!!!!!!!!!!!

Und Horrorgeschichten von Magen-Darm-Erkrankungen - nicht alles, was Leute erzählen, ist wahr. Im Normalfall bricht man ein oder zwei mal und ist dann so gut wie durch damit. 4 Tage im Jahr vllt... ist das nicht zu überstehen? Ich denke ja. Und selbst das ist unwahrscheinlich!

Ich fang bei meiner Panik an zu heulen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich brechen muss oder brechen könnte (was schon unwahrscheinlich genug ist) muss und will einfach nur weg, aber...

wenn ich mich an meine letzte Magen-Darm-Grippe erinnere (letztes Jahr im Sommer)... ich habe nicht einmal gebrochen!!!

Meine Familie hatte vor einem Monat Magen-Darm. Erst mein Vater, dann meine Mutter, dann mein Bruder und als ich dachte, ich bin dran, kam gar nichts =) !!!

Als ich vorletztes Jahr krank war, hab ich mich schon über meine Schüssel gebeugt, weil ich einen Würgereiz hatte und wisst ihr was? In der Sekunde hatte ich keinen Augenblick Angst und es ist auch nichts passiert.

Das, was euch und mir Angst macht, ist nicht das Brechen, sondern die Angst vor der Angst!!!

Das Leben ist wunderschön - auch mit Magen-Darm-Grippe
und mir persönlich geht es schon um so vieles besser.
Meine Panik tritt nur noch so selten auf.

Lasst euch nicht entmutigen!

Ich hoffe, dass euch mein Beitrag wenigstens für eine Sekunde wachrüttelt. Die Angst und die Denkensweise, wie schlimm das alles ist, stimmt einfach nicht und das ist WAHR!

Liebe Grüße und viel Hoffnung,
damit wir bald alle komplett von der Angst befreit sind!!!

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21. März 2010 um 19:30

Hey
dein Text ist sehr aufmunternd ich leide schon seit meiner Kindheit an dieser Phobie ..
und es ist echt hart ...wünsche mir so sehr das sie weg wäre ...

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